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    Die Informationen auf dieser Seite sind in umgekehrter chronologischer Reihenfolge angeordnet; aktuellere Nachrichten findet man oben.

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PPG_LogoTextmarke_rot_RBChemiekurse des Abiturjahrgangs zu Besuch in der PPG-Lackfabrik in Bodelshausen
13. Juni 2018, Mittwoch

Text und Bilder: A. Beuchle

Bilder rechts: das Firmen-Logo.

Die Profil- und Neigungskurse Chemie wurden bei der PPG-Lackfabrik in Bodelshausen von deren Leiter Herr Renner herzlich willkommen geheißen. Herr Renner und sein Team gewährten uns sehr interessante Einblicke in die Welt der Lacke. Wir wurden z. B. über deren Einsatzmöglichkeiten, über die Produktion und in die Entwicklung geeigneter Lacke informiert. Dabei erfuhren die SchülerInnen auch, was Lacke überhaupt sind und wie die PPG nach Bodelshausen kam. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei Herrn Renner, Herrn Dr. Krohm, Frau Maier, Frau Muth und allen Beteiligten für die interessante Führung, die Organisation von praktischen Beispielen, die spannenden Vorträge und die Sorge um unser leibliches Wohl.

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Bild oben: die Besuchergruppe; Bild unten: ... mit ihren Gastgebern.

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Jede/r von uns hat tagtäglich Kontakt mit den unterschiedlichsten Arten von Lacken. Unter Lacken versteht man flüssige oder pulverförmige Beschichtungsstoffe, die zum Schutz vor Korrosion und Verwitterung, zu dekorativen Zwecken, oder aber zur Erzeugung besonderer Eigenschaften aufgebracht werden.

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Bild oben: Produktbeispiele

Lacke bestehen in der Regel aus einem Bindemittel, Pigmenten, Füllstoffen, Lösungsmitteln und weiteren Additiva. Das Bindemittel sorgt für das Zustandekommen einer einheitlichen Schicht. Das Lösungsmittel wird dazu eingesetzt, um Stoffe lösen und dann gut auftragen zu können. Das Lösungsmittel verdunstet im Anschluss. Pigmente werden zur Farbgebung zugesetzt. Weitere Zusätze sorgen beispielsweise für die Verbesserung von Eigenschaften, verhindern negative Eigenschaften, können aber auch Katalysatoren, Mattierungsmittel, Wachse etc. sein.

Bei der Herstellung werden zunächst die Bindemittel und Pigmente eingewogen und bis zur gewünschten Größe dispergiert. Nach weiteren Verarbeitungsschritten wird der Lack verschiedenen Test- und Prüfmethoden zur Qualitätssicherung unterzogen. Man testet zum Beispiel die Viskosität, den Flammpunkt, die Einbrennbedingungen und vieles mehr.

Die PPG ist ein globaler Hersteller von Farben, Beschichtungen, optischen Produkten, Spezialwerkstoffen, von Glas und Glasfasern. Das Unternehmen wurde 1883 als Pittsburgh Plate Glass von Ford & Pitcairn gegründet und hat seinen Hauptsitz in Pittsburgh, Pennsylvania. Die PPG ist mit 47 000 Mitarbeitern in mehr als 70 Ländern tätig. 1902 hat das Unternehmen nach Europa expandiert. Neben Wuppertal, Weingarten, Ingersheim, Wolfsburg, Hilden, Hamburg und Bochum, ist eine Firmenniederlassung in Bodelshausen.

Die Geschäftssegmente der PPG umfassen Funktionsbeschichtungen in der Luft- und Raumfahrt, architektonische Beschichtungen, Autoreparaturlacke, Schutz- und Marine-Beschichtungen, sowie Industrielacke für die Automobilbranche, Industrielacke, Verpackungslacke und Spezialbeschichtungen. In Bodelshausen selbst werden Innen- und Außenlacke für Konserven- und Getränkedosen, für Kronkorken, Dosen- und Glasverschlüsse, Pulverlacke für Dosenschweißnähte und UV-Lacke für Kunststofftuben hergestellt.

 

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Textmarke_rot_RBEngagement für andere
12. Juni 2018, Dienstag

“Alle schauen nur nach sich, keiner hat mehr “Bock”, etwas für andere zu tun, man schaut lieber zu, anstatt selbst etwas in die Hand zu nehmen,...” so wird heute ja oft geklagt, auch wenn es um das Engagement von Schülern/innen geht. ABER: es gibt eben immer auch leuchtende Ausnahmen!

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Bild oben: zwei SMV-Mitglieder kümmern sich um die Organisation des diesjährigen SMV-Sporttages.

Die Schülermitverantwortung (SMV) des Robert-Bosch-Gymnasiums organisiert nicht nur die Nikolausaktion und die Osteraktion, Mottotage und dergleichen, sondern sorgt stets dafür, dass das Schuljahresende mit einem großen Sporttag für alle Schüler/innen ausklingen kann: die letzten drei Schultage haben bei uns eine traditionelle Struktur: am Montag Sporttag, am Dienstag Ausflugstag aller Klassen, am letzten Schultag Vollversammlung, Gottesdienst und Zeugnisausgabe.

Für den diesjährigen Sporttag konnten die Schüler/innen unter 11 verschiedenen Angeboten auswählen; unter anderem wird Klettern auf der Stuttgarter Waldau angeboten, Tanzen im Spiegelsaal, Badminton und Tennis- oder Fußballspielen... Jeder Schüler/jede Schülerin konnte drei Angebote nach erster, zweiter oder dritter Präferenz auswählen. Die ganzen Wahlzettel landen natürlich bei der SMV und die muss nun auszählen, wie viele Schüler/innen welcher Klasse sich für welches Angebot entschieden haben. Das ist ein ganzes Stück Arbeit, wie man an den Fotos sieht.

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Bild oben: ... und sind dabei noch guter Laune!

Aber: weil es eben immer auch Schüler/innen gibt, die sich für ihre Mitschüler/innen engagieren, werden wir auch dieses Schuljahr in gewohnter Weise zu einem interessanten Ende finden lassen.

 

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Jahrbuch_Schulfoto_7Textmarke_rot_RBEin ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz
4. Juni 2018, Montag

Das 50-jährige Schuljubiläum wirft seine Schatten voraus: das Gerlinger Gymnasium wurde 1968 gegründet und hat somit zum Schuljahr 2018/19 einen “runden” Geburtstag. Das wird entsprechend gefeiert werden. Für Anfang Oktober 2018 ist eine große Jubiläumsfeier geplant; die Vorbereitungen dazu laufen seit Monaten in Zusammenarbeit von Schulleitung, Lehrerkollegium, Elternschaft (Elternbeirat) und Schülermitverantwortung (SMV) im so genannten “LEGO-Format” (LEGO: das sind Lehrer-Eltern-Gespräche (je nach Thema auch mit Schülerbeteiligung), zu denen man sich nicht über die modernen Medien austauscht, sondern (ganz altmodisch:)  Offline.

Bild rechts: Feuerwehreinsatz der anderen Art: Das Drehleiterfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Gerlingen im Schulhof bei der Aufnahme des neuen Schulfotos. Die maximale Höhe, aus der mit dem Fahrzeug gerettet werden kann, beträgt 23 Meter.

Ebenfalls seit Monaten mit Planungen und Vorarbeiten beschäftigt ist die Jahrbuchgruppe, welche sich die Herausgabe eines neuen Jahrbuches, dieses Mal des Jubiläums-Jahrbuches, zur Aufgabe gemacht hat.

Für den Schulträger, die Stadt Gerlingen, ist das Jubiläum natürlich auch eine wichtige Marke im Terminkalender und in Anerkennung der Bedeutung der Schulgründung und der Bedeutung des Gymnasiums für die Bildung der Gerlinger Jugend unternimmt die Stadtverwaltung gerade große Anstrengungen, das jüngste Kind in der Familie der Gerlinger Schulen im Jubiläumsjahr “herauszuputzen”. Seit Jahresbeginn laufen dazu verschiedene umfangreiche Baumaßnahmen im Umfeld des Schulgebäudes: ein Fahrradstellplatz im Schulhof wurde geschaffen, die Grünflächen und “grünen Inseln” auf dem Schulgelände wurden gepflegt oder neu angelegt, die Fluchttreppe aus dem Naturwissenschaftstrakt und deren Vorplatz wurden erneuert und momentan wird gerade auf dem Flachdach dieses Gebäudeteils eine Terrasse vor dem Lehrerzimmer geschaffen und ein Schulhofbereich für die Gerlinger Realschule angelegt.

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Bilder oben und unten: auf dem Flachdach des naturwissenschaftlichen Unterrichtstraktes unseres Schulgebäudes entsteht gerade eine Terrasse vor dem Lehrerzimmer (oben) und ein Pausenhofbereich mit Spielmöglichkeiten für die Realschule Gerlingen (unten).

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Einem weiteren Wunsch des Gymnasiums ist der Schulträger auch nachgekommen: seit der Schulhaussanierung 2013 kann man auf einem überdimensionalen Poster im Obergeschoss des Atriums alle Schüler/innen und Lehrer/innen der Schule abgebildet sehen. Nun ist das Foto aber schon fünf Jahre alt; viele abgebildete Schüler/innen haben die Schule verlassen und die neu hinzugekommenen Schüler/innen sind natürlich noch nicht auf dem Bild vertreten.

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Bild oben: das große Schulfoto auf der Galerie unseres Atriums; im Vordergrund hat die Jahrbuchgruppe die Anfertigung des neuen Bildes vorbereitet: die Schüler/innen können einerseits sehen, wann ihre Klasse für das neue Klassenfoto für das Jahrbuch eingeteilt ist und andererseits, wo auf dem Schulhof sie sich für das große Schülerschaftsfoto aufstellen sollen.

Zum Schuljubiläum bekommen wir also nun ein neues Bild der kompletten Schüler- und Lehrerschaft (und auch die Hausmeister und die Schulsekretärin werden darauf vertreten sein). Zur Anfertigung des Bildes kam am Montagmorgen die Gerlinger Feuerwehr mit dem Drehleiterfahrzeug vorgefahren. Die Gerlinger Fotografin Simone Schrauth (die für das neue Jahrbuch auch die Klassenfotos anfertigt) und der Gestalter des Atriums, Johannes Zimmermann (von Zimmermann Visuelle Kommunikation, Stuttgart) stiegen in den Korb der Drehleiter und entschwebten in luftige und sonnige Höhen, um aus dieser erhabenen Warte alle Schüler/innen und Lehrer/innen auf ihr Bild zu bekommen.

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Bild oben: Gerätewart Bort von der Feuerwehr Gerlingen (rechts im Bild) und Johannes Zimmermann warten im Schulhof auf die Schüler/innen.

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Bild oben: die Jahrbuchgruppe hat die Anfertigung des Schulfotos langfristig präzise vorbereitet; es gab bereits eine Probeaufstellung des Drehleiterfahrzeuges der Feuerwehr, bei welcher die beste Aufnahmeposition für das Schulfoto gefunden wurde und anhand dabei gemachter Bilder wurden nun die Standplätze der verschiedenen Klassen mit Straßenkreide auf dem Schulhof markiert. 

Die Jahrbuchgruppe hatte die Anfertigung dieses Schulfotos vorbereitet und unter anderem auf dem Schulhof durch Straßenkreide-Markierungen den Standort der verschiedenen Klassen vorgezeichnet. So wussten zu Beginn der 2. Unterrichtsstunde am Montag nach den Pfingstferien alle Schüler/innen, wo sie sich einzufinden hatten; zu den Klassen gesellten sich natürlich auch die jeweiligen Klassenlehrer/innen. Das einzige Problem war zu dieser Zeit nur die schon recht hoch stehende Sonne, gegen die alle Beteiligten anblinzeln mussten.

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Bild oben: Lagebesprechung vor dem Ansturm der Schüler/innen: David Schaebs (links im Bild) ist an der Schule für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und auch federführend bei der Erstellung des neuen Jahrbuches. Fotografin Simone Schrauth (http://www.simone-schrauth.de/) war früher selbst Schülerin des Gerlinger Gymnasiums und Johannes Zimmermann (Bildmitte) hat mit seiner Agentur “Zimmermann Visuelle Kommunikation” das Atrium unseres Schulgebäudes bei der Sanierung in den Jahren 2010-2013 gestaltet (http://www.zimmermann-online.info/).

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Bild oben: steiler Aufstieg ins Blaue: Blick entlang der Drehleiter zum Korb.

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Bild oben: mit den Händen am “Joystick” zur Bedienung der Drehleiter hat Gerätewart Bort den Korb an die richtige Position gefahren, von wo aus die Fotografen den richtigen Blickwinkel für die Aufnahme des neuen Schulfotos haben.

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Bild oben: auch Schulleiter Eberhard Blanz freut sich auf die Anfertigung des neuen Schulfotos.

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Bild oben: und so sieht unser Schulgebäude von oben aus (Bild: © Zimmermann Visuelle Kommunikation, Stuttgart; http://www.zimmermann-online.info/)

Nach aktueller Planung sollen die Bildfolien in den Sommerferien auf die Wand-Fläche im Atrium aufgezogen werden. Zu Schuljahresbeginn im September 2018 wird das Bild bei der Vollversammlung am ersten Schultag dann enthüllt werden.

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Bild oben: die Show ist vorbei, die Bilder sind im Kasten, die Schüler/innen begeben sich wieder zurück in den Unterricht (Bild: Eberhard Blanz).

 

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Textmarke_rot_RBNeue Multimediatechnik für die Klassenzimmer
Ende Mai 2018

MM_2018_Mobilwagen_10Am Robert-Bosch-Gymnasium haben wir in den Klassenzimmern grüne Tafeln, auf denen man - auch wenn der Strom mal ausfällt oder der Internetzugang nicht funktioniert - mit weißer oder farbiger Kreide schreiben und malen und damit unterrichten kann. Um eine physikalische Gleichung herzuleiten, Deklinations- oder Konjugationsregeln im Französisch-Untericht zu verdeutlichen oder im Mathematikunterricht den Inkreis eines Dreiecks zu konstruieren (wobei der Tafelanschrieb der Ergebnissicherung dient - wenn die Schüler/innen das Erarbeitete/Konstruierte in ihren Heften nachvollziehen und dabei alle Sinne benutzen: zuhören, zuschauen, mit der Hand nachzeichnen...), müssen wir nicht zwingend einen Rechner booten. Beim Umbau und der Sanierung der Schule haben sich die Lehrer/innen mehrheitlich gegen aktive Smartboards in allen Klassenräumen ausgesprochen - und zwar nicht aus Technikfeindlichkeit, sondern wohlüberlegt mit pädagogischen und didaktischen Begründungen.

Bild rechts: die neueste Errungenschaft im Multimedianetz der Schule: Mobilwagen mit Notebook und Dokumentenkamera mit VGA-Switch und Soundanlage für die Klassenzimmer.

Wenn es aber pädagogisch sinnvoll ist und ein Konzept existiert, nach dem moderne digitale Medien im Unterricht eingesetzt werden, haben wir alles zur Verfügung, was technisch nötig ist: die Schule verfügt über ca. 150 PCs und Notebooks, über ca. 20 Drucker, über Beamer in allen Klassenräumen, über ein LAN in Gigabit-Technik und alternativ auch ein WLAN mit einem guten Dutzend WLAN-Routern im Haus, die alle zu einem Netz zusammengeschaltet sind; wir haben auch zwei gut ausgestattete Multimediaräume für den Unterricht und zwei Schüler- und einen Lehrer-PC-Raum für das individuelle Arbeiten.

Wenn in den Klassenzimmern Notebooks eingesetzt werden sollten, mussten die Lehrer/innen bisher ein Gerät mit den entsprechenden Verbindungskabeln aus dem Lehrer-PC-Raum mitbringen, wo eine größere Anzahl von solchen Geräten lagert. Das ist nicht sehr bequem und kostet Zeit am Stundenbeginn. Außerdem zeigte sich in letzter Zeit, dass der bisherige Overheadprojektor von den Lehrern/innen zunehmend durch so genannte Dokumentenkameras (“Visualizer”) ersetzt wurden. Deren Zahl war bisher aber begrenzt.

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Bild oben: über einen VGA-Schalter kann zwischen den verschiedenen Bildquellen umgeschaltet werden: so kann der Bildschirm des Notebooks über den Beamer an die Wand geworfen werden oder das Bild der Dokumentenkamera (oder der Bildschirm eines anderen mobilen Endgerätes). Im vorliegenden Fall wird das von der Kamera auf dem Dokumentenvorlagenauszug aufgenommene Bild an der Wand gezeigt.

Eine solche Kamera wird entweder über ein Notebook oder direkt an den Video-Beamer angeschlossen. So können dann z. B. gedruckte Unterlagen (Bücher, Karten, Bilder, Handgeschriebenes von Schülern/innen) mit dem Beamer an die Wand geworfen werden; dabei kann man die Vorlage auch heranzoomen - und bei Verbindung über ein Notebook mit Hilfe einer speziellen Software das Gezeigte auch mit Schrift, einer (farbigen) Markierung) etc. versehen. Der Vorteil gegenüber dem OH-Projektor ist, dass man nicht erst eine Folie von der Vorlage erstellen muss. Natürlich kann die Kamera nicht nur flache Objekte abbilden, sondern etwa im Biologieunterricht auch die Blüte einer Blume oder ein Detail eines Skelettes (vergrößert) an der Wand zeigen; im Physik- oder NwT-Unterricht kann man so Beobachtungen an einem Experiment vergrößert für alle an der Wand präsentieren und zudem kann man mit der Kamera auch Bilder oder Filme aufnehmen und speichern und nicht “live”, sondern die Aufzeichnung zeigen.

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Bild oben: Notebook und Vorlagen für die Kamera werden auf Auszügen untergebracht; versenkt man die Auszüge im Wagen, ist er über einen Rollladen zu schließen (und auch abschließbar).

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Bild oben: mit dem VGA-Umschalter kann man die verschiedenen Bildquellen an den Ausgang (Beamer) legen.

So bildete sich im Februar 2018 eine Arbeitsgruppe von Lehrern/innen, welche sich mit Fragen der Weiterentwicklung des Multimediakonzeptes der Schule befassen sollte. Das Gremien tagte einige Male und empfahl dann, dass alle Klassenräume mit einem dort verbleibenden Notebook und einer Dokumentenkamera ausgestattet werden sollten. Um die Geräte fest aufgebaut im Klassenzimmer belassen zu können und doch flexibel zu sein, wurde beschlossen, dazu Mobilwagen anzuschaffen, die notfalls auch verschließbar sind.

Das von der Arbeitsgruppe erarbeitete Konzept wurde in einer Gesamtlehrerkonferenz vorgestellt und akzeptiert. Und damit konnte sich der Systemadministrator an die Wahl der Geräte und deren Beschaffung machen.

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Bild oben: wie Weihnachtsgeschenke auspacken! Die gebrauchten Notebooks wurden von einer Wiederverwertungsfirma gereinigt, aufbereitet und aufwändig verpackt.

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Bild oben: die neuen Notebooks (HP EliteBook 8570P).

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Bild oben: eines der neuen Notebooks nach vollständiger Software-Installation.

Bei den Notebooks haben wir uns dieses Mal für gebrauchte Geräte (refurbished) entschieden; beschafft wurden EliteBooks von Hewlett Packard, die bereits mit einer SSD-Festplatte, 8 GB Hauptspeicher, einem Quadcore-Prozessor und einem matten Bildschirm mit einer Auflösung von 1200 x 900 Pixeln bei einer Diagonale von 15,6” ausgestattet sind. Die jetzt gekauften Geräte sind auch mit einer Docking-Station ausgestattet, was ihre Nutzung in den Mobilwagen optimiert: an der Docking-Station sind alle Verbindungskabel angeschlossen (VGA, USB, Sound, Stromnetz, ...); das Notebook muss dann nur noch auf die entsprechenden Buchsen gesteckt werden und schon ist es einsatzbereit.

