Kategorie: Exkursion

  • MKids erleben „Spiel der Kräfte“

    MKids erleben „Spiel der Kräfte“

    Der diesjährige Mkids-Ausflug führte am Donnertag, den 12.03., zum Schülerlabor der Uni Stuttgart. Im Physikalischen Institut konnte die Gruppe des RBG, in diesem Jahr fünf Siebtklässler, in zahlreichen Experimenten das „Spiel der Kräfte“ der Physik erleben. Die Bilder und Erklärungen unten geben einen Einblick in die verschiedenen Themen, die die Schüler erkundeten.

    Wer oder was sind die MKids? Ein spezielles Angebot, um das Interesse an mathematisch-naturwissenschaftlichen Themen für „Nicht-Einser-Schüler“ zu fördern. Geleitet werden die MKids am RBG von Dr. Marielle Cremer und begleitet von den Kursstufenschülerinnen Anna-Sophie und Charis. Zudem wird der Kurs von Lehramtsstudenten der MINT-Fächer ab dem 5. Semester betreut. Gefördert werden besondere Exkursionen von der Vektor-Stiftung. 

  • ¡Estamos de vuelta!

    ¡Estamos de vuelta!

    Die beiden folgenden Berichte schildern die Sprachfahrt nach Barcelona aus Sicht der Teilnehmer:

    Hola
    ¡Estamos de vuelta!
    Am 26.01.26 begann für die Spanischkurse der Klassenstufe 10 unsere langersehnte Sprachreise nach Spanien. Um 7 Uhr in der Früh füllte sich am Stuttgarter Flughafen der Schalter nach Barcelona mit den Spanischschülern des Robert-Bosch-Gymnasiums. Unsere Lehrer Frau Nin-Ramon, Frau Seifried und Herr Müller mittendrin.
    Voller Aufregung und mit Gepäck beladen landeten wir planmäßig in Barcelona und begaben uns in unsere Unterkunft. Schnell ausgepackt, kurz umgezogen, dann fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt, um von dort aus zu Fuß zum Hafen Port Vell zu gelangen. Empfangen von einem Trubel aus Menschen und vielen außergewöhnlichen Straßenkünstlern begaben wir uns als Erstes zu einem riesigen, modernen Shoppingcenter. Dort aßen wir eine Kleinigkeit, bevor wir schließlich den Hafen und die naheliegende Plaza de Catalunya erkundeten, welche auch unser allabendlicher Treffpunkt sein würde, bevor es zurück in die Unterkunft ging.
    Am Dienstag startete unser Tag mit Unterricht in der Sprachschule „Enforex“. Jeden Morgen von 9 bis 14 Uhr wiederholten wir in Kleingruppen z. B. Grammatik und Sprache, übersetzten Namen
    deutscher Märchen oder spielten verschiedene Wortspiele. Große Freude gab es in den kleinen Pausen, in denen wir uns Snacks zur Stärkung in einem naheliegenden Supermarkt namens „Mercadona“ besorgten. Nach dem Unterricht teilten wir uns erneut in Kleingruppen auf. Die einen besuchten den mosaikbeschmückten Parc Güell, während andere sich auf erneute Shoppingtouren begaben oder
    weitere Orte in Barcelona erkundeten. Auch an diesem Abend versammelten wir uns in der Unterkunft, hörten Musik, spielten
    Gesellschaftsspiele in den Gemeinschaftsräumen oder saßen einfach zusammen bis in die späte Nacht hinein.
    Diese war kurz, nun war es schon Mittwoch. Kurz gefrühstückt, dann wieder Unterricht. Auch an diesem Nachmittag waren die Interessen verschieden, weshalb es die Möglichkeit gab, sich in ganz Barcelona in Kleingruppen frei zu bewegen. Weitere Sehenswürdigkeiten wurden erkundet, wie der Arc de Triomf, oder es wurde durch die Gassen des Barrio Gótico geschlendert. Wir waren umgeben von kleinen Cafés, tollen Restaurants bis hin zu unzähligen kleinen Souvenirläden. Alles,
    was das Herz begehrt. Wäre da nicht das Regenwetter gewesen, das uns alle sehr zu schaffen machte.
    Am vorletzten Tag ging es für uns zur beeindruckenden Sagrada Família, einer „Basilika“, welche zum 100. Todestag von Gaudí planmäßig fertiggestellt werden sollte. Am Nachmittag ging es zurück zum Hafen Port Vell und natürlich zu Barceloneta, dem Strandviertel Barcelonas. Türkisblaues Meer mit feinstem Sandstrand erfreute uns trotz Regen und schlechten Wetters.
    Nach dem letzten erfolgreichen Tag an der Sprachschule erhielten wir mit großem Stolz alle unsere wohlverdienten Sprachdiplome.
    Wir bedankten uns herzlich bei unseren Lehrerinnen und verabschiedeten uns mit einem großen Lächeln.
    Die Koffer im Hostel holen, eine letzte Metrofahrt zum Flughafen, schon saßen wir erschöpft und voll Vorfreude auf unsere Familien zuhause im Flugzeug.
    Wir möchten uns noch einmal im Namen der ganzen Spanischklassen bei Frau Nin-Ramon, Frau Seifried und Herrn Müller für die Begleitung und die tolle Zeit, die wir mit Ihnen und Sie mit uns verbringen durften, bedanken.
    ¡Muchas gracias!

