Kategorie: Exkursion

  • Budapest trifft Gerlingen

    Budapest trifft Gerlingen

    Der traditionsreiche Budapest-Austausch, der im Herbst 40 Jahre alt wird (!), findet seit diesem Durchgang in der Kursstufe 2 statt. Bereits im Herbst 2025 waren die Gerlinger Schüler mit zwei Lehrkräften nach Budapest gefahren. Nun folgte zu einer etwas ungewöhnlichen Jahreszeit der Gegenbesuch vom 22.02.-28.02. Doch das Wetter spielte mit: Statt Eisregen und Frost trug der beginnende Frühling mit viel Sonne und Wärme zu einer sehr gelungenen Austauschwoche bei.

    Stadtführung in Nürnberg
    Die Gruppe im Gerlinger Stadtmuseum mit Museumsführerin Barbara Günther

    Am Montag startete der Austausch mit einem gemeinsamen Frühstück ind er Schule und anschließender Stadtrallye durch Gerlingen. Danach besuchten die Gäste, die seit vielen Jahren Deutsch lernen und mit einem hervorragenden Sprachniveau beeindruckten, den jeweiligen Fachunterricht der K2. Mittags wurde die Gruppe von Bürgermeister Dirk Östringer im Rathaus empfangen. Es entwickelte sich ein intensives Gespräch mit den sehr interessierten ungarischen Schülern, das der Bürgermeister schließlich abbrechen musste, weil die nachfolgende Sitzung schon auf ihn wartete. Abends war Entspannung und sportliche Rivalität beim Bowling angesagt.

    Am Dienstag und Mittwoch ging es nach Nürnberg. Die zweitägige Ausfahrt mit Übernachtung in der großartig gelegenen Jugendherberge in der Kaiserburg war ein Highlight für die ganze Gruppe. Ein Teil des Programms  fiel leider der enormen Verspätung nach einer Umleitung infolge einer durch einen Erdrutsch gesperrten  Bahnstrecke zum Opfer. Aber die abendliche Erkundung der Stadt und eine sehr gute Stadtführung konnten zumindest etwas entschädigen.

    Der Donnerstag war der „Stuttgart-Tag“: Morgens ging es in das Mercedes-Museum, am Mittag gab es eine exklusive Stäffeles-Tour bei bestem Wetter und natürlich freie Zeit in der City.

    Am Freitag begleiteten die Austauschschüler ihre Partner noch einmal in den Unterricht. In einem gemeinsamen Projekt wurden dann Videos und Präsentationen zum Thema „Jugendsprache in Deutschland und Ungarn“ und „Zukunftsvisionen“ erstellt, die beim Abschlussabend mit Pizzaessen vorgestellt wurden. Dann ging es zum Winterball der SMV, wo die Ungarn als begeisterte Tänzer die Stimmung anheizten. Es war ein toller Abschluss eines schönen Austauschs. Der Abschied am Samstagvormittag am Gleis in Stuttgart fiel schwer, es gab Umarmungen bis zur letzten Minute. 

    Winterball in der Jahnhalle
  • Fusionsreaktoren – Supercomputer – Weltraumerforschung

    Die NwT-Schüler/innen der Klassenstufe 10 waren vom 26.1. – 28.1.26 wieder auf wissenschaftlicher Erkundungstour. Bereits zum elften Mal brachen am Montagmorgen 19 Schüler/innen mit ihren Lehrerinnen Frau Beuchle und Frau Maier zur so genannten „NwT-Erkundungsfahrt“ auf und besuchten unterschiedliche Forschungseinrichtungen in München.
    An der NWT-Erkundungsfahrt teilnehmen können Schüler/innen der Jahrgangsstufe 10, die sich in der 8. Klasse für das Profilkernfach NwT (Naturwissenschaft und Technik) entschieden haben. Diese Schüler/innen haben sich demnach in den letzten 3 Jahren schon mit den vielfältigsten naturwissenschaftlichen und technischen Problemen auseinandergesetzt und dabei viele Erkenntnisse gewonnen und Fertigkeiten erlangt; bspw. beim Programmieren von Microcontrollern, beim technischen Zeichnen und bei der Verwendung von 3-Druckern, bei der Durchführung von Analyse- und Produktionsverfahren, beim Bau von Kränen, bei der Auswertung von Messergebnissen u.v.m..

