Schalom

Festakt: 25 Jahre Partnerschaft mit Israel

Schulleiterin Silke Scholz nahm am Festakt zum Jubiläum der Partnerschaft teil:

„25 Jahre Partnerschaft des Landkreises Ludwigsburg mit der Region Oberes Galiläa bedeutet auch 25 Jahre Schüleraustausch des Gymnasiums mit unsere Partnerschule Har V‘Gai in Dafna. Wie intensiv diese Verbindung ist, durfte ich am Donnerstag beim Festakt im Landratsamt Ludwigsburg erfahren.
Remember the past. Share the present. Build a bridge for a better future – so konnte man das Motto zusammenfassen.
Gerade die ganz persönlichen Verbindungen kamen deutlich zum Ausdruck. Gegenseitiger Respekt und tiefe Verbundenheit wurden in allen Reden deutlich. Auch in den gewählten Sprachen wurde dies hörbar. Die Landräte beider Regionen wählten Englisch als gemeinsame Sprache. Herr Kleinmann hielt seine Rede auf Hebräisch und Deutsch, der israelische Kollege begann auf Deutsch und fuhr dann auf Englisch fort. Dabei kam auch der Dank für die mutigen Initiatoren und Teilnehmerinnen und Teilnehmer von damals nicht zu kurz. Einige davon kamen in einem von Schülerinnen und Schüler produzierten Video zu Wort und konnten ihre ganz persönlichen Eindrücke schildern.
Ein gemeinsames, spontan intoniertes „Halleluja“ am Ende des offiziellen Programms rundete die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander ab.“

Der aktuelle Austausch startet nach zweijähriger Pause mit einem zwölftägigen Besuch der israelischen Gäste in Gerlingen  diese Woche ab dem Mittwoch, 12.Okt. Der Gegenbesuch in Israel findet im Herbst 2023 statt. Es nehmen 15 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 sowie der K1 teil.

Remember the past, share the present, build a bridge for a better future

Zwei teilnehmende Schülerinnen, C.F. und S.Z. berichten von dem Abend:

Unter diesem Motto stand ein Jubiläumsabend in Ludwigsburg, an dem neben der Gescher AG auch Frau Scholz, Frau Kemner, Herr Bohnenstingl und Herr Kleinmann teilnahmen.

Es wurde die Partnerschaft zwischen dem Landkreis Ludwigsburg und dem Oberen Galiläa gefeiert. Außerdem wurde auch die Schulpartnerschaft zwischen der Har VaGai Schule in Dafna und dem Robert-Bosch-Gymnasium 25 Jahre alt.

Es wartete ein freundlicher Empfang mit Getränken auf uns. Danach erlebten wir ein Vorspiel des Kreisjugendorchesters und im Anschluss die verschiedensten Reden. Wir hörten viel von der Geschichte des Zweiten Weltkrieges und sind nun umso dankbarer, diese Zeit hinter uns zu lassen und eine neue, erfolgreiche und gemeinsame Zukunft in Freundschaft aufzubauen.

Als Dankeschön für die Partnerschaft überreichte die Gescher AG mit Herrn Kleinmann ein Video über den Austausch mit verschiedenen Erfahrungen von verschiedenen Lehrern und jetzigen, aber auch ehemaligen Schülern des RBGs und der Har VaGai Schule.

Im Anschluss bekamen wir ein tolles Buffet und unterhielten uns über die verschiedensten Dinge. Nochmal ein großes Dankeschön für die tolle Atmosphäre und das Kennenlernen neuer sympathischer Leute.

Die Lehrer unserer israelischen Partnerschule, rechts Peter McNally, mit dem das Interview entstand
25 Jahre Partnerschaft – Interview mit Peter McNally

Am 4. Oktober 2022 traf sich die Gescher AG mit zwei Lehrern der Har VaGai Schule aus Israel, die sich gerade wegen eines israelisch-deutschen Lehrerseminars in Deutschland aufhielten. Peter, einer der beiden, war so nett, dass wir ein Interview mit ihm machen durften. Die Fragen bezogen sich auf den Austausch zwischen unseren Schulen, aber auch auf israelische Kultur, israelisches Essen usw. Die Antworten haben wir zusammengefasst. C.F. und S.Z., Teilnehmerinnen der Gescher AG

Wie es zu dem Austausch kam? -> Peter ist „erst“ fünfzehn Jahre dabei und hat die Anfänge nicht mitbekommen. Aber wie auch immer, es fanden sich Leute von der Har VaGai-Schule und vom RBG, die begonnen haben, miteinander zu kommunizieren, woraus eine Freundschaft entstanden ist.

Dabei handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Austausch: Schon im Vorfeld setzt sich jeder Jahrgang intensiv mit der Geschichte von Juden und Deutschen und mit der Kultur des anderen Landes auseinander. Das gehört bereits zum Auswahlverfahren der Teilnehmer.

Wie ist es so auf der Har VaGai Schule? -> Sie haben ca. 1.200 Schüler und somit ist zu wenig Platz. Teilweise haben sie auch einen Schulweg von 45 Minuten.

Wie wirkt der Ukraine-Russland Krieg auf Israel? -> Sie reden darüber, aber Auswirkungen hat es auf sie nicht.

Wie war Corona dort? -> Es ruinierte ihr Leben, sie hatten auch Homeschooling und die Verbundenheit der Schüler und Lehrer hat laut Peter stark gelitten.

Sport in Israel -> Weit verbreitet ist dort wie bei uns Fußball, außerdem Leichtathletik. Viele gehen jedoch, wenn sie sechzehn sind, arbeiten, zum Beispiel in einem Restaurant. Dafür gehen sie dann teilweise nachmittags früher aus der Schule und haben nicht mehr so viel Zeit für Sport.

Was ist für die israelische Küche typisch? -> Da Israel aus vielen verschiedenen Bürgern besteht, die aus ganz verschiedenen Ländern eingewandert sind, hat jede Familie ihre eigenen Traditionsgerichte, wie z.B. Hummus, Schakschuka oder die verschiedensten Salate.

Warum ist für Dich der Austausch so wichtig? -> Der Austausch zeigt jedes Mal aufs Neue, dass die Freundschaft zwischen Israelis und Deutschen sehr wohl möglich ist. Und das macht Hoffnung auch z.B. für die Konflikte Israels mit seinen Nachbarn.

Wir schließen mit dem Motto: Remember the past, share the present, build a bridge for a better future