Kategorie: Allgemein

  • Cambridge Sprachzertifikate verliehen

    Cambridge Sprachzertifikate verliehen

    Im Rahmen einer Vollversammlung am Montag, 07.10.2024, erhielten fünf Schülerinnen und Schüler der Kursstufe zwei das Cambridge English Certificate Advanced (CAE) überreicht. Die Schüler bereiteten sich im Rahmen der Cambridge-AG von Frau Merkle auf die Prüfung vor, in der sie sehr gute Ergebnisse erzielten. Das CAE ist ein internationale anerkanntes, lebenslang gültiges Sprachzertifikat, das als Sprachnachweis für die Bewerbung zum Studium an einer englischsprachigen Universität dient.

    Englischlehrerin und AG-Leiterin Christiana Merkle und Schulleiterin Silke Scholz überreichen die Urkunden des CAE
  • Ein Jahr 07. Oktober

    Ein Jahr 07. Oktober

    Eberhard Kleinmann, ev. Religionslehrer am RBG, ist für den Israel-Austausch verantwortlich. Hier gibt er einen Einblick in die aktuelle Situation in Israel ein Jahr nach dem Überfall der Hamas vom 07. Oktober 2023 und die Zukunft des Austauschs

    Vor einem Jahr, am 07. Oktober 2023, verübte die Hamas einen grausamen terroristischen Anschlag auf Israel. Seither hält der Gaza-Krieg die Welt in Atem. Inwiefern waren wir als RBG davon betroffen?
    Wir waren und wir sind es ganz direkt: Am 7. Oktober wollte ich eigentlich die letzten Vorbereitungen für die Israelreise der damaligen Austauschgruppe treffen. Aus der Reise wurde dann natürlich nichts. Und eigentlich würde unter normalen Umständen in ein paar Tagen eine Gruppe Israelis zum Schüleraustausch nach Gerlingen kommen, was aber eben leider auch nicht möglich ist.
    Aber viel wichtiger ist, dass einige unserer Schüler und Kollegen sich seit einem Jahr um ihre Freunde in Israel und deren Familien sorgen.

    Was war damals dein erster Gedanke?
    Für ein paar Stunden, solange noch unklar war, was sich rund um den Gazastreifen abspielte, hatte ich noch die naive Hoffnung, dass es sich um ein regionales Ereignis handeln würde und wir trotzdem reisen könnten. Tatsächlich hat dieser Tag jedoch ganz Israel für immer verändert.

    Es gab ja dann eine Solidaritätsaktion an unserer Schule. Welche Reaktionen gab es darauf bei den Israelis?
    Was bei unseren israelischen Freunden selten vorkommt: Sie waren einfach sprachlos. Ein knappes „amazing, just amazing“ habe ich noch im Ohr. Ähnlich waren übrigens die Reaktionen auf die vielen, von unseren Schülern gestalteten Blätter, die ich zuerst digital und dann im Januar in Papierform übermitteln konnte.

    Wie hat sich das Leben im Norden Israels, in dem unsere Partnerschule liegt, seit dem 7. Oktober 2023 verändert? Unmittelbar nach dem Überfall der Hamas im Süden begann der Beschuss von Israels Norden durch die Hisbollah. Unsere Partnerschule ist seit dem 8. Oktober geschlossen, war dann zuerst weiter südlich, an drei verschiedenen Standorten, untergebracht. In diesem Schuljahr konnte der Unterricht in einem provisorisch umgebauten Industriegebäude in einem Gewerbegebiet etwa 30 km südlich von Dafna wieder aufgenommen werden.
    Viele Schüler und Lehrer und deren Familien sind seit dem 8. Oktober evakuiert. Entweder sind sie bei Verwandten untergekommen oder wurden sie in Hotels untergebracht, jeweils eine Familie in einem Zimmer. Viele haben sich inzwischen ein neues Zuhause gesucht, nachdem ihre Häuser in den Ortschaften an der Grenze inzwischen zerstört sind.
    Viele der Schüler haben Väter und Geschwister, die beim Militär sind oder als Reservisten immer wieder für einige Zeit eingezogen werden. Einige unserer Kollegen gehören zu den „First Response Teams“ der Kibbuzim. Praktisch bedeutet dies, dass sie tagsüber unterrichten und nachts ihre Ortschaften bewachen. Wobei der Unterricht immer wieder für Tage abgesagt werden muss, weil der Beschuss aus dem Libanon zu stark ist.