    Parabelrutschen im Atrium des Institutsgebäude für Mathematik und Informatik der Technischen Universität München
    Die Gruppe im IPP

    Erstes Ziel der Fahrt war das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP). Hier wird seit den 1960er-Jahren an der Kernfusion geforscht. Dabei möchten die Physiker das “Feuer der Sonne” auf die Erde holen: in einer Brennkammer, in der die Fusions-Brennstoffe Tritium und Deuterium bei 100 Millionen Grad Kelvin durch entsprechend geformte Magnetfelder eingeschlossen sind, sollen diese zu Helium verschmelzen (fusionieren) und dabei erhebliche Mengen an Energie freisetzen und so die Energieproblematik umweltschonend lösen. Die Gerlinger Besucher/innen erhielten zunächst einen sehr spannenden Vortrag über die Grundlagen der Kernfusion und deren mögliche technische Realisierung in Form eines Kernfusionskraftwerkes. Da an unserem Besuchstag gerade am dort aufgebauten Großexperiment ASDEX upgrade (Bild links oben) nicht experimentell gearbeitet wurde, konnten wir im Anschluss die Experimentierhalle selbst besichtigen. Wenn die Anlage in Betrieb ist (jährlich werden etwa 1000 Experimente durchgeführt), kann die Experimentierhalle wegen der dort auftretenden Strahlung nicht betreten werden.

    Am 2. Tag besichtigte die Gruppe zunächst das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (LRZ) und dessen Supercomputer. Da die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen immer komplexer wird, Problemstellungen und Lösungsansätze zunächst oft simuliert werden müssen und dabei riesige Datenmengen anfallen, die ausgewertet werden müssen, hat das das Hochleistungsrechnen in den vergangenen Jahren u.a. in der Wissenschaft an großer Bedeutung gewonnen. Diese extrem anspruchsvollen, umfangreiche und komplexe Rechenanwendungen, die auch ein Vielfaches an Speicherkapazität erfordern, können von „normalen“ Computern nicht mehr durchgeführt werden. Auch hier konnte die Gruppe nach einem sehr interessanten Vortrag über die Verwendung und Einsatzmöglichkeiten eines Supercomputers, diesen auf einem Rundgang live besichtigen.

    Am Nachmittag konnten sich die SchülerInnen in Kleingruppen selbständig und je nach persönlichen Vorlieben und Interessen im Deutschen Museum zu unterschiedlichen Themen informieren.

    Die Gerlinger NWT-Gruppe vor dem Rechenzentrum
    Virtuelle Welten: in der „Cave“
    Der „Supercomputer“ machts möglich: Eintauchen in eine virtuelle Simulation in der Cave
    Im Deutschen Museum
    Gruppenbild vor der ESO
    Legomodell des ESO-Teleskops
    Hörsaal in der ESO

    Letzter Programmpunkt am 3. Tag war die Besichtigung der ESO (european southern observatory), der europäischen Südsternwarte. Die ESO ist ein europäisches Forschungsinstitut, das Teleskope in Chile betreibt. Mithilfe dieser Teleskope wurden schon viele spektakuläre Entdeckungen gemacht. Bspw. wurden Beweise für die Existenz eines schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstraße gefunden und es konnte gezeigt werden, dass die Expansionsgeschwindigkeit des Universums zunimmt. Nach einer Vorführung im Planetarium wurde die Exkursion mit einer Führung durch das ESO-Hauptquartier abgerundet. Jede/r kann sich übrigens bei der ESO mit interessanten Forschungsideen für eine Teleskopnutzung in Chile bewerben – vielleicht wolltet ihr ja schon immer einmal in die Sterne schauen und eine weltbewegende Idee überprüfen 😊.

    Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei allen Personen, die uns diese spannenden Einblicke durch tolle Führungen und sehr interessante Vorträge ermöglicht haben, bedanken.

