Kategorie: Exkursion

  • Kursstufe besichtigt Südzucker

    Kursstufe besichtigt Südzucker

    Am Freitag, 21.11., war es wieder soweit – die 3- und 5-stündigen Chemiekurse K1 und K2 am Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen brechen mit ihren Chemielehrern A. Beuchle, R. Müller und K. Stark zu ihrer gemeinsamen Exkursion nach Offenau bei Heilbronn auf. Hier steht eine der Zuckerfabriken der Südzucker AG. Dieser Besuch gehört seit Jahren zum festen Programm der Oberstufen-Chemiekurse.
    Es gibt wenig Besuchsziele, bei denen man so intensiv den Weg eines Produktes verfolgen kann wie bei der Zuckergewinnung aus der Zuckerrübe. Dabei erfährt man sehr schnell, dass die Zucker -”Fabrik” eigentlich keine Fabrik im Sinne von “Zucker herstellen” ist. Der Zucker ist schließlich schon fix und fertig in der Rübe enthalten, sondern eher eine “Zuckergewinnungsanlage”.

    Durch den Kamin zieht der Wasserdampf ab, der beim Trocknen der Zuckerrübenschnitzel entsteht. Rechts daneben der Schachtofen, in dem Kalkstein (Calciumcarbonat) zu Branntkalk (Calciumoxid) verarbeitet wird
    Die Rüben werden täglich angeliefert und mit einem starken Wasserstrahl von den Ladenflächen der LKW und Anhänger gespritzt.

    In dem Südzuckerbetrieb in Offenau werden während der ca. dreimonatigen Kampagne im Minutentakt (außer am Sonntag) rund um die Uhr Zuckerrüben angeliefert. Mit einem Hochdruck-Wasserstrahl werden die Rüben von den Anhängern in den Transportkanal gespült. Die Rüben werden vom Fremdmaterial über einen Steinabscheider getrennt Zuckerrüben, gewaschen und in den Schneidmaschinen zerkleinert. Bei größerer Anlieferungs- als Verarbeitungsgeschwindigkeit – werden Zuckerrüben auch zwischengelagert.

    Die Rübenschnitzel gelangen in einen großen Extraktionsturm in dem mithilfe von warmem Wasser der Zucker herausgelöst wird. Da neben dem Zucker auch noch „unerwünschte“ Stoffe extrahiert werden, muss das Gemisch anschließend noch mehrere Klärungs- und Reinigungsschritten durchlaufen. Dabei erhält man den so genannten Dünnsaft und dann mit zunehmender Konzentrierung durch Eindampfen unter Vakuum Dicksaft, aus dem dann die Zuckerkristalle auskristallisieren. Der Zucker wird nochmals abgeschleudert und der anhaftende Sirup mit Wasser abgewaschen und geht als so genannte “Grundsorte” (EU2-Qualität)vor allem an Großabnehmer wie Schokoladen- und Gebäckfabriken sowie Getränkehersteller. Die Raffinade, die als Haushaltszucker verwendet wird, entsteht nach nochmaligem Lösen und erneutem Auskristallisieren. Beides sind hochreine Produkt.

    durch beleuchtete Sichtfenster kann man in den Kristallisator sehen, wie im Dicksaft sich allmählich Zuckerkristalle bilden. Der Prozess kann durch “Impfen” mit Puderzucker -Kriställchen eingeleitet und beschleunigt werden
    hier stehen die zum Teil kontinuierlich, zum Teil in Chargen arbeitenden Zentrifugen, die den Sirup von den Zuckerkristallen trennen.
    die Produktpalette reicht von der Raffinade über den Hagelzucker, den Kandiszucker, den Braunen Zucker, den Zuckerhut, den Gelierzucker, die Zuckerwürfel bis zum Puderzucker…

    Alle Schritte der Zuckergewinnung – von der noch verschmutzten Rübe bis zum abgepackten Puderzucker oder der Raffinade – kann man in einer Zuckerfabrik hautnah und mit allen Sinnen erleben. Es riecht und duftet, es ist draußen kalt und drinnen schwülwarm und laut. Und wenn man will, kann man die Zwischenprodukte auch noch mit dem Geschmackssinn erforschen.

    Alle Abläufe sind hocheffizient, was den Einsatz von Wasser, Energie, oder Kalk anbelangt: Die Wärme, die bei der Extraktion oder dem Eindicken des Dünnsaftes benötigt wird, ist streng genommen nur die Abwärme aus den Dampfturbinen, welche die Generatoren antreiben, die den Strom für die Zuckerfabrik liefern. 
    Die extrahierten und ausgepressten Zuckerschnitzel und die am Ende des Auskristallisationsprozesses anfallende Melasse werden – als Futtermittel – dem landwirtschaftlichen Stoffkreislauf oder anderen Bereichen zugeführt. 

