Kategorie: Gebäude

  • Aus Alt mach Neu

    Aus Alt mach Neu

    Jeder kennt es: unser wandfüllendes Schulfoto in der Galerie im Atrium. 2013 wurde es zum ersten Mal angebracht, 2018 folgte dann ein neues Bild im heutigen Format. Zwischenzeitlich ist eine ganze Schülergeneration durchs RBG gezogen – Zeit also für ein Update: Im Herbst 2024 machten wir mit allen aktuellen Schülern des RBG wieder eine Aufnahme. Seither warten vor allem die jüngeren RBGler sehnsüchtig darauf, dass die Folien an der Wand endlich ausgetauscht werden. Diese Woche ist es so weit: Mitarbeiter der Stadt bringen mit dem Foto bedruckte großformatige Folien an der Wand an – unter neugierigen und forschenden Blicken: „Wo bin ich zu sehen?“ – „Wo sind meine Freunde?“ – „Wie gut bin ich getroffen?“.

    Ganz herzlichen Dank an die Stadt für das sehr großzügige Geschenk. Unser Schulbild ist immer ein Treffpunkt, Hingucker und wichtiges Identifikationssymbol – nun wieder ganz aktuell.

    So sahen sie mal aus: Die aktuellen K2ler als frische Fünftklässler – diese Folie vom alten Foto kommt runter.
    Eine ruhige Hand und Präzision sind gefragt: Damit die Übergänge spaltenfrei sind und nichts wellt, müssen die einzelnen Folien des neuen Fotos sehr sorgfältig aufgebracht werden.
  • Glückwunsch zum 50.! Unser Schulgebäude hat Geburtstag

    Glückwunsch zum 50.! Unser Schulgebäude hat Geburtstag

    Ein neues Schulhaus für eine neue Schule

    Mit dem starken Anwachsen der Einwohnerzahl Gerlingens auf ca. 19.000 Ende der 1960er Jahre (also etwa so viel wie heute) wurde 1968 das Gymnasium Gerlingen gegründet – zunächst als Progymnasium in Leihräumen der bestehenden Grund- und der Hauptschule. (Rückblick: Schulgeschichte) Schon bald war klar: Die neue Schulform boomt. So entstanden die Pläne zur Erweiterung und Aufstockung der Gebäude zu einem Schulzentrum mit Gymnasium, Haupt- und Realschule sowie Grundschule (s. Bilder unten in der Galerie).

    Der Bau

    Im Oktober 1971 erfolgte der Spatenstich. Geplant war das Gebäude für 960 Schüler im dreizügigen Gymnasium und 300 Hauptschüler (zusätzlich zu 300 weiteren im Altbau). Als „Programmfläche“ sollten jedem Schüler rechnerisch 3,43 qm zur Verfügung stehen. Die Baukosten betrugen insgesamt 12,9 Mio. D-Mark (davon 7,7 Mio. DM reine Baukosten – Zum Vergleich: Die Kernsanierung 2010-2013 nur des Gymnasiums kostete ca. 12 Mio. Euro). Dieses Gebäude hielt in seiner technischen und räumlichen Einrichtung immerhin knapp 40 Jahre – bis 2010.

    Die Einweihung

    Genau zwei Jahre nach Baubeginn konnte das Gebäude am Samstag, 27.10.1973 festlich eingeweiht werden. Bürgermeister Eberhard übergab im Namen der Stadt den Neubau „seiner Bestimmung“. Das Programm der Einweihungsfeier (s. Bild rechts) würde heute wahrscheinlich ähnlich aussehen: Es gab viel Musik vom Schulorchester, die Schlüsselübergabe durch den Architekten A. Schirm (Bild), Reden vom Gerlinger Bürgermeister Eberhard und dem damaligen Schulleiter Dr. Gaiser sowie Schlussworte des Elternvertreters – eines gewissen Bertold Leibinger…

    Überfüllt und halbleer

    Seither hat das Gebäude einiges gesehen und es wurde zwischendrin richtig eng: Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre gab es Rekordzahlen an Schülern mit einem Maximalwert von 1004 Schülern im Jahr 1981 – man fragt sich, wo die alle Platz hatten. Danach sanken die Zahlen wieder kontinuierlich bis zum Tiefststand 1998 mit weniger als halb so vielen, nämlich 449. Seit etwa 15 Jahren pendelt nun die Zahl zwischen 600 und 700. Seit dem ersten Abiturjahrgang 1977 haben 2775 Abiturientinnen und Abiturienten in dem Gebäude das Abitur absolviert (Stand 2023).

    Alt und neu

    Auf den ersten Blick hat unser heutiges Schulgebäude nicht mehr viel mit dem Bau vom Anfang der 1970er Jahre gemeinsam. Damals gab es:

    • einen nicht überdachten Innenhof, in dem im Laufe der Jahre ein stattlicher Baum wuchs,
    • warme Heizkörper zum Draufsitzen – Lieblingsplatz vieler Schüler in den Pausen,
    • einen „Info“ genannten Multifunktionsraum mit Glaswänden,
    • kleine Kursstufenräume im Erdgeschoss,
    • das Café Käfer,
    • viel Orange innen und Braun außen – 70er Jahre!
    • und ja: „vollversetzbare Stahlleichtwände“, also verstellbare Blechwände, durch die man immer gut hören konnte, was im Klassenzimmer nebenan so passierte… Denn das Gebäude sollte in der Raumaufteilung flexibel sein für wechselnde pädagogische Konzepte und Moden. Das drückte sich auch im Mobiliar aus: „weitgehender Verzicht auf fest eingebaute Einrichtungen zugunsten … fahrbarer Einheiten, … z.B. fahrbare Tafeln“, heißt es in der Baubeschreibung. Erst bei der Renovierung in den 2010er Jahren wurden fest installierte Tafeln eingebaut.