  • Lyrik meets Leinwand

    Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Lyrik im Expressionismus“ besuchte die 10c gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin Frau Taranis am 17. Dezember 2025 die Staatsgalerie in Stuttgart, um nicht nur expressionistische Gedichte zu lesen, sondern auch einen visuellen Bezug zu dieser Epoche herzustellen. Während einer Führung erfuhren wir viel über einzelne Gemälde und die verschiedenen Stilrichtungen der Künstler. Von realistischen Werken bis hin zu modernen Kunstwerken lernten wir außerdem viel über die Geschichte und darüber, wie die damalige Zeit die Kunst der Künstler beeinflusst hat.
    Für uns alle war der Ausflug sehr interessant und half uns, die Epoche und ihre Besonderheiten besser zu verstehen.

    Text: M.H., Kl. 10

  • Kursstufe besichtigt Südzucker

    Kursstufe besichtigt Südzucker

    Am Freitag, 21.11., war es wieder soweit – die 3- und 5-stündigen Chemiekurse K1 und K2 am Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen brechen mit ihren Chemielehrern A. Beuchle, R. Müller und K. Stark zu ihrer gemeinsamen Exkursion nach Offenau bei Heilbronn auf. Hier steht eine der Zuckerfabriken der Südzucker AG. Dieser Besuch gehört seit Jahren zum festen Programm der Oberstufen-Chemiekurse.
    Es gibt wenig Besuchsziele, bei denen man so intensiv den Weg eines Produktes verfolgen kann wie bei der Zuckergewinnung aus der Zuckerrübe. Dabei erfährt man sehr schnell, dass die Zucker -”Fabrik” eigentlich keine Fabrik im Sinne von “Zucker herstellen” ist. Der Zucker ist schließlich schon fix und fertig in der Rübe enthalten, sondern eher eine “Zuckergewinnungsanlage”.

    Durch den Kamin zieht der Wasserdampf ab, der beim Trocknen der Zuckerrübenschnitzel entsteht. Rechts daneben der Schachtofen, in dem Kalkstein (Calciumcarbonat) zu Branntkalk (Calciumoxid) verarbeitet wird
    Die Rüben werden täglich angeliefert und mit einem starken Wasserstrahl von den Ladenflächen der LKW und Anhänger gespritzt.

    In dem Südzuckerbetrieb in Offenau werden während der ca. dreimonatigen Kampagne im Minutentakt (außer am Sonntag) rund um die Uhr Zuckerrüben angeliefert. Mit einem Hochdruck-Wasserstrahl werden die Rüben von den Anhängern in den Transportkanal gespült. Die Rüben werden vom Fremdmaterial über einen Steinabscheider getrennt Zuckerrüben, gewaschen und in den Schneidmaschinen zerkleinert. Bei größerer Anlieferungs- als Verarbeitungsgeschwindigkeit – werden Zuckerrüben auch zwischengelagert.

    Die Rübenschnitzel gelangen in einen großen Extraktionsturm in dem mithilfe von warmem Wasser der Zucker herausgelöst wird. Da neben dem Zucker auch noch „unerwünschte“ Stoffe extrahiert werden, muss das Gemisch anschließend noch mehrere Klärungs- und Reinigungsschritten durchlaufen. Dabei erhält man den so genannten Dünnsaft und dann mit zunehmender Konzentrierung durch Eindampfen unter Vakuum Dicksaft, aus dem dann die Zuckerkristalle auskristallisieren. Der Zucker wird nochmals abgeschleudert und der anhaftende Sirup mit Wasser abgewaschen und geht als so genannte “Grundsorte” (EU2-Qualität)vor allem an Großabnehmer wie Schokoladen- und Gebäckfabriken sowie Getränkehersteller. Die Raffinade, die als Haushaltszucker verwendet wird, entsteht nach nochmaligem Lösen und erneutem Auskristallisieren. Beides sind hochreine Produkt.

    durch beleuchtete Sichtfenster kann man in den Kristallisator sehen, wie im Dicksaft sich allmählich Zuckerkristalle bilden. Der Prozess kann durch “Impfen” mit Puderzucker -Kriställchen eingeleitet und beschleunigt werden
    hier stehen die zum Teil kontinuierlich, zum Teil in Chargen arbeitenden Zentrifugen, die den Sirup von den Zuckerkristallen trennen.
    die Produktpalette reicht von der Raffinade über den Hagelzucker, den Kandiszucker, den Braunen Zucker, den Zuckerhut, den Gelierzucker, die Zuckerwürfel bis zum Puderzucker…

    Alle Schritte der Zuckergewinnung – von der noch verschmutzten Rübe bis zum abgepackten Puderzucker oder der Raffinade – kann man in einer Zuckerfabrik hautnah und mit allen Sinnen erleben. Es riecht und duftet, es ist draußen kalt und drinnen schwülwarm und laut. Und wenn man will, kann man die Zwischenprodukte auch noch mit dem Geschmackssinn erforschen.

