Geht nicht, gibt’s nicht!

Spektakuläre Aktion: Stahlskulptur des Bücherwurms in millimetergenauer Präzisionsarbeit aufgestellt.

Text und Bilder: Albert Pfänder.

Was als Handzeichnung im Kunstunterricht bzw. bei Projekttagen im Sommer 2019 begann, artete heute im so genannten „Büchereihof“ des Robert-Bosch-Gymnasiums zu einer Aktion Christo’schen Ausmaßes aus: Schüler hatten für die Gestaltung des Pausenhofbereiches vor der Bibliothek des Gerlinger Schulzentrums die Aufstellung eines überdimensionalen Bücherwurmes vorgeschlagen. Die von der Stadt Gerlingen beauftragten Fachplaner (Fr. Heide-Schäfer, Hr. Winkler, Hr. Andelfinger, Hr. Klinkenberg) entwickelten aus der Idee zunächst ein (Gips-)Modell. Die Fa. H. Haas (Schlosserei / Stahlbau) hat daraus (Website: „Geht nicht, gibt’s nicht“) nun eine Stahlkonstruktion kreiert, die heute per LKW angeliefert wurde.

Die Substruktion aus verzinktem Stahl wird zunächst auf einer Stützkonstruktion ruhen, bis sie mit der tatsächlichen Form umhüllt und diese mit bunten Mosaiksteinen versehen ist.

Die Stahlbauer hatten die Innenkonstruktion des Wurmes mit Metallbolzen und -Ösen sowie Griff-Löchern versehen, sodass der 2 Tonnen schwere Koloss mit dem Bordkran des LKW gehoben und von den zahlreichen Helfern entsprechend gedreht und schließlich in die von einer Baufirma vorbereitete Fundamentaussparung abgelassen werden konnte.

Der genaue Aufstellungsort des Stützgerüstes war zuvor per Theodolit vermessen worden und auch die genaue Form der Wurm-Substruktion war von der Herstellerfirma perfekt und präzise geplant und realisiert worden, sodass die Stahlskulptur millimetergenau und in passendem Winkel auf ihr vorübergehendes Lager abgesenkt werden konnte. Nur ein Transportbolzen musste von einem Techniker noch – auf einer Leiter stehend – abgeflext werden, damit eine horizontale Auflage zustande kam.

Die ganze Operation, die in teilweise strömendem Regeln stattfand, dauerte mehr als eine Stunde und war in ihrer Dramatik spannend wie ein Krimi…

Jetzt ist die Schulgemeinschaft gespannt darauf, wie der Wurm nach seiner Vollendung aussehen wird.