„Jetzt ham‘ wir Abitur“

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„Alibi – Wo waren wir die letzten 12 Jahre?“ Am Donnerstag, 09.07., war der Abijahrgang 2026 des Robert-Bosch-Gymnasiums Gerlingen jedenfalls in der Stadthalle, um seine Abschlusszeugnisse und zahlreiche Preise in Empfang zu nehmen. Und in den Jahren davor? Schulleiterin Silke Scholz bemühte sich in ihrer Festrede, Indizien für ein möglichst lückenloses Alibi zusammenzutragen und griff dabei neben Zeugenaussagen, Corona-Testberichten, dubiosen iPad-Traffic-Protokollen sogar auf so verstaubte Archivalien wie Tagebücher aus der Unterstufe zurück. Mit Erfolg: Das „hohe Gericht“ der Anwesenden fällte die Entscheidung zur Entlassung der jungen Leute in der Hoffnung, dass sie nicht rückfällig werden. So konnten die Abiturientinnen und Abiturienten ihre Abschlusszeugnisse und als kleine Erinnerung einen Freiheitsschlüssel in Empfang nehmen. Der Schnitt des Jahrgangs beträgt 2,1, zwei Schülerinnen, Ann-Marie Mayer und Anna Sophie Schüer, erreichten einen Abiturdurchschnitt von 1,0, insgesamt 13 bekamen einen Preis für eine Abiturnote von 1,5 und besser. Anschließend wurden die Preise für die besten Leistungen in den einzelnen Fächern verliehen.

Für die SMV bedankten sich die Verbindungslehrer Ines Gütig und Niko Klados für das Engagement vieler aus der Stufe, als Preisträgerinnen zeichneten sie Alice Obermaier und Emma Strenkert aus. Gerlingens Bürgermeister Dirk Östringer überbrachte in seiner Rede die Glückwünsche vom Gemeinderat und der Stadtverwaltung und hob das Abitur als Meilenstein hervor, „ab dem es bergabg geht, aber auch in die Tiefe der Spezialisierung.“ Er blickte in die Zukunft, für die er dem Jahrgang empfahl erst einmal innezuhalten, um zu überlegen, wo es hingehen soll. Er wünschte alles Gute, Mut und Stärke wünschte sowie die Bereitschaft, zu gestalten und zu verändern.

Christoph Weisser als Elternbeiratsvorsitzender bedankte sich bei allen am Schulleben Beteiligten und betonte ihren Beitrag zum Erfolg. Dem Jahrgang gab er drei Wünsche mit: „Sucht nach eurem Warum.“ – „Seid mutig.“ – „Seid mehr Geber als Nehmer im Leben“.
In der Stufenrede blickten Fides Braun, Anna Sophie Schüer und Emma Strenkert auf die gemeinsame Schulzeit zurück und bedankten sich namentlich bei vielen Personen rund um die Schule, besonders hoben sie ihre Oberstufenberaterin Anja Beuchle hervor sowie natürlich Eltern und Familie. Sie überreichten der Schule ein Jahrgangsfoto, das eine Tradition der Jahrgangsbilder am RBG begründen soll.
Musikalisch umrahmt wurde der stimmungsvolle Abend von Musikbeiträgen des Jahrgangs: Emma Strenkert mit Gitarre und Gesang, Musiklehrern Tatjana Vilz-Beck begleitete Beatriz Ramos Moreira (Querflöte) und Dhriti Gowravajhala sowie Jana Möllmann (Geige) am Klavier.
Beim anschließenden Empfang mit Sekt und Fingerfood standen Lehrkräfte, Abiturienten und Familienangehörige noch lange zusammen und tauschten sich aus.

Abiturzeugnisverleihung 2026 – Galerie

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