    Alle Abläufe sind hocheffizient, was den Einsatz von Wasser, Energie, oder Kalk anbelangt: Die Wärme, die bei der Extraktion oder dem Eindicken des Dünnsaftes benötigt wird, ist streng genommen nur die Abwärme aus den Dampfturbinen, welche die Generatoren antreiben, die den Strom für die Zuckerfabrik liefern. 
    Die extrahierten und ausgepressten Zuckerschnitzel und die am Ende des Auskristallisationsprozesses anfallende Melasse werden – als Futtermittel – dem landwirtschaftlichen Stoffkreislauf oder anderen Bereichen zugeführt. 

    Wir möchten uns auch in diesem Jahr für die tolle Führung bedanken, bei der die Teilnehmer/innen wieder einen intensiven und informativen Einblick in die Zuckergewinnung erhalten haben. Wir hoffen, dass diese Besichtigung auch für die nachfolgenden Chemiekurse angeboten werden kann.

    A. Beuchle

  • „Vergangenheit trifft Zukunft – 80 Jahre Kriegsende“

    „Vergangenheit trifft Zukunft – 80 Jahre Kriegsende“

    Seit mittlerweile 25 Jahren findet nun schon der deutsch-deutsche Austausch zwischen dem Elisabeth-Gymnasium in Halle und dem Robert-Bosch-Gymnasium in Gerlingen statt. Jeweils ca. 15 SchülerInnen der Klassenstufe 10 beider Schulen treffen sich, um gemeinsam verschiedene Aspekte der deutschen Geschichte zu beleuchten und die Vergangenheit lebendig zu halten. Der DD-Austausch bietet also die Möglichkeit, an jährlich wechselnden Themen einen mit Sicherheit spannenden Einblick in die Geschichte Deutschlands zu erhalten.

    Plakat zum DD-Austausch – Gruppenbild beim Besuch der Maginot-Linie in Frankreich

    Nach der Anreise der Hallenser am 3. November und einer thematischen Einführung in der Schule besuchte die Schülergruppe am 5. November bspw. das Fort Schoenenbourg in Frankreich. Das Fort Schoenenbourg ist eine Bunkeranlage der Maginot-Linie, die aus einer ganzen Reihe solcher Bunkeranlagen besteht und sich entlang der französischen Grenze erstrecket. Frankreich baute dieses Verteidigungssystem zwischen 1930 und 1940, um u.a. Deutschland davon abzuhalten, in Frankreich einzumarschieren. Die deutsche Wehrmacht nutzte für den Einmarsch dann allerdings letztendlich einen unbefestigten Bereich an der französisch-belgischen Grenze und griff Frankreich über die Ardennen an.

    Nach diesem besonders beeindruckenden Programmpunkt machte sich die gesamte Gruppe am 6. November nach Halle auf. Auch dort erwartete die Gruppe spannende und eindrückliche Führungen, so zum Beispiel im „Roten Ochsen“, einem ehemaligen Gefängnis und späterer Hinrichtungsstätte des nationalsozialistischen Herrschaftsregimes sowie Staatssicherheitsgefängnis der DDR, das nun für Besucher als Gedenkstätte zugänglich ist, oder am Sonntag das Museum Berlin-Karlshorst. Das heutige Museum war der Ort, an dem Deutschland am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation unterschrieben hat und somit der Zweite Weltkrieg in Europa beendet wurde.

    Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr alle einen interessanten und unvergesslichen Einblick in die deutsche Vergangenheit erhalten und sich die neuen Freundschaften noch lange halten werden. Auch wir LehrerInnen blicken auf einen tollen Austausch mit Euch zurück.