    Im Januar machten wir uns mit rund 50 Schülerinnen und Schülern der
    Spanisch-Klassenstufen auf den Weg nach Barcelona. Der Flug von
    Stuttgart dauerte nur etwa zwei Stunden, sodass wir am Montagmorgen voller Vorfreude in der katalanischen Metropole landeten.
    Der Montag war dem Ankommen gewidmet, ohne Sprachunterricht, sodass wir die Stadt direkt in Kleingruppen entdecken konnten. Ab Dienstag bis Freitag wurden wir dann täglich von 9 bis 14 Uhr in unseren Sprachkursen unterrichtet, aufgeteilt nach Niveaustufen. Drei engagierte Professorinnen halfen uns, unsere Spanischkenntnisse spielerisch zu vertiefen.
    Nachmittags erkundeten wir weiter die Stadt und tauchten in das
    bunte Treiben Barcelonas ein. Dabei erlebten wir so manchen lustigen
    Moment, etwa als sich das Metro-System als Herausforderung erwies
    und der eine oder andere sich verirrte… Solche
    kleinen Missgeschicke sorgten für viel Heiterkeit und unvergessliche
    Erlebnisse. Zum Abschluss der Reise gab es noch eine kleine Panne: Ein Schüler verlor seinen Koffer, doch glücklicherweise wurde alles wieder wohlbehalten zurückgebracht.
    Insgesamt war unsere Barcelona-Reise eine wunderbare Mischung aus
    Lernen, Spaß und unvergesslichen Momenten.

  • „Die Chemie des Wassers“

    „Die Chemie des Wassers“

    „Ohne Wasser gibt es kein Leben, Wasser ist ein kostbares, für den Menschen unentbehrliches Gut“ (Grundsatz Nr. 1 der Europäischen Wasser – Charta vom 6. Mai 1968)

    Lebewesen bestehen zum größten Teil aus Wasser. Der Wasseranteil im Körper eines erwachsenen Menschen beträgt ca. 60%. Wasser spielt in unserem Leben auf vielen Gebieten eine wichtige Rolle: Wasser ist beispielsweise das Lebensmittel Nr.1, es wird zum Waschen und als Kühlmittel verwendet, in Herstellungsverfahren der Industrie, als Lösungsmittel bzw. Transportmittel und zur Wärmeregulierung eingesetzt. Nur 1,94 % der gesamten Wassermenge auf der Erde sind Süßwasser und damit für den Menschen direkt nutzbar. Wasser befindet sich auf der Erde in einem ständigen Kreislauf. Mehr als 1 Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser.