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Bild oben: die neuen Notebooks sind mit einer Docking-Station ausgestattet, was die Verkabelung auf den Mobilwagen erleichtert.

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Bild oben: ... und so sieht das ganze von Schülerseite aus: in den Mobilwagen haben auch die Soundanlagen noch Platz.

Jetzt in den Pfingstferien wurden die neuen Notebooks ausgepackt und Betriebssystem und Anwendungssoftware wurden installiert.

Wenn alle Klassenzimmer mit Notebooks ausgestattet sind, wird es im Lehrerzimmer trotzdem noch einen kleinen Gerätepool in einem Notebookwagen geben, sodass spontan in einem Klassenraum auch mehrere Schüler gleichzeitig ein solches Gerät nutzen können, ohne den Multimediaraum aufsuchen zu müssen.

In diesem Rechnungsjahr werden nicht alle Klassenräume mit den Dokumentenkameras und Mobilwagen bestückt werden können; die Kosten müssen wir auf zwei Jahre verteilen...

 

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Textmarke_rot_RBBack to Future!
9.  - 13. Mai 2018, Mittwoch bis Sonntag

Text: C. S. (Kursstufe K2)
Fotos: verschiedene Teilnehmer/innen

Dieses Jahr hieß es für uns, die Jongleurinnen und Jongleure aus Gerlingen, wieder einmal "Ab auf die Burg!" Das zwölfte LOS BALLOS – Wochenende startete mit viel guter Laune. Kaum auf der Burg Rothenfels angekommen, wurden auch schon die ersten Keulen ausgepackt und bald nach dem Mittagessen hatten wir uns bereits auf dem Gelände in Workshop-Gruppen verteilt. Die großen Altersunterschiede der Mitfahrenden tragen jedes Jahr zu einem vielfältigen, anspruchsvollen und spannendem Angebot bei, das von exotischen Jongliermaterialien wie dem "Boogang" über Tanzangebote, Messerwerfen, Musikauswahl bis hin zu regulären, aber dennoch anspruchsvollen Keulentricks reicht. Die abendliche Feuerjonglage sorgte für einen feurigen Abschluss des ersten Tages und war wie jedes Mal ein Ansporn für alle Beteiligten.

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Bild oben: (Foto: Greta N.) Gruppenbild vor dem Bergfried von Burg Rothenfels

In Form des immer heiß erwarteten Auftrittsabends präsentieren Jung und Alt vor anderen Burgbesuchern, was sie im Verlauf des Wochenendes und des letzten Jahres gelernt haben. Drei Kleingruppen, zusammengesetzt aus den Gruppen Los Ballinos, Los Ballistos und Los Ballos eröffneten den Abend mit drei ausgefeilten Auftritten.

Die Ehemaligen hatten sich währenddessen ebenfalls zusammengesetzt und ihren eigenen Auftritt zum Motto des Wochenendes entworfen. Als krönender Abschluss zeigte die Gruppe Los Ballos Special ihren neuen Auftritt "Die vier Elemente", der den Abend in einem Beifallssturm und emotionalen Hochpunkt enden ließ.

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Bild oben: (Foto: Anna D.) Keulenpassing im Rittersaal

Traditionell fand auch LOS BALLOS XII wieder in Kooperation mit der KSJ Gerlingen statt, die ein Abendprogramm für alle Teilnehmer organisierte. Dabei handelt es sich um den so genannten "Bunten Abend", der jedes Jahr anders gestaltet wird. Dieses Jahr hieß es: Familienduell! Per Zufallsprinzip wurden alle Anwesenden in vier Familien eingeteilt (Maier, Meier, Mayer und Meyer). Schon bald hatte man sich in seiner Familie zurecht gefunden, es wurde viel gejubelt und angefeuert, gelacht, geklatscht und gejohlt. Schlussendlich gewann – wie könnte es auch anders sein – Familie Meyer, knapp vor Mayer und Maier.

Der gemeinschaftliche Abschluss des Wochenendes fand am Lagerfeuer bei Gesang und Gitarrenspiel statt. Mit Hilfe der Teilnehmer des Workshops "Lagerfeuerholz holen" wurde am Nachmittag genug Holz an die Feuerstelle gebracht, so dass bis tief in die Nacht zusammengesessen wurde. Auch wenn mit fortschreitender Uhrzeit das Singen immer leiser wurde, behielt das gemütliche Beisammensein am Feuer dennoch seinen Effekt. Das Gefühl der Verbundenheit, das in solchen Moment entstehen kann, machte es schwer, an die Heimfahrt zu denken. Aber eins steht fest: Nächstes Jahr heißt es wieder "Ab auf die Burg!".

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Bild oben: (Foto: Benjamin H.) „Sister Act“ auf der Reigenwiese

Besonders zeichnet sich dieses Jahr aber durch die Verabschiedung unseres AG-Leiters und Verantwortlichen Michael Volz aus, der aufgrund eines Stellenwechsels zukünftig nicht mehr die Jonglier-AGs leiten wird. Nach 17 Jahren konstanter qualitativer Verbesserung und wachsender Teilnehmerzahl, kompetenter Organisation und guter Beziehung zwischen Leiter und AG-Mitgliedern können wir nur eins sagen: Vielen, vielen Dank und alles Gute!

Gleichzeitig heißen wir die neuen Gesichter willkommen, die die vielen Aufgaben, die der Gründervater übernahm, unter sich aufteilen: Lars und Björn Maier haben sich dazu bereit erklärt, die Organisation des LOS BALLOS – Wochenendes zu übernehmen und dort die Gruppe zu leiten, während Simon Schwarz die Verantwortung für das Geschehen tragen wird. Eva Gawol meldete sich dafür, die vier Jonglier-AGs in Gerlingen zu betreuen und sich um den organisatorischen Hintergrund zu kümmern. Im Namen der ganzen AG: Wir freuen uns auf neuen Wind und ein weiterhin gutes Klima!

 

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Textmarke_rot_RBSchüler/innen der vierstündigen Chemiekurse zu Besuch bei der Elekonta Marek GmbH
8. Mai 2018

Text und Bilder: Anja Beuchle
Veröffentlichung der Bilder: mit freundlicher Genehmigung der Elekonta Marek GmbH.

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Bild oben: das Firmengebäude der Elekonta Marek GmbH.

Die Profil- und Neigungskurse Chemie wurden bei der Fa. Elekonta Marek GmbH&Co.KG herzlich willkommen geheißen. Die Familie Marek gewährte uns sehr interessante Einblicke in die Geheimnisse der Produktion von High-Tech-Leiterplatten. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei Herrn Marek und Herrn Neuberger für die interessante und anschauliche Führung.

Die Firmengründung der Elekonta Marek GmbH&Co.KG liegt schon mehr als 40 Jahre zurück. Seit 1973 befindet sich der Betrieb mit seinen inzwischen ca. 63 MitarbeiterInnen an seinem heutigen Standort in Gerlingen.  Auf einer Fläche von 5000 m²  werden Multilayer für Muster und Kleinserien produziert.

Leiterplatten sind in fast allen elektronischen Gerät enthalten und daher in nahezu jeder Branche zu finden, z.B. in der Automobilindustrie , in der Luft- und Raumfahrtechnik, in der Energietechnik, der Medizin, u.v.m.. Sie dienen als Träger für elektronische Bauteile und ermöglichen die Herstellung einer leitende Verbindung zwischen diesen Bauteilen.

Das Basismaterial für Leiterplatten besteht vor allem aus glasfaserverstärkten Kunststoffen.  Dieses Material ist nicht elektrisch leitfähig. Die elektrisch leitfähigen Metallschichten müssen in komplizierten mehrstufigen Verfahren aufgebracht, die elektrisch leitfähigen Verbindungen (Leiterbahnen) genau ausgerichtet und die Kontakte  zwischen den einzelnen Schichten durch Bohrungen hergestellt werden.

Das Basismaterial für Leiterplatten besteht vor allem aus kupferkaschierten glasfaserverstärkten Kunststoffen. Die elektrisch leitfähigen Metallschichten müssen in komplizierten mehrstufigen Verfahren strukturiert werden. Die verschiedenen hergestellten Leiterbahnebenen werden anschließend genau ausgereichten und miteinander verpresst.

Die Ankontaktierung der einzelnen Schichten wird anschließend durch galvanisch verkupferte Bohrungen hergestellt.

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Bild oben: Bohrung

Zur Herstellung der Leiterbahnen, sowie die Durchkontaktierung der Bohrungen,  wird auf das Trägermaterial z.B. Kupfer galvanisch aufgebracht. Beim Galvanisieren werden Gegenstände mithilfe von elektrischem Strom mit Metall beschichtet. Das hat zum einen funktionelle Gründe, wie bspw. die Gegenstände vor Korrosion zu schützen, eine gewisse Härte zu erreichen oder wie hier die Leitfähigkeit zwischen den Bauteilen zu ermöglichen. 

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Bilder oben und unten: die Gegenstände werden maschinell in die verschiedenen Bäder getaucht.

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Dazu wird der zu überziehende Gegenstand in eine entsprechende Metallsalzlösung getaucht und mit dem Minuspol einer Stromquelle verbunden. Die positiv geladenen Metallionen der Salzlösung werden zum Minuspol gezogen, nehmen dort Elektronen auf und scheiden sich als elementares Metall auf dem Gegenstand ab. Das Abwasser wird aufwendig und vollständig gereinigt.

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Bild oben: Reinigung der Platten.

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Bild oben: Wasseraufbereitung.

Zum Aufbringen des „Leiterbahnmusters“, verwendet man einen lichtempfindlichen Polymerfilm oder ein Schutzlack. Der Lack wird aufgebracht, eine „Schablone“ des „Musters“ aufgelegt und die Platte belichtet. Die belichteten Stellen werden hart. Die Stellen, an denen später die Kupferschichten sichtbar sein sollen, werden vor der Belichtung geschützt und im Anschluss der an dieser Stelle nicht gehärtete Lack abgelöst.

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Bild oben: Belichtung.

Die Einzelleiterplatten werden aus dem Fertigungsnutzen ausgefräßt und im Anschluss gereinigt. Zum Schluss muss kontrolliert werden, ob die elektrische Funktion der Leiterplatte sichergestellt ist, es erfolgt ein 100 % Test auf Unterbrechungen und Kurzschlüsse. Das Endprodukt wird verpackt und verschickt.

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Bilder oben und unten: Kontrolle der Leiterplatten.

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Textmarke_rot_RB”Rundumerneuerung” unseres Schulhauses
Anfang Mai 2018

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Bild oben: Fluchttreppe und neu gestalteter Vorplatz entlang des naturwissenschaftlichen Unterrichtstraktes.

Momentan gibt es im nächsten Umfeld des Schulgebäudes verschiedene bauliche und gestalterische Aktivitäten. Gleich zu Jahresbeginn wurde begonnen, die Fluchttreppe vom Naturwissenschaftstrakt zur Richthofenstraße zu erneuern. Dabei wurde auch gleich noch der Gehweg/Platz zwischen Gebäude und Hang gepflastert und die Grünanlage neu gestaltet. Mittlerweile ist Rasen eingesät und die Lichtsäulen entlang der Fluchttreppe wurden auch montiert.

Ebenfalls zu Jahresbeginn wurde im Pausenhof ein Fahrradabstellplatz geschaffen. Auch hier wurden Bäume gepflanzt und Büsche gesetzt. Der Pausenhof hat jetzt eine viel aufgeräumtere und freundlichere Anmutung.

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Bilder oben und unten: der neue Fahrradabstell-Bereich auf dem Schulhof.

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Die nächste Baustelle, auf der gearbeitet wird, ist das Dach über dem naturwissenschaftlichen Unterrichtsbereich. Hier entsteht entlang des gemeinsamen Lehrerzimmers des Robert-Bosch-Gymnasiums und der Pestalozzi-Schule eine Terrasse mit Sitzgelegenheiten und Sonnenschutz. Damit erhält der Platz eine ganz neue Aufenthaltsqualität. Der weitere Bereich zur Realschule hin wird von dieser zukünftig als Pausenhof mitbenutzt werden können. Hier sind auch Spielgeräte vorgesehen.

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Bild oben: während die Schüler/innen den “Brückentag” zwischen Feiertag und Wochenende genießen, machen Bauarbeiten an der Schule etwas Lärm: ein kiesbeladener Tanklastzug mit Luftförderanlage pumpt das Baumaterial direkt an die vorgesehenen Stellen.

Am “Brückentag” zwischen dem Feiertag am Donnerstag und dem Wochenende fuhren an unserem Schulgebäude mehrere Tanklastzüge vor, die Kies geladen hatten. Mit Hilfe einer Luftförderanlage (die quasi umgekehrt wie ein großen Staubsauger funktioniert) wurden viele Kubikmeter Schüttgut auf der mehrere Hundert Quadratmeter großen Fläche verteilt.

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Bild oben: so sah es noch am Donnerstagnachmittag vor dem Lehrerzimmer aus: Kunststoff-Abstandshalter auf dem Flachdach über dem Naturwissenschaftstrakt.

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Bild oben: Tanklastzug vor dem Gebäude der Realschule bei der Entladung von Kies. Im Vordergrund der neu gestaltete Bereich vor den naturwissenschaftlichen Unterrichtsräumen mit Fluchttreppe.

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Bild oben: in eine Staubwolke gehüllt arbeiten sich die Bauarbeiter Schritt für Schritt auf dem Flachdach vor.

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Bild oben: in dickem Strahl wird das Schüttgut aus der Förderleitung auf das Flachdach geblasen.

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Bild oben: Bauarbeiten im Mai-Grün.

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Bild oben: keine ganz einfache Arbeit...

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Bild oben: auf der Kiesschüttung haben die Arbeiter nun eine Sperrfolie verlegt und darauf nochmals Kies geschüttet.

 

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Textmarke_rot_RBDie tapferen Retter des Eichhörnchens
Mai 2018, Dienstag

Schüler/innen eines Chemiekurses der Oberstufe hatten es zuerst bemerkt: im Innenhof zwischen dem Naturwissenschaftstrakt des Gymnasiums und dem Neubau der Pestalozzi-Schule tummelte sich direkt vor den Fenstern des Hörsaals ein Eichhörchen, offensichtlich in Ratlosigkeit und leichter Panik. Wahrscheinlich war es über das Flachdach durch einen beherzten Sprung zum einzigen im Innenhof wachsenden Baum in den Innenbereich des Gebäudes gelangt. Der Rückweg war aber wohl nicht in gleicher Weise anzutreten.

Die Schüler/innen hatten in der Chemiestunde dann wahrscheinlich etwas weniger Einsichten in die organische Chemie als vielmehr in die Tatsache, dass ein solches Wildtier scheu ist, sich nicht so leicht einfangen lässt und am Rande des Nervenzusammenbruchs sich dann in unzugängliche Spalte der Holzkonstruktion im Innenhof versteckt.

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Bild oben: nicht Kunst am Bau, sondern ein Notausstieg für das im Innenhof gefangene Eichhörnchen...

Am Abend machten sich dann tierfreundliche Lehrer/innen an die Rettung des Eichhörnchens: eine Stoffbahn, aufgespannt zwischen dem Geländer um den Innenhof und dem Baumstamm sollte dem kleinen Nager nächtens einen bequemen Ausstieg aus seiner Notlage ermöglichen.

 

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Bildungspartnerschaft_E_u_H_2018_1Textmarke_rot_RBSchüler/innen des Robert-Bosch-Gymnasiums zu Besuch bei Endress+Hauser Conducta
4. Mai 2018, Freitag

Text und Bilder: Anja Beuchle

Teil 3 der Bildungspartnerschaft unserer Schule mit Endress+Hauser Conducta in Gerlingen

Bild rechts: im Atrium des Firmensitzes con Enress+Hauser Conducta in Gerlingen.

Am Freitagmorgen versammelten sich 23 Schüler/innen aus den NwT-Gruppen der Klassenstufe 10 vor den Firmengebäuden unserer Partnerfirma  Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG in Gerlingen.

Einerseits dürfen die Teilnehmer/innen schon traditionsgemäß die Produktion besichtigen, andererseits führen sie an den von Endress+Hauser Conducta gebauten Messumformern selbst Messungen in  Flüssigkeiten durch. Betreut wurden die Schüler/innen einerseits von Frau Blank und Herrn Ragg (der auch die Führung durch die Produktion vornahm), andererseits von Herrn Gruber, der das Messpraktikum leitete.
 

Bildungspartnerschaft_E_u_H_2018_Probenentnahme_Sensoren

Bild oben: im Empfangsbereich des Gebäudes sind die Produkte des Unternehmens ausgestellt: Sensoren und Proben-Entnahmetechnik.

Bildungspartnerschaft_E_u_H_2018_2Endress+Hauser Conducta ist wohl einer der wenigen deutschen Messtechnikhersteller, der seine Elektronikproduktion nicht ins Ausland verlagert hat. Im Gerlinger Gewerbegebiet produziert die Firma Messwertumformer und Probeentnahmeautomaten. Die hoch automatisierte Fertigung verteilt sich auf zwei Etagen der Produktionshalle; da die elektronischen Bauteile heute immer kleiner werden, sind sie auch zunehmend empfindlich, besonders auch gegenüber elektrischen Entladungen.

Die Schüler/innen mussten sich daher vor Betreten der Räume erst einmal entsprechend einkleiden: mit einem weißer Labormantel, der zum Ableiten elektrostatischer Ladungen Carbonfasern eingewebt hat und mit einem Erdungsband, das in einen Schuh eingelegt und mit der Schuhsohle verklebt wird.

Bild rechts: die Schülergruppe blickt vom Atrium aus in eine der Produktionshallen.

Nach der Betriebsführung und einer kurzen Pause, in der die Schüler/innen mit Getränken und  belegten Brötchen versorgt wurden, ging es in einem großen Konferenzraum mit dem Messpraktikum weiter. An sechs Stationen, an denen Messumformer der Serie Liquiline mit unterschiedlichen Messsonden bereitstanden, konnten die Teilnehmer/innen nach einer theoretischen Einführung in das Messprinzip der jeweiligen Messgröße und in die Messtechnik des jeweiligen Sensors selbst Messungen an Flüssigkeiten durchführen. Der eigentlichen Messung ging jeweils eine Kalibrierung des Gerätes voraus.

Bildungspartnerschaft_E_u_H_2018_Blick in Messapparatur (1)

Bild oben: Blick in die Messaparatur

In einem ersten Versuchsdurchlauf wurde der pH-Wert verschiedener Flüssigkeiten untersucht;  auch Cola kam zum Einsatz: wegen des hohen Phosphorsäuregehaltes dieser Limonade liegt der pH-Wert bei ca. 2,5 - 3,0.  Der pH-Wert ist eine wichtige Messgröße etwa in der Lebensmittelherstellung; aber auch bei der Trinkwasseraufbereitung, in der pharmazeutischen Produktion und bei vielen sonstigen chemischen Synthesen liegt oft ein saures oder alkalisches Medium vor, dessen pH-Wert bekannt sein muss bzw. das bestimmte Werte einnehmen muss.

Bildungspartnerschaft_E_u_H_2018_pHMessung

Bild oben: pH-Wertmessung, Bild unten: die pH-Messelekrode.