    A. Beuchle und M. Ciapura

  • Szia Budapest

    Szia Budapest

    Balaton, Langos, Donau – natürlich gehört das zu einem Schüleraustausch mit Ungarn. Vor allem bietet er aber die Möglichkeit, jenseits solcher Klischees am echten Leben in den Familien teilzunehmen und so für eine Woche den Alltag in einem anderen Land kennenzulernen, neue Bekanntschaften zu schließen, neues Essen und eine Sprache, die als sehr schwierig gilt, auszuprobieren – und sogar ein ungarisches Lied zu lernen. All das war Teil des Programms beim Besuch der Gerlinger Gruppe in Budapest, der vom 20.09-26.09. stattfand. Erstmals wurde der Austausch in der Kursstufe 2 durchgeführt.

    Unsere Partnerschule, das altehrwürdige Josef-Eötvös-Gymnasium, liegt im Herzen der Millionenmetropole Budapest. Für die Schüler bedeutet das lange Tage mit  Anfahrtswegen von bis zu einer Stunde (und dementsprechend frühem Aufstehen…). Das typische Programm sah so aus, dass die deutsche Gruppe vormittags begleitet von zwei ungarischen Schülern unterwegs in der Stadt war und ein touristisch-kulturelles Programm absolvierte (Burgviertel, Parlament, Stadtwäldchen) – bei so manchem erreichte der Schrittzähler neue Rekordwerte… Mittags traf man die Austauschpartner in der Schule, aß gemeinsam und unternahm dann etwas, meist in der großen Gruppe. Ein Highlight war der Tagesausflug an den Balaton, ein weiteres sicher der gemeinsame Deutschunterricht mit Partnerinterview und dem Lernen eines ungarischen Kinderliedes.

    Die deutsche Gruppe war beeindruckt von der Schönheit der Stadt, der Herzlichkeit im Kontakt und dem meist sehr hohen Niveau der deutschen Sprachkenntnisse bei den Partnerschülern und auch in vielen Familien bei den Eltern (und beim Schuldirektor, der uns mit einer auf Deutsch gehaltenen Rede begrüßte).

    Der Gegenbesuch der Budapester findet Ende Februar statt. Dann werden natürlich auch Spätzle, Brezel und Mercedes dazugehören – aber nicht nur…

  • Spezial goes Tata – als Botschafter Gerlingens

    Spezial goes Tata – als Botschafter Gerlingens

    Die Jonglier-AG des Robert-Bosch Gymnasium Gerlingen, bekannt als Los Ballos, war im Juni mit ihrer Showgruppe Los Ballos Spezial (= „Spätzle“ 🙂 zu Gast beim Wasser-, Blumen- und Musikfestival in der ungarischen Partnerstadt Tata. Die Einladung erfolgte im Anschluss ihres Auftritts beim Bundesschwabenball am 5. April 2025 in Gerlingen, bei dem Tatas Bürgermeister Josef Michl die Gruppe mit großer Wertschätzung bedachte und zu einem Gastauftritt in seiner Stadt einlud.

    Tag 1:

    Am Mittwoch, dem 25. Juni, brachen AG-Leiterin Eva Gawol, die Jugendbegleiter Leonie Hahn, Lars Maier und Tim Kröper sowie 14 Jongleurinnen und Jongleure Richtung Ungarn auf. Nach einer über neun Stunden langen Zugreise mit unerwarteten Hindernissen traf die Gruppe schließlich wohlbehalten in Tata ein.

    Tag 2: Talentum Iskola, Ropeskipping und Proben

    Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Deutsch-Ungarischen Partnerschaft.
    Am Vormittag nahmen die Schülerinnen an einem Grafik-Workshop an der Talentum Iskola teil. Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte eine intensive Feuerprobe. Am Nachmittag trafen sich die unsere Jongleurinnen und Jongleuren mit ungarischen Ropeskippern zum gemeinsamen Training. Es wurde gesprungen, jongliert, gelacht, gestaunt und mit viel Freude voneinander gelernt. Der äußerst heiße Tag klang mit einer letzten Probe und einem entspannten Abend gemütlich aus.

    Tag 3: Natur, Kultur und Feuershow

    Am Freitag erkundete die Gruppe mit ihren ungarischen Gastgeberinnen und Gastgebern einen Walderlebnispfad. Dort konnten Wassertiere, Vögel und Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Danach bot das Fényes-Freibad willkommene Abkühlung – inklusive spontaner Akrobatikeinlage. Beim Besuch des Ungarndeutschen Museums lernten die Jugendlichen mehr über die Kulturgeschichte der deutschen Minderheit in Ungarn. Am Abend stand schließlich der erste große Auftritt bevor. Um 22:15 Uhr präsentierte Los Ballos Spezial ihre Feuershow vor zahlreichen begeisterten Festivalgästen.

    Tag 4: Festivalspaß und zweiter Auftritt

    Der Samstag begann mit einer ausgedehnten Wanderung rund um den See – inklusive einer Drachenbootfahrt, bei der Teamgeist und Koordination gefragt waren. Im Anschluss besuchten die Jugendlichen den Mühlenpark und erprobten dort den Wasserspielplatz mit großer Begeisterung. Direkt im Anschluss folgte der zweite Auftritt auf dem Festival. Trotz großer Hitze verfolgte ein zahlreich erschienenes Publikum aufmerksam und begeistert die eindrucksvolle Show. Am Nachmittag nutzte die Gruppe die Gelegenheit, das vielfältige Festivalprogramm mit seinen zahlreichen Ständen und Bühnenauftritten zu erkunden und zu genießen. Ein stimmungsvolles Feuerwerk über dem nächtlich glitzernden See setzte den krönenden Schlusspunkt dieses ereignisreichen Tages, vor einer Kulisse, die kaum schöner hätte sein können.

    Tag 5: Rückreise voller Erschwernisse

    Ein ungeplanter vierstündiger Aufenthalt in Wien, fehlende Sitzplätze und eine ausgefallene Klimaanlage im Zug konnten der guten Stimmung der Gruppe nichts anhaben. Gegen 21:40 Uhr kehrten alle erschöpft, aber zufrieden und voller Eindrücke nach Gerlingen zurück.

    Ein großes Dankeschön

    Ein herzlicher Dank gilt der Stadt Gerlingen, der Bürgerstiftung sowie dem Förderverein PRO für ihre großzügige finanzielle Unterstützung – ohne sie wäre diese Reise nicht möglich gewesen!
    Ebenso bedanken wir uns bei Tatas Bürgermeister Josef Michl für die Einladung. Wir sagen danke den Schülern der Talentum Iskola: Bianka, Nelli, Niki, Anna, Csilla und Hanga, die uns vor Ort begleiteten.
    Ein besonderer Dank gilt Zsuzsanna Osgyáni von der Stadtverwaltung Tata, der Deutschlehrerin Éva Fesztóry sowie Erich Gscheidle vom LDU, deren außergewöhnliches Engagement in der Planung und Organisation dieser Reise von unschätzbarem Wert war. Mit ihrer tatkräftigen Unterstützung, ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer Herzlichkeit, haben sie maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Partnerschaftsreise für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

  • Das Basisfach Geografie auf großer Raumfahrt

    Das Basisfach Geografie auf großer Raumfahrt

    Am Mittwoch, den 25.06.2025, begab sich das Basisfach Geografie der K1 auf große Raumfahrt bzw. an den Stuttgarter Universitäts-Campus in Vaihingen. Dies war nur möglich durch die große Mühe und das Engagement von Herrn Dr. –Ing. Claudiu Mortan (Manager des Perosol Start-up Projekts, Institut für Photovoltaik, Universität Stuttgart) und seinem Team, die exklusiv für uns einen ganz besonderen Nachmittag zustande haben kommen lassen: So wurden wir zuerst interaktiv mit in den luftleeren Raum einer ins Weltall reisenden Person genommen, im Anschluss haben wir im Detail alles über das Mondbasis-Projekt erfahren und dann konnten wir in den aktuellen Prozess des Klimawandels und möglicher Gegenmaßnahmen eintauchen. Hier ist allen voran die Entwicklung perowskitbasierter Solarzellen zu nennen, die nun auch auf dem Satelliten ROMEO zur Testfahrt starten werden. Durch diese Entwicklung kann die Effizienz einer Solarztelle von 20% auf 33,2% erhöht werden, umso mehr Strom aus nachhaltigen Energiequellen zu gewinnen.