    Die Klasse 9a des Gymnasiums Gerlingen besichtigten mit ihrer Lehrerin Anja Beuchle im Rahmen des Chemieunterrichtes am 24. Februar 26 die Betriebsanlagen der „Ensinger Mineralquellen“. Dort erfuhren sie zunächst theoretisch, wie die Bildung und Gewinnung von Mineralwasser abläuft und was sich hinter den unterschiedlichen Bezeichnungen Heilwasser, Tafelwasser, Mineralwasser etc. verbirgt. Außerdem wurde bspw. über die Firmengeschichte und über die wichtige Bedeutung von Mineralwasser als Lebensmittel berichtet. Während des Vortrages probierten die Schüler/innen begeistert alle Produkte des Ensinger-Betriebes

    Die einzelnen Schritte zur Trinkwasserabfüllung konnten im Anschluss in einem ausführlichen Rundgang durch den Betrieb nachvollzogen werden. Vielen Dank an den Betrieb „Ensinger Mineralquellen“ für den sehr interessanten Einblick in die Trinkwassergewinnung und -abfüllung.

  • Budapest trifft Gerlingen

    Budapest trifft Gerlingen

    Der traditionsreiche Budapest-Austausch, der im Herbst 40 Jahre alt wird (!), findet seit diesem Durchgang in der Kursstufe 2 statt. Bereits im Herbst 2025 waren die Gerlinger Schüler mit zwei Lehrkräften nach Budapest gefahren. Nun folgte zu einer etwas ungewöhnlichen Jahreszeit der Gegenbesuch vom 22.02.-28.02. Doch das Wetter spielte mit: Statt Eisregen und Frost trug der beginnende Frühling mit viel Sonne und Wärme zu einer sehr gelungenen Austauschwoche bei.

    Stadtführung in Nürnberg
    Die Gruppe im Gerlinger Stadtmuseum mit Museumsführerin Barbara Günther

    Am Montag startete der Austausch mit einem gemeinsamen Frühstück ind er Schule und anschließender Stadtrallye durch Gerlingen. Danach besuchten die Gäste, die seit vielen Jahren Deutsch lernen und mit einem hervorragenden Sprachniveau beeindruckten, den jeweiligen Fachunterricht der K2. Mittags wurde die Gruppe von Bürgermeister Dirk Östringer im Rathaus empfangen. Es entwickelte sich ein intensives Gespräch mit den sehr interessierten ungarischen Schülern, das der Bürgermeister schließlich abbrechen musste, weil die nachfolgende Sitzung schon auf ihn wartete. Abends war Entspannung und sportliche Rivalität beim Bowling angesagt.

    Am Dienstag und Mittwoch ging es nach Nürnberg. Die zweitägige Ausfahrt mit Übernachtung in der großartig gelegenen Jugendherberge in der Kaiserburg war ein Highlight für die ganze Gruppe. Ein Teil des Programms  fiel leider der enormen Verspätung nach einer Umleitung infolge einer durch einen Erdrutsch gesperrten  Bahnstrecke zum Opfer. Aber die abendliche Erkundung der Stadt und eine sehr gute Stadtführung konnten zumindest etwas entschädigen.

    Der Donnerstag war der „Stuttgart-Tag“: Morgens ging es in das Mercedes-Museum, am Mittag gab es eine exklusive Stäffeles-Tour bei bestem Wetter und natürlich freie Zeit in der City.

    Am Freitag begleiteten die Austauschschüler ihre Partner noch einmal in den Unterricht. In einem gemeinsamen Projekt wurden dann Videos und Präsentationen zum Thema „Jugendsprache in Deutschland und Ungarn“ und „Zukunftsvisionen“ erstellt, die beim Abschlussabend mit Pizzaessen vorgestellt wurden. Dann ging es zum Winterball der SMV, wo die Ungarn als begeisterte Tänzer die Stimmung anheizten. Es war ein toller Abschluss eines schönen Austauschs. Der Abschied am Samstagvormittag am Gleis in Stuttgart fiel schwer, es gab Umarmungen bis zur letzten Minute. 