Bildungspartnerschaft_E_u_H_2018_pHMesselektrode

Bildungspartnerschaft_E_u_H_2018_Schwimmbad2In einem weiteren Versuch wurde die Leitfähigkeit demineralisierten Wassers sowie von Trinkwasser und von einer Salzwasserlösung ermittelt.
Hier wurde ein induktives Messverfahren benutzt, bei dem keine metallischen Elektroden in die zu untersuchende Flüssigkeit eintauchen müssen, was besonders im Lebensmittelbereich unerwünscht ist.

Nach einer weiteren kleinen Pause wurde dann noch mit einem optischen Verfahren (Photometer) der Gehalt an freiem Chlor und an Gesamtchlor in Schwimmbadwasser untersucht.

Bilder rechts und unten: Messung des Gehaltes an Chlor und Gesamtchlor.

Im Anschluss an das Praktikum war die Gruppe noch zum Mittagessen in die Firmenkantine im obersten Stockwerk des modernen Firmengebäudes eingeladen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei den Verantwortlichen von Endress+Hauser Conducta für dieses Bildungspartnerschaftsangebot, vor allem aber bei Frau Blank, Herrn Gruber und Herrn Ragg für die – wie gewohnt - tolle und sehr interessante Umsetzung dieses Projektes.

 

 

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Textmarke_rot_RBRobotik-AG erfolgreich bei der Deutschen Meisterschaft in Magdeburg
26. - 29. April 2018, Donnerstag bis Sonntag

Text und Bilder:
Ruben Hauff, Leiter Robotik AG, für die Robotik AG
 

Vom 26.-29.04. nahm die Robotik AG an der deutschen Robotik-Meisterschaft "RoboCup Junior" in Magdeburg teil. Im Wettbewerb Maze Entry waren insgesamt 13 Teams gemeldet aus ganz Deutschland. Alle hatten sich über entsprechende Wettbewerbe vorher qualifiziert.

RoboRace_Magdeburg_Roboter

Bild oben: der Roboter.

Für die Gerlinger Robotik-AG traten an: Ruben Hauff, K2, Christoph Schweizer, 10a, Lucas Franz, 7b.

RoboRace_Magdeburg_Das Team

Bild oben: das Team: Christoph, Luca, Ruben (v.l.n.r.).

Insgesamt 6 Läufe mussten absolviert werden. Am Anfang lief es nicht so gut: die Bumper (Hindernisse) waren höher als erwartet..., aber nach einigen Umbaumaßnahmen am Fahrzeug konnten wir auch diese bewältigen.

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Bild oben: Der Roboter unter kritischer Beobachtung im Labyrinth..

Wir steigerten uns von Lauf zu Lauf und am Ende stand Platz 6 als Ergebnis fest!
Damit konnte die Robotik-AG des Robert-Bosch-Gymnasiums bei einer Deutschen Meisterschaft zum dritten Mal in Folge einen Top-10-Platz erreichen. Wir haben viel gelernt für den nächsten Wettbewerb 2019!

Bedanken möchten wir uns bei allen Unterstützern in Gerlingen und vor Ort in Magdeburg, namentlich dem Förderverein PRO und unserer Schule, dem Robert-Bosh-Gymnasium, vor allem dem betreuenden Lehrer, Benjamin Wahnschaffe.

 

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Textmarke_rot_RBRobert-Bosch-Gymnasium ist Projekt-Schule für das Französische Sprachdiplom DELF
April 2018

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Das Französische Sprachdiplom DELF (Diplôme d’Etudes en Langue Française) ist ein international anerkanntes, auf  Lebenszeit verliehenes Sprachdiplom. Auf der Niveaustufe B1 legten bisher Schüler der 10. Klassen freiwillig eine Prüfung zur Erlangung des Zertifikats ab, die Vorbereitung fand in einer Arbeitsgemeinschaft zusätzlich zum Französischunterricht statt.

Jetzt ist das Robert-Bosch-Gymnasium als eine von 70 Projektschulen in Baden-Württemberg offiziell vom französischen Erziehungsministerium als DELF-Schule zertifiziert worden. Das heißt, dass die Lehrkräfte selbst DELF-Lehrkräfte fortbilden und zertifizieren dürfen.

DELF Lehrer 2018

Bild oben: Die vier Französischlehrer/innen mit ihren Urkunden vom französischen Erziehungsministerium: Anne-Sophie, Wunnenburger, Julia Weizmann, Anika Struppe, Matthias Meier (v.l.n.r.). Foto: D. Schaebs.

Die Vorbereitung auf die DELF-Prüfung ist nun in den Fachunterricht integriert. Alle Schüler der Klassenstufe 10 nehmen in Form einer Klassenarbeit an der verbindlichen schriftlichen Prüfung teil, die zentral vom Regierungspräsidium gestellt wird. Die Kompetenzen in vier Bereichen werden

geprüft: Leseverstehen, Hörverstehen, Schreiben, Sprechen (letzteres in der mündlichen Prüfung). Oberstes Ziel ist dabei die Kommunikationsfähigkeit.

Im Anschluss können die Schüler entscheiden, ob sie an der ebenfalls erforderlichen mündlichen Prüfung teilnehmen um das DELF-Zertifikat abzulegen. Bisher waren dafür 54 € Prüfungsgebühr zu entrichten, diese ist nun auf 20 € je Schüler reduziert.

DELF-Koordinator Matthias Meier ist stolz auf die Projektrolle der Schule und zeigt sich zuversichtlich: "Viel mehr Schüler als bisher werden auch in die mündliche Prüfung gehen und damit die DELF-Prüfung bestehen." Französisch als Sprache und Schulfach erfährt dadurch Anerkennung.

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Textmarke_rot_RBNwT-Erkundungsfahrt 2018
19. und 20. April 2018, Donnerstag und Freitag

Schüler/innen der Jahrgangsstufe 10 auf wissenschaftlicher Erkundungsfahrt in Ulm und München.

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Bilder oben und unten: die Schülergruppe vor dem Gebäude des HIU (Helmholtz Institute Ulm), dem Batterieforschungszentrum der Helmholtzgesellschaft  in der Wissenschaftsstadt auf dem Ulmer Eselsberg.

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Jetzt schon zum sechsten Mal veranstalten Anja Beuchle und Albert Pfänder von der Fachschaft NwT (Naturwissenschaft und Technik) im Frühjahr die so genannte NwT-Erkundungsfahrt. Während die Schüler/innen mit dem sprachlichen Profil (die statt NwT den Spanischunterricht besuchen) am Schüleraustausch mit Barakaldo/Bilbao in Spanien teilnehmen können, steht jeweils 20 Schülern/innen des naturwissenschaftlichen Profils die Möglichkeit zur Teilnahme an dieser kleinen (zweitägigen) Studienfahrt offen. Die angesteuerten Ziele variieren von Jahr zu Jahr ein bisschen, u.a. auch deshalb, weil manche bisher besuchten Einrichtungen keine Besucher/innen mehr empfangen.

Auch dieses Jahr wurden wieder vier verschiedene Institute / Firmen besichtigt. Die Fahrt begann am Donnerstagmorgen um 7:30 h und führte die Teilnehmer/innen zunächst nach Ulm/Donau. Während letztes Jahr bittere Kälte herrschte und von Donnerstag zum Freitag über Nacht in München noch Schnee fiel, war dieses Jahr schon hochsommerliches Wetter.

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Bild oben. Blick in einen Innenhof des HIU-Gebäudes.

Auf dem Ulmer Eselsberg gibt es in Uni-Nähe seit 2011 das Helmholtz-Institut für Batterieforschung (HIU = Helmholtz Institute Ulm); das neue Gebäude, in dem die Labors und Büroräume untergebracht sind, wurde 2014 fertiggestellt. Das HIU wurde gemeinsam gegründet vom KIT (Karlsruhe Institute of Technology, Universität Karlsruhe ), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung ZSW (Ulm) und der Universität Ulm.

Zitat von der Website des HIU:

Das Helmholtz-Institut Ulm (HIU) beschäftigt sich mit der Erforschung und Entwicklung von elektrochemischen Batteriekonzepten der nächsten und übernächsten Generation. Effiziente Batterien sind der wichtigste Schlüssel für das Gelingen der Energiewende und der Elektromobilität. Das internationale Team aus rund 110 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern forscht im HIU an der Weiterentwicklung der Grundlagen von zukunftsfähigen Energiespeichern für den stationären und  mobilen Einsatz.

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Bild oben: aus der einführenden Präsentation am HIU: Motivation für die Entwicklung mobiler und stationärer Stromspeichersysteme-

Das HIU wurde im Januar 2011 vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gegründet. Als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft hat es die neue Einrichtung in Kooperation mit der Universität Ulm ins Leben gerufen und mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) zwei weitere starke, assoziierte Partner eingebunden.

Das HIU bündelt effizient die unterschiedlichen Kompetenzen der vier Partner und ermöglicht so mittel- bis langfristig einen tiefgreifenden Fortschritt in der Forschung zur Energiespeicherung. Grundlagen- und anwendungsnahe Forschung werden hier unter einem Dach zusammengeführt.

Zitat Ende

Im HIU erhielten die Besucher/innen aus Gerlingen zunächst einen einführenden Vortrag zum Aufbau der Helmholtz-Gemeinschaft sowie zur Organisation und Geschichte des Ulmer Institutes; dabei wurde auch die Gestaltung der “Energiewende” besprochen und es wurden aktuelle und zukünftige (Batterie-)Speicherkonzepte für mobile (Elektroautos,-busse) und stationäre Systeme (Pufferbatterien, z. B. für die Netzstabilisierung oder für häusliche autarke Stromversorgungen) vorgestellt.

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Bild oben: die Schüler/innen beim einführenden Vortrag von Herrn Horstmann.

Es wird am HIU also nicht nur an den momentan hauptsächlich eingesetzten Lithium-Ionen-Akkumulatoren geforscht, sondern auch an neuen Typen wie den Natrium-Schwefel- oder den Metall-Luft-Batterien.

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Bild oben: aus der einführenden Präsentation: grafische Darstellung der Entwicklung leistungsfähiger Stromspeichersysteme: aufgetragen ist die volumenbezogene Energiedichte der Akkumulatoren über ihrer massebezogenen Energiedichte. Wie man sieht, liegen die momentan hauptsächlich benutzten so genannten Lithiumionenakkus (Li/O2) bezüglich ihrer massebezogenen Energiedichte schon ganz ordentlich im Mitbewerberfeld; die benötigte Größe könnte noch schrumpfen.

Ein wichtiger Schwerpunkt liegt bei der Erforschung und Entwicklung der in den Batterien benutzten Materialien und der Strukturierung der Elektroden. Dabei spielen natürlich auch Geräte und Methoden zur Material- und Strukturuntersuchung eine große Rolle. Vom Infrarotspektrometer über Elektronenmikroskope bis zu Röntgenspektrometern und –diffraktometern kann man im HIU allem begegnen, was in der (chemischen) Strukturanalyse eingesetzt wird.

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Bilder oben und unten: das HIU ist sehr gut ausgestattet; hier ein Elektronenmikroskop und Bilder von mit dieser Methode aufgenommenen Oberfächen. Durch Ionenbeschuss können die Oberflächen bearbeitet werden (z B. kann die Abkürzung HIU ausgeschnitten werden).

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Bild oben: einen gewissen ästhetischen Reiz kann man dieser Röntgenspektroskopie-Apparatur nicht absprechen.

Nach dem einführenden Vortrag von Herrn Horstmann wurde die Schülergruppe in zwei Teilgruppen aufgeteilt; zwei Mitarbeiter des Institutes führten die Schüler/innen durch die verschiedenen Labore der Abteilungen.

Im Batterietestlabor  werden Alterungsprozesse von Batterien unter verschiedenen Temperaturbedingungen und bei verschiedenen Lade- und Entladezyklen untersucht.

In den Chemielaboren stehen teilweise so genannte Glove-Boxes, mit deren Hilfe mit den benötigten Substanzen unter Schutzgasatmosphäre gearbeitet werden kann. Das Element Lithium, das bei Lithium-Ionen-Akkus einen wichtiger Bestandteil einer Elektrode darstellt, ist sehr empfindlich gegenüber Luft und Wasser (d. h. es reagiert chemisch mit ihnen), weshalb in einem speziellen Labor, in dem neue „Rezepturen“  von Elektrodenmaterialien zusammengestellt werden, eine Luftfeuchtigkeit von nahezu Null Prozent herrscht.

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Bilder oben und unten: wenn mit metallischem Lithium gearbeitet wird, muss die Luft sehr trocken sein, d.h. sie darf so gut wie keinen Wasserdampf enthalten. Im dargestellten Raum liegt die Luftfeuchtigkeit bei nahezu Null Prozent. Der Raum kann nur durch eine doppelte Schleuse betreten werden. Die Luft fühlt sich dort - obwohl 22°C  warm - recht kühl an; und schon nach kurzer Aufenhaltsdauer trocknen die Schleimhäute von Mund und Nase aus. Oben: Blick durch eine Sichtscheibe vom Nachbarraum aus; unten: die Anzeige der Raumlufteigenschaften.

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Nach dem Besuch des HIU war bis zur Weiterfahrt noch etwas Zeit, welche die Schüler/innen und ihre Begleitlehrkräfte nutzten, die unmittelbar benachbarte Universität zu besichtigen. Zudem konnte man sich in der Cafeteria noch etwas für den weiteren Tag stärken…

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Bild oben: ein Teil der Gerlinger Schülergruppe bei er Besichtigung des HIU (im Innenhof).

Zweites Ziel der Exkursion was die Ulmer Niederlassung von TEVA ratiopharm im Industriegebiet Ulm Donautal (Im Werk selbst darf nicht fotografiert werden).

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Bild oben: der  Ulmer Standort von TEVA / ratiopharm in Ulm-Donautal.

Ratiopharm ist das deutschlandweit absatzstärkste Unternehmen, das Generika herstellt. Ratiopharm ist seit 2010 Teil des israelischen Pharmazeutika-Konzerns TEVA. Weitere Standorte in Deutschland sind Berlin und Blaubeuren.

Zitat von der Website des Unternehmens (Zitat):

Der  Deutschlandsitz des Arzneimittelunternehmens Teva befindet sich in Ulm. Hier ist auch die gesamte Verwaltung mit der Geschäftsführung angesiedelt. Von den Produktbereichen werden von Ulm aus die komplette Generika-Sparte, die Klinikprodukte, Biopharmazeutika sowie der Bereich Selbstmedikation betreut.

Und zum Standort Ulm kann man lesen (Zitat):

Ulm ist außerdem ein Standort der Pharmaproduktion. Hier befindet sich eine hochmoderne Mehrzweckanlage zur Herstellung von biotechnologischen Originalprodukten und Biosimilars. Ebenso sind alle Entwicklungsaktivitäten für neue Generikaversionen in Ulm gebündelt.

Zitat Ende

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Bilder oben und unten: in Ulm ist sowohl Verwaltung, als auch Forschung, Produktion und Logistik (Hochregallager) angesiedelt.

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Ursprünglich war ratiopharm ein Familienunternehmen (gegründet von Adolph Merckle, 1973). In Ulm und im benachbarten Blaubeuren-Weiler werden Tabletten, Salben und flüssige Arzneimittel (z. B. Nasenspray) hergestellt.

Nach der Begrüßung durch Frau Österle (Besuchermanagement) und einem kleinen Imbiss mit Snacks und Getränken wurden die Gerlinger Schüler/innen zunächst anhand einer Präsentation und mit einem Imagefilm über die Geschichte und die Produktbereiche des Unternehmens informiert. Im Gesamtkonzern decken ca. 1600 pharmazeutisch wirksame Moleküle in verschiedenen Zubereitungen und Darreichungsformen fast das komplette Spektrum an Krankheiten ab, die durch Arzneimittel therapierbar sind; das geht vom teuren und hochwirksamen Krebsmedikament über Schmerztabletten bis zum Nasenspray.

Auch über die verschiedenen Firmenstandorte und die Produktionsabläufe sowie die Zulassungsverfahren für Generika erfuhren die Schüler/innen Näheres, sowie über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei Teva / ratiopharm. Zudem wurden wir über neue Forschungsvorhaben des Unternehmens informiert; so spielen biotechnologische Verfahren eine immer größere Rolle in der Produktion von Pharmazeutika.

Ein Problem, welches alle Pharmazeutika-Hersteller momentan haben, ist die Umsetzung einer gesetzlichen Vorschrift, welche die fortlaufende Nummerierung jeder Medikamentenpackung vorschreibt. Mit Hilfe der einmalig vergebenen Nummer soll Schwarzmarktprodukten ein Riegel vorgeschoben werden.

Nach dem Anlegen entsprechender Hygieneschutzkleidung (Haarnetz, Mantel, Überschuhe) und Desinfektion der Hände durften die Besucher/innen nun Teile der Produktion und der Verpackung der Produkte sehen: große Automaten füllen stündlich Tausende Fläschchen Nasenspray ab oder verpacken Tabletten in Blisterpackungen, fügen den Beipackzettel bei und falten und Verschließen den Karton.

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Bild oben: die Besuchergruppe in Schutzkleidung (Foto: Fr. Österle).

Ein Höhepunkt des Besuches (im wahrsten Wortsinne) war die Besichtigung des Hochregal-Lagers, einer riesigen, auf 22°C klimatisierten und 43 Meter hohen Halle, in der 2800 verschiedene Pharmazeutika gelagert und umgeschlagen werden. Die Lagerung erfolgt hier “chaotisch”, d. h. die zu lagernden Produkte haben keine festen Plätze, sondern werden immer dort gelagert, wo durch Entnahme von Waren gerade Platz entsteht. Nur eine Lagerhaltungssoftware, weiß, wo was in den Regalböden steht. Jede Regalreihe hat eine helle und eine dunkle Seite: auf der hellen Seite werden von einem “Picker” die auszuliefernden Pakete oder Packungen von den Regalböden geholt; auf der dunklen (unbeleuchteten) Seite werden neue Waren nachgeschoben.

Ist eine Lieferung zusammengestellt, wird die Palette von großen Verpackungsmaschinen mit einer Folie umwickelt; ratiopharm hat einen eigenen Fuhrpark mit LKWs und Trailern, mit denen die Produkte an die Kunden (Verteilzentren, Kliniken, Apotheken, Großhändler) weitergegeben werden.

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Bild oben: das Besucherzentrum von TEVA / ratiopharm am Standort Ulm.

Gegen 16:30 h fuhr die Gruppe dann weiter nach München; nach dem Einchecken im A&O-Hostel in der Arnulfstraße unweit des Münchner Hauptbahnhofs brachen die Schüler/innen in Gruppen zum Abendessen in die nahe Innenstadt auf.

Am zweiten Tag besuchten die Schüler/innen zunächst das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in München-Garching. Hier wird seit den 60er-Jahren an der Kernfusion geforscht. Dabei möchten die Physiker das “Feuer der Sonne” auf die Erde holen: in einer Brennkammer, in der die Fusions-Brennstoffe Tritium und Deuterium bei 100 Millionen Grad Kelvin durch entsprechend geformte Magnetfelder eingeschlossen sind, sollen diese zu Helium verschmelzen (fusionieren) und dabei erhebliche Mengen an Energie freisetzen.

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Bild oben: in einem Hörsaal des IPP erhielten die Schüler/innen zunächst eine theoretische Einführung in die Grundlagen der Kernfusion.

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Bild oben: dieser Vorgang bringt Energie: Deuterium (aus Wasser) und Tritium (welches im Reaktor aus Lithium gewonnen wird) reagieren zu Helium. Würde man das Deuterium, das in 40 l Wasser enthalten ist und das Lithium, das in den Lithiumionenakkus eines Laptop steckt, in einem Fusionsreaktor umsetzen, entspräche die freiwerdende Energie derjenigen bei der Verbrennung von 40 Tonnen Kohle (Bild aus der Präsentation von Herrn Bock).

