Kategorie: Literatur und Theater

  • Bergab – Aufführung des Theaterkurses der K2

    Bergab – Aufführung des Theaterkurses der K2

    Acht Menschen, ein Ereignis und es geht bergab. Eigenproduktion des Literatur- und Theaterkurses der Jahrgangsstufe 2. Herzliche Einladung zur Aufführung des Kurses Literatur und Theater der Kursstufe zwei am Freitag, 31.01.2025, 19:30 in der Jahnhalle – Eintritt frei!

  • Unterhaltsamer „Final Trip“

    Unterhaltsamer „Final Trip“

    Der Kurs Literatur und Theater der K2 nahm sein Publikum am Montag, 29.01., mit auf den „Final Trip“ nach Amsterdam. In zwei Aufführungen erlebte das zahlreiche Publikum, wie Mathelehrer Knaus und seine 10. Klasse um ihre Abschlussfahrt kämpfen, beim Knall in Amsterdam „die Köpfe rauchen“ und am Ende doch (fast) alles in Ordnung kommt bei der Zeugnisverleihung. In der gut 30minütigen „Klassenfahrt“ war von Liebe, Freundschaft und Vertrauen bis zu Außenseitertum, Gewalt und Verrat alles, was so in einer Klasse zusammenkommen kann, drin: Eine an sich rüpelhafte, gegensätzliche Klasse wird vom unerfahrenen Mathelehrer kaum gebändigt. Aber sie rauft sich zum Schein zusammen, um die Abschlussfahrt nicht zu riskieren. Auf der Fahrt eskaliert es dann, beginnend mit Gras im Bus, umsomehr. Während das Liebespaar in einer Beziehungskrise zwischen Vertrauen und Eifersucht schwankt, lassen sich die drei kiffenden „coolen Jungs“ der Stufe von einem intriganten Mitschüler manipulieren, schlagen einen vierten, der unschuldig ist, krankenhausreif und müssen statt Zeugnis in ihren Sozialstunden „cleanen“ – das ist knapp zusammengefasst die Handlung des selbst verfassten Stückes.

    Natürlich war das Ganze als Miniatur überzeichnet und überdreht: der leicht überforderte, aber sympathische Mathelehrer, der Außenseiter mit familiären Problemen, die „Assi-Gruppe“ mit Denglisch-Schaden, der Social-Media-Junkie, das Liebespaar, der „Streber“ – es wurden so ziemlich alle Stereotypen ausgewalzt. Und natürlich ging es nach Amsterdam… Gleichzeitig wirkten die Figuren aber nicht unglaubwürdig. Das Ensemble spielte in den episodenhaften Einzelszenen authentisch und gelöst. Zwischen den Szenen traten die einzelnen Charakter in klug komponierten Monologen auf und kommentierten das Bühnengeschehen aus ihrer Sicht. Dialoge waren pointiert und gut beobachtet. Es gab viel zu lachen, aber es war nicht lächerlich. Kurslehrerin Claudia Hellriegel betonte, dass hinter dem Stück die Ergebnisse eines halben Jahres Arbeit im Literatur- und Theaterunterricht stünden. Eine starke Leistung! Auf so eine Klassenfahrt geht man als Zuschauer gern.

    Impressionen vom „Final Trip“

    Ein Klick auf das Bild vergrößert es.

  • „Endstation?“ – Ein Theaterabend in der Jahnhalle

    „Endstation?“ – Ein Theaterabend in der Jahnhalle

    Und so geht es weiter, bis nacheinander sieben Personen im Wagen sitzen, so unterschiedlich wie das Leben, für diese eine Fahrt scheinbar zufällig auf ein paar Quadratmetern zusammengewürfelt, manche dicht nebeneinander, manche auf Abstand sitzend. Eine ganz normale Bahnfahrt? Fast. Selbstverständlich passiert das Unvermeidliche: Der Wagen bleibt in einem Tunnel stecken, Panik bricht aus und aus beliebigen Flüchtigkeitsbegegnungen der sieben werden unausweichliche Konfrontationen – mit dem Anderen und einem selbst  —–

    Was wie die Versuchsanordnung eines sozialpsychologischen Experiments klingt, ist äußerer Rahmen des Theaterstückes „Endstation?“, das die Schülerinnen und Schüler des Kurses Literatur und Theater der K2 unter Anleitung ihrer Lehrerin Tatjana Vilz-Beck geschrieben und entwickelt haben. 