    Winterball in der Jahnhalle
  • Fusionsreaktoren – Supercomputer – Weltraumerforschung

    Fusionsreaktoren – Supercomputer – Weltraumerforschung

    Die NwT-Schüler/innen der Klassenstufe 10 waren vom 26.1. – 28.1.26 wieder auf wissenschaftlicher Erkundungstour. Bereits zum elften Mal brachen am Montagmorgen 19 Schüler/innen mit ihren Lehrerinnen Frau Beuchle und Frau Maier zur so genannten „NwT-Erkundungsfahrt“ auf und besuchten unterschiedliche Forschungseinrichtungen in München.
    An der NWT-Erkundungsfahrt teilnehmen können Schüler/innen der Jahrgangsstufe 10, die sich in der 8. Klasse für das Profilkernfach NwT (Naturwissenschaft und Technik) entschieden haben. Diese Schüler/innen haben sich demnach in den letzten 3 Jahren schon mit den vielfältigsten naturwissenschaftlichen und technischen Problemen auseinandergesetzt und dabei viele Erkenntnisse gewonnen und Fertigkeiten erlangt; bspw. beim Programmieren von Microcontrollern, beim technischen Zeichnen und bei der Verwendung von 3-Druckern, bei der Durchführung von Analyse- und Produktionsverfahren, beim Bau von Kränen, bei der Auswertung von Messergebnissen u.v.m..

    Parabelrutschen im Atrium des Institutsgebäude für Mathematik und Informatik der Technischen Universität München
    Die Gruppe im IPP

    Erstes Ziel der Fahrt war das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP). Hier wird seit den 1960er-Jahren an der Kernfusion geforscht. Dabei möchten die Physiker das “Feuer der Sonne” auf die Erde holen: in einer Brennkammer, in der die Fusions-Brennstoffe Tritium und Deuterium bei 100 Millionen Grad Kelvin durch entsprechend geformte Magnetfelder eingeschlossen sind, sollen diese zu Helium verschmelzen (fusionieren) und dabei erhebliche Mengen an Energie freisetzen und so die Energieproblematik umweltschonend lösen. Die Gerlinger Besucher/innen erhielten zunächst einen sehr spannenden Vortrag über die Grundlagen der Kernfusion und deren mögliche technische Realisierung in Form eines Kernfusionskraftwerkes. Da an unserem Besuchstag gerade am dort aufgebauten Großexperiment ASDEX upgrade (Bild links oben) nicht experimentell gearbeitet wurde, konnten wir im Anschluss die Experimentierhalle selbst besichtigen. Wenn die Anlage in Betrieb ist (jährlich werden etwa 1000 Experimente durchgeführt), kann die Experimentierhalle wegen der dort auftretenden Strahlung nicht betreten werden.

    Am 2. Tag besichtigte die Gruppe zunächst das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (LRZ) und dessen Supercomputer. Da die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen immer komplexer wird, Problemstellungen und Lösungsansätze zunächst oft simuliert werden müssen und dabei riesige Datenmengen anfallen, die ausgewertet werden müssen, hat das das Hochleistungsrechnen in den vergangenen Jahren u.a. in der Wissenschaft an großer Bedeutung gewonnen. Diese extrem anspruchsvollen, umfangreiche und komplexe Rechenanwendungen, die auch ein Vielfaches an Speicherkapazität erfordern, können von „normalen“ Computern nicht mehr durchgeführt werden. Auch hier konnte die Gruppe nach einem sehr interessanten Vortrag über die Verwendung und Einsatzmöglichkeiten eines Supercomputers, diesen auf einem Rundgang live besichtigen.

    Am Nachmittag konnten sich die SchülerInnen in Kleingruppen selbständig und je nach persönlichen Vorlieben und Interessen im Deutschen Museum zu unterschiedlichen Themen informieren.

