Kategorie: Allgemein

  • Südzucker 24

    Südzucker 24

    Traditionelle Besichtigung des Südzuckerwerkes in Offenau
    5. November 2024, Dienstag – Text und Bilder: A. Beuchle

    Am Dienstag, 05. Nov. 2024, war es wieder soweit – die 3- und 5-stündigen Chemiekurse K1 und K2 am Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen brechen mit ihren beiden ChemielehrerInnen A. Beuchle und R. Müller zu ihrer gemeinsamen Exkursion nach Offenau bei Heilbronn auf. Hier steht eine der Zuckerfabriken der Südzucker AG. Dieser Besuch gehört seit Jahren zum festen Programm der Oberstufen-Chemiekurse.

    Es gibt wenig Besuchsziele, bei denen man so intensiv den Weg eines Produktes verfolgen kann wie bei der Zuckergewinnung aus der Zuckerrübe. Dabei erfährt man sehr schnell, dass die Zucker -”Fabrik” eigentlich keine Fabrik im Sinne von “Zucker herstellen” ist. Der Zucker ist schließlich schon fix und fertig in der Rübe enthalten, sondern eher eine “Zuckergewinnungsanlage”.

    Durch den Kamin zieht der Wasserdampf ab, der beim Trocknen der Zuckerrübenschnitzel entsteht. Rechts daneben der Schachtofen, in dem Kalkstein (Calciumcarbonat) zu Branntkalk (Calciumoxid) verarbeitet wird.
    Anlieferung der Rüben

    In dem Südzuckerbetrieb in Offenau werden während der ca. dreimonatigen Kampagne im Minutentakt (außer am Sonntag) rund um die Uhr Zuckerrüben angeliefert. Mit einem Hochdruck-Wasserstrahl werden die Rüben von den Anhängern in den Transportkanal gespült. Die Rüben werden vom Fremdmaterial über einen Steinabscheider getrennt Zuckerrüben, gewaschen und in den Schneidmaschinen zerkleinert. Bei größerer Anlieferungs- als Verarbeitungsgeschwindigkeit – werden Zuckerrüben auch zwischengelagert.

    Die Rübenschnitzel gelangen in einen großen Extraktionsturm in dem mithilfe von warmem Wasser der Zucker herausgelöst wird. Da neben dem Zucker auch noch „unerwünschte“ Stoffe extrahiert werden, muss das Gemisch anschließend noch mehrere Klärungs- und Reinigungsschritten durchlaufen. Dabei erhält man den so genannten Dünnsaft und dann mit zunehmender Konzentrierung durch Eindampfen unter Vakuum Dicksaft, aus dem dann die Zuckerkristalle auskristallisieren. Der Zucker wird nochmals abgeschleudert und der anhaftende Sirup mit Wasser abgewaschen und geht als so genannte “Grundsorte” (EU2-Qualität) vor allem an Großabnehmer wie Schokoladen- und Gebäckfabriken sowie Getränkehersteller. Die Raffinade, die als Haushaltszucker verwendet wird, entsteht nach nochmaligem Lösen und erneutem Auskristallisieren. Beides sind hochreine Produkt.

    Alle Schritte der Zuckergewinnung – von der noch verschmutzten Rübe bis zum abgepackten Puderzucker oder der Raffinade – kann man in einer Zuckerfabrik hautnah und mit allen Sinnen erleben. Es riecht und duftet, es ist draußen kalt und drinnen schwülwarm und laut. Und wenn man will, kann man die Zwischenprodukte auch noch mit dem Geschmackssinn erforschen.

    Wenn mehr Rüben angeliefert werden, als verarbeitet werden können, werden sie zwischengelagert
    Durch beleuchtete Sichtfenster kann man in den Kristallisator sehen, wie im Dicksaft sich allmählich Zuckerkristalle bilden. Der Prozess kann durch “Impfen” mit Puderzucker -Kriställchen eingeleitet und beschleunigt werden
    Die Produktpalette reicht von der Raffinade über den Hagelzucker, den Kandiszucker, den Braunen Zucker, den Zuckerhut, die Zuckerwürfel bis zum Puderzucker…

    Alle Abläufe sind hocheffizient, was den Einsatz von Wasser, Energie, oder Kalk anbelangt: Die Wärme, die bei der Extraktion oder dem Eindicken des Dünnsaftes benötigt wird, ist streng genommen nur die Abwärme aus den Dampfturbinen, welche die Generatoren antreiben, die den Strom für die Zuckerfabrik liefern.
    Die extrahierten und ausgepressten Zuckerschnitzel und die am Ende des Auskristallisationsprozesses anfallende Melasse werden – als Futtermittel – dem landwirtschaftlichen Stoffkreislauf oder anderen Bereichen zugeführt.
    Wir möchten uns auch in diesem Jahr für die tolle Führung bedanken, bei der die Teilnehmer/innen wieder einen intensiven und informativen Einblick in die Zuckergewinnung erhalten haben. Wir hoffen, dass diese Besichtigung auch für die nachfolgenden Chemiekurse angeboten werden kann.

  • Einfach genial! RBG holt Platz 3

    Einfach genial! RBG holt Platz 3

    Text und Bilder: Anja Beuchle

    Jedes Jahr findet im Stuttgarter Rathaus das große MiNe-Mint Science Quiz statt.  MINT steht für Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft und Technik. Bei diesem Wettbewerb treten Teams unterschiedlicher Schulen gegeneinander an und stellen sich naturwissenschaftlichen Fragen und Problemen. Der Wettbewerb ist unterteilt in zwei Durchgänge mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für die Sekundarstufe I – RealschülerInnen und Gymnasiasten der Klassenstufen 8-10 – und die Sekundarstufe II – SchülerInnen der Kurstufen 1 und 2. Jede Schule kann jeweils ein Team aus beiden Altersstufen anmelden. Jede Mannschaft besteht aus 4 Mitgliedern (3 SpielerInnen und einem/einer Ersatzspieler/in). In den Vorrunden am Vormittag können sich jeweils 4 Teams aus jeder Altersstufe für das Finale am Nachmittag qualifizieren.

    Auch in diesem Jahr schickte das Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen am Montag, 21.10.2024, wieder zwei sehr starke Teams ins Rennen um die vorderen Plätze. In der Vorrunde am Vormittag sicherte sich die Mannschaft aus der Sekundarstufe 1 sogar mit der besten Platzierung die Teilnahme an der Finalrunde am Nachmittag. Dort erkämpfte sie sich dann in einem Kopf an Kopf Rennen einen fantastischen dritten Platz – über die Plätze 2 und 3 wurde wegen Punktegleichstand mit einer Schätzfrage entschieden. Nach ebenfalls hervorragenden Leistungen in der Vorrunde, verpassten das Kursstufenteam nur um „Haaresbreite“ die Finalrunde, hatten diese doch nur 1 Frage weniger richtig beantwortet als die Klassen, die dann um die Plätze 1-4 gespielt haben.

    Frau Prof. Heike Maier und Susanne Neuhäuser führten durch das Programm, Dr. Johannes Riebisl vervollständigte dieses mit seinem Kurzvortrag zum Thema „künstliche Intelligenz verstehen indem man sie selbst programmiert“. Die Band FRIDAY NIGHT der Stuttgarter Musikschule begleitete das Programm musikalisch

    Beiden Mannschaften einen herzlichen Glückwunsch zu den hervorragenden Leistungen und vielen Dank, dass Ihr unsere Schule bei diesem Wettbewerb vertreten habt.

    Gruppenibild des RBG-Teams vor dem Stuttgarter Rathaus
  • Neuer Elternbeirat am RBG

    Der Gesamt-Elternbeirat 2024/25 am RBG Gerlingen

    Elternbeirat-Vorsitz 2024-25
  • Pädagogischer Tag: „Künstliche Intelligenz“

    Pädagogischer Tag: „Künstliche Intelligenz“

    Mit KI erstellt (Image Creator Bing) ∙ 17. September 2024, 1:09 PM
    Das Bild wurde mit KI erstellt (Image Creator Bing)

    Am Dienstag, 22.10., fand der diesjährige Pädagogische Tag statt. Das Kollegium bildete sich ganztägig fort zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) und Schule – Chancen, Einsatzmöglichkeiten, Rahmenbedigungen. Neben Experten trugen auch Eltern sowie Schüler des RBG mit Beispielen für die KI-Nutzung zum Tag bei.

    Im Einführungsvortrag wurde in die Grundlagen von KI und die Entwicklung von Sprachmodellen wie ChatGPT eingeführt. Neben den Chancen wurden auch die Gefahren und Risiken sowie die Herausforderungen für die Anwendung in der Schule beleuchtet, Stichworte datenschutzkonforme Anwendung, Auswirkungen auf Hausaufgaben, Unterrichtsgestaltung, Prüfungsformate und nicht zuletzt auch Kosten.

    Besonders interessant für Lehrer: Schüler berichteten darüber, wie sie KI zum Lernen nutzen. Spannende Einblicke zu KI im Berufsalltag gab es von Eltern, die in einem Basecamp zeigten, wie KI ihre Arbeit beeinflusst, bspw. in der Steuerberatung, beim Entwickeln autonomen Fahrens oder im Online-Journalismus.

    Der Schulleiter einer KI-Pilotschule im Raum Stuttgart zeigte anhand der Bildungsplattform Fobizz Anwendungsmöglichkeiten für die Schule, die Erstellung von Prompts und „Megaprompts“, also KI-Assistenten passend zu bestimmten Unterrichtsanforderungen.

    Aufgeteilt nach Anfängern und Fortgeschrittenen wurden am Nachmittag in die Nutzung von KI-Tools für die eigene Unterrichtsvorbereitung und Organisation, aber auch für die Nutzung mit Schülern erarbeitet.

    In einer letzten Workshoprunde teilte sich das Kollegium in fächerspezifische Gruppen auf und lernte Möglichkeiten und Grenzen zur Anwendung von KI in den einzelnen Fächern kennen.

    Insgesamt war der Pädagogische Tag voll von Anregungen und Neuem und hat den Anstoß gegeben, Leitlinien für die Nutzung von KI am RBG zu erarbeiten.

  • Hinterm Haus beginnt die Steinzeit

    Hinterm Haus beginnt die Steinzeit

    Geschichte zum Ausprobieren und Anfassen: Die Klasse 6d des RBG besuchte am Freitag, 18.10., das Gerlinger Stadtmuseum. In einer Museumsrallye entdeckten die Schüler das Leben der „ersten Gerlinger“, die hier sesshaft lebten: Bauern um ca. 5500 – 5000 v. Chr., nach der neolithischen Revolution. Dabei stellten sie erstaunt fest, dass manchmal gleich hinter dem eigenen Haus jungsteinzeitliche Funde wie Siedlungsreste, Scherben oder Skelette ausgegraben wurden. Diese Funde verraten uns etwas über das Leben in der Jungsteinzeit. In einem Workshop wurden die Schüler selbst zu „Ur-Gerlingern“ und probierten steinzeitliche Produktionsmethoden aus: Lederbearbeitung mit Steinklingen, Getreidemahlen mit Mahlsteinen. Die wichtigste Erkenntnis: Der Alltag war ungeheuer mühsam und erforderte Fähigkeiten, die wir heute nicht mehr besitzen.

  • Ende einer Elternbeirats-Ära

    Ende einer Elternbeirats-Ära

    Martina Merchant verlässt nach zwei Abituren in der Familie das RBG. Mit ihr geht eine konstruktive, streitbare, engagierte und zielgerichtete Vorsitzende, deren Einsatz für das RBG immer vorwärtsgerichtet war.
    Viele Ideen und Anregungen, viel Rückmeldung kam von ihr bei beiden Schulleitungen ihrer Ära an.
    Im Verordnungsdschungel der Coronazeit war sie stets informiert und war ein sehr zuverlässiges Bindeglied zwischen Eltern und Schule – bis hinein in die Tagesschau und die Tagesthemen.
    Auch in weniger stürmischen Zeiten war Martina Merchant stets gut informiert und in Gerlingen bestens vernetzt. Sie prägte die Schulzeit mit Abiturreden, Schulfestorganisation, Karakaramitwirkung, Elternbeiratsitzungen Schulkonferenz, Energiekörbe vor Ostern und Weihnachten und vieles mehr. Sie war einfach immer verlässlich.

    Wir danken ihr herzlich für das langjährige Engagement und wünschen alles Gute!

    Schulleiterin Silke Scholz für die Schulgemeinschaft des Robert Bosch Gymnasiums.

  • Mkids unterwegs

    Mkids unterwegs

    Die Sechstklässler-Gruppe der MKids war mit ihrer Lehrerin Marielle Cremer am Montag, 14.10., im Aktivpark Bergheide unterwegs. MKids ist ein Angebot am RBG, um mathematische Fähigkeiten zu schulen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit zu stärken.

    Das Highlight des Ausflugs war das Klettern im Tiefseilgarten, der teilweise schon ganz schön hoch war. Die Kinder sind wirklich zum Teil an ihre Grenzen gegangen bzw. haben sie mutig überwunden. Die Bildergalerie unten zeigt einige Eindrücke.

    Nach dem Klettern gab es einige Teamspiele. Die Trainer waren sehr angetan von dem Durchhaltevermögen, der langen Konzentrationsfähigkeit und der Fairness. Es wurde über keinen gelacht und viele haben sich (auch beim Klettern) gegenseitig motiviert. Mittendrin und überall dabei, die beiden Kursleiter Julie und Devlin.

  • „Toller Umgang mit netten Menschen“

    „Toller Umgang mit netten Menschen“

    Wir stellen vor: Katja Kurth und Sandra Löffler, die Schulsekretärinnen am RBG. Frau Kurth arbeitet bereits seit Februar 2024 am RBG und wude von ihrer Vorgängerin, Frau Schaible, eingelernt. Zuvor war sie Schulsekretärin an einer Leonberger Realschule: „Die Vielseitigkeit in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen“ schätzt sie besonders an ihrer Tätigkeit: „Kein Tag ist wie der andere.“
    Frau Löffler arbeitet seit Schuljahresbeginn am RBG, sie war zuvor in einem Unternehmen tätig: „Toller Umgang mit netten Menschen“, so fasst sie zusammen, was sie an der Arbeit am RBG schätzt. Das können wir nur zurückgeben:  Nach dem Abschied der langjährigen Schulsekretärin Heike Schaible ist die Schulgemeinschaft froh, dass das Sekretariat wieder so stark besetzt ist.

    Frau Kurth (links) und Frau Löffler im Sekretariat
  • Budapester zu Besuch in Gerlingen

    Budapester zu Besuch in Gerlingen

    Was weder der Kalte Krieg noch der Eiserne Vorhang geschafft haben, das gelang dem Hochwasser in Österreich Mitte September 2024: Erstmals seit Beginn des Austauschs im Jahr 1986 musste eine Reise einer Gerlinger Austauschgruppe nach Budapest abgebrochen werden. Auf halber Strecke „strandeten“ Schüler und Lehrer in Salzburg, weil kurzfristig alle Züge Richtung Wien für mehrere Tage ausgefallen waren. So ging es mit einem merkwürdigen Gefühl aus Enttäuschung und Akzeptanz der höheren Gewalt wieder zurück nach Gerlingen. 

    Umso größer war die Vorfreude auf den Besuch der ungarischen Gäste am RBG im Oktober. Aufgeregt wurden die Budapester am Sonntag, 06.10., am Bahnhof in Stuttgart für ihren einwöchigen Besuch begrüßt. Die relativ kleine Gruppe (insgesamt 26 Teilnehmer, auf Gerlinger Seite 10 Jungen und zwei Mädchen der Kursstufe 1) fand schnell zusammen. Das Programm in Gerlingen war so umgeplant worden, dass die Austauschtandems möglichst viel Zeit gemeinsam verbringen konnten: Es ging nach Ludwigsburg zum Schloss und in den Märchengarten, zum gemeinsamen Bowlen und natürlich nach Stuttgart; die Gäste verfolgten eine Debatte im Landtag und wurden im Gerlinger Rathaus empfangen. Höhepunkt war der gemeinsame Zweitagesausflug nach Nürnberg mit Übernachtung in der Jugendherberge in der Kaiserburg. Auch wenn sehr ungewiss ist, ob der Gegenbesuch in Budapest stattfinden kann, so war die Woche doch intensiv und konnte zumindest einen Teil des „Austauscherlebnisses“ bieten, der so wichtig ist: Das Kennenlernen eines anderen Landes und des Lebens dort, indem man eine gleichaltrige Person und ihre Familie kennenlernt im normalen Alltag mit Essen, der Schule bis hin zum Land selbst und der Sprache. Unsere Partnerschule, das altehrwürdige Josef-Eötvös-Gymnasium im Zentrum von Budapest, hat einen gut nachgefragten Deutsch-Zug, sodass die Budapester Schüler ihr Deutsch ausprobieren und verbessern möchten durch den Austausch. Für das RBG steht weniger die Sprache im Vordergrund (obwohl Englisch als „Brückensprache“ immer wieder eine Rolle spielt und angewendet wird), als vielmehr die kulturelle Begegnung.

  • Klassenaktionstag zur Team-Bildung

    Klassenaktionstag zur Team-Bildung

    Die Klassen der Klassenstufe 10 wurden zu Beginn des Schuljahres neu zusammengesetzt. Um die Klassengemeinschaft zu stärken, führen die Klassen im Oktober an einem Vormittag einen erlebnispädagogischen Workshop zur Teambildung durch. Getrennt in zwei Gruppen lösen die Schüler im Waldgelände rund um den Fasanengarten Aufgaben und sammeln dabei Codes. Diese benötigt die Klasse bei der großen Gemeinschaftsaufgabe mit allen am Schluss.

    Finanziert wurden die Tage aus Mitteln des „Rückenwind“-Programms des Landes.

    Hier muss man aufeinander achtgeben: Mit verbundenen Augen soll mit einem Seil eine geometrische Figur gebildet werden.