Um das Fusionsplasma (bei den hohen Temperaturen liegen die Kerne der Atome und die Elektronen separat vor; diesen Zustand nennt man Plasma) am „Brennen“ zu halten, muss der Brennstoff über genügend lange Zeit bei genügend hoher Teilchendichte auf den geforderten hohen Temperaturen gehalten werden. Das stellt hohe Anforderungen an die Materialien der Brennkammer, an die räumliche (und zeitliche) Struktur und Stärke der Magnetfelder, an die verschiedenen Heizungsmethoden  (ohmsche Heizung, Neutralteilcheninjektion, Mikrowellenheizung) für das Plasma und an die Steuerung aller Prozesse.

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Bild oben: die Gerlinger NwT-Schüler/innen im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik vor einem Bild der ASDEX-upgrade-Tokamak-Versuchsanlage.

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Bild oben: Das Plasmagefäß ist überhaupt nicht mehr zu sehen; es verbirgt sich hinter den Magnetspulen, den Einrichtungen für die Mikrowellenheizung des Plasmas und die Neutralteilcheninjektion sowie hinter jeder Menge Mess-Peripherie (Bild im Eingangsbereich des Besucherzentrums).

Nach einer sehr gut gemachten und gut verständlichen theoretischen Einführung durch Herrn Bock, einen Doktoranden am IPP in einem großen Hörsaal des Institutes konnten die Gerlinger Besucher/innen die Experimentierhalle besuchen. Hier ist das Experiment ASDEX upgrade aufgebaut. Diese Kernfusions-Forschungsanlage arbeitet nach dem Prinzip eines Tokamak-Reaktors. Bei dieser speziellen Form eines Fusionsreaktors werden zwei Magnetfelder erzeugt, die sich zum gewünschten Gesamtmagnetfeld überlagern; das eine Feld entsteht mit Hilfe großer Spulen, durch die beträchtliche Ströme fließen; das zweit entsteht dadurch, dass man im (elektrisch gut leitenden) Plasma selbst einen Strom induziert. Hier wirken äußere (Primär-)Spulen und die eine „Windung“ des Plasmas selbst (Sekundärspule) zusammen wie ein Transformator. Bekanntlich wird in der Sekundärspule nur dann ein Strom induziert, wenn sich das durch die Primärspule erzeugte Magnetfeld ändert. Das wird durch einen kontinuierlich ansteigenden Strom gewährleistet.

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Bild oben: Schema-Aufbau eines Fusionsreaktor nach dem Tokamak-Prinzip (Bild aus der Präsentation von Herrn Bock).

NwT_Fahrt_2018_17Da die Stromstärke aber nicht auf beliebige Wert anwachsen kann, ist ein Tokamak grundsätzlich immer nur gepulst betreibbar, d. h. wenn die Maximalstromstärke erreicht ist, endet das Experiment.

Ein solcher Vorgang dauert in Garching ca. 10 Sekunden. Der für die Spulen benötigte Strom stammt von einem Schwungradgenerator. Nach einem solchen Vorgang („Schuss“ genannt), muss der Rotationskörper des Schwungradgenerators erst wieder auf die Ausgangsdrehzahl (ca. 1600 mal pro Minute) gebracht werden. Würden die Garchinger Physiker den Strom für einen „Schuss“ dem normalen Stromnetz entnehmen, würden wohl im halben Stadtgebiet Münchens die Lichter ausgehen; es werden nämlich kurzfristig ca. 450 MW Leistung benötigt.

In der Experimentierhalle selbst verdecken die ganzen Heizungs- sowie die Diagnoseeinrichtungen das Reaktorgefäß weitgehend. Die Halle selbst ist nur begehbar, wenn nicht experimentiert wird, weil dabei Röntgen- und Gammstrahlung sowie Neutronenstrahlung entsteht. 

Bild rechts: das ist eine der Türen zur Experimentierhalle; sie besteht aus meterdickem Beton, um vor allem die Neutronenstrahlung am Durchqueren zu hindern.
 

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Bild oben: die Besucher/innen vor der Fusionsanlage.

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Bild oben: Blick auf die Peripherie des eigentlichen Reaktors.

Nach der Besichtigung des ASDEX upgrade durften die Schüler/innen noch das Kontrollzentrum des Fusionsexperimentes besuchen. Im Kontrollzentrum sitzen die Wissenschaftler (meist Physiker) während der Experimentierphasen vor ihren Bildschirmen und steuern und überwachen die einzelnen Experimente und machen sich anschließend an die Sichtung und Auswertung der erfassten Daten.

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Bild oben: die Besucher/innen vom Robert-Bosch-Gymnasium im Kontrollraum des ASDEX upgrade-Versuchsreaktors

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Bild oben: Kontrollraum der Fusionsforschungsanlage ASDEX upgrade.

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Bild oben: die Messperipherie ist noch zu großen Teilen in analoger Technik ausgeführt; das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil: digitale Elektronik ist bezüglich der starken Magnetfelder, die bei einem Fusionsexperiment auftreten, viel empfindlicher.

Vom Kontrollraum sind es nur wenige Schritte bis zur Energiezentrale, in welcher der Schwungradgenerator steht. Ein Metallzylinder mit 220 Tonnen Masse  und ca. 3 Meter Durchmesser wird hier von einem starken Elektromotor (im Megawatt-Bereich) auf eine Drehzahl von ca. 1600 U/min gebracht. Der äußere Umfang des Zylinders  bewegt sich dann mit annähernd Schallgeschwindigkeit. Der Schwungradgenerator ist eine Sonderanfertigung, die es so nur einmal gibt. Und da er die Grundlage für die Energieversorgung des ASDEX darstellt, wird er sorgsam gehegt und gepflegt und in regelmäßigen Abständen vollständig auseinandergenommen und gewartet.

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Bild oben: in der Energiezentrale ist dieses Bild des aufgeklappten Schwungradgenerators ausgestellt; hier kann man sehr gut den antreibenden Elektromotor, die Schwungmasse (Zylinder in Bildmitte) und den Generator sehen; Motor, Generator und Schwungmasse haben eine gemeinsame Achse.

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Bild oben: vorn das Gehäuse des Elektromotors, dahinter das Schwungrad und ganz hinten der Generator. Kritisch ist die Lagerung der Welle (blaues Gehäuse in Bildmitte); die Kugeln eines Kugellagern würden durch das 220 Tonnen schwere Schwungrad buchstäblich zermahlen; daher “schwimmt die Welle auf einem Ölfilm; das Öl wird unter hohem Druck über die braunen Rohre in das Lager eingespritzt und in hoher Durchflussrate in einem Kreislauf geführt; außerhalb des Lagers muss es wieder abgekühlt werden.

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Bild oben: alles ist in der Energiezentrale des ASDEX etwas größer als im Haushalt... Auf dem Tisch rechts vor den Schülern steht z. B. eine Sicherung für die Stromzuführung zu den Tokamak-Spulen.

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Bild oben: die Sicherung ist aber keine Schmelz- oder Magnetsicherung; die beiden Leiter (unten) würden ja auch nicht so schnell durchschmelzen; die Stromzufuhr wird vielmehr dadurch unterbrochen, dass ein kleiner Sprengsatz die Leiter trennt.

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Bild oben: im Besucherzentrum des IPP sind Modelle und Originalteile von älteren Fusionsanlagen ausgestellt.

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Bild oben: ein Plasma entsteht beispielsweise auch in einer Leuchtstoffröhre; allerdings bei niedrigeren Temperaturen als in Garching am IPP... Mit der Entladung im Plasma (Blitz) zu experimentieren, macht sichtlich Spaß...

Nach diesem spannenden Besuch am IPP konnte die Besuchergruppe in der Mensa des nahegelegenen Institutes für Mathematik und Informatik der Technischen Universität München (auf dem Garchinger Forschungscampus) ein Mittagessen einnehmen.

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Bild oben: im Atrium des Institutes für Mathematik und Informatik der TU München.

Die Mittagspause nutzten die Schüler/innen noch, um im Atrium des Gebäudes die dort aufgebauten Parabelrutschen zu testen.

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Bild oben: Schüler/innen und gleichermaßen leicht erschöpfte Lehrerin beim gemeinsamen Mittagessen. Im Hintergrund die Parabel-Rutsche.

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Bild oben: Schüler/innen am Auslauf der Rutsche; man muss per Treppe oder Aufzug zunächst das dritte Stockwerk erklimmen und kann dann auf einer Rutschmatte ins Erdgeschoss gleiten.

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Bild oben: die Rutsche hat eine parabolische Form. Die Physiker unter de Leser/innen dieser Website können jetzt ausrechnen, wie sich die Beschleunigung beim Herunterrutschen zeitlich verhält...

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Bild oben: die Schülergruppe vor der Parabelrutsche.

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Bild oben: die Gerlinger Nachwuchswissenschaftler vor dem Verwaltungsgebäude des Leibniz-Rechenzentrums der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching.

Danach ging es weiter zum angrenzenden Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Hier arbeitet der Höchstleistungsrechner “Super-MUC” bzw. der Nachfolgerechner „Super MUC Phase 2“ in einem der größten wissenschaftlichen Rechenzentren Europas. Beachtlich ist die technische Peripherie, die der Großrechner für den Betrieb benötigt, angefangen bei der Stromversorgung über die Kühlung bis hin zur Feuerlöschanlage.

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Bild oben:  Herr Oesmann gab den Besuchern/innen zunächst eine kurze Sicherheitseinweisung.

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Bild oben: einer Teilgruppe erklärt Herr Oesmann die Arbeitsweise des Virtualisierungslabors.

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Bild oben: in der so genannten Cave des Virtualisierungslabors werden auf fünf Flächen (links, rechts, vorne, Decke und Boden) eines kubischen Raumes mit jeweils zwei Hochleistungs-Beamern in hochfrequent periodischem Wechsel zwei räumlich versetzte Bilder projiziert; das geschieht z. T. über große Spiegel. Mit einer Shutterbrille werden die beiden Bilder betrachtet. Dabei schießt die Brille in raschem Wechsel jeweils kurz den Blick für das linke oder das rechte Auge, sodass das jeweils sehende Auge nur die Information für das linke oder für das rechte Auge erhält. Durch den raschen Wechsel erscheint es dem Gehirn so, als würden die Bilder für beide Augen stetig angeboten.

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Bild oben: zwei der 10 Beamer und ihr Spiegelbild.

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Bild oben: Herr Oesmann erklärt die Funktionsweise der Cave und der “Power-Wall”.

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Bild oben: das LRZ musste in den vergangenen Jahren immer wieder erweitert werden; so ist aus dem ursprünglichen Kubus, in dem der Superrechner untergebracht ist, mittlerweile ein Twin-Kubus, ein Quader entstanden mit 36 m x 36 m x 72 Meter Kantenlänge (das Bild entstand im Dezember 2015 bei einem Planungs-Besuch für die NwT-Fahrt).

Etwa alle sechs Jahre werden die Großrechner in den zum Gauss Centre for Supercomputing  zusammengeschlossenen deutschen Höchstleistungsrechenzentren durch neue Geräte ersetzt. Die Kosten für eine solche Maschine liegen bei ca. 130 - 150 Millionen Euro. Zum Gauss Centre for Supercomputing  gehören das Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart (HLRS), das LRZ in München und das Supercomputing Centre in Jülich (JSC). Finanziert werden die Zentren hälftig vom Bund und den jeweiligen Bundesländern. Alle zwei Jahre bekommt ein anderes der drei Zentren einen neuen Supercomputer, sodass die Geräte überall ca. 6 Jahre in Betrieb sind.

Das LRZ ist auch das zentrale Rechenzentrum der beiden Münchner Universitäten (Ludwig-Maximilians-Universität und Technische Universität). Weitere wissenschaftliche Einrichtungen sind angeschlossen.

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Bild oben: Website des LRZ mit einem Bild der Superrechner.

Momentan laufen bereits die Arbeiten zum Ersetzen des Super-MUC Phase 1 und des Super-MUC Phase 2 durch den Nachfolgerechner, den Super-MUC NG.

Geführt wurden die Schüler/innen in zwei Teilgruppen von Herrn Oesmann und einem weitere Mitarbeiter des LRZ; leider war dieses Jahr das Virtualisierungslabor nicht betriebsbereit; hier werden gerade die Rechner ausgetauscht. In der so genannten “Cave” könnte man sonst die in begehbare Räumlichkeiten umgesetzten Simulationsergebnisse des Großrechners erleben.

Zu sehen waren aber die beiden Großrechner und das Linux-Cluster sowie die gesamte Peripherie; nur ein Drittel der gesamten Stellfläche wird für die Großrechner benötigt, zwei Drittel für die Infrastruktur, die deren Betrieb ermöglicht: so die Klimaanlage, die Stromversorgung und die Notstromversorgung sowie die Brandschutz- und Lösch-Einrichtungen.

Gegen 15:30 h traten die Schüler/innen dann mit dem Bus die Heimreise an.

 

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Textmarke_rot_RBTom träumt traurige Träume
17. April 2018, Dienstag

Musical der Unterstufe mit traumhaften Tönen

Am Dienstagabend, 17.4.2018, führte die Musical-AG unter Leitung von Musiklehrer Johannes Schmid im Atrium des Robert-Bosch-Gymnasiums das Musical “Tom’s Traum” auf.

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Bild oben: bei der Probe zur Aufführung am Dienstagmorgen.

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Bild oben: Die Leiterin unserer Theater-AG, Julia Weizmann, unterstützt ihren Musik-Kollegen bei der szenischen Umsetzung des Musicals (bei der Hauptprobe am Morgen des Aufführungstages).

Musical_Toms_Traum_1Zitat von der Website des Anbieters (Noten, DVD, etc.) https://www.fidula.de/toms-traum.html

In einem großen Kessel in der Träumeküche werden die Träume für die Menschen gebraut – süße Träume genauso wie Alpträume. Als der Küchenchef einmal eine Pause macht, übernimmt Geselle Felix den Kochlöffel. Sein nächster Traumkunde ist Tom, schlecht in Mathe, von bösen Jungs verprügelt, von Liebeskummer geplagt: der ideale Kandidat für böse Träume. Felix bekommt Mitleid mit Tom und vertauscht die Rezepte. Statt der Alptraum-Monster schickt er einen lustigen Traum-Elf zu Tom. Doch das gibt Ärger, denn die Monster lassen sich nicht so leicht vertreiben.

Bild rechts: im Schulhaus wurde auf die Aufführung hingewiesen.

Mit traumhaft schöner Musik entführt uns Gerhard A. Meyer in eine fantastische Welt, in der alles möglich zu sein scheint. Entsprechend vielfältig klingt es in diesem Musical: Rock-Riffs gehen in Calypso-Klänge über, Swingnummern in Dur und Moll wechseln mit Reggae-Beats und romantischen Balladen.

Zitat Ende

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Bild oben: Spielszene aus dem Musical “Tom’s Traum”.

 

NMusical_Toms_Traum_17achfolgender Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Tom träumt traurige Träume

Am vergangenen Dienstag, 17. April, verwandelte sich das Atrium des Gymnasiums in eine grandiose Kulisse. Das war die Bühne für ein Spektakel der Extraklasse mit Jonglieren, Singen und Tanzen, Musik von Rock über Swing bis hin zu romantischen Balladen, einem riesigen Kessel in der Mitte der Bühne, einem Reggae tanzenden Teddy, einem IKEA-Schrank, der plötzlich zum Leben erwachte. Aufgeführt wurde das Musical „Toms Traum“ (Komponist: Gerhard A. Meyer) von der Musical-AG der Unterstufe unter der Leitung von Johannes Schmid.

Bild rechts: Schulleiter Eberhard Blanz begrüßte die zahlreich erschienenen Zuhörer/innen im Atrium des Schulhauses.

 

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Bild oben: im Traumkessel werden die Träume angerührt.

Darin geht es – logisch - um die Hauptfigur Tom und seine Träume. Tom, schlecht in Mathe, von bösen Jungs verprügelt, mit Liebeskummer geplagt, ist der ideale Kandidat für böse Träume.

Diese werden in dem großen Kessel in der Traumküche gebraut: süße Träume, Alpträume… Organisiert wird die Traumauslieferung an die Menschen über das Traumbuch, Traumtaxis besorgen dann die Zustellung direkt ans Bett der Träumer. Wie schon angedeutet, wird an Toms Bett vor allem Finsteres gebracht: da gibt es den Mathelehrer Ralf M., Schlingpflanzen, monsterartige Wesen, die in Traum und Alltag ihr Unwesen treiben.

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Bild oben: damit die Träume auch rechtzeitig zu den schlafenden Kindern kommen,  fährt das Traumtaxi vor.

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Bild oben: die geänderte Traumrezeptur führt zu gänzlich anderen Ergebnissen!

Doch es naht Hilfe: Ein Personalwechsel am großen Rührlöffel im Traumkessel sorgt dafür, dass freundliche Traumelfen gebraut werden. Davon profitiert auch Tom. Sein Traum-Elf taucht überraschend aus dem Traumkessel auf, sorgt mit lustigen Träumen für das allmähliche Verblassen der düsteren Stimmung, singt ein fantastisches zweistimmiges Duett mit Tom und hilft sogar mit, dass sich Tom seiner Traumfrau Lisa annähern kann.

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Bild oben: Tom schläft in seinem Zimmer neben seinem Teddybär, als sein Traum-Elf erscheint.

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Bild oben: die bösen Jungs(vorn links), die Tom normalerweise in seinen Albträumen verfolgen, haben in den lustigen Träumendes Traum-Elfen keine Macht über ihn; im Klassenzimmer geht es recht ausgelassen zu...(siehe Bild unten).

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Das romantische Liebeslied von Tom und Lisa, während die anderen Darsteller auf der Galerie rund ums Atrium mit ihren Händen Herzen formen, war ein Höhepunkt der flotten Inszenierung.

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Bild oben: Tom und Lisa im Duett, der Traum-Elf hört zu.

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Bild oben: der Traum-Elf ist schon etwas ermattet; Tom und Lisa stützen ihn.

Ein Medley mit den Hauptsongs bildete den traumhaften Abschluss des Konzerts: bei den ohrwurmverdächtigen Hits konnte man als Zuschauer fast schon mitsingen. Den langen Beifall des Publikums im voll besetzten Atrium konnten die Darsteller der Musical-AG und ihre Lehrer völlig verdient genießen.

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Musical_Toms_Traum_9Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz bedankt sich bei den Schülern/innen der Musical AG für die gelungene Aufführung.

Die Nachwuchstalente von morgen, rund 20 Schüler der Klassen 5 und 6, sangen und spielten mit traumwandlerischer Sicherheit und spürbarer Freude.

Bild rechts: Schulleiter Eberhard Blanz dankt dem Leiter der Musical-AG, Johannes Schmid, zu der gelungenen Aufführung.

Bei der Einübung der Spielszenen assistierte Julia Weizmann, Leiterin der Theater-AG. Eva Gawol, Kunstlehrerin, sind die Requisiten zu verdanken, deren Herstellung sie zunächst mit einer Kunstklasse begann. Den gigantischen Kessel auf Flammen – auf der Bühne der heimliche Star – stellte sie dann aber in unermüdlichem Einsatz selbst fertig. Es hat sich gelohnt!

Dirk Wegner am Klavier begleitete die Sänger dynamisch durch alle Stilwechsel hindurch.

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Bild oben: am Schlagzeug B. K. aus der Klassenstufe 10, der Leiter der Musical-AG, Johannes Schmid (Bildmitte) und Dr. Dirk Wegner am E-Piano (rechts im Bild).

So bleibt als Fazit: Trotz trauriger Träume trafen Tom und sein Team traumhafte Töne.