    Die Gerlinger NWT-Gruppe vor dem Rechenzentrum
    Virtuelle Welten: in der „Cave“
    Der „Supercomputer“ machts möglich: Eintauchen in eine virtuelle Simulation in der Cave
    Im Deutschen Museum
    Gruppenbild vor der ESO
    Legomodell des ESO-Teleskops
    Hörsaal in der ESO

    Letzter Programmpunkt am 3. Tag war die Besichtigung der ESO (european southern observatory), der europäischen Südsternwarte. Die ESO ist ein europäisches Forschungsinstitut, das Teleskope in Chile betreibt. Mithilfe dieser Teleskope wurden schon viele spektakuläre Entdeckungen gemacht. Bspw. wurden Beweise für die Existenz eines schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstraße gefunden und es konnte gezeigt werden, dass die Expansionsgeschwindigkeit des Universums zunimmt. Nach einer Vorführung im Planetarium wurde die Exkursion mit einer Führung durch das ESO-Hauptquartier abgerundet. Jede/r kann sich übrigens bei der ESO mit interessanten Forschungsideen für eine Teleskopnutzung in Chile bewerben – vielleicht wolltet ihr ja schon immer einmal in die Sterne schauen und eine weltbewegende Idee überprüfen 😊.

    Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei allen Personen, die uns diese spannenden Einblicke durch tolle Führungen und sehr interessante Vorträge ermöglicht haben, bedanken.

  • Lyrik meets Leinwand

    Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Lyrik im Expressionismus“ besuchte die 10c gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin Frau Taranis am 17. Dezember 2025 die Staatsgalerie in Stuttgart, um nicht nur expressionistische Gedichte zu lesen, sondern auch einen visuellen Bezug zu dieser Epoche herzustellen. Während einer Führung erfuhren wir viel über einzelne Gemälde und die verschiedenen Stilrichtungen der Künstler. Von realistischen Werken bis hin zu modernen Kunstwerken lernten wir außerdem viel über die Geschichte und darüber, wie die damalige Zeit die Kunst der Künstler beeinflusst hat.
    Für uns alle war der Ausflug sehr interessant und half uns, die Epoche und ihre Besonderheiten besser zu verstehen.

    Text: M.H., Kl. 10

  • 18.-22.05. Schullandheime Kl. 6

    In der Woche vor den Pfingsferien fahren die Klassen 6 ins langersehnte Schullandheim.

  • Kursstufe besichtigt Südzucker

    Kursstufe besichtigt Südzucker

    Am Freitag, 21.11., war es wieder soweit – die 3- und 5-stündigen Chemiekurse K1 und K2 am Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen brechen mit ihren Chemielehrern A. Beuchle, R. Müller und K. Stark zu ihrer gemeinsamen Exkursion nach Offenau bei Heilbronn auf. Hier steht eine der Zuckerfabriken der Südzucker AG. Dieser Besuch gehört seit Jahren zum festen Programm der Oberstufen-Chemiekurse.
    Es gibt wenig Besuchsziele, bei denen man so intensiv den Weg eines Produktes verfolgen kann wie bei der Zuckergewinnung aus der Zuckerrübe. Dabei erfährt man sehr schnell, dass die Zucker -”Fabrik” eigentlich keine Fabrik im Sinne von “Zucker herstellen” ist. Der Zucker ist schließlich schon fix und fertig in der Rübe enthalten, sondern eher eine “Zuckergewinnungsanlage”.

    Durch den Kamin zieht der Wasserdampf ab, der beim Trocknen der Zuckerrübenschnitzel entsteht. Rechts daneben der Schachtofen, in dem Kalkstein (Calciumcarbonat) zu Branntkalk (Calciumoxid) verarbeitet wird
    Die Rüben werden täglich angeliefert und mit einem starken Wasserstrahl von den Ladenflächen der LKW und Anhänger gespritzt.

    In dem Südzuckerbetrieb in Offenau werden während der ca. dreimonatigen Kampagne im Minutentakt (außer am Sonntag) rund um die Uhr Zuckerrüben angeliefert. Mit einem Hochdruck-Wasserstrahl werden die Rüben von den Anhängern in den Transportkanal gespült. Die Rüben werden vom Fremdmaterial über einen Steinabscheider getrennt Zuckerrüben, gewaschen und in den Schneidmaschinen zerkleinert. Bei größerer Anlieferungs- als Verarbeitungsgeschwindigkeit – werden Zuckerrüben auch zwischengelagert.