    Du pflegst auch ganz direkt Freundschaften zu Kollegen unserer Partnerschule. Wie genau sieht euer Kontakt aus? Über was sprecht ihr?
    Meistens schreiben wir einander Whatsapps. In diesen geht es um alles Mögliche von Fußballergebnissen bis zu den Militäreinsätzen der Söhne. Ganz oft geht es um Angst und noch häufiger um eine tiefe Erschöpfung nach einem Jahr voller Angst.

    Gab es direkt Betroffene in der dortigen Schulgemeinschaft (vom Anschlag bzw. im Militärdienst seither)?
    Wahrscheinlich gibt es in Israel keine einzige Familie, die nicht direkt oder indirekt von den Ereignissen des 7. Oktobers betroffen ist. Bei meinem Besuch im Januar konnte ich drei Schüler treffen. Der Bruder der einen Schülerin wurde am 7. Oktober schwer verletzt und lag im Januar noch im Krankenhaus, der Bruder eines anderen Schülers ist als Soldat im Dezember gefallen.

    Du bist dann Anfang Januar 2024 selbst nach Israel gereist. Warum und was waren deine Eindrücke?
    Seit dem 7. Oktober befindet sich Israel an zwei Fronten in einem Krieg, den es nicht begonnen hat. Gleichzeitig fegt eine Welle von Judenfeindlichkeit um den Globus. Israelis (und Juden weltweit) fühlen sich entsetzlich allein und mit dem Rücken zur Wand. Dieses Gefühl wollte ich bei meinen Freunden ein wenig aufbrechen.
    Ich denke auch, wenn wir jetzt, in dieser Situation, nicht unsere Verbundenheit mit unseren Freunden deutlich zeigen, brauchen wir nach dem Krieg nicht mehr mit dem Thema Austausch um die Ecke zu kommen.
    Ganz kurz zusammengefasst, lassen sich meine Eindrücke so beschreiben: An der Oberfläche funktioniert der Alltag nahezu wie gewohnt, einschließlich Restaurantbesuchen und Geburtstagsfeiern. Aber unter dieser Oberfläche lauert die nackte Angst vor einem neuen Holocaust.

    In deutschen Medien wird der Krieg in Gaza immer wieder auch kritisch diskutiert im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit und zivile Opfer. Sprichst du über sowas mit deinen israelischen Freunden?
    Anders als in früheren Auseinandersetzungen sind die Israelis, mit denen ich gesprochen habe, zurzeit emotional nicht dazu in der Lage, sich mit dem Leid auf der anderen Seite auseinanderzusetzen. Dafür haben sie mit sich selbst viel zu viel zu tun. Dafür haben aber auch die Bilder von der jubelnden Bevölkerung in Gaza gesorgt, als die israelischen Geiseln durch die Stadt geschleift wurden.
    Natürlich findet im Nahen Osten gerade ein Krieg statt, der wie alle Kriege unzählige unbeteiligte Menschen das Leben oder die Gesundheit kostet, sie entsetzlichen Ängsten aussetzt und in schlimme materielle Not stürzt. Aber zugleich gibt es wahrscheinlich in der gesamten Weltgeschichte keine Armee, die bei ihren Einsätzen so hohe humanitäre Standards anlegt wie die israelische: Welche kriegführende Partei hat jemals die Zivilisten der Gegenseite per Telefon vor Angriffen gewarnt? Die Israelis tun dies seit einem Jahr. Zudem weisen sie humanitäre Schutzzonen aus und haben im Gazastreifen vierzehn Feldlazarette für die Zivilbevölkerung in Betrieb.
    Dabei legt es die Hamas in ihrer Kriegsführung darauf an, dass möglichst viele palästinensische Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen werden, um Israel vor der Weltöffentlichkeit in ein möglichst schlechtes Licht zu rücken.