 

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JtfO_2018_1Textmarke_rot_RBJugend trainiert für Olympia - Basketball Wettkampfklasse IV des Robert-Bosch-Gymnasiums
17. April 2018, Dienstag

Text: (2 Teilnehmerinnen)  J. und L.

Am Dienstag, den 17.04., haben wir uns um 7.00 Uhr an der Gerlinger Brückentorhalle getroffen und sind mit zwei Autos nach Freiburg zum Landesfinale der Wettkampfklasse IV – Basketball – gefahren.

Kurz vor Karlsruhe haben wir bemerkt, dass wir die Trikots vergessen haben. Deshalb mussten wir noch einen Umweg fahren und haben die Trikots des SV Kirchzarten von einem befreundeten Trainer bekommen. Um 10 Uhr hatten wir unser erstes Spiel gegen das Internat Salem. Völlig unaufgewärmt starteten wir etwas langsam in das Spiel, zumal die Gegner nicht die vorgeschriebene Manndeckung spielten. Erst als diese ab der 2. Halbzeit endlich Manndeckung spielten, konnten wir uns absetzen und das Spiel gewinnen.

Anschließend kam gleich das nächste Spiel gegen den Gastgeber Freiburg, das wir deutlich gewonnen haben.

Danach hatten wir fast zwei Stunden Pause und haben uns mit unserer Mannschaft ein Eis gegönnt.

Dann ging es auch schon weiter mit dem letzten Vorrundenspiel gegen Ettlingen. In der ersten Halbzeit spielten wir leider nicht gut, aber in der 2. Hälfte konnten wir dank tollen Teamplays das Spiel doch noch für uns entscheiden. Dadurch waren wir Erster in unserer Gruppe und kamen ins Halbfinale.

Im Halbfinale konnten wir gegen die großen Mädchen aus Heidenheim in einem spannenden Spiel dann knapp gewinnen. Somit waren wir im Finale. Dort haben wir gegen die deutlich größeren und auch älteren Mädchen leider verloren. Aber immerhin sind wir die zweitbeste Schulmannschaft in Baden-Württemberg!

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Bei der Siegerehrung haben wir einen Basketball und jede eine Jacke bekommen. Dann hieß es auch schon wieder zurück nach Hause zu fahren, ohne Stau waren wir um 18.30 Uhr wieder in Gerlingen. Es war ein tolles Erlebnis!

Coach: Julia Leiner und Claudi Gutekunst.

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Textmarke_rot_RBBildungspartnerschafts-Projekt mit Endress+Hauser Conducta
17. April 2018, Dienstag

Auftaktveranstaltung (erster Tag)

Seit dem Schuljahr 2011/12 pflegt das Robert-Bosch-Gymnasium eine Bildungspartnerschaft mit dem in Gerlingen ansässigen Unternehmen Enress+Hauser Conducta. Schulischerseits beteiligt sind die Schüler/innen der Klassenstufe 10, die im naturwissenschaftlichen Profil das Fach NwT gewählt haben.

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Bild oben: die Gerlinger Zentrale der Endress+Hauser Conducta GmbH&Co KG (Foto: der Webmaster, September 2014)

Am ersten Tag des auf drei Termine verteilten Programms kamen Verena Blank (Human Resources) und Thomas Ragg (Component Engineering, Realization G. Logistics) in den Großen Hörsaal der Schule und stellten die Geschichte, die Struktur sowie das Produktspektrum und die Entwicklungs-, Produktions- und Verkaufsstandorte des Unternehmens vor. Auch über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei Conducta wurden die Schüler/innen informiert.

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Bild oben: Thomas Ragg (links im Bild) und Verena Blank (rechts im Bild) im Großen Hörsaal. des Robert_Bosch_Gymnasiums bei der Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Bildungspartnerschaftsprojekts; in Bildmitte Rebecca S., eine ehemalige Schülerin unserer Schule, die bei Conducta gerade ein Praktikum macht.

Das Unternehmen stellt für nahezu alle erdenklichen Messgrößen im Bereich der Flüssigkeitsanalyse Sensoren und Messgeräte sowie Probennehmer her. Gemessen werden können zum Beispiel die Temperatur, die Durchflussmenge, der pH-Wert, die Trübung, die Dichte, die Leitfähigkeit, der Gehalt an verschiedenen Inhaltsstoffen (zum Beispiel Chlor, Sauerstoff, Ammonium-, Nitrat- und Phosphat-Ionen, Hydrazin, Eisen, Kupfer, Mangan,...) etc. Conducta ist Teil des schweizerischen Familienunternehmens Endress+Hauser GmbH + Co. KG.

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Bild oben: im Eingangsbereich der Gerlinger Firmenzentrale sind exemplarisch Armaturen mit allen möglichen Sensoren zur Flüssigkeitsanalyse aufgebaut (Fotos: Anja Beuchle).

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Bild oben: Thomas Ragg stellt Produkte aus der Messtechnik vor.

Besuch der Leonberger Kläranlage
18. April 2018, Mittwoch

Text und Bilder: Anja Beuchle

Am Mittwochvormittag stand für die 24 Schüler/innen der Klassen 10a/b/c/d des Robert-Bosch-Gymnasiums die „zweite Runde“ in der Bildungspartnerschaft mit Endress+Hauser und damit der Einsatz der Mess- und Probeentnahmetechnik vor Ort bzw. in der Leonberger Kläranlage auf dem Programm. Es ist aus mehreren Gründen wichtig, dass  Kläranlagen genaue Messgeräte zur Verfügung zu haben: das Wasser, das die Kläranlage verlässt, ist zum einen genauen Richtlinien unterworfen. Zum anderen ist es natürlich für den Betreiber ungemein wichtig, auf bedenkliche ankommende Verunreinigungen zeitnah reagieren zu können. Darüber hinaus ist es für den Betreiber auch von Interesse, wie viel Wasser mit welchem Aufwand gereinigt werden muss, da sich daraus auch die Abrechnungskosten für die Kommunen ergeben.

Alle Bedürfnisse können durch von Endress+Hauser Conducta eigens  entwickelte Geräte gedeckt werden. Zum einen messen Probeentnahmegeräte am Anfang, wie viel Abwasser mit welcher Belastung in die Kläranlage gelangt, andere am Ende der Kläranlage, mit welcher Qualität es diese wieder verlässt.  Außerdem werden über die einzelnen Klärstufen hinweg verteilt in regelmäßigen Abständen Probe entnommen und auf die Inhaltstoffe, wie z. B. Nitrat-, Ammonium-, Sauerstoffgehalt und einiges mehr, untersucht.

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Bild oben: Kläranlage; Übersicht.

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Bild oben: Messwerterfassungssystem, Mess-Elektrode im Klärbecken.

In Kläranlagen erfolgt die Reinigung in mehreren Stufen. Die erste Stufe bildet die mechanische Klärung. Rechen halten dabei grobes Material und Abfälle zurück. Im Sandabsatzbecken lagern sich schwere Bestandteile ab. Fette, aber auch Gemische wie Erdöl oder Benzin, die Stoffe mit einer geringeren Dichte als Wasser beinhalten, schwimmen hier an der Wasseroberfläche und können abgeschöpft werden. In einem nachgeschalteten Vorklärbecken sinken schließlich auch noch fein verteilte Schwebstoffe zu Boden und bilden den so genannten Primärschlamm.

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Bild oben: in der Leonberger Kläranlage.

An dieser Stelle gabelt sich der weitere Verlauf – der Primärschlamm wird zusammen mit dem anderen Klärschlamm, der anfällt in den Faulturm transportiert und mit Hilfe von Bakterien  zu Methangas umgesetzt. Das Methangas wird in zwei Blockheizkraftanlagen energetisch weiterverwendet.

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Bild oben: Faultürme

Das von allen gröberen und feineren Verunreinigungen gereinigte Abwasser gelangt im 2. Schritt in die biologische Klärung. Hier laufen Vorgänge wie bei der Selbstreinigung von Gewässern ab, nur viel schneller. Im Belüftungsbecken bauen verschiedene Bakterienstämme unter ständiger Sauerstoffzufuhr den größten Teil der im Abwasser enthaltenen Schmutzstoffe ab. Ziel ist es hier u. a. alle Stickstoffverbindungen so umzuwandeln, dass diese keine Wirkung mehr als Düngemittel besitzen

In der dritten Stufe, der chemischen Klärung, können Schadstoffe die in den vorangegangenen Stufen nicht abgebaut werden konnten, z. T. durch Zusatz von Fällungsmitteln entfernt werden.

Im letzten Jahr stand noch eine vierte Reinigungsstufe in der Diskussion, die bis dahin nur in Testkläranlagen untersucht wurde. Heute ging diese neue  Klärstufe in Betrieb. Die Leonberger Kläranlage kann nun Verunreinigungen im Abwasser noch weiter bzw. vollständiger abbauen. Man hofft dadurch in Zukunft z. B. stärker Medikamente, Hormone und andere organische Verbinden heraustrennen zu können.

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Bild oben: die neue Reinigungsstufe.

 

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Textmarke_rot_RBDie Schriftlichen Abiturprüfungen haben begonnen
18. April 2018, Mittwoch

Auch nachdem die Abiturprüfungen der Bundesländer durch die Kultusministerkonferenz einander stärker angeglichen wurden, bleibt es dabei, dass das Schriftliche Abitur mit dem Fach Deutsch beginnt. Und so haben auch in der Gerlinger Stadthalle heute morgen 72 angehende Abiturienten/innen ihre Prüfungsmappen um 8 :00 h aufgeschlagen und sich dann an die Aufgabenart gemacht, die ihnen persönlich am leichtesten fällt. Viele Schüler/innen entscheiden sich für den Werksvergleich, der sich auf die gelesenen Lektüren bezieht. Zu den so genannten Sternchen-Themen gehörten “Agnes” (Peter Stamm), “Homo Faber” (Max Frisch) und “Dantons Tod” (Georg Büchner); alternativ kann man auch Gedichte vergleichen, eine Erörterung zu einem vorgegebenen Text schreiben oder ein Essay verfassen.

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Abi_2018_1Bild oben: alles bereit zur Schriftlichen Abiturprüfung in Deutsch.

Alle Gerlinger zukünftige Abiturienten/innen sind vollzählig angetreten; am Freitag geht es weiter mit der Prüfung in Englisch; Französisch folgt am Mittwoch, 25.4., Spanisch am Dienstag, 24.4. und Mathematik schließlich zu guter Letzt am 2. Mai.

Am Montag, 23.4. finden die Schriftlichen Prüfungen in den Naturwissenschaften Chemie, Biologie und Physik statt, sowie in Bildende Kunst, in Sport, in Gemeinschaftskunde und Geschichte.

Bild rechts: Glückwünsche zu den Prüfungen gibt es stets von der Schulleitung und vom Elternbeirat.

 

 

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BEST-Seminar_3_2018_1Textmarke_rot_RBDas BEST-Seminar - eine Hilfe auf dem Weg zur Studien- und Berufswahl
14. März und 22. März 2018, Mittwoch / Donnerstag der Folgewoche

Text.: Birgit Hecht

Am Mittwoch, dem 14. März, sowie am Donnerstag, dem 22. März, fand zum vierten Mal das BEST-Seminar (Berufs- und Studienorientierung) am Robert-Bosch-Gymnasium unter Leitung von Birgit Hecht (schulische Trainerin; links im Bild) und Annica Funke (Berufsberaterin, rechts im Bild) statt.

 

Während dieses zweitägigen Entscheidungs- und Zielfindungs-Trainings verschafften sich die Oberstufenschülerinnen und -schüler Klarheit über ihre Fähigkeiten und Interessen, ihre Werte und beruflichen Wünsche. Ziel war es dabei nicht nur, herauszufinden, was man kann und möchte, sondern auch, den  persönlichen Informationsbedarf zu klären und Tipps für erste Berufs- und Studienfelder sowie entsprechende Recherchemöglichkeiten zu bekommen. Uns hat es Spaß gemacht – wir hoffen, den Schülerinnen und Schülern auch!

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Bilder oben und unten: Teilnehmerinnen des BEST-Seminars bei der Internetrecherche zu Berufsbildern.

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Textmarke_rot_RBTolle Premiere der Theater-AG unter neuer Leitung
15., 16. und 17. März 2018, Donnerstag, Freitag, Samstag

Einleitender Text: der Webmaster

Nachdem Michael Volz elf Jahre lang die Theater-AG des Robert-Bosch-Gymnasiums geleitet und jedes Jahr ein neues Stück auf die Bühne gebracht hat, gingen nun im aktuellen Schuljahr 2017/18 Regie und Leitung der Arbeitsgemeinschaft an Julia Weizmann über. Auch sie hat (zusammen mit ihrer Theatertruppe) zwischen Herbst 2017 und Frühjahr 2018 selbst ein Theaterstück geschrieben und inszeniert; Mitte März kam das Stück mit dem Titel “Perfekt - Effekt - Defekt” nun auf die “Bretter, die die Welt bedeuten”; Spielort war die Gerlinger Jahn-Halle.

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Bild oben: C. D. (Kursstufe K1) - Illustration auf dem Einladungsschreiben / Programmprospekt zum neuen Theaterstück.

Auf der Einladung schrieb Julia Weizmann zu ihrem Werk:

 “Absolute Perfektion – wie sieht diese im Zeitalter des Leistungsdrucks, der Stressbewältigungs-Seminare und des Selbstoptimierungswahns aus? Was passiert, wenn die Anforderungen unserer Gesellschaft mit letzter Konsequenz umgesetzt werden?

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern wagt dieses Experiment…

Neugierig geworden?

Und denken Sie daran: Wer aufhört, sich zu verbessern, der wird nie gut genug sein…

Im neuen Theaterstück geht es um eine Gruppe von Schülern/innen, welche die Kritik an mittelmäßigen schulischen Leistungen, wie sie sich aus den Ländervergleichsstudien der Bildungsforschungseinrichtungen immer wieder ergeben, zum Anlass nimmt, die Optimierung ihrer schulischen Arbeit und der Lerneffizienz selbst in die Hand zu nehmen. In Eigeninitiative gründen sie eine Lern- und Arbeitsgruppe, die schulischen Stoff vor- und nachbereiten soll. Führungsfigur für die Gruppe ist Schülerin Noa; ihr Vater ist ebenfalls unzufrieden mit den Leistungen seiner Tochter und schwadroniert von der Notwendigkeit allumfassender Optimierung. Die Tochter will den Forderungen des Vaters gerecht werden und schießt dabei weit über ein sinnvolles Ziel hinaus.

So entwickelt die Gruppe eine Eigendynamik, die zunehmend beängstigende Ausmaße annimmt: zunächst sitzt man beim gemeinsamen Lernen noch locker beisammen, hört Musik, chattet ein bisschen mit dem Smartphone und isst Chips. Doch allmählich reglementiert sich die Gemeinschaft immer mehr: es gibt genaue Arbeitspläne, Sitzungen werden protokolliert, es gibt Verhaltensregeln. Neu hinzustoßende Teilnehmer/innen werden befragt, über ihre Leistungen hat die Kerngruppe im Vorfeld recherchiert, wer die Aufnahmekriterien nicht erfüllt, bleibt außen vor.

Ein bisschen erinnert die weitere Zuspitzung der Handlung an das Unterrichtsexperiment im Roman “Die Welle”: auch im neuen Theaterstück grenzt sich die Lerngruppe durch innere Disziplin, durch eine uniforme Kleidung, durch (Verhaltens-)Regeln, durch eine bestimmte Sprache usw. immer mehr von Außenstehenden ab. Der Einzelne geht zunehmend in der Gemeinschaft auf; durch die so genannte “Optimierte Schulordnung” (die immer wieder zitiert wird, wenn Verstöße auftreten) durch die Kleiderordnung, durch das Sprechen im Chor, durch das Einüben von Leitsprüchen... die Gruppenmitglieder werden immer intoleranter gegenüber Außenstehenden und gegenüber noch eigenständig denkenden Gruppenmitgliedern, denen Zweifel an der sich allmählich zur radikalen Ideologie auswachsenden Gedankenwelt kommen.

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Bild oben: bei einer Durchlaufprobe am Wochenende vor der Premiere: die Theatertruppe bei der Schluss-Szene; ganz rechts im Bild: Schülerin Noa, links daneben ihr Vater; im Vordergrund: die neue Leiterin derTheater-AG und Regisseurin des neuen Stückes.

Dissidenten werden zunächst aggressiv zur Rede gestellt, unter Zwang wieder der Gruppe untergeordnet, schließlich ausgeschlossen oder sogar mit körperlicher Gewalt bedroht. An der Gruppenideologie zerbrechen auch Freundschaften und mit den Überzeugungen, an denen die Gruppe ihr komplettes Leben innerhalb und außerhalb der Schule orientiert, richtet sie sich letztlich sogar gegen die eigenen Eltern. Wie in einer Art Tribunal wird das “Fehlverhalten” von Eltern öffentlich angeprangert. Die Gruppe hat dazu im Privatleben ihrer Väter und Mütter geschnüffelt und Beweismaterial gesammelt und dokumentiert.

In der Schule werden die Lehrer überflüssig; die Fachlehrerin wird einfach ignoriert, ihre Arbeitsanweisungen werden  weggewischt: die Gruppe weiß selbst, was relevant für sie ist und arbeitet im eigenen Rhythmus und nach eigenen Vorstellungen.

So entstehen totalitäre Systeme; im Theaterstück wird Noas Vater schließlich durch die Gruppe zum Opfer der eigenen Ideen.

 

Textmarke_rot_RBMit ihrem selbst verfassten Stück gelingen der Theater-AG und ihrer neuen Regisseurin Julia Weizmann drei beeindruckende Abende

Eine Rezension von A. G. und T. L. (Kursstufe 1)
David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

„Wer aufhört sich zu verbessern, wird niemals gut genug sein!“ - unter diesem Motto steht das Stück „Defekt, Effekt, Perfekt!“, welches Mitte März an drei Abenden von der Theater-AG des Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen in der Jahn-Halle aufgeführt wurde. Es befasst sich mit dem wachsenden Leistungsdruck in der modernen Gesellschaft – konkret mit dem im Schulsystem.

Dieser wird durch den Vater der Protagonistin Noa verkörpert, der sich mit keiner ihrer Leistungen zufrieden gibt und auch für das anfangs erwähnte Zitat verantwortlich ist. Noa reagiert darauf mit Verbitterung, aber vor allem verstärkt mit dem Willen, absolute Perfektion zu erreichen.

So entwickelt sich eine anfangs lockere Lerngruppe unter ihrem Einfluss zu einem leistungssüchtigen Club, der sich sogar gegen die eigenen Eltern inklusive Noas Vater richtet. Die im Verlauf des Stückes immer strenger werdende Stimmung und der sich verstärkende Leistungswahn werden anschaulich durch die Einführung von Kleidungsvorschriften, durch die “optimierte Schulordnung”  (“OSO”), oder das synchrone, fast hypnotisiert wirkenden Sprechen von „Optimierungsparolen“, hervorgebracht.

Perfekt_Effekt_Defekt_Probe_3Zudem wurden die Möglichkeiten des Aufführungsortes gut ausgenutzt: So wurden z. B. in einige Szenen in den Gängen zwischen den Zuschauern gespielt, wodurch die Besucher besonders nah am Geschehen waren. Hinzu kommt, dass der Vater immer von der Empore aus sprach, was ihn scheinbar übermächtig wirken ließ.

Für viele Szenen wurden auch einfallsreiche Requisiten und Medien verwendet, wie in  einer Szene, in welcher der Chatverlauf einer WhatsApp-Gruppe mithilfe eines Beamers an die Wand projiziert wurde. Zwar wurde die Szene nicht ganz synchron ausgeführt, trotzdem war es eine originelle Idee.