    Natürlich sind die Charaktere klischeehaft zu Karikaturen überzeichnet: Da ist die Aluhut bastelnde und Globuli verteilende „zertifizierte Medizinerin“, die ihren Widerpart im studierten Pharmazeuten und Apotheker findet. Dazu kommen eine Frau mit Maske, die alles erstmal desinfiziert; ein Workaholic, der gleich auf zwei Mobilgeräten parallel arbeitet und dafür „Ruhe!“ braucht; eine kiffende Party-Studentin; ein Sohn-von-Beruf, der nur deshalb genervt die Bahn nehmen muss, weil er seinen „Ferrari gegen die Wand gesetzt“ hat und sich demonstrativ hinter seine Sonnenbrille und ins Schweigen flüchtet – ganz im Gegensatz zur kontaktfreudigen Plaudertasche, die im Minutentakt den Sitzplatz wechselt und sich jedem gleich mit Vornamen vorstellt. „Jeder wollte eine Figur entwerfen, die ganz anders als das eigene Ich ist“, erklärt Tatjana Vilz-Beck hinterher den Ansatz.

    Und das klappt erstaunlich glaubwürdig. Die Lust am Rollen-Spielen ist den Akteuren abzuspüren. Es ist ein munteres Hin und Her aus teils absurden Dialogen im Zusammenprall der Charaktere, aus Platz- und Gesprächspartnerwechseln. Auf der Fahrt werden sämtliche Personen- und Sitzkonstellationen durchgetestet, man arbeitet sich aneinander ab und die jeweiligen Eigenheiten kommen hervor. Eigene Positionen werden hinterfragt und neue ausprobiert: (fast) jeder trägt im Laufe der Fahrt einmal einen Aluhut. Jede Figur sinniert in einem längeren Monolog über ihre Situation – markant inszeniert durch einen Lichtspot, während die Mitfahrenden im Dunkel abtauchen. So ergibt sich ein witziger, von überraschenden Wendungen geprägter, mit einfachen, sehr effektiven Mitteln (wieder einmal super: das Technik-Team im Hintergrund, das Sound und Licht steuert) inszenierter Abend für das Publikum, das sich mit begeistertem Applaus bedankt. 

    Und natürlich – es ist ja auch Schule – geht es am Ende gut: die Bahn verlässt den Tunnel wieder, alle erreichen die titelgebende „Endstation“ und steigen verändert und um neue Kontakte bereichert aus. Auf diese Weise ist  schließlich im Verlauf des „Experiments“ aus Zufall Schicksal und aus der End- irgendwie zugleich eine Anfangsstation geworden.

    Die Fahrt beginnt
    Sieben Fremde in einem Wagen
    Während des Stillstands im Tunnel werden Aluhüte gebastelt
    Großer Applaus für die Schauspieler…
    … und ihre LehrerinTatjana Vilz-Beck

    „Endstation“ – das Stück zum Durchklicken

  • Dramatische Zeiten

    Dramatische Zeiten

    Minidramenpräsentation im Theaterhaus

    „Dramatische Zeiten“ war die Überschrift zur sechsten Auflage des vom Theaterhaus Stuttgart veranstalteten Minidramen-Contests. Am 15. September um 19 Uhr fand die Präsentation der interessantesten Minidramen des Wettbewerbs 2022 im Theaterhaus Stuttgart statt. Vor gut gefüllten Zuschauerrängen wurden die Minidramen von Ensemblemitgliedern des Theaterhauses szenisch gelesen.

    Pauline O. wurde mit ihrem Minidrama „Der Abend des Schreckens“ für das Minidrama mit der überraschesten Wendung, dem so genannten MacGuffin-Effekt, ausgezeichnet.

    Mika H. s‘ Minidrama „Hoffnung & Zerplatzte Träume“ gewann in der Kategorie Sozialdrama. Und Jan P. und Marie Z. schrieben mit „Das Treffen“ das beste Psychodrama.

    Unter https://minidrama.de können diese und viele weitere Minidramen gelesen werden.

    Erfolgreiche Nachwuchsdramatiker: Mika, Pauline, Jan, Marie (v.l.n.r.)
  • „Klassentreffen“

    „Klassentreffen“

    Am 07.02.2022 hat der Literatur- und Theaterkurs der K2 unter Leitung von Frau Hellriegel ihr Theaterstück aufgeführt. „Das Klassentreffen“, so der Name des Stücks, wurde von den Mitgliedern des Kurses selbst geschrieben und inszeniert. Unterstützt wurden sie dabei von Lisa Iffert, Theaterpädagogin am Theaterhaus Stuttgart (das RBG hat seit Jahren eine Kooperation mit dem Theaterhaus), und natürlich von der der Kurslehrerin Frau Hellriegel.

    Alles in allem war das Theaterstück ein voller Erfolg – die Bildergalerie vermittelt einen Eindruck von der Spielfreude der Schülerinnen und Schüler.