    Die Rübenschnitzel gelangen in einen großen Extraktionsturm in dem mithilfe von warmem Wasser der Zucker herausgelöst wird. Da neben dem Zucker auch noch „unerwünschte“ Stoffe extrahiert werden, muss das Gemisch anschließend noch mehrere Klärungs- und Reinigungsschritten durchlaufen. Dabei erhält man den so genannten Dünnsaft und dann mit zunehmender Konzentrierung durch Eindampfen unter Vakuum Dicksaft, aus dem dann die Zuckerkristalle auskristallisieren. Der Zucker wird nochmals abgeschleudert und der anhaftende Sirup mit Wasser abgewaschen und geht als so genannte “Grundsorte” (EU2-Qualität)vor allem an Großabnehmer wie Schokoladen- und Gebäckfabriken sowie Getränkehersteller. Die Raffinade, die als Haushaltszucker verwendet wird, entsteht nach nochmaligem Lösen und erneutem Auskristallisieren. Beides sind hochreine Produkt.

    durch beleuchtete Sichtfenster kann man in den Kristallisator sehen, wie im Dicksaft sich allmählich Zuckerkristalle bilden. Der Prozess kann durch “Impfen” mit Puderzucker -Kriställchen eingeleitet und beschleunigt werden
    hier stehen die zum Teil kontinuierlich, zum Teil in Chargen arbeitenden Zentrifugen, die den Sirup von den Zuckerkristallen trennen.
    die Produktpalette reicht von der Raffinade über den Hagelzucker, den Kandiszucker, den Braunen Zucker, den Zuckerhut, den Gelierzucker, die Zuckerwürfel bis zum Puderzucker…

    Alle Schritte der Zuckergewinnung – von der noch verschmutzten Rübe bis zum abgepackten Puderzucker oder der Raffinade – kann man in einer Zuckerfabrik hautnah und mit allen Sinnen erleben. Es riecht und duftet, es ist draußen kalt und drinnen schwülwarm und laut. Und wenn man will, kann man die Zwischenprodukte auch noch mit dem Geschmackssinn erforschen.

    Alle Abläufe sind hocheffizient, was den Einsatz von Wasser, Energie, oder Kalk anbelangt: Die Wärme, die bei der Extraktion oder dem Eindicken des Dünnsaftes benötigt wird, ist streng genommen nur die Abwärme aus den Dampfturbinen, welche die Generatoren antreiben, die den Strom für die Zuckerfabrik liefern. 
    Die extrahierten und ausgepressten Zuckerschnitzel und die am Ende des Auskristallisationsprozesses anfallende Melasse werden – als Futtermittel – dem landwirtschaftlichen Stoffkreislauf oder anderen Bereichen zugeführt. 

    Wir möchten uns auch in diesem Jahr für die tolle Führung bedanken, bei der die Teilnehmer/innen wieder einen intensiven und informativen Einblick in die Zuckergewinnung erhalten haben. Wir hoffen, dass diese Besichtigung auch für die nachfolgenden Chemiekurse angeboten werden kann.

    A. Beuchle

  • „Vergangenheit trifft Zukunft – 80 Jahre Kriegsende“

    „Vergangenheit trifft Zukunft – 80 Jahre Kriegsende“

    Seit mittlerweile 25 Jahren findet nun schon der deutsch-deutsche Austausch zwischen dem Elisabeth-Gymnasium in Halle und dem Robert-Bosch-Gymnasium in Gerlingen statt. Jeweils ca. 15 SchülerInnen der Klassenstufe 10 beider Schulen treffen sich, um gemeinsam verschiedene Aspekte der deutschen Geschichte zu beleuchten und die Vergangenheit lebendig zu halten. Der DD-Austausch bietet also die Möglichkeit, an jährlich wechselnden Themen einen mit Sicherheit spannenden Einblick in die Geschichte Deutschlands zu erhalten.