Bild rechts: ein Chat-Verlauf wird in Echtzeit an der Projektionswand gezeigt.

Insgesamt ist das Stück eine schnelle, spannende und abwechslungsreiche Inszenierung eines durchaus aktuellen Themas, wenn auch natürlich etwas überspitzt dargestellt. Vor allem möchte es uns eines in Erinnerung rufen: Die Welt wird durch absolute Perfektion nicht zu einem schöneren und schon gar nicht zu einem lebenswerteren Ort.

Einen herzlichen Dank an alle engagierten Schüler bei der Technik; die Bewirtung durch PRO sowie an die "Theatereltern", die für ein angenehmes Theaterambiente sorgten.

Besonders viel verdankt die Theater-AG der Kooperation TuSch (Theater und Schule) und der finanziellen Unterstützung durch PRO, denn dies ermöglicht die Beratung und Probenbegleitung durch die Theaterpädagogin Lisa Iffert vom Theaterhaus Stuttgart sowie die Sprecherzieherin Mirjam Dienst. Das war sicht- und hörbar!

 

Textmarke_rot_RBDas Theaterstück “Perfekt - Effekt - Defekt” in Szenenbildern

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Bild oben: die Regisseurin des neuen Theaterstücks und Leiterin der Theater-AG des Robert-Bosch-Gymnasiums, Julia Weizmann, bei einer Durchlaufprobe am Wochenende vor den Aufführungen beim Gespräch mit AG-Mitgliedern über technische Fragen der Inszenierung.

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Bild oben: Diskussion im Unterricht über die Optierung der Leistungen nachdem die Lehrerin (rechts im Bild) die Ergebnisse eines Schulleistungsvergleichs der deutschen Bundesländer vorgestellt hat. Einige Schüler/innen beschließen, eine Lerngruppe zu bilden.

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Bild oben: Noa (links) und ihr Vater - bei einer Durchlaufprobe am Wochenende vor der Premiere.

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Bild oben: die anfangs noch recht lockere Lerngruppe entwickelt sich zunehmend zu einer sich nach außen abgrenzenden Vereinigung, die neue Mitglieder nicht ohne weiteres aufnimmt, sondern strengen Aufnahmekriterien unterwirft.

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Bild oben: Aufnahmekandidaten werden befragt; über sie wurden bereits Informationen eingeholt...Wer die strengen Kriterien nicht erfüllt, muss einen Wiederholungsantrag stellen oder bleibt außen vor.

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Bild oben: Eltern der Schüler/innen der Lerngruppe treffen sich privat zu Hause; sie tauschen sich über das zunehmend unverständlich “perfekte” Verhalten ihrer Kinder aus, das beängstigende Züge angenommen hat.

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Bild oben: auch beim Einkauf im Supermarkt zeigt sich der zunehmende Optimierungswahn der Schüler/innen; eingekauft wird streng nach einer Liste noch akzeptabler Lebensmittel; Nutella muss draußen bleiben; da sind die Kinder ihrer Mutter gegenüber unerbittlich!

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Bild oben: Klassenübernachtung (bei einem Schüler zuhause) in der (leistungs-)optimierten Welt: alles schläft schon ab acht - um der Gesundheit und Leistungsfähigkeit willen. Zuvor gibt es einen Filmabend; es werden aber nicht amerikanische Serien geschaut, sondern wertvolle Klassiker der Filmgeschichte; allerdings ist der Genuss des russischen Stummfilmes “Panzerkreuzer Potemkin” von Sergej Eisenstein für die Zuschauer/innen doch etwas ermüdend (siehe Bild unten).

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Bild oben: die Lerngruppe wird immer intoleranter und radikaler; wer die Überzeugungen und Verhaltensweisen der Gruppe kritisch hinterfragt, wird aggressiv zur Rede gestellt.

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Bild oben: wer beim Blick in den Spiegel Selbstzweifel bekommt, ob er mit dem Gruppenverhalten noch auf dem richtigen Weg ist, wird von den linientreuen Mitgliedern rasch wieder “auf Linie” gebracht.

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Bild oben: die Gruppe entwickelt immer mehr eine Ideologie, der sich alle Bereiche des schulischen und auch privaten Lebens unterwerfen müssen: auch beim Freizeitsport geht es zunehmend um das Erbringen extremer Leistungen. Der Ton erinnert eher an den Kasernenhof als an ein Fitness-Studio.

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Bild oben: Schüler/innen der Lerngruppe im Unterricht: mechanisch wird umgeblättert, die Schüler lernen schneller, als die Lehrerin unterrichten kann. Sie wird zunehmend ignoriert, ihre Arbeitsblätter werden verworfen, die Schüler/innen arbeiten nach ihrem eigenen Plan und Rhythmus (siehe Bild unten).

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Bild oben: normalerweise sitzen Eltern beim Elternabend mit den Klassenlehrern/innen zusammen, um über den schlechten Leistungsstand und das noch optimierbare Verhalten der Kinder zu klagen; die “Lerngruppe Noa” pervertiert die Verhältnisse: jetzt sitzen die Schüler/innen quasi “zu Gericht” über ihre Eltern und prangern deren “Verhaltenssünden” an: der eine Vater hat auf dem Balkon geraucht, die eine Mutter durch schlechte Ernährungsgewohnheiten 3 Kilogramm zugenommen, beim privaten Elterntreffen wurde Alkohol (!!!) getrunken und beim Fernsehkonsum der Eltern werden auch nicht die Gruppenstandards erreicht. Die Fehler der Eltern wurden von der Gruppe durch Überwachung “erspitzelt” und fotografisch dokumentiert.

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Bild oben: die Lerngruppe wird für “Abweichler” immer intoleranter und auch in der Kleidung und Sprechweise zunehmend uniform; die Revolution, die in Gang gesetzt wurde, frisst diesmal nicht nur ihre Kinder (siehe Bild oben), sondern auch ihre Väter bzw. ihren Vater! (Bild unten: rechts Noa, links im Bild ihr Vater).

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Bild oben: beim Schlussapplaus: die neue Theater-AG-Gruppe und ihre Leiterin Julia Weizmann (Bildmitte).

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Bild oben: Theater-AG-Leiterin Julia Weizmann beim Schlussapplaus unter ihren Schauspielerinnen.

 

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Textmarke_rot_RBExkursion zum ehemaligen KZ in Leonberg
12. März 2018, Montag

Text.: L. P., 9b; Fotos: M. Volz / der Webmaster

Am Montag, den 12.03.18 machte sich die Klasse 9b des Robert-Bosch-Gymnasiums zusammen mit Herrn Volz, Frau Pfeifer und der französischen Künstlerin Marie-Pascale Engelmann, die extra aus Frankreich anreiste, auf den Weg zum ehemaligen KZ nach Leonberg.

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Bild oben: Die Schler/innen am Eingangsportal zum ehemaligen alten Engelberg-Tunnel; jetzt: KZ-Gedenkstätte.

Man traf sich nach der 4. Stunde auf dem Schulhof und wanderte gemeinsam zum alten Engelberg-Tunnel, der oberhalb des neuen Autobahntunnels liegt. Dort gibt es eine Gedenkstätte, die an die Kriegszeit von 1944-1945, als in Leonberg das Arbeitslager bestand, erinnert. Am Tunnel angekommen, begann eine Führung von Herrn Schmitt.

Die Klasse besichtigte die noch bestehenden Reste des Tunnels, welcher Ende des Krieges 1945 von  Gerlinger Seite aus gesprengt wurde. Währenddessen fand sich auch der Geschichtslehrer Herr Ciapura  bei der Gruppe ein, da sich die Klasse in den letzten Wochen im Geschichtsunterricht mit dem Thema Zweiter Weltkrieg auseinandergesetzt hatte.

Auch im Fach Französisch hatte man sich die Wochen zuvor auf die Exkursion und das Kunstprojekt, welches dabei stattfand, vorbereitet. Die Klasse schaute den Film des Theaterstückes ,,Hinterm Berg“ der Theater-AG und las die Geschichte von Albert Montal, welcher als 15-jähriger Häftling im KZ Leonberg gefangen war.

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Bild oben: Gedenktafel auf dem Leonberger “Weg der Erinnerung”

Von 1944 – 1945 arbeiteten mehrere tausend Häftlinge unter unvorstellbaren Arbeitsbedingungen 12 Stunden am Tag im Schichtbetrieb im Engelbergtunnel, um Flugzeugteile für die Me 262 herzustellen.

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Bild oben: Modell des ehemaligen Arbeitslagers in Leonberg.

Nachdem wir uns die ausgestellten Bilder und Gedenktafeln angeschaut hatten, ging es weiter zum Samariterstift Leonberg, denn auf diesem Grundstück befand sich früher das Leonberger KZ. Herr Schmitt beantwortete die Fragen der Klasse und gab ihr noch einen kleinen Einblick in den Keller eines noch bestehenden Gebäudes des früheren KZs, in dem heute ein Alten- und Pflegeheim ist. Zuletzt bereiteten wir uns in der Blosenbergkirche auf das am nächsten Tag bevorstehende Kunstprojekt vor, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten.

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Bilder oben und unten: Schülerarbeiten.

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Die Schüler der 9b hatten sich zuvor entschlossen, an einem Stuttgarter Kunstprojekt über Konzentrationslager im Zweiten Weltkrieg teilzunehmen. Dies fand am Dienstag, den 13. März 2018 von der 1. bis zur 8. Stunde statt. Zuerst zeichnete jeder sein eigenes Bild über die Häftlinge, den Tunnel und die Me 262, danach in Zweierteams. Am Ende des Tages wählte die Klasse zusammen mit Herrn Volz und Marie-Pascale Engelmann, welche der Klasse den ganzen Tag zur Seite stand, die besten Bilder aus. Wer sich diese anschauen möchte, kann dies in der Schulbibliothek tun, wo sie ausgestellt sind.

 

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Textmarke_rot_RBFahrradhof fertiggestellt, Fluchttreppe am Naturwissenschaftstrakt im Bau
März 2018

Das Wetter hat es mit den Bauarbeitern nicht sehr gut gemeint in den zurückliegenden Wochen: es hat gestürmt und geregnet, dann war es bitter kalt und frostig und nun kehrt der Winter im Frühling nochmals zurück; trotzdem sind die Arbeiten im Umfeld des Schulgebäudes gut vorangekommen. So konnte der Fahrradabstellplatz vergangene Woche in Betrieb gehen und der Bereich vor dem naturwissenschaftlichen Unterrichtstrakt hat mittlerweile einen Pflasterbelag bekommen und die Fluchttreppe zur Richthofenstraße hoch steht kurz vor der Vollendung.

Fahrradhof

Bilder oben: der neue Fahrradabstellplatz während der Bauarbeiten und nach seiner Fertigstellung (unteres Teilbild).

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Bild oben: Schulleiter Eberhard Blanz hat die Historie des Fahrradhofes auch dokumentiert; oberes Teilbild: Zustand im vergangenen Sommer; untere Bilder: Zustand nach der Fertigstellung (ohne und mit Fahrrädern...).

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Bilder oben: die Bauarbeiten am Vorfeld des Naturwissenschaftstraktes kommen voran; der Weg vor dem Gebäude wurde mit Bodenplatten aus Beton gefestigt und die Treppenstufen werden gesetzt. Die Fluchttreppe erhält noch Geländer und Beleuchtung; der Hang zur Richthofenstraße hin wird dann wieder begrünt.

 

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T_d_O_T_2018_0Textmarke_rot_RBRobert-Bosch-Gymnasium öffnet seine Türen für die neuen Schüler/innen und ihre Eltern
9. März 2018, Freitag

Umfassende Informationen am “Tag der Offenen Tür”

Die Realschule Gerlingen hält ihren Tag der Offenen Tür stets zeitgleich mit dem Robert-Bosch-Gymnasium ab; so können die Eltern und die Schüler/innen der vierten Grundschulklassen nahtlos von der einen Veranstaltung zur nächsten pilgern und “in einem Aufwasch” beide weiterführende Schulen im Gerlinger Schulzentrum kennenlernen.

Bild rechts: Schulleiter Eberhard Blanz bei der Begrüßung,

Schulleiter Eberhard Blanz begrüßte pünktlich um 16:30 h die zahlreich erschienenen Gäste. Zum Auftakt zeigten Schüler/innen der Unterstufe, die den Jonglier-AG-Gruppen “Los Ballinos” und “Los Ballistos” angehören, einen bunten Querschnitt des Gelernten und die Musical-AG machte mit einem Ausschnitt aus dem einstudierten Musical schon mal neugierig auf die Gesamtaufführung (im April).

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Bild oben: Blick ins Atrium unseres Schulhauses.

Danach stellte der Schulleiter kurz das Schulgebäude, den weiteren Ablauf der Informationsveranstaltung und wichtige Personen an der Schule vor: die Schulsekretärin, die Bibliothekarin, die Hausmeister, die Elternbeiratsvorsitzenden, den Vorstand des Fördervereins, die Abteilungsleiter/innen Claudia Hellriegel, Almut Peischl und Albert Pfänder sowie die Stellvertretende Schulleiterin Silke Scholz.. 

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Bild oben: Blick in den zentralen Flur im naturwissenschaftlichen Unterrichtstrakt.

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Bild oben: Schüler/innen der Kursstufe haben im SMV-Zimmer ihre Architekturentwürfe zum Thema “Haus am Hang” ausgestellt.

Jetzt durften sich die potentiell neuen Schüler/innen mit ihren Paten aus der Jahrgangsstufe 9 aus dem Einführungsvortrag verabschieden und schon mal das Haus erkunden; die Eltern erfuhren noch Wichtiges zu den Maßnahmen, die wir getroffen haben, um den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium möglichst “weich” zu gestalten.

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Bild oben: im NwT-Raum 5 konnten die neuen Schüler/innen Experimente aus den Bereichen Physik und NwT selber durchführen.

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Bild oben: ... z. B,. ihre Reaktionsgeschwindigkeit mit diesem mikrocontroller-gesteuerten Reaktionstester messen

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Bild oben: im Chemiebereich konnte man leckere, süße und bunte Lollies selbst herstellen (und anschließend verzehren...).

Danach konnten die Besucher/innen im Atrium, auf der umlaufenden Galerie im ersten Obergeschoss sowie in einigen Klassenzimmern und den Funktionsräumen (Multimediaräume, Zeichensäle, naturwissenschaftliche Unterrichtsräume, Schulbibliothek etc.) die verschiedenen Fachschaften und ihre unterrichtlichen Schwerpunkte kennenlernen. Auch die SMV, die Erste Hilfe-AG und die Robotik-AG stellten sich vor; einen Informationsstand hatten auch der Förderverein PRO aufgebaut und die Organisatorin des Mittagstisches sowie die Fair Trade AG.

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Bild oben: auf der Galerie im ersten Obergeschoss konnte man sich zum Sozialprojekt des Robert-Bosch-Gymnasiums in Karakara/Zinder in Niger informieren.

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Bild oben: verschiedene Kunstwerke von Schülern/innen waren im Kunstsaal I ausgestellt: Katzen, Monster, Baumhäuser und Vampire.

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Bild oben: Architekturmodelle, die in der Kursstufe entstanden sind.

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Bild oben: Schüler/innen der Klassenstufe 7 haben diese Fachwerkhäuser gebaut.

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Bild oben: der Fachbereich Deutsch zeigte, wie Schüler/innen mit den verschiedenen Textarten umgehen können: hier haben Schüler/innen der Klassenstufe 7 sich mit einer Ballade auseinandergesetzt.

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Bild oben: das Robert-Bosch-Gymnasium bietet an den Nachmittagen eine Hausaufgabenbetreuung an.

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Bild oben: der Fachbereich Englisch präsentierte sich neben den anderen Sprachen (Spanisch, Französisch) auf der Galerie, die das Atrium umschließt.

Die Eltern der jetzigen Viertklässler können ihre Kinder am Mittwoch und Donnerstag, 21. und 22. März, jeweils von 14 h bis 17 h an unserer Schule anmelden.

 

Textmarke_rot_RBDoch: wollen sie ihre Kinder überhaupt bei uns anmelden? Was spricht dafür?
Nachfolgend einige Gedanken zu dieser Frage:

 

Sind wir eine “gute Schule”? - Der Blick von außen

Wenn Referendare/innen nach ihrer Ausbildung die Schule wieder verlassen oder Lehrer/innen, die vertretungsweise eingesetzt wurden, sich wieder verabschieden, ist oft die Rede von der guten Atmosphäre an unserer Schule: die Lehrer/innen unterstützen sich untereinander und helfen Neulingen, sich in der Institution zurechtzufinden, die Beziehungen zwischen Lehrerkollegium, Erweiterter Schulleitung und Personalrat sind entspannt, konstruktiv und wertschätzend.

Auch die Schülerschaft wird von neuen Lehrern/innen meist gelobt: die Schüler/innen sind freundlich, höflich, aufgeschlossen, in der Mehrheit leistungsbereit und in den Pausen oder bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen herrscht in der Regel ein positiver, freundlicher Umgangston (Ausnahmen gibt es immer/überall...).

Schulleben gemäß dem Leitbild

TdOT_2018_Schule_1Auf vielfältige Weise versuchen wir an der Schule das von Lehrern/innen, Schülern/innen und Eltern  entwickelte Leitbild mit Leben zu erfüllen und umzusetzen (“... Das soziale Klima unserer Schule liegt uns am Herzen”): zum Beispiel durch gemeinsame Unternehmungen wie dem Besuch des Junior-Fußball-Europameisterschaftsspiels 2016 durch die komplette Schülerschaft (siehe Bild), dem jährlichen großen Sommerschulfest zum Schuljahresende, dem Wintersporttag mit Fahrt nach Oberstdorf im Winter oder dem traditionellen Weihnachtsbasar zugunsten unseres Sozialprojektes in Niger am Samstag vor Adventsbeginn.

 

TdOT_2018_Schule_2Schüler/innen, die sich besonders engagieren, etwa in der SMV oder durch das Anbieten einer AG, werden bei Vollversammlungen allen  vorgestellt, besondere Leistungen werden mit Preisen bedacht und wenn besondere Veranstaltungen stattgefunden haben, gibt es dazu Bild-Berichte auf der neuen Litfaß-Säule (siehe Bild) im Atrium (“Wir anerkennen, was von Schülern und Lehrern sowohl in der Schule als auch außerhalb des Unterrichts geleistet wird.”).

Schule als Lebensraum

Die meisten Schüler/innen fühlen sich an der Schule offensichtlich wohl: die Aufenthaltsqualität in den Großen Pausen und der Mittagspause ist gut: man kann sich in die Schülerbibliothek setzen und das neueste Asterix-Heft lesen, in den Schüler-PC-Räumen noch die nächste GFS vorbereiten, im Atrium mit Mitschülern/innen reden oder durch die Treppenhäuser rennen, im Schülercafé seine Pizza verzehren oder auf dem weichen Teppichboden in der Galerie um das Atrium lagern und Französisch-Vokabeln pauken. Viele Schüler/innen finden das Schulhaus so toll, dass sie an manchen Wochenende gar nicht nach Hause gehen wollen, sondern in Klassenzimmern übernachten und am nächsten Morgen gemeinsam im Atrium frühstücken...