    Wir möchten uns auch in diesem Jahr für die tolle Führung bedanken, bei der die Teilnehmer/innen wieder einen intensiven und informativen Einblick in die Zuckergewinnung erhalten haben. Wir hoffen, dass diese Besichtigung auch für die nachfolgenden Chemiekurse angeboten werden kann.

    A. Beuchle

  • „Vergangenheit trifft Zukunft – 80 Jahre Kriegsende“

    „Vergangenheit trifft Zukunft – 80 Jahre Kriegsende“

    Seit mittlerweile 25 Jahren findet nun schon der deutsch-deutsche Austausch zwischen dem Elisabeth-Gymnasium in Halle und dem Robert-Bosch-Gymnasium in Gerlingen statt. Jeweils ca. 15 SchülerInnen der Klassenstufe 10 beider Schulen treffen sich, um gemeinsam verschiedene Aspekte der deutschen Geschichte zu beleuchten und die Vergangenheit lebendig zu halten. Der DD-Austausch bietet also die Möglichkeit, an jährlich wechselnden Themen einen mit Sicherheit spannenden Einblick in die Geschichte Deutschlands zu erhalten.

    Plakat zum DD-Austausch – Gruppenbild beim Besuch der Maginot-Linie in Frankreich

    Nach der Anreise der Hallenser am 3. November und einer thematischen Einführung in der Schule besuchte die Schülergruppe am 5. November bspw. das Fort Schoenenbourg in Frankreich. Das Fort Schoenenbourg ist eine Bunkeranlage der Maginot-Linie, die aus einer ganzen Reihe solcher Bunkeranlagen besteht und sich entlang der französischen Grenze erstrecket. Frankreich baute dieses Verteidigungssystem zwischen 1930 und 1940, um u.a. Deutschland davon abzuhalten, in Frankreich einzumarschieren. Die deutsche Wehrmacht nutzte für den Einmarsch dann allerdings letztendlich einen unbefestigten Bereich an der französisch-belgischen Grenze und griff Frankreich über die Ardennen an.

    Nach diesem besonders beeindruckenden Programmpunkt machte sich die gesamte Gruppe am 6. November nach Halle auf. Auch dort erwartete die Gruppe spannende und eindrückliche Führungen, so zum Beispiel im „Roten Ochsen“, einem ehemaligen Gefängnis und späterer Hinrichtungsstätte des nationalsozialistischen Herrschaftsregimes sowie Staatssicherheitsgefängnis der DDR, das nun für Besucher als Gedenkstätte zugänglich ist, oder am Sonntag das Museum Berlin-Karlshorst. Das heutige Museum war der Ort, an dem Deutschland am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation unterschrieben hat und somit der Zweite Weltkrieg in Europa beendet wurde.

    Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr alle einen interessanten und unvergesslichen Einblick in die deutsche Vergangenheit erhalten und sich die neuen Freundschaften noch lange halten werden. Auch wir LehrerInnen blicken auf einen tollen Austausch mit Euch zurück.

    A. Beuchle und M. Ciapura

  • Szia Budapest

    Szia Budapest

    Balaton, Langos, Donau – natürlich gehört das zu einem Schüleraustausch mit Ungarn. Vor allem bietet er aber die Möglichkeit, jenseits solcher Klischees am echten Leben in den Familien teilzunehmen und so für eine Woche den Alltag in einem anderen Land kennenzulernen, neue Bekanntschaften zu schließen, neues Essen und eine Sprache, die als sehr schwierig gilt, auszuprobieren – und sogar ein ungarisches Lied zu lernen. All das war Teil des Programms beim Besuch der Gerlinger Gruppe in Budapest, der vom 20.09-26.09. stattfand. Erstmals wurde der Austausch in der Kursstufe 2 durchgeführt.

    Unsere Partnerschule, das altehrwürdige Josef-Eötvös-Gymnasium, liegt im Herzen der Millionenmetropole Budapest. Für die Schüler bedeutet das lange Tage mit  Anfahrtswegen von bis zu einer Stunde (und dementsprechend frühem Aufstehen…). Das typische Programm sah so aus, dass die deutsche Gruppe vormittags begleitet von zwei ungarischen Schülern unterwegs in der Stadt war und ein touristisch-kulturelles Programm absolvierte (Burgviertel, Parlament, Stadtwