Kara Kara

Soziales Engagement des Robert-Bosch-Gymnasiums

Ganz im Sinne Robert Bosch, des Namensgebers unserer Schule, engagiert sich auch die Schulgemeinschaft des Robert-Bosch-Gymnasiums  für ein soziales Projekt.

Seit 2008 unterstützen wir daher eine Schule in Zinder im westafrikanischen Niger. Die Schule befindet sich Stadtteil Karakara (übersetzt „Stroh, Stroh“) – daher der Name unseres Projekts.

Robert Bosch über soziales Engagement - Bautafel an unserer Schule

Adventsbasar Karakara

Wir veranstalten jedes Jahr vor dem 1. Advent einen großen Weihnachtsbasar. Jede Klasse, die SMV und auch eine Elterngruppe betreiben einen Verkaufsstand, an dem die in den vorangegangenen Wochen hergestellten Waren angeboten werden. Das Angebot reicht von Bastelarbeiten, Genähtem, Weihnachtskarten, Vogelhäuschen, über Weihnachtsplätzchen, Stollen und Marmelade, einer von vielen Gerlinger Betrieben und auch der Robert Bosch GmbH unterstützten Tombola bis hin zu Weihnachtsgestecken und Adventskränzen. Eine Cafeteria bietet Kaffee und Kuchen, man kann sich aber auch für Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat oder Maultaschen entscheiden.

Die Geschichte dieses Basars, der inzwischen zu einer vorweihnachtlichen Institution in Gerlingen geworden ist, reicht über 25 Jahre zurück.

In den ersten zwanzig Jahren hat das Gymnasium gemeinsam mit der Pestalozzi-Schule einen wichtigen Beitrag geleistet zur Unterstützung armer Bergbauern  in Kolumbien. Mit dem Erlös unseres Basars konnte dort z. B. ein Gemeinschaftszentrum aufgebaut werden, in dem Kinder und Frauen unterrichtet wurden.

Seit Herbst 2008 unterstützen wir ein Bildungsprojekt in einem der ärmsten Länder Afrikas, in Niger. Das Robert-Bosch-Gymnasium ermöglicht nun die Schulausbildung von 59 Patenkindern in dem westafrikanischen Staat Niger.

Der Einstieg in das Projekt in Niger wurde infolge einer Initiative durch Kunstlehrerin M. Neumann durch eine entsprechende Entscheidung der Gesamtlehrerkonferenz des Robert-Bosch-Gymnasiums vollzogen. Die Eltern wurden bei einer Elternbeiratssitzung in den Entscheidungsprozess einbezogen und die Schüler/innen stimmten bei einer SMV-Sitzung im Oktober 2008 mit großer Begeisterung der Neuausrichtung des sozialen Engagements der Schule zu.

Ganz wesentlich ist uns bei diesem Projekt die unmittelbare Korrelationsmöglichkeit von in Gerlingen erwirtschafteten Mitteln und deren Einsatz in Niger:  Verbindungsperson zwischen Niger und dem Robert-Bosch-Gymnasium ist Lamin Ousman Daouda, der in Niger geboren wurde, dort zur Schule ging, in Niger und in Deutschland studierte und jetzt in Stuttgart als Ingenieur arbeitet und hier einen Verein initiiert hat, um in Karakara, einem der ärmsten Stadtteile der Provinzhauptstadt Zinder im Südosten von Niger, eine Grundschule zu gründen.

Durch seine Besuche vor Ort erfahren wir immer wieder persönlich von der Umsetzung und den Fortschritten des Projektes und sehen, wie das Engagement der Schüler/innen des Robert-Bosch -Gymnasiums in Gerlingen den Kindern in Zinder direkt zugutekommt. Auch M. Neumann hat in den vergangenen Jahren die Schule in Zinder mehrfach besucht.

Mit dem Erlös unseres Basars können wir die Patenschaft für 59 Kinder in Karakara übernehmen. Mit 200 Euro pro Jahr und Kind wird deren Schulbesuch, ihre regelmäßige Ernährung und die Ausstattung mit Schulkleidung und den zum Lernen nötigen Hilfsmitteln ermöglicht.

Ursprung des Projektes Kara Kara

Die pensionierte Kunstlehrerin M. Neumann, die das Projekt an unserer Schule initiiert hat und seither mit Herzblut begleitet, fasst den Stand in folgendem Artikel zusammen.
Die Bilder wurden uns vom Verein “Karakara – Hilfe für Kinder in Niger e. V”
zur Verfügung gestellt.

Das Schulprojekt „Karakara – Hilfe für Kinder in Niger e.V.“  wurde von L. Ousman Daouda im Jahr 2005 initiiert.

Lamin Ousman Daouda stammt selbst aus Niger, ist in Zinder zur Schule gegangen, hat in Niger und Deutschland studiert und lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Stuttgart.

Der Freundeskreis Lamin Ousman Daouda, aus dem 2008 der eingetragene Verein „Karakara-Hilfe für Kinder in Niger“ hervorgegangen ist, hat im Herbst 2005 und im Frühjahr 2007 jeweils eine große Benefizveranstaltung im Züblin-Haus in Stuttgart Möhringen mit vielen zum größten Teil afrikanischen Sängern, Tänzern und Mitgliedern von Folkloregruppen unter dem Motto „Hilfe für Kinder in Niger“ organisiert.

Mit dem Erlös dieser Veranstaltungen wurde das Schulprojekt „Karakara“ in Zinder initiiert, das vor Ort von dem Verein „ONG Mungane“, bestehend aus ehrenamtlich tätigen Professoren und Lehrkräften, betreut wird. Karakara ist ein Stadtteil der Provinzhauptstadt Zinder im Südosten von Niger, in dem besonders viele extrem arme Familien leben.

Die Zielgruppe bestand jeweils aus 50 Kindern im Einschulungsalter, die zu einer Klasse zusammen gefasst wurden und denen der sechsjährige Grundschulbesuch ermöglicht wurde.

Mit dem Geld dieser beiden Benefizveranstaltungen konnten zwei neue Schulgebäude aus Lehmziegeln für die damals zwei Klassen errichtet werden, die das alte Schulhaus aus Stroh ersetzten. Es konnten auch Schulmöbel erworben werden, so dass die Kinder während des Unterrichts nicht mehr auf dem Boden sitzen mussten.

Außerdem wurde eine Kantine gebaut, in der die Kinder ihre Mahlzeiten einnehmen konnten.

Die Kosten für die Ausbildung eines Kindes liegen bei ca. 20.- € / Monat, bzw. 240.- € im Jahr. Darin enthalten sind die Kosten für eine Lehrkraft und eine Tagesmutter, Schulkleidung und Lernmittel sowie zwei Mahlzeiten pro Tag.

Das Ziel für das Jahr 2008 war es, eine dritte Klasse mit 50 Kindern zu ermöglichen. Das Robert-Bosch-Gymnasium hat damals die Patenschaft für 9 Kinder mit dem Erlös des Adventbasars 2008 übernommen. Sie konnten die nächsten sechs Jahre die Schule besuchen und haben zum Schuljahresende 2013/2014 die Grundschule beendet und konnten auf das College wechseln, falls sich für diese weiteren vier Jahre eine Finanzierungsmöglichkeit fand.

Mit dem Erlös des Basars 2009 hat das Robert-Bosch-Gymnasium die Patenschaft für eine ganze Klasse von 50 Kindern übernommen. Diese Kinder konnten am Schuljahresende 2015/16 auf das College wechseln, um dort weiter vier Jahre bis zur Mittleren Reife in die Schule zu gehen.

In den vergangenen Jahren ist es dem Verein „Karakara-Hilfe für Kinder in Niger“ e.V. gelungen, immer genügend Paten zu finden, so dass kontinuierlich jedes Schuljahr eine weitere Klasse mit dem Unterricht beginnen konnte.

Natürlich gehört dazu auch, dass jedes Jahr ein weiteres Klassenzimmer auf dem Schulcampus gebaut werden musste. Für die große Zahl der Schülerinnen und Schüler wurde außerdem eine weitere Kantine gebaut. Der im Jahr 2011 eingerichtete Anschluss von Karakara an die städtische Wasserversorgung hat es außerdem möglich gemacht, dass die Mahlzeiten für die Kinder nun vor Ort gekocht werden können – es ist also auch eine Küche errichtet worden!

Eine besondere Herausforderung stellte der Beginn des Schuljahres 2012/13 dar, denn zu diesem Zeitpunkt sollten nicht nur 50 sechsjährige Kinder neu eingeschult werden, sondern es sollte gleichzeitig 50 Zwölfjährigen ermöglicht werden, nach dem Abschluss der Grundschule auf die weiterführende Schule zu wechseln, um nach weiteren vier Jahren auf dem College eine Berufsausbildung beginnen zu können!

Im Augenblick gibt es etwa 350 Kinder, die durch das Schulprojekt „Karakara“ und Paten in Deutschland gefördert werden.

Neuigkeiten zum Karakara-Projekt

Aktuelles aus Niger vom Schulprojekt in Karakara

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Karakara-Basar am 29.11.

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