    Plakat zum DD-Austausch – Gruppenbild beim Besuch der Maginot-Linie in Frankreich

    Nach der Anreise der Hallenser am 3. November und einer thematischen Einführung in der Schule besuchte die Schülergruppe am 5. November bspw. das Fort Schoenenbourg in Frankreich. Das Fort Schoenenbourg ist eine Bunkeranlage der Maginot-Linie, die aus einer ganzen Reihe solcher Bunkeranlagen besteht und sich entlang der französischen Grenze erstrecket. Frankreich baute dieses Verteidigungssystem zwischen 1930 und 1940, um u.a. Deutschland davon abzuhalten, in Frankreich einzumarschieren. Die deutsche Wehrmacht nutzte für den Einmarsch dann allerdings letztendlich einen unbefestigten Bereich an der französisch-belgischen Grenze und griff Frankreich über die Ardennen an.

    Nach diesem besonders beeindruckenden Programmpunkt machte sich die gesamte Gruppe am 6. November nach Halle auf. Auch dort erwartete die Gruppe spannende und eindrückliche Führungen, so zum Beispiel im „Roten Ochsen“, einem ehemaligen Gefängnis und späterer Hinrichtungsstätte des nationalsozialistischen Herrschaftsregimes sowie Staatssicherheitsgefängnis der DDR, das nun für Besucher als Gedenkstätte zugänglich ist, oder am Sonntag das Museum Berlin-Karlshorst. Das heutige Museum war der Ort, an dem Deutschland am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation unterschrieben hat und somit der Zweite Weltkrieg in Europa beendet wurde.

    Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr alle einen interessanten und unvergesslichen Einblick in die deutsche Vergangenheit erhalten und sich die neuen Freundschaften noch lange halten werden. Auch wir LehrerInnen blicken auf einen tollen Austausch mit Euch zurück.

    A. Beuchle und M. Ciapura

  • Szia Budapest

    Szia Budapest

    Balaton, Langos, Donau – natürlich gehört das zu einem Schüleraustausch mit Ungarn. Vor allem bietet er aber die Möglichkeit, jenseits solcher Klischees am echten Leben in den Familien teilzunehmen und so für eine Woche den Alltag in einem anderen Land kennenzulernen, neue Bekanntschaften zu schließen, neues Essen und eine Sprache, die als sehr schwierig gilt, auszuprobieren – und sogar ein ungarisches Lied zu lernen. All das war Teil des Programms beim Besuch der Gerlinger Gruppe in Budapest, der vom 20.09-26.09. stattfand. Erstmals wurde der Austausch in der Kursstufe 2 durchgeführt.

    Unsere Partnerschule, das altehrwürdige Josef-Eötvös-Gymnasium, liegt im Herzen der Millionenmetropole Budapest. Für die Schüler bedeutet das lange Tage mit  Anfahrtswegen von bis zu einer Stunde (und dementsprechend frühem Aufstehen…). Das typische Programm sah so aus, dass die deutsche Gruppe vormittags begleitet von zwei ungarischen Schülern unterwegs in der Stadt war und ein touristisch-kulturelles Programm absolvierte (Burgviertel, Parlament, Stadtwäldchen) – bei so manchem erreichte der Schrittzähler neue Rekordwerte… Mittags traf man die Austauschpartner in der Schule, aß gemeinsam und unternahm dann etwas, meist in der großen Gruppe. Ein Highlight war der Tagesausflug an den Balaton, ein weiteres sicher der gemeinsame Deutschunterricht mit Partnerinterview und dem Lernen eines ungarischen Kinderliedes.

    Die deutsche Gruppe war beeindruckt von der Schönheit der Stadt, der Herzlichkeit im Kontakt und dem meist sehr hohen Niveau der deutschen Sprachkenntnisse bei den Partnerschülern und auch in vielen Familien bei den Eltern (und beim Schuldirektor, der uns mit einer auf Deutsch gehaltenen Rede begrüßte).

    Der Gegenbesuch der Budapester findet Ende Februar statt. Dann werden natürlich auch Spätzle, Brezel und Mercedes dazugehören – aber nicht nur…