Unterrichtliche und außerunterrichtliche Traditionen

TdOT_2018_Schule_3Die Schule pflegt etliche Traditionen: Im Frühjahr besuchen viele das jeweils neue Theaterstück der Theater-AG, legendär sind die Darbietungen von Chor- und Orchestergruppen beim Sommer- und beim Adventskonzert (siehe Bild), das Schuljahr starten wir seit einiger Zeit mit einer großen Vollversammlung im Atrium. Auch durch  besondere unterrichtliche Angebote zeichnet sich unsere Schule aus: sei es durch den SMS-Tag (Schulungsangebote innerhalb des Methoden- und Sozialcurriculums), durch die Pflege von Bildungspartnerschaften mit Betrieben, durch etliche Veranstaltungen im Bereich der Berufs- und Studieninformation (Assessment-Center-Schulung, BEST-Seminar), den Förderunterricht oder das breite AG-ähnliche Angebot im Rahmen des neu eingerichteten “Lernbandes” usw.

TdOT_2018_Schule_4“Partner der Welt”

Unsere Schule ist sehr (welt-)offen: nicht nur halten sich jedes Jahr etliche Schüler/innen der Klassenstufen 10 und 11 zu mehrmonatigen bis einjährigen Auslandsaufenthalten z. B. in den USA auf: wir pflegen auch Austauschprogramm mit einer ganzen Reihe von Ländern: mit der Schweiz, mit Frankreich, mit Ungarn, mit Spanien (siehe Bild) und mit Israel. Die meisten dieser Austausche haben eine zum Teil jahrzehntelange Tradition.

Übergangspädagogik für die neuen Fünftklässler

Für die neuen Schüler/innen, die von den Grundschulen zu uns kommen möchten, tun wir alles nur Erdenkliche, um den Übergang leicht und angstfrei zu gestalten: Fachlehrer/innen unserer Schule besuchen die Grundschulen und sprechen dort mit den Klassenlehrern/innen, die Viertklässler können einen Morgen lang an unsere Schule kommen und schon mal probeweise Unterricht besuchen, es gibt diesen Tag der Offenen Tür und im Juli, wenn dann die Entscheidung für uns gefallen ist, begrüßen wir die neuen Mitschüler/innen und ihre Eltern schon mal an der Schule, die Kinder lernen bereits ihre Klassenlehrer/innen und die neuen Klassenzimmer kennen und bekommen Paten aus der Klassenstufe 9 bzw. 10 zur Seite gestellt, während die Eltern  sich bei Kaffee und Kuchen im Atrium schon mal innerhalb der neuen Klassenelternschaft kennenlernen und austauschen können.

Sehr gute Ausstattung im komplett sanierten / renovierten Schulhaus

Was den Besuchern/innen am Tag der Offenen Tür an unserer Schule auf alle Fälle offensichtlich wird, ist die gute räumliche und sächliche Ausstattung. Nach dreijähriger Umbauphase, in welcher das Schulhaus einer Komplettsanierung unterzogen wurde, haben wir die neuen Räumlichlichkeiten im Herbst 2013 feierlich eingeweiht. Seitdem arbeiten wir quasi in einem Neubau; TdOT_2018_Schule_5Beleuchtung, Belüftung, Sonnenschutz - alles ist auf dem neuen technischen Stand der Dinge. Die Infrastruktur ist vorbildlich: alle Räume sind mit Beamern ausgestattet, das Haus ist seit 2017 voll WLAN-vernetzt, wir verfügen über 150 PCs und Notebooks (siehe Bild), etwa 20 Drucker, eine industrieähnliche virtualisierte Serverlandschaft, über zwei Multimediaräume, zwei Schüler-und einen Lehrer-PC-Arbeitsraum, zwei große Kunstsäle, einen Werkraum mit völlig neuer Maschinenausstattung, technisch universell ausgestattete Naturwissenschaftsräume (Stromversorgung und WLAN in allen Räumen, zusätzlich Gas- und Wasserversorgung in beiden Chemiesälen) eine Schülerbibliothek, die von einer Fachkraft betreut wird, ein klimatisiertes Schülercafé, eine Mensa, in der jeden Mittag zwei verschiedene Menüs angeboten werden und Sportstätten, die alle innerhalb von Minuten zu erreichen sind: die Stadthalle, die Brückentorhalle, den “roten Platz” und das städtische Schwimmbad.

Aktiver und finanzstarker Förderverein

Hinzu kommt, dass einer der mitgliederstärksten Gerlinger Vereine der Förderverein “PRO” des Robert-Bosch-Gymnasiums ist. Er stellt der Schule / den Schüler/innen jedes Jahr eine fünfstellige Summe zur Verfügung, unterstützt AGs, Exkursionen, Austausche und sonstige Veranstaltungen, organisiert Veranstaltungen für Eltern, Lehrer/innen und Schüler/innen und unterstützt die Schule bei vielen Gelegenheiten: z. B. durch die Bewirtung der Schüler/innen beim Mündlichen Abitur, durch einen eigenen Stand beim Adventsbasar oder durch organisatorische Hilfen bei Theatervorstellungen.

Woanders ist das Gras auch nicht grüner... (auch wenn es manchmal so scheint)

Kurzum: es spricht Vieles dafür, nicht irgend eine Schule zu besuchen, sondern das Robert-Bosch-Gymnasium in Gerlingen!

 

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RoboRace_mittagessenTextmarke_rot_RBRobotik-AG des Robert-Bosch-Gymnasiums qualifiziert sich zum 3. Mal in Folge für die Deutschen Meisterschaften!
3. und 4. März 2018, Samstag und Sonntag

Text und Bilder: Ruben Hauff, Kursstufe K2, Leiter der Robotik-AG

Am letzten Wochenende  fanden wie jedes Jahr die Ausscheidungsläufe für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft des Junior RoboCups German Open statt.

In Mannheim trafen sich wieder Teilnehmer/innen von Schulen aus dem ganzen Land, um sich in verschiedenen Wettbewerben zu messen und die Qualifikationsläufe zu absolvieren.

Für das Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen war die Robotik-AG, bestehend aus C. S. (10a), J. H. (8b) und L. F. (7b) (K. M. war leider verhindert), unter Leitung von Ruben Hauff (Kursstufe K2) am Start.

Bild rechts: beim Mittagessen in der Hochschule Mannheim.

 

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Bild oben: das zu durchfahrende Labyrinth.

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RoboRace_roboter im labyrinthBilder oben: AG-Mitglieder bei letzten Arbeiten an der Hard- und Sodtware.

Bild rechts: der Roboter im Labyrinth.

Der neue Rescue Maze Entry Modus verlangt von den Teams, einen Labyrinth-Parcours so schnell wie möglich zu absolvieren, wobei verschiedene Hindernisse bewältigt und dabei „Opfer“, also farbige Markierungen, gefunden werden müssen.

Das Team der Robotik-AG tat sich in den ersten beiden Läufen schwer. Aber die Nacharbeit am Samstagabend hat sich gelohnt und am Sonntag konnten die erforderlichen Punkte für den Sieg erfahren werden.

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Bild oben: abendliche Nacharbeit am Samstagabend zuhause.

Das Team war sehr stolz, als es einen Pokal in Empfang nehmen durfte. Mit diesem ersten Platz ist auch die direkte Qualifikation für die Deutsche Robotik-Meisterschaft Ende April in Magdeburg verbunden.

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Bild oben: Siegerehrung.

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Bild oben: Übergabe des Pokals.

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Bild oben: Pokal und Urkunde zur erfolgreichen Teilnahme am RoboCup Junior.

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Bild oben: Website des RoboCup German Open 2018 mit der Liste der sich qualifiziert habenden Teams; rot markiert: unsere Robotik-AG.

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Bild oben: Magdeburg: wir kommen! (Einige Stadtimpressionen: von links oben nach rechts unten: der Magdeburger Dom; Standbild von Otto Guericke, der mit dem Experiment mit den “Magdeburger Halbkugeln” zum Nachweis der Stärke des Luftdruckes bekannt wurde; Blick auf die Innenstadt). Fotos: der Webmaster (2005)

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Bild oben: “Arbeiterpaläste” an der Ernst-Reuter-Allee in Magdeburg nach Art des (sich an Schinkel anlehnenden) sozialistischen Klassizismus der DDR (der Webmaster, 2005).

 

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Informatik_BiberTextmarke_rot_RBSchüler/innen des Informatikkurses der Kursstufe haben am Wettbewerb teilgenommen
März 2018

Text: Simon Schwarz

Informatik-Biber: Deutschlands größter Informatik-Wettbewerb

Bild rechts: der Informatik-Biber; Quelle: Bundesweite Informatikwettbewerbe

Wie sieht eine robuste Internetverbindung innerhalb der Inselgruppe Ho, No, Ma, Ka und To aus? Wie lautet die Nachricht, die der Biber als Bote übermittelt? Und wie bringt man große und kleine Hunde am effizientesten in eine bestimmte Reihenfolge? Vielfältig und unterhaltsam gestalteten sich die Aufgaben des jüngsten “Informatik-Bibers”. Auf den ersten Blick ist das, was die Schülerinnen und Schüler hier begeistert, reine Knobelei am Computer, tatsächlich handelt es sich aber um informatische Grundüberlegungen, die zur richtigen Lösung führen.

Informatik_Preis_3_2018_3Bild rechts: Simon Schwarz hat sich zum Informatik-Lehrer fortbilden lassen und belebt gerade die Informatik-Landschaft unserer Schule neu.

Ein Informatik-Kurs des Robert-Bosch-Gymnasiums war eifrig beim “Informatik-Biber 2017” dabei und stellte sich den unterschiedlichsten Aufgaben. Spielerisch setzten sich Schülerinnen und Schüler beim Online-Contest mit Fragen der Informatik auseinander. Auch ohne Vorkenntnisse ist dies möglich und die Motivation war groß.

Das Konzept, das dem Wettbewerb zugrunde liegt, ging auf: 341 241 Schülerinnen und Schüler nahmen beim “Informatik-Biber 2017” teil. So viele wie noch nie. Seit seiner Premiere im Wissenschaftsjahr 2006 verzeichnet der größte Informatik-Wettbewerb Deutschlands alljährlich neue Rekordzahlen.

Unter 44 107 Teilnehmern aus den Klassenstufen 11 bis 13 haben L. F. und K. B. im Team einen 3. Platz erreicht. Herzlichen Glückwunsch!

 

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Bild oben: L. F. und K. B. haben einen 3. Platz belegt; Informatik-Lehrer Simon Schwarz (rechts) übergibt in einem der schulischen Multimediaräume die Urkunden.

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Textmarke_rot_RBConversation-Day: Einzelgespräche mit Muttersprachlern zur Abitursvorbereitung
22. Februar 2018

Native Speakers des Deutsch-Amerikanischen Zentrums (DAZ) coachen Abiturienten.

Die Fachschaft Englisch hatte am 22.02. auf Vermittlung des DAZ einige amerikanische Muttersprachler eingeladen, um in jeweils 15-minütigen Einzelgesprächen Freiwilligen unter den künftigen Abiturienten die Gelegenheit zu geben, ihre Fähigkeiten in der mündlichen Kommunikation in Englisch zu erproben und zu verbessern. Im Hinblick auf die Kommunikationsprüfungen in den Fremdsprachen Anfang März war der Termin sehr geschickt gewählt.

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Bild oben: in Einzelgesprächen konnten sich Schüler/innen der Kursstufe K2 mit amerikanischen Muttersprachlern/innen unterhalten.

Für die Teilnehmer zählte neben dem Abbau der Scheu vor einer spontanen  Kommunikationssituation auch die Gelegenheit, authentische Sprecher zu erleben und von ihnen Rückmeldung zu erhalten. Einige Schlaglichter zu den Eindrücken: „Ja, hat was gebracht.“ – „Es war eine sehr natürliche Atmosphäre, wir sind ganz unkompliziert gut ins Gespräch gekommen.“ – „Ich wollte vor der Kommunikationsprüfung üben, ins Reden zu kommen, und das hat auf jeden Fall geholfen.“ – „Ich möchte austesten, wie gut ich mich auf Englisch unterhalten kann.“  – „Die detaillierten Rückmeldungen sind sehr hilfreich."

Die Muttersprachler – Volunteers (Freiwillige), die selbst Unterrichtserfahrung besitzen -  waren beeindruckt vom im Vergleich mit anderen Schulen hohen Niveau unserer Schüler - eine Rückmeldung, die natürlich auch die Englischlehrer freut.

 

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Textmarke_rot_RBKooperation mit langer Tradition- für die Bildungspartnerschaft mit Bosch schlägt’s 13!
22. Februar 2018

Besuch an der Schule

Seit 2006 existiert an unserer Schule nun schon die so genannte “Bildungspartnerschaft” mit der Robert Bosch GmbH, also schon 13 Jahre lang! In den Anfangsjahren wurde zwischen den Partnern über deren genaue Ausgestaltung diskutiert und bei der Umsetzung experimentiert. Mittlerweile hat sich aber ein bewährter Ablauf etabliert. Die Partnerschaft manifestiert sich in der Durchführung des “Seminars Technik”, das von Studenten/innen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), welche die Robert Bosch GmbH als ihren Ausbildungsbetrieb gewählt haben, umgesetzt wird. Für die Studenten/innen ist das Anbieten dieses Seminars, dessen Organisation und Durchführung mit den Partnerschulen Bestandteil ihrer Ausbildung.

Seminar_Technik_2018_2Stets im Dezember oder Januar wird der schulische Ansprechpartner (das ist am Robert-Bosch-Gymnasium zur Zeit der für die Naturwissenschaften zuständige Abteilungsleiter) von den Studenten/innen angeschrieben und es werden Termine vereinbart. Im Februar kommen dann Vertreter der Studentengruppe in einer Unterrichtsdoppelstunde an die Schule und führen die teilnehmenden Schüler/innen (das sind stets die Physikkurse der Jahrgangsstufe K1) in das Seminar ein: sie berichten über das Unternehmen Robert Bosch GmbH, über das Duale Studium an sich, über die Besonderheiten eines Dualen Studiums bei Bosch und schließlich über die weiteren Teile des Technikseminars: an zwei weiteren Nachmittagen besuchen die Schüler/innen dazu das Ausbildungszentrum von Bosch in Stuttgart-Feuerbach (Borsigstraße), wo sie unter Anleitung der DHBW-Studenten/innen ein kleines Technikprojekt durchführen; meist wird am ersten Nachmittag eine elektronische Schaltung unter Benutzung eines Mikrocontrollers aufgebaut und am zweiten Nachmittag wird dieser dann programmiert (siehe Bild oben rechts: die Mikrocontroller-Platine).

Für die Schüler/innen ist das Seminar Technik Bestandteil der Berufs- und Studieninformationsangebote der Schule: die Teilnehmer/innen gewinnen Einblicke in einen Industriebetrieb, lernen eine alternative Studienmöglichkeit kennen und können bei den beiden Projektnachmittagen ihr im Physik- und NwT-Unterricht erworbenes Können und Wissen auf eine unbekannte technische Problematik anwenden.

Die DHBW-Studenten/innen sind meist nicht viel älter als die Schüler/innen und noch sehr gut mit deren Situation vertraut; die Zusammenarbeit klappt daher stets problemlos und die Schüler/innen können durch Nachfragen von den Erfahrungen bei der Studienwahl, der Bewerbung und der Aufnahme eines Studiums von den DHBW-Studenten/innen profitieren.

Hinzu kommt, dass die Studenten/innen von Bosch stets ganz besondere Persönlichkeiten sind: es sind immer freundliche, höfliche, bescheidene, kompetente, kooperative, humorvolle und hilfsbereite Menschen, die offensichtlich die “Bosch-Werte”, die auf den Firmengründer Robert Bosch zurückgehen, in ihrem Verhalten verinnerlicht haben. Insofern können sie auf unsere Schüler/innen am Robert-Bosch-Gymnasium auch als Vorbilder im Sinne unseres schulischen Leitbildes wirken...

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Am heutigen Donnerstag waren also Eric Morvay und Laura Nell im Physikunterricht der K1 an der Schule zu Besuch (siehe Bild oben). Beide studieren Mechatronic an der Dualen Hochschule / bei Bosch. Anhand einer mitgebrachten Präsentation führten sie die aufmerksam folgenden Schüler/innen in das Seminar Technik ein: die Robert Bosch GmbH hat momentan weltweit ca. 400 500 Mitarbeiter/innen in 276 Standorten; der Jahresumsatz des Technologiekonzerns beträgt 78 Mrd. €.

Die Arbeitsbereiche des Unternehmens sind zum einen Mobility Solutions; dazu gehört außer der Automobiltechnik wie ABS, ESP, Motorsteuerung, Abgastechnik und Sensoren etc., zunehmend auch die Elektromobilität, die Batterietechnik und das autonome Fahren. Im Bereich Industrial Technology geht es v. a. um Produktions-/Fertigungstechnik, im Bereich Energy+Building um Energietechnologien, Haus- und Sicherheitstechnik und im Arbeitsbereich Consumer Goods um Haushaltsgeräte (z. B. Küchenmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte, Wasch- und Spülmaschinen) oder Elektrowerkzeuge (Bohrmaschinen, Akkuschrauber, etc.). Mit diesen vielen Arbeitsfeldern ist der Konzern sehr breit aufgestellt, wenn auch die Automobiltechnik überwiegt.

Nach dieser kurzen Vorstellung des Konzerns berichteten die beiden DHBW-Studenten über die Anforderungen an einen Ingenieur/eine Ingenieurin; dazu gehören Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen, permanente Lernbereitschaft, Eigenständigkeit in der Wissensaneignung, mathematische und naturwissenschaftliche Grundkenntnisse (und etwas mehr...) und eine hohe Frustrationstoleranz. Nicht alles klappt gleich auf Anhieb; man muss auch lernen, mit Niederlagen und Stillstand umzugehen. Auch arbeitet heute kein Ingenieur im stillen Kämmerchen für sich allein: technische Probleme werden meist im Team angegangen. Das gilt auch für die Praxisteile während des DHBW-Studiums!

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Bild oben: Eric Morvay erläutert das Technikprojekt, das die Schüler/innen an zwei Nachmittagen umsetzen werden.

Danach stellten die beiden Gäste von Bosch das DHBW-Studium vor und arbeiteten die Unterschiede zum Hochschulstudium heraus. Ein DHBW-Studium dauert stets 6 Semester; jedes Semester ist dabei wieder aufgeteilt in einen Theorieteil an der Hochschule und einen Praxisteil im Betrieb. Semesterferien gibt es nicht, nur 30 Tage Urlaub; und die werden zum Teil dazu benutzt, sich auf die vielen Prüfungsteile vorzubereiten. Abgeschlossen wird das Studium mit dem Bachelor of Engeneering. Ein Master-Studium kann sich anschließen. Während des Studiums erhält man eine (ansehnliche) Ausbildungsvergütung und bei Bosch ist für das vierte Semester auch ein Auslandsaufenthalt vorgesehen. Für die beiden Besucher von Bosch stehen Aufenthalte in Malaysia bzw. den USA an.

Auch über ihre eigenen Arbeitsschwerpunkte und über aktuell durchgeführte Projekte berichteten Frau Nell und Herr Morvay. So hat ein Team mit Frau Nell das Projekt “AfriCart” realisiert; dabei ging es um die Konstruktion einer Elektromotor-betriebenen Lastenschubkarre für den afrikanischen Markt. Vorgegeben waren die Räder und der Antriebsmotor mit Differential; konstruiert werden mussten die Tragachse, der Lagerbock, die elektronische Ansteuerung und die Bremse.

Herr Morvay arbeitet momentan im Bereich der Motorsteuerung an einer Automatisierung der Testung der Software. Die digitale Motorsteuerung ist ein mächtiges Programmpaket, das alle Abläufe im/am Motor in den verschiedenen Betriebs- und Fahrzuständen eines Autos steuert. Änderungen an der Software ändern das Verhalten des Fahrzeuges und bei der Vielzahl der Parameter ist es sehr aufwändig, den Einfluss einer Softwareänderungen auf das Fahrverhalten zu analysieren.