    Wie geht es mit dem Austausch weiter? Wie versucht ihr als Austauschteam, dennoch die Austauschidee lebendig zu halten?
    Im Augenblick fahren wir auf Sicht. Am RBG haben wir eine neue Austauschgruppe gebildet, die Israelis sind gerade dabei. Zwischenzeitlich bereiten wir uns hier, in der deutschen Gruppe, auf den Kontakt zu den Israelis vor. Wenn wir so weit sind, starten wir mit digitalen Formaten. Aber sobald dies möglich ist, freuen wir uns auf einen Besuch der Israelis bei uns in Gerlingen oder auf ein Treffen an einem dritten Ort.
    Aber ich gehe davon aus, dass sich unser Austausch in Zukunft ganz grundlegend verändert: Bislang hatten wir mit Enkeln und Urenkeln von Holocaust-Überlebenden zu tun, die doch einigen Abstand zu den damaligen Ereignissen hatten. Nun haben wir es mit einer neuen ersten Generation von Menschen zu tun, die Todesangst erlebt haben, weil sie Juden sind. Wir werden auch in Zukunft während der Austausche Bowling spielen und lachen. Aber unter dieser Oberfläche wird bei unseren israelischen Freunden eine Erfahrung liegen, der wir nicht ausweichen können, wenn unser Austausch eine Zukunft haben soll.

    Was brauchen unsere israelischen Freunde? Wie könnten wir ihnen helfen?
    Mehr als alles andere brauchen sie unseren verlässlichen Kontakt. Und sie brauchen unser Gebet.

    Seit Mitte September konzentriert sich die israelische Armee auf den Norden und die Grenze zu Libanon. Wie wird das vor Ort von den Betroffenen gesehen? Steigt die Hoffnung auf Rückkehr in die Häuser?
    Im Norden Israels hatte man seit einem Jahr davor Angst, dass sich die Kämpfe intensivieren. Aber noch viel größer war die Angst, dieser Krieg könnte zu Ende gehen, ohne dass die Hisbollah entscheidend geschwächt wurde. Niemand kann es sich mehr vorstellen, wieder in sein Haus (oder was davon übrig ist) zurückzukehren mit der Hisbollah in Sichtweite. Insofern steigen im Augenblick zugleich Angst und Hoffnung.

    Zum Abschluss: Wenn du einen Wunsch hättest in Bezug auf den Konflikt in Israel – Wie sähe der aus?
    Natürlich wünsche ich den Menschen in Dafna und Jerusalem, in Gaza und Beirut vor allem eines: Schalom – Frieden.

    Eberhard Kleinmann vor der Karte mit unserer Partnerschule Har Vagay in Nordgaliläa
    Schülerinnen und Schüler des RBG formen aus weißen und blauen Blättern eine Israelflagge als Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität. Initiiert hatte die Aktion die letztjährige Austauschgruppe.
    Einschussloch an der Wand der Turnhalle unserer Partnerschule
    Mit Schülern und Lehrern der Har VaGai-Schule während meines Besuchs im Januar
    Mit dem Kollegen Barak Shapiro von der Eynot Yarden High-School in Kibbuz Amir, die eine Partnerschaft mit dem Friedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach unterhält. Barak ist gleichzeitig als Wächter in Kibbuz Amir tätig
    Israelische Lehrer vor der Karte mit unserer Partnerschule Har Vagay in Nordgaliläa
    Eine Austauschgruppe 2016 auf einem Militärstützpunkt auf den Golan-Höhen im Norden Israels
    Jerusalem – Stadt des Friedens
  • Schule im Theater

    Schule im Theater

    Theater in der Schule gibt es ja ab und zu. Die Deutschkurse der Kursstufe zwei haben den Spieß nun umgedreht und Schule im Theater gemacht: Sie besuchten am Mittwoch, 02.10., eine Inszenierung des Romans „Corpus Delicti“ des Jungen Ensembles Stuttgart (JES). Den Roman hatten die Schüler im letzten Jahr im Unterricht behandelt. Spannend war die Frage, wie denn eine Umsetzung als Drama auf der Bühne aussehen würde. Zur Vorbereitung wurde unmittelbar vor der Aufführung noch mal ein Kapitel gelesen, Aspekte, die für eine Inszenierung relevant sind, herausgearbeitet und Bühnenbilder für eine mögliche szenische Umsetzung skizziert.

    Die sehr dialoglastige Inszenierung schaffte es, die mehrsträngige Romanhandlung in knapp anderthalb Stunden nachvollziehbar auf die Bühne zu bringen, Videoeinspieler besorgten Rückblenden und Ortswechsel. Trotz mancher Längen in den Dialogen waren die Gerlinger Zuschauer von der Leistung der Schauspieler beeindruckt, vor allem die Figur „Heinrich Kramer“ fanden sie sehr gut dargestellt.

    Nach einer Mittagspause gab es im gemütlichen Foyer des Theaters noch Deutschunterricht: In Kleingruppen wurde in die Dramentheorie eingeführt, Merkmale des geschlossenen und offenen Theaters erarbeitet. Darauf aufbauend wurde die Inszenierung diskutiert und anhand der Dramenkonzepte eingeordnet.

    Der Roman „Corpus Delicti“ von Juli Zeh ist für das Basisfach Deutsch Pflichtlektüre für die Abiturprüfung. Der Theaterbesuch dient also auch der Auffrischung und Vorbereitung auf das Abitur.

  • Einladung zur KARAKARA-Informationsveranstaltung

    Einladung zur KARAKARA-Informationsveranstaltung

    Das Robert-Bosch-Gymnasium unterstützt seit nunmehr 16 Jahren mit den Einnahmen beim Advents-Basar ein Schulprojekt in Kara Kara in Zinder, Niger.

    Der Verein „KARAKARA – Hilfe für Kinder in Niger e.V.“ organisiert regelmäßig Veranstaltungen, bei denen man sich aus erster Hand über den aktuellen Stand der Situation in Niger und an der Schule informieren kann.

    Die diesjährige, vom Vorstand und Vereinsmitgliedern ausgerichtete Informationsveranstaltung findet am Samstag, 19. Oktober 2024 von 15 Uhr bis 18 Uhr im Züblin-Haus in Stuttgart-Möhringen (Albstadtweg 3 – 70567 Stuttgart) statt.

    Bei der Veranstaltung wird der Gründer des Projekts, Lamin Ousman-Daouda, in einem Vortrag (mit Film) über die politische Situation in den Sahel-Ländern allgemein sowie über die Lage in Niger und an der Schule in Kara Kara informieren. Es gibt Kuchen und Getränke und einen Verkaufsstand mit Accessoires aus Niger. Für unsere kleinen Gäste gibt es außerdem eine Mal- und Spielestation.

    Eltern, Schüler/innen und das Lehrer-Kollegium sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen. Die Organisatoren freuen sich, wenn durch eine Anmeldung  bei der Geschäftsstelle per E-Mail die Planung erleichtert wird: info@karakara-schule.com.

    Unser Basar findet in diesem Jahr am Freitag vor dem 1. Advent, dem 29.11. statt.

    Für eine vergrößerte Darstellung auf das Bild klicken.
  • Eis-Preis von PRO fürs Stadtradeln

    Eis-Preis von PRO fürs Stadtradeln

    Draußen ist es schon herbstlich, da tut ein Blick zurück in den Sommer gut: Am letzten Schultag 23/24 fand die Siegerehrung der drei besten Klassen beim Stadtradeln statt. Der Förderverein PRO hatte wieder großzügig Eis-Preise ausgelobt und damit einige Klassen ganz besonders motiviert:
    Platz 1 (und einen Eisbecher) gewann die Klasse 8a mit 3268km = 125,6 km / S.
    Platz 2 (ein Eis mit max. 3 Kugeln) die Klasse 7a mit 3565km / 30 = 118,8km / S.
    Platz 3 (max. 2 Kugeln) belegte die Klasse 6b mit 2833km / 25 = 113,3km / S.
    Wir gratulieren den Siegerklassen und ihrer tollen Leistung, aber auch allen anderen Teilnehmern, die zum hervorragenden Gesamtergebnis des RBG beigetragen haben! Ein besonders großes Dankeschön für den Eis-Preis geht an PRO.
    PRO-Vorstand Dr. Heiko Michel überreicht der Siegerklasse die Urkunde.
  • Neue Lehrkräfte am RBG

    Neue Lehrkräfte am RBG

    Fünf neue Kolleginnen und Kollegen verstärken das RBG-Kollegium dieses Schuljahr (v.l.n.r.):

    Julia Alt unterrichtet die Fächer Deutsch und NwT.

    Sarah Alinejad unterrichtet katholische Religion und Englisch.

    Yannis Eronen gibt Französisch und Gemeinschaftskunde.

    Jule Marlok unterrichtet Deutsch, Ethik und Sport

    Anita ten Brook (nicht im Bild), die mit katholischer Religion aus Ditzingen ans RBG abgeordnet ist.

    Wir wünschen ein gutes Einleben in der neuen Schule und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

    Fabian Ferrara (links) mit Englisch und Spanisch, Dustin Binder mit Französisch und Ethik/Philosophie sowie Laura Blumberg (Deutsch, Geographie) lehren als Oberreferendare in eigenen Klassen.

  • Voll. Versammlung. Neues Schuljahr gestartet

    Voll. Versammlung. Neues Schuljahr gestartet

    Mit einer Vollversammlung hat Schulleiterin Silke Scholz die Schulgemeinschaft am RBG begrüßt und neue Schuljahr 2024/25 eröffnet. Vor vollem Atrium gab es einen besonderen Applaus für die jüngsten RBGler, die 69 neuen Fünftklässler.

    Fünf neue Kolleginnen und Kollegen wurden vorgestellt, ebenso die drei Oberreferendare, die selbständigen Unterricht übernehmen.

    Als neue Sekretärinnen wurden Katja Kurth und Frau Löffler offiziell begrüßt und vorgestellt – beide haben ihre Tätigkeit als Nachfolgerinnen von Frau Schaible bereits im letzten Schuljahr aufgenommen.

    Auch die Schulsozialarbeit ist neu besetzt mit Theresa Zachmann, die besonders für das Gymnasium zuständig sein wird.

    Die AG-Leitungen präsentierten die Arbeitsgemeinschaften (Infos s. Link), es gab Hinweise zu Lernbändern und zur Pausenregelung.

    Wir wünschen allen viel Freude und einen guten Start ins neue Schuljahr!

  • DANKESCHÖN!

    DANKESCHÖN!

    Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

    nach 22 Jahren am RBG werde ich mich am Mittwoch, dem letzten Schultag, mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge verabschieden. Es war eine schöne Zeit, hier als Schulsekretärin tätig gewesen zu sein! Ich habe die sehr abwechslungsreiche Arbeit mit ständig neuen Herausforderungen immer gern ausgeübt. Ich hatte viele schöne Begegnungen, Kontakte und Gespräche mit ganz unterschiedlichen Menschen – mit immerhin drei (von mir sehr geschätzten) Schulleitungen, natürlich mit tollen Kolleginnen und Kollegen aus dem Lehrerzimmer, mit euch, liebe Schülerinnen und Schüler und mit Ihnen, liebe Eltern.

    Aber ich denke da auch die schwierige Zeit mit „Corona“: Schulschließungen, Hybrid-Unterricht, Klassen mussten geteilt werden, … Ganz zu schweigen von diversen mehr oder minder schweren Krankheitsverläufen. Ich musste Hunderte Tests (reicht das???) abzählen, klassenweise vorbereiten und noch für die Stadt dokumentieren, eure Lehrerinnen und Lehrer  waren u. a. mit dem Austeilen und Beaufsichtigen dieser Tests und mit der völlig neuen Problematik des online-Unterrichts belastet. In vielen Familien war auf einmal alles anders: es fand über längere Zeit kein geregelter Unterricht in der Schule statt, Lerninhalte mussten selbständig erarbeitet werden, mit Freunden konntet ihr nur mit dem Telefon bzw. mit dem Handy kommunizieren, … Aber das alles haben wir ja zusammen gut überstanden!

    Ich erinnere mich heute u. a. auch an 22 Abiturprüfungen, und daran, dass ich mich immer sehr gefreut habe, wenn die Prüflinge (meist) einen erfolgreichen Abschluss feiern konnten (wenn man den Doppeljahrgang einberechnet, waren es sogar 23 Jahrgänge). Wie viele Schülerinnen und Schüler das wohl waren? Ich weiß es nicht, ich habe schon lange aufgehört zu zählen. Spannend für mich war jedenfalls, dass in zwei dieser Jahrgänge ja auch meine eigenen Kinder über den Abi-Aufgaben brüteten. Wer war da wohl aufgeregter: Mutter im Sekretariat oder Tochter/Sohn in der Jahnhalle?

    Es gibt sooo viel, was mir rückblickend durch den Kopf geht: unzählige Cold-Packs, meterweise Pflaster und jede Menge Tempo-Taschentücher gegen die Tränen, die ich an euch, liebe Schülerinnen und Schüler ausgeteilt habe, viele viele Anrufe bei Ihnen, liebe Eltern, dass Sie bitte Ihre Kinder von der Schule abholen sollten, …

    Das Wichtigste für mich aber ist und bleibt die Wertschätzung, die ich von der gesamten Schulgemeinde und natürlich von euch / Ihnen immer wieder erfahren durfte. Sie ALLE haben dazu beigetragen, dass ich mich hier immer sehr wohl gefühlt habe und gern auf mein Berufsleben zurückblicke. Dafür ein großes und herzliches „DANKESCHÖN“!

    Ich werde das alles sicher sehr vermissen, aber ich freue mich jetzt auch auf den neuen Lebensabschnitt (z. B. endlich mal außerhalb der Schulferien in Urlaub gehen. Das konnte ich seit der Schulzeit meiner Kinder noch nie.). Und nachdem nun bekanntlich die 3. Generation aus meiner Familie hier am RBG „am Start“ ist, bin ich zuversichtlich, dass wir uns bei der ein oder anderen Schulveranstaltung wiedersehen und freue mich darauf! Bis dahin genießt / genießen Sie jetzt erst einmal eure / Ihre wohlverdienten Sommerferien!

    Ich wünsche auch euch und Ihnen alles Gute und sende ein letztes Mal offiziell herzliche Grüße!

    Heike Schaible

    Ein halbes Berufsleben am RBG: Heike Schaible 2002 …
    … 2008 …
    … 2013 …
    … 2018
  • Sommer, Songs und Sonnenblumen

    Sommer, Songs und Sonnenblumen

    Laut begann der laue Sommerabend: Mit zwei Hard-Rock-Songs brachte die RBG Band (Leitung: Johannes Schmid) das volle Atrium und die Galerie in Stimmung.

    Etwas klassischer ging es beim Sommerkonzert des RBG am vergangenen Mittwoch, 17.07., weiter: Der Juniorchor (Klasse 5-7, Leitung Johannes Schmid, Dirk Wegner am Klavier) sang vier, teils mit solistischen Einlagen angereicherte Lieder. Das Juniororchester überraschte im Hochsommer mit Vivaldis „Frühling“, das Orchester übernahm mit einem einfühlsam gespielten Mozart und Dvoraks „Schottischen Tänzen“. Beide Ensembles wurden geleitet von Tatjana Vilz-Beck.

    Melina D. und Lea M., zwei junge Gesangssolistinnen aus der Kursstufe sangen ein schönes Duett und übernahmen anschließend auch die Solo-Partien beim Mittel- und Oberstufenchor, den Dirk Wegner dirigierte, unterstützt abwechselnd von Schmid und Vilz-Beck am Klavier.

    Die Klasse 9c zeigte ihr stimmliches Können beim dreistimmigen Choral „As the Deer panteth for the water“ (Dirk Wegner).

    Im Rahmen des Konzerts wird auch der jährliche Sozialpreis von PRO verliehen: zwei Vertreterinnen unseres Fördervereins überreichten ihn, verbunden mit einer Urkunde und einem Gutschein, an Beatriz aus der Klassenstufe 10 für ihr Engangement in der SMV und der Hausaufgabenbetreuung.

    Im zweiten Teil des Konzerts wurde es virtuos: Zunächst mit dem Quartett „Sing4vergnügt“ aus dem Elternchor „SuperBoschis Allstars, begleitet von Chorleiter Dirk Wegner am Klavier. Beim begabten Nachwuchspianisten Linus David glühten die Tasten und der Saal bei zwei hinreißend gespielten Jazzstücken aus den Dreißiger Jahren, das zweite hatte er selbst arrangiert. Das Publikum staunte mit offenen Ohren.

    Gospel und einen „Tribute to Queen“ brachte der Elternchor SuperBoschisAllstars unter der Leitung von Dirk Wegner, am Klavier begleitet von Johannes Schmid.

    Den Abschluss eines schönen Sommerabendkonzerts bildete das Juniorensemble und im Anschluss das Orchester unter der Leitung von Tatjana Vilz-Beck. Großer Applaus belohnte alle Aufführenden – für alle Solisten gab es Sonnenblumen.

    Schulleiterin Silke Scholz bedankte sich zum Abschlsus bei allen Beteiligten und besonders bei der Musik-Fachschaft, die mitten im turbulenten Schuljahresendspurt wieder ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt hat und dabei immer wieder neue Ideen und Talente entdeckt und auf die Bühne bringt.

    Das Sommerkonzert 2024 – Bildergalerie