Kara Kara

Soziales Engagement des Robert-Bosch-Gymnasiums

Ganz im Sinne Robert Bosch, des Namensgebers unserer Schule, engagiert sich auch die Schulgemeinschaft des Robert-Bosch-Gymnasiums seit vielen Jahren für ein soziales Projekt.

Von Ende der 1980er Jahre bis 2008 hatte die Schule ein Entwicklungsprojekt in Kolumbien unterstützt, seit 2008 engagieren wir uns für ein Schulprojekt im Vorort Kara Kara der Provinzhauptstadt Zinder im westafrikanischen Niger.

Auch die Pestalozzi-Schule hat sich der Förderung des Schulprojektes in Niger angeschlossen.

AKTUELL Schuljahr 20/21: Aufgrund der aktuellen Situation findet dieses Schuljahr kein Adventsbasar statt.

Als Ersatz ist ein digitaler Weihnachtskalender auf der Homepage geplant.

Der KARAKARA-Adventsbasar

Um die nötigen finanziellen Mittel für die Umsetzung des Schulprojektes „KARAKARA – Hilfe für Kinder in Niger“ zu erwirtschaften, veranstaltet das Robert-Bosch-Gymnasium jedes Jahr am späteren Freitagnachmittag vor dem 1. Advent zusammen mit der Pestalozzi-Schule einen großen Advents- bzw. Weihnachtsbasar, der im Atrium des Schulhauses sowie auf dem Pausenhof stattfindet. Dabei betreiben alle Klassen der beiden Schulen, die SMV, der Elternbeirat und der Förderverein PRO einen Verkaufsstand. Das Warenangebot der Stände wurde in der Regel in den Tagen und Wochen vor dem Basar-Termin von den Schülern/innen in Zusammenarbeit mit ihren Klassenlehrern/innen und teilweise auch der Eltern hergestellt. Alle Angehörigen der Schulgemeinschaft arbeiten also bei der Vorbereitung und der Durchführung des Basars zusammen für den guten Zweck.

Gemeinsam bereiten Schüler, Eltern und Lehrer an den Tagen vor dem Basar die angebotenen Waren vor; hier: Binden und Schmücken der Adventskränze.

Die Angebotspalette erstreckt sich dabei von Bastelarbeiten, Genähtem, Weihnachtskarten oder Vogelhäuschen über Weihnachtsplätzchen, Stollen und selbstgemachter Marmelade bis hin zu Adventskränzen und natürlich vielen Ständen, die Würstchen vom Grill, Maultaschen, Glühwein und Glühpunsch, Waffeln oder gebrannte Mandeln anbieten. Meist gibt es auch eine große Tombola, deren Gewinne von Gerlinger Unternehmen und Betrieben gespendet werden. Die Schulbibliothekarin bietet ihr Antiquariat an und eine Cafeteria serviert Kalt- und Heißgetränke, Kaffee und eine große Auswahl von Kuchen.

Jedes Jahr variiert das Angebot ein bisschen, aber immer ist sichergestellt, dass alle Besucher/innen etwas Passendes finden.

Zwei Stände sind aber grundsätzlich in jedem Jahr vertreten: ein Info-Stand des Vereins „KARAKARA-Hilfe für Kinder in Niger e.V.“, an dem man sich über das Schulprojekt näher informieren kann; hier gibt es außer einer Infotafel mit vielen Bildern aus Kara Kara auch Flyer, Jahreskalender sowie Patenschaftserklärungen, mit denen man eine Patenschaft für ein Schulkind eingehen kann; zum zweiten bietet der „Afrika-Stand“ eine große Auswahl an afrikanischem Schmuck, an Stoffen, kunstgewerblichen Arbeiten und Kleidung.

Am Infostand des Projektes „KARAKARA – Hilfe für Kinder in Niger“ beim Adventsbasar am Robert-Bosch-Gymnasium stehen Vorstandsmitglieder des Vereins für Fragen zur Verfügung: Manfred Lehr und Gottfried Holatka sowie der erste Vorsitzende und Initiator des Projektes Lamin Ousman-Daouda.
Am „Afrikastand“ gibt es Stoffe, Schmuck, Kleidung, Taschen und andere kunstgewerblichen Arbeiten aus Afrika bzw. Niger zu sehen und zu kaufen.

Der letzte Adventsbasar „in Präsenz“ fand im November 2019 statt; dann kam die Corona-Pandemie dazwischen: im Advent 2020 stellte die Schule als Alternative einen digitalen Adventskalender auf die Schul-Website; an jedem Tag im Advent konnte ein neues Türchen „aufgeklickt“ werden: alle Schulklassen hatten den virtuellen Kalender mit Inhalten „gefüttert“: mit Bastelanleitungen, Rezepten, Spielen, Liedern, Informationen zum Schulprojekt usw.

Zugleich wurde zu Spenden für das Schulprojekt in Niger aufgerufen; am Ende waren die Einnahmen ähnlich hoch wie bei einem Basar im Schulhaus.

Im Advent 2020 konnten die Website-Besucher täglich ein neues Türchen des digitalen Adventskalenders „aufklicken“.

Im aktuellen Schuljahr wird es wohl eine „Hybrid-Variante“ von Basar und virtuellem Adventskalender geben: einerseits werden am Freitag, 26. November 2020 ab 17 h auf dem Schulhof einige Präsenzangebote auf Kundschaft warten: außer dem Info- und dem Afrikastand wird es Imbiss-Stände geben und auf der Schulwebsite (www.rbg-g.de) wartet ab dem 1. Dezember dann wieder der digitale Adventskalender auf viele neugierige Besucher.

Ursprung des Projektes Kara Kara

Die pensionierte Kunstlehrerin M. Neumann, die das Projekt an unserer Schule initiiert hat und seither mit Herzblut begleitet, fasst den Stand in folgendem Artikel zusammen.
Die Bilder wurden uns vom Verein “Karakara – Hilfe für Kinder in Niger e. V”
zur Verfügung gestellt.

Das Schulprojekt „Karakara – Hilfe für Kinder in Niger e.V.“  wurde von L. Ousman Daouda im Jahr 2005 initiiert.

Lamin Ousman Daouda stammt selbst aus Niger, ist in Zinder zur Schule gegangen, hat in Niger und Deutschland studiert und lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Stuttgart.

Der Freundeskreis Lamin Ousman Daouda, aus dem 2008 der eingetragene Verein „Karakara-Hilfe für Kinder in Niger“ hervorgegangen ist, hat im Herbst 2005 und im Frühjahr 2007 jeweils eine große Benefizveranstaltung im Züblin-Haus in Stuttgart Möhringen mit vielen zum größten Teil afrikanischen Sängern, Tänzern und Mitgliedern von Folkloregruppen unter dem Motto „Hilfe für Kinder in Niger“ organisiert.

Mit dem Erlös dieser Veranstaltungen wurde das Schulprojekt „Karakara“ in Zinder initiiert, das vor Ort von dem Verein „ONG Mungane“, bestehend aus ehrenamtlich tätigen Professoren und Lehrkräften, betreut wird. Karakara ist ein Stadtteil der Provinzhauptstadt Zinder im Südosten von Niger, in dem besonders viele extrem arme Familien leben.

Die Zielgruppe bestand jeweils aus 50 Kindern im Einschulungsalter, die zu einer Klasse zusammen gefasst wurden und denen der sechsjährige Grundschulbesuch ermöglicht wurde.

Mit dem Geld dieser beiden Benefizveranstaltungen konnten zwei neue Schulgebäude aus Lehmziegeln für die damals zwei Klassen errichtet werden, die das alte Schulhaus aus Stroh ersetzten. Es konnten auch Schulmöbel erworben werden, so dass die Kinder während des Unterrichts nicht mehr auf dem Boden sitzen mussten.

Außerdem wurde eine Kantine gebaut, in der die Kinder ihre Mahlzeiten einnehmen konnten.

Die Kosten für die Ausbildung eines Kindes liegen bei ca. 20.- € / Monat, bzw. 240.- € im Jahr. Darin enthalten sind die Kosten für eine Lehrkraft und eine Tagesmutter, Schulkleidung und Lernmittel sowie zwei Mahlzeiten pro Tag.

Das Ziel für das Jahr 2008 war es, eine dritte Klasse mit 50 Kindern zu ermöglichen. Das Robert-Bosch-Gymnasium hat damals die Patenschaft für 9 Kinder mit dem Erlös des Adventbasars 2008 übernommen. Sie konnten die nächsten sechs Jahre die Schule besuchen und haben zum Schuljahresende 2013/2014 die Grundschule beendet und konnten auf das College wechseln, falls sich für diese weiteren vier Jahre eine Finanzierungsmöglichkeit fand.

Mit dem Erlös des Basars 2009 hat das Robert-Bosch-Gymnasium die Patenschaft für eine ganze Klasse von 50 Kindern übernommen. Diese Kinder konnten am Schuljahresende 2015/16 auf das College wechseln, um dort weiter vier Jahre bis zur Mittleren Reife in die Schule zu gehen.

In den vergangenen Jahren ist es dem Verein „Karakara-Hilfe für Kinder in Niger“ e.V. gelungen, immer genügend Paten zu finden, so dass kontinuierlich jedes Schuljahr eine weitere Klasse mit dem Unterricht beginnen konnte.

Natürlich gehört dazu auch, dass jedes Jahr ein weiteres Klassenzimmer auf dem Schulcampus gebaut werden musste. Für die große Zahl der Schülerinnen und Schüler wurde außerdem eine weitere Kantine gebaut. Der im Jahr 2011 eingerichtete Anschluss von Karakara an die städtische Wasserversorgung hat es außerdem möglich gemacht, dass die Mahlzeiten für die Kinder nun vor Ort gekocht werden können – es ist also auch eine Küche errichtet worden!

Eine besondere Herausforderung stellte der Beginn des Schuljahres 2012/13 dar, denn zu diesem Zeitpunkt sollten nicht nur 50 sechsjährige Kinder neu eingeschult werden, sondern es sollte gleichzeitig 50 Zwölfjährigen ermöglicht werden, nach dem Abschluss der Grundschule auf die weiterführende Schule zu wechseln, um nach weiteren vier Jahren auf dem College eine Berufsausbildung beginnen zu können!

Im Augenblick gibt es etwa 350 Kinder, die durch das Schulprojekt „Karakara“ und Paten in Deutschland gefördert werden.

Neuigkeiten zum Karakara-Projekt

Scheck für Karakara übergeben

11.000 Euro kamen zusammen, Scheck durch Schulleiter an Verein "Karakara - Hilfe für Kinder in Niger e.V." übergeben....

Dankeschön für ein sensationelles Karakara-Ergebnis

Erstaunliche 11.000 € Einnahmen für das Schulsozialprojekt "Karakara" durch unseren Adventskalender. Hier kommt ein riesiges Dankeschön in Briefform - und ein Video mit jubelnden Kindern....

Karakara Adventskalenderbeitrag 2020

Ein ganz besonderer Beitrag findet sich hinter unserem letzten Adventskalendertürchen: Die Schülerinnen und Schüler der Kara-Kara-Gemeinschaftsschule senden heute ihre Grüße....

Adventskalender 2020

Aufgrund der Corona-Pandemie kann dieses Jahr der traditionelle Karakara-Basar leider nicht stattfinden. Um das Karakara-Projekt dennoch finanziell zu unterstützen, wurde dieser digitale Adventskalender ins Leben gerufen....