    Dies ist aber nur einer von vielen kreativen und innovativen Lösungsansätzen im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels. Und genau dieser Arbeitsbereich war ausschlaggebend für die Exkursion. Da so viele Lerninhalte im Geographieunterricht zwangsläufig wieder zum Klimawandel führen und wir in diesem Schuljahr Stunde um Stunde besprochen haben, welche Wechselwirkungen von Mensch und Klima bestehen, stellte mein Kurs Ende des letzten Jahres die Frage: „Aber was machen wir denn mit der Erkenntnis, dass eigentlich alles schlimm ist, schlimm endet und wir nichts dagegen tun können?“ (Eventuell war die Formuliereng etwas anders, ich entnehme es nun nur mehr meiner Erinnerung ;-)).

    Nach dieser Unterrichtsstunde hörte ich zufälligerweise einen Radiobeitrag auf SWR, der mich  so sehr begeisterte, da er neue – eventuell noch nicht umsetzbare oder auch eher später umsetzbare – kreative Handlungsansätze aufzeigte, dass ich nicht umhin kam, mich an die Universität Stuttgart in Vaihingen zu wenden und das große Glück hatte, dass sich Herr Mortan meiner und meinem Kurs annahm.

    Falls wir nun auch Ihr Interesse geweckt haben und Sie sich fragen, wie man mit großer Begeisterung und Faszination den negativen Auswirkungen des Klimawandel aktiv entgegen treten kann, können Sie sich ja eventuell auch ein bisschen verzaubern lassen:

    Radiobeitrag über das Mondbasis-Projekt: 

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/plaene-fuer-mond-basis-in-stuttgart-100.html (aufgerufen am 28.06.2025)

    Link zur Homepage der Universität Stuttgart über die innovative Solarzellenforschung:

    https://www.f05.uni-stuttgart.de/ei/aktuelles/Innovative-Solarzellenforschung-an-der-Universitaet-Stuttgart/ (aufgerufen am 28.06.2025)

    Herzlichen Dank an die Uni Stuttgart und an den Kurs!

    Katharina Schulze

  • Naturwissenschaft trifft Poesie – das Theaterhaus Stuttgart lädt zum SCIENCE SLAM

    Naturwissenschaft trifft Poesie – das Theaterhaus Stuttgart lädt zum SCIENCE SLAM

    Mit der folgenden Beschreibung:

    „Unterhaltsam – anschaulich — kreativ und für alle verständlich – Lachen bis die Tränen kommen, Unverständliches endlich verstehen und verblüffendes Neuwissen mit nach Hause nehmen – all das erwartet dich bei einem Science Slam. In lockerer Umgebung überzeugen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler dich auf der großen Bühne davon, wie spannend Wissenschaft sein kann. In knackigen zehn Minuten präsentieren sie kreativ, verständlich und unterhaltsam das Neueste aus ihrer Forschung. Am Ende entscheidet das Publikum, wer den besten Vortrag geliefert hat und Scienceslam-Sieger des Abends wird.“

    lockte das Theaterhaus Stuttgart am Dienstagabend, 27.5.25, eine Gruppe SchülerInnen aus den Klassenstufen 10 und K1 ins Theaterhaus Stuttgart zum SCIENCE SLAM und versprach damit nicht zu viel. Das Publikum wurde von dem Moderator und Slammer Rainer Holl auf sehr unterhaltsame Art durch das Programm geführt und die Science Slammer des Abends boten spannende, abwechslungsreiche und beeindruckende Einblicke in die vielfältigsten Forschungsbereiche. Das war mit Sicherheit nicht unser letzter Besuch eines SCIENCE-SLAM-Events.

    Line-Up:

    Sarah Ferber (VWL): „Schnee von gestern? Der lange Arm des Kolonialismus“

    Amitabh Banerji (Chemie): „Grüner Wasserstoff statt Putins Erdgas – Wir machen Unterricht MINTeressant“

    Martin Werz (Werkstofftechnik, Festigkeitslehre): „Strukturintegrität und das Märchen vom Süßen Brei“

    Allyssa Hinkle (Ökologie): „Ecosystem Showdown: Ants and Humans in the Race to Shape Nature“