Zum Schluss ihres Vortrages stellten Frau Nell und Herr Morvay noch das Projekt vor, das die Schüler/innen am kommenden Dienstag- und Mittwochnachmittag in Feuerbach realisieren werden: ein Atmega-Mikrocontroller steuert auf einer eigens dafür entworfenen Platine mehrere Leuchtdioden. Wenn er richtig programmiert ist, hat man ein kleines Computerspiel: auf der Platine leuchten eine oder mehrere LEDs und der Benutzer muss entsprechende und entsprechend viele Taster betätigen.

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Bild oben: die beiden Besucher von Bosch hatten einen Test mitgebracht, wie er beim Bewerberverfahren vorgelegt wird.

In der anschließenden Fragestunde wollten die Schüler/innen vor allem Konkretes zur Bewerbung für ein Duales Studium wissen. Auch über das Bewerbungs- und Einstellungsverfahren erfuhren sie Näheres, u. a. hatten die beiden Studenten einen Teil eines Tests mitgebracht, wie er beim Assessment absolviert werden muss. Auch ganz praktische Tipps bekamen die Schüler mit auf den Weg: die Jungs sollten bei den Bewerbergesprächen ordentliche Schuhe anziehen und ein Hemd und dieses am besten nicht über der Hose tragen...

 

“Praktischer Teil” im Ausbildungszentrum von Bosch in Stuttgart-Feuerbach

Der praktische Teil des “Seminars Technik” findet stets im Bosch-Ausbildungszentrum im benachbarten Stuttgart-Feuerbach statt. Hier werden die teilnehmenden Schüler/innen von mehreren DHBW-Studenten betreut.

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Bild oben: die Programmierung des Atmega-Mikrocontrollers  wird erläutert.

Dieses Mal sollte ja eine elektronische Schaltung mit einem Mikrocontroller aufgebaut werden, mit deren Hilfe man anschließend das Computerspiel “Simon says” spielen kann: in zufälliger Folge leuchten eine oder mehrere Leuchtdioden auf und der Spieler muss dann entsprechend zugeordnete Taster drücken.

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Bild oben: mit Hilfe der Entwicklungsumgebung Atmega Studio kann der Mikrocontroller programmiert werden.

Am Dienstagnachmittag wurde dazu die vorgefertigte Platine (mit Bestückungsvordruck) mit den elektronischen Bauelementen (Widerstände, Kondensatoren, Dioden, Leuchtdioden, Taster sowie dem Atmega-Mikrocontroller und Buchsen) bestückt und verlötet. Die Schüler/innen lernten, dass man dabei mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit vorgehen muss: alle Lötstellen sollen nachher leiten, die Dioden sollten richtig herum gepolt eingebaut werden und die Widerstands- und Kapazitätswerte der Widerstände und Kondensatoren müssen mit dem Bestückungsplan übereinstimmen...

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Bild oben: die Platine wird über ein USB-Kabel mit dem Rechner verbunden, auf dem die Entwicklungsumgebung installiert ist; über eine Schnittstelle kann der Programmcode in den Hauptspeicher des Controllers geladen werden.

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Bilder oben und unten:  die Schüler/innen beim Programmieren.

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Am Mittwochnachmittag wurde dann der Atmega-Mikrocontroller unter Benutzung der Entwicklungsumgebung “Atmega Studio” programmiert. Die Programmierung erfolgt mit der Programmiersprache C. Da die Schüler/innen wenig Programmiererfahrung mitbrachten, erläuterte einer der DHBW-Studenten zunächst die Arbeitsweise der IDE, führte in die  grundsätzliche Struktur eines C-Programmes ein und erläuterte dann einfache grundlegende Programmierschritte und -routinen: die Einbindung einer Bibliothek, die Programmierung einer Schleife, die Abfrage eines Schalters, die Deklaration und Initialisierung von Variablen etc. Auch des Flussdiagramm des gesamten Programms wurde ausführlich erläutert. Alle Einzelheiten der Spiele-Programmierung konnten in der Kürze der Zeit und beim Kenntnisstand der Schüler/innen aber nicht entwickelt werden. gegen Ende des Nachmittags wurde daher das komplette Programm über eine Schnittstelle auf den Mikrocontroller übertragen, sodass jeder Teilnehmer / jede Teilnehmerin des Technikseminars eine funktionsfähige Platine mit nach Hause nehmen konnte.

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Bild oben: Arbeitsplatz am Bosch-Ausbildungszentrum in Stuttgart-Feuerbach.

Wir danken den DHBW-Studenten für ihre freundliche Aufnahme in Feuerbach, für die Geduld und die intensive Betreuung beim Löten und Programmieren und natürlich auch für die Bewirtung. Ein herzliches Dankeschön auch an den Ausbildungsleiter, Herrn Holzhäuser!

 

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Hofbraeu_2018_2Textmarke_rot_RBExkursion zu “Stuttgarter Hofbräu”
20. Februar 2018, Dienstag

Bericht und Fotos: A. Beuchle

Chemieunterricht anschaulich – alkoholische Gärung am Beispiel der Bierherstellung

SchülerInnen der Klassenstufe 10 des Robert-Bosch-Gymnasiums Gerlingen besichtigten im Rahmen des Chemieunterrichts auch in diesem Jahr schon traditionsgemäß die Betriebsanlagen von „Stuttgarter Hofbräu“.

Hier kann das Thema „alkoholische Gärung“ ausgezeichnet an der Bierherstellung veranschaulicht und die einzelnen Produktionsschritte in einem ausführlichen Rundgang durch den Betrieb nachvollzogen werden.

Die Bierherstellung verläuft in mehreren Schritten. Am Anfang steht die Malzherstellung. Hier werden vor allem Gerstenkörner mit Wasser zum Keimen gebracht.

Bei der Keimung wird die im Gerstenkorn enthaltene Stärke in den für die Gärung wichtigen Malzzucker umgewandelt. Im Anschluss an den Keimprozess wird das Malz getrocknet. Diesen Schritt nennt man Darren. Die Temperatur während des Darrens bestimmt die Farbe des späteren Bieres. Das Malz wird von „Stuttgarter Hofbräu“ zugekauft und in Silos gelagert.

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Im nächsten Schritt wird das Malz zusammen mit Wasser und Hopfen erwärmt und die so genannte Würze gewonnen. Der Hopfen sorgt dabei für die leicht bittere Note des Bieres.

Der eigentliche Gärvorgang setzt ein sobald die Bierhefe zugesetzt wird. Diese erzeugt aus dem Zucker als „Abfallprodukt“ Alkohol. Aus Gründen der Haltbarkeit wird das Bier zum Abschluss noch gefiltert. Die Überreste der Bierherstellung, z.B. Malz oder Hefereste werden u. a. als Viehfutter verwendet. Nach einer Lagerzeit wird das Bier in Flaschen bzw. Fässern abgefüllt. Neben den vielen Gängen, Kesseln und Rohren, war dieser Bereich besonders beeindruckend.

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Bild oben: Leergutannahme.

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Bild oben: Flaschenabfüllung.

Nach dem eineinhalbstündigen Rundgang konnten sich die Teilnehmer im alten Sudhaus bei Brezeln und Getränken stärken.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Frau Leonhardt für die Organisation der Führung bedanken.

 

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Textmarke_rot_RBHast Du da noch Töne?
Februar 2018

Neues Sound-System für das Atrium des Schulgebäudes

Das Atrium sollte nach dem Willen der Architekten nach dem Umbau des Schulhauses (2010-2013) das “Herz unserer Schule” werden. Das hörte sich zunächst etwas theatralisch an, hat sich aber mittlerweile bewahrheitet: dieser zentrale Bereich des Schulhauses erschließt alle angrenzenden Räume, ermöglicht Einblicke und Ausblicke, ist Treffpunkt und Aufenthaltsraum, Pausenbereich und Lernbereich, Veranstaltungsort für Schulfeste und den Adventsbasar, für die Begrüßung der neuen Schüler/innen im Sommer, für Theater- und Konzertaufführungen, für den Weihnachts- und Jahresschlussgottesdienst und für die Vollversammlungen zu Schuljahresbeginn oder sonstigen wichtigen Anlässen.

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Bild oben: die Lautsprecherboxen werden im Atrium montiert.

Ein Problem bei vielen dieser Veranstaltungen war bisher die ausreichende Beschallung des Raumes. Das wird sich jetzt ändern: in den Winterferien wurden zwei HighTech-Lautsprechersysteme installiert. Es handelt sich dabei um die Produktlinie LineaFocus des Lautsprecherherstellers Fohhn (®) aus Nürtingen. In den zwei schlanken linearen Lautsprecheranordnungen sind 8 Neodym-Lautsprechersysteme mit jeweils 100 Watt Leistung übereinander angeordnet. Eine Steuergerät, mit dem die Lautsprecherboxen über ein Netzwerkkabel verbunden sind, ist in einer Elektro-Unterverteilung im Haus untergebracht. Das Signal erhalten die Boxen über ein Mischpult.

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Bild oben: die Lautsprecher werden eingemessen.

Lautsprechersystem_Atrium_4Der Clou bei dem LineaFocus-System ist die Möglichkeit, die Abstrahlneigung der einzelnen Lautsprechersysteme digital (über eine von der Firma mitgelieferte Software) separat zu verändern und die Beschallung so den jeweiligen räumlichen Verhältnissen optimal anpassen zu können. Dazu wird an mehreren Punkten im Raum ein Messmikrofon aufgestellt.

Ein Soundgenerator erzeugt dann ein Rauschen und das Mikrofon empfängt dieses Frequenzgemisch. Über die grafische Oberfläche der Software kann dann der gemessene Frequenzverlauf dem gewünschten Verlauf angepasst werden.

Bild rechts: der grüne (gemessene) Frequenzverlauf muss dem idealen Verlauf (pinke Kurve) angenähert werden.

Bild unten: die Abstrahl-Keule der Lautsprecherbox wird in der Software farbig (Lautstärke-Niveaus farblich unterschieden) dargestellt.

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Bild unten: zum Soundsystem für das Atrium gehört auch ein Mischpult.

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Textmarke_rot_RBWo Dabeisein alles ist
6. Februar 2018, Dienstag

Text: David Schaebs, Schulöffentlichkeitsarbeit

Robert-Bosch-Gymnasium fährt zum Wintersporttag in den Schnee -
Gold für die Organisatoren der Fachschaft Sport!!

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Noch bevor die deutschen Wintersportler in Südkorea loslegten, veranstaltete das Gerlinger Gymnasium seinen Wintersporttag. Nicht über 100, wie bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, aber immerhin gut eine Handvoll Disziplinen standen im Vorfeld zur Auswahl, darunter so exotische Veranstaltungen wie Häkeln oder Wandern in Gerlingen, aber auch klassische „olympische“ Angebote wie Rodeln oder Abfahrtsski im Allgäu. Die Fünftklässler feierten ihre Premiere. Hier eine „Live-Reportage“, wie sie den Tag erlebt haben:    

-- „Heute ist Dienstag, der 6. Februar – endlich Wintersporttag!“ -- „Es war 5:30 Uhr, als ich am Morgen aufwachte. Heute war der Wintersporttag, auf den ich mich schon so lange freute. Angekommen am Rathausplatz waren schon alle meine Freunde da.“ -- „Es gab mehrere Busse, meine Gruppe war im Bus zwei.“ -- „Wir fuhren an großen Wiesen, dem Stuttgarter Flughafen und schneeweißen Bergen vorbei. Als wir endlich in Oberstdorf ankamen, war alles voller Schnee.“

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Bilder oben und unten: malerische Eisformationen beim Wandern im Oytal.

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-- „Wir wanderten auf einem kleinen Pfad an der Skiflugschanze vorbei. Dann ging es an einem kleinen Fluss entlang ins Oytal.“ -- „Direkt am Anfang kamen Bergwände mit Eis und als wir das sahen, holten wir sofort unsre Handys und Kameras raus und fotografierten diese Naturschönheit.“ -- „Es begann eine lange Schneeballschlacht. Lydia und ich formten Schneebälle und warfen die Jungs damit ab. Aber die machten das Gleiche und wir mussten schnell flüchten. Wir sprinteten, was gar nicht so einfach im Tiefschnee war, unter die Bäume. Doch die Jungs folgten unsere Spur und wir mussten den nicht sehr hohen Hang schnell runterrutschen.“

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Bilder oben und unten: kurz vor der Ankunft im Oytalhaus, wo die erschöpften Wanderer ein leckeres Mittagessen einnahmen.

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-- „Ich hatte mich für den NTC Blue Day entschieden, und ein Skilehrer nahm uns mit der Gondel mit aufs Nebelhorn.“ -- „Wir fuhren auf 1300 m Höhe, wo unser Ziel lag. Nachdem wir ausgestiegen waren, staunten wir nicht schlecht. Vor uns lag eine weiße Schneelandschaft.“ – „Wir testeten viele Wintersportgeräte.“

 -- „Als erstes fuhren wir Skifox. Einige sind runtergefallen und andere waren sehr gut.“ -- „Danach kam der Zipfelbob. Er war ganz schön schnell.“ – „Nach einem leckeren Mittagessen auf der Almhütte ging es weiter mit Snowtubing und Snowbike. Ein Snowbike ist wie ein Fahrrad mit zwei Kufen. Damit sind wir die Skipiste heruntergefahren.“ -- „Wir hatten echt wunderschönes Wetter. Die Sonne strahlte den ganzen Tag und es war keine Wolke am Himmel. Alle verbrachten einen wundervollen Tag, den glaube ich niemand so schnell vergessen wird. Er ging viel zu schnell vorbei. Abends mussten wir dann leider Abschied vom Allgäu nehmen.“

-- „Wieder im Bus schauten wir nochmal aus dem Fenster auf die schönen Berge, auf denen wir heute gewandert waren.“ -- „Um ca. 19:30 erreichten wir müde und zufrieden Gerlingen.“ -- „Mein erster Wintersporttag war ein tolles Erlebnis, das ich nie vergessen werde.“ 

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Bilder oben und unten: Rodeln mit Blick auf schneebedeckte Gipfel. Foto: Lukas Epple.

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Das war sozusagen nachträglich „live“ vom Wintersporttag des RBG 2018.
Ein riesiges Dankeschön gilt der goldwürdigen Organisationsleistung der Fachschaft Sport, die diesen Tag in jeder Hinsicht reibungslos vorbereitet hat! Und: bis zum nächsten Wintersporttag werden wohl keine vier Jahre vergehen…

 

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Textmarke_rot_RBGanzfiguren gliedern den Bildraum / Neue Schülerarbeiten im Besucherbereich
Februar 2018

In der “Besucher-Ecke” vor dem Sekretariat und in den Fluren sowie im Atrium des Schulhauses geben stets aktuelle Kunstwerke von Schülern/innen Auskunft über das Niveau künstlerischen Schaffens im Kunst-Unterricht. Aktuell hängen Schülerarbeiten von jungen Künstlern/innen aus den Klassen 10 und 10b sowie des Kunst-Neigungskurses der Oberstufe (Kursstufe K1) aus, die im Unterricht in Bildender Kunst unter Leitung von Kunstlehrer Johannes Liebenwein entstanden sind.

Nachfolgender Text: Johannes Liebenwein:

Kürzlich hat die Kursstufe mit „Fotografie-Unterstützung" gezeichnet. Ausgangspunkt waren dabei Portrait-Aufnahmen mit farbiger Ausleuchtung- eine gute Hilfe bei der Herstellung von „Portrait-Ähnlichkeit". Die Ganzfigur wurde später einfach dazu erfunden und als kompositorisches Element eingesetzt. Danach wurde das Bildthema, das in Verbindung zu den Schwerpunkt-Themen “Cindy Sherman” und “Rembrandt” steht, in Richtung Prima-Malerei erweitert. Die Teilergebnisse sind vor dem Sekretariat ausgestellt (siehe Bild unten).

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„Aleatorik" - Eine Arbeitsmethode ohne Anfangsidee, bei der die Bildgeschichte erst nach und nach, während des Herstellungsprozesses, durch Assoziation und Auswahl gefunden wird. (Klassen 10 a, b, siehe Bildcollage unten)

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Textmarke_rot_RBNeugestaltung der Außenanlagen unseres Schulgebäudes
Februar 2018

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Bild oben: das Betonpflaster im Bereich des neuen Fahrradabstellplatzes ist bereits entfernt.

Im Herbst 2013 haben wir nach dreijähriger Umbauphase unser völlig neu gestaltetes, renoviertes / saniertes Schulhaus feierlich einweihen dürfen. Seitdem arbeiten wir quasi in einem Neubau. Der Schulträger, die Stadt Gerlingen, hat für die Schulhaussanierung (in deren Rahmen wir auch zu unserem wunderbaren Atrium gekommen sind, das in so vielfältiger Weise nutzbar ist und die Kommunikation im Haus und die Aufenthaltsqualität dramatisch verbessert hat) etwa 12,5 Millionen € ausgegeben.

Im Umfeld des Schulgebäudes aber hatten wir noch Verbesserungswünsche - die werden jetzt nach und nach erfüllt: im Pausenhof wird die Abstellfläche für Fahrräder und deren Aufstellung neu gestaltet; ebenso werden Fahrradabstellmöglichkeiten am Schulhaus entlang der Richthofenstraße geschaffen. Und zwischen dem naturwissenschaftlichen Unterrichtstrakt des Gebäudes und der Richthofenstraße wird die bisherige, sehr “naturnah” belassene Fluchttreppe durch eine Stahlkonstruktion ersetzt.

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Bild oben: Blick von der Richthofen-Plattform auf den Schulhof und die Baumaschinen.

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Bild oben: Blick auf die Baustelle vom Pausenhof aus.

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Bild oben: der Untergrund für den neuen Bodenbelag wird bereitet.

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Bild oben: die Umgebung unseres Schulgebäudes ist momentan eine einzige Baustelle.

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Bild oben: der naturwissenschaftliche Unterrichtstrakt (links im Bild), unser kleiner Schulteich und das Hauptgebäude der Schule. Dort, wo die Bauplaner und -arbeiter stehen, wird die Fluchttreppe hoch zur Richthofenstraße beginnen.

Inzwischen (Anfang Februar) sind die Bagger angerückt und haben sich im Schulhof schon in das Pflaster gebuddelt und am Naturwissenschaftstrakt durch die Botanik gefressen.

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Bild oben: entlang des naturwissenschaftlichen Unterrichtstraktes ist am Gebäudesockel eine Dämmung und eine Drainage angebracht worden; die Rampe, auf der die Fluchttreppe gebaut wird, ist auch vorhanden.

In einem weiteren - sehr umfangreichen und auch sehr teuren - weiteren Sanierungsschritt wird die Fläche auf dem Flachdach des Naturwissenschaftsbereiches neu gestaltet: der dem Gebäude zugewandte Bereich vor dem Lehrerzimmer wird zu einer Aufenthaltsterasse für die Lehrkäfte umgebaut und der sich auf die Realschule hinstreckende Bereich erweitert den Pausenhofbereich der Gerlinger Realschule.

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Bild oben: die Kiesschüttung auf dem Flachdach des Naturwissenschaftstraktes its fast komplett entfernt.,

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Bild oben: das Flachdach ist mit einer mehrlagigen Foamglas-Schicht versehen.

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Bild oben: Blick zurück nach 2011; damals wurde die Foamglas-Dämmung aufgebracht. Es handelt sich um quadratische Platten aus geschäumtem Glas; die Platten liegen auf einer Schicht aus Teerpappe und untereinander wurden sie mit heißem, flüssigem Bitumen verklebt.

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Bilder oben und unten: in 2011 wurden die Foamglas-Platten verlegt.

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