    Doch der Grundriss, die Skelettstruktur mit den offenen Treppenhäusern und Säulen usw. ist noch derselbe wie vor 50 Jahren. Und wo früher ein Baum in den Himmel ragte, befindet sich heute das überdachte Atrium.

    Also: Herzlichen Glückwunsch zum 50. – und hoffentlich kommen noch viele Jahre dazu!

    Ein kleiner Rückblick in die Gebäudegeschichte…

  • Garten³  – Nachhaltigkeit macht Schule

    Garten³  – Nachhaltigkeit macht Schule

    Die Garten-AG für die Klassen 5-7 unter der Leitung von Sabrina Krüger bestellt die Hochbeete: säen, pflanzen und ernten. 

    Es gibt etwas Neues zu entdecken am Schulteich des Robert-Bosch-Gymnasiums. Tatkräftig schwangen einige Lehrerinnen und Lehrer an einem sonnigen Nachmittag Bohrer und Tacker und bauten aus Einzelteilen drei hochwertige Hochbeete. Gesponsert wurden die Bauteile durch Garten3, eine Initiative des Gewinnsparvereins Baden-Württemberg e. V., des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes sowie der Ministerien des Landes Baden-Württemberg für Kultus, Jugend und Sport sowie für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und der Volksbanken und Raiffeisenbanken.  Die Hochbeete sollen dann bald von den Schülerinnen und Schülern mit Ästen, Laub, Gartenkompost und Erde befüllt und mit selbstgezogenem Gemüse bepflanzt werden. Aber auch Blumen und blühende Kräuter sollen dort im Sommer wachsen, um Bienen und anderen Insekten eine nachhaltige „Bienenweide“ zu bieten.

  • Jeder soll mitwirken zum Wohle des Ganzen

    Jeder soll mitwirken zum Wohle des Ganzen

    Als das Schulgebäude im Sommer 2013 fertig renoviert war, wurde kurz vor den Sommerferien entschieden, einen Sinnspruch neben dem „Geistesblitz“ an der Wand im Atrium anzubringen. Und so lasen ab dem ersten Schultag des Jahres 2013/14 alle Schüler, Lehrer und Besucher den Satz: „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!“

    Ein passendes Motto für eine Schule? Immerhin betont es Leistung und stetigen Wissenszuwachs nach dem Prinzip „Stillstand ist Rückschritt“. Jedenfalls ein Motto, das sicherlich von Robert Bosch, dem Namensgeber der Schule, stammen könnte. Ist doch das Streben nach konstanter Verbesserung und akribischer Optimierung ein Teil seiner DNA als Tüftler und Unternehmer gewesen, wie viele Anekdoten illustrieren. Und da es unter dem Namenszug „Robert Bosch“ stand, verbanden es viele fortan mit dem Namensgeber unserer Schule.

    Aber stammt es tatsächlich von ihm? Googelt man den Satz, finden sich verschiedenste Urheber, von dem jüdischen Unternehmer und SPD-Politiker Philip Rosenthal bis zum britischen Feldherrn und Staatsmann Oliver Cromwell – Robert Bosch ist allerdings nicht darunter…
    Nicht nur deswegen, sondern vor allem auch wegen seiner einseitigen Betonung des Leistungsgedankens regte sich schon bald Kritik an dem Spruch von Lehrer- wie von Schülerseite und sogar handfester Widerstand: Vor einigen Jahren initiierte ein Schüler eine Petition, um das Motto zu ändern. Seither wuchs das Bewusstsein für die Fragwürdigkeit des Zitats. Aber was kam als Alternative in Betracht?

    Schon bei der feierlichen Umbenennung der Schule im Jahr 2008 in Anwesenheit des Bosch-Enkels Christof Bosch fiel der Satz „Jeder soll mitwirken zum Wohle des Ganzen.“ als passender Wahlspruch für das neue Robert-Bosch-Gymnasium. Bei der Einsetzung von Silke Scholz als neuer Schulleiterin am RBG im Juli 2022 versprach Gerlingens Bürgermeister Dirk Östringer ihr als „Einsetzungsgeschenk“, den Spruch ändern zu lassen. Die Stadt Gerlingen, als Schulträger Eigentümerin des Gebäudes und für die Innengestaltung verantwortlich, entwickelte verschiedene Lösungen für die Umsetzung. Mit Unterstützung von Kunstlehrerin Almut Peischl, die das Layout im Design der Schulfarben erstellte, wurde nun eine schnelle und kostengünstige Variante gewählt: Der alte Spruch wurde überklebt mit dem neuen Motto: „Jeder soll mitwirken zum Wohle des Ganzen“ – diesmal einem echten, authentischen Bosch-Zitat, geäußert bei seiner Einweihungsrede für das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart im Jahr 1940 (Link). „Das Wohl des Ganzen“ – der Schule, des Schullebens, aber auch darüber hinaus das Wohl der Allgemeinheit anzustreben, bei dem jeder Einzelne wichtig ist, zu dem jeder Einzelne einen wertvollen Beitrag leisten kann und das nur gelingt, wenn jeder ihn auch leistet – der neue Spruch soll als Motto und Motivation das Schulleben der kommenden Jahre inspirieren. Also dann:

                                   Zum Wohl!

    Die Schulgemeinschaft bedankt sich bei der Stadt Gerlingen für die zügige Umsetzung unseres Wunsches, namentlich bei Bürgermeister Dirk Östringer, Stefan Fritzsche, dem Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Senioren sowie Volker  Koschany vom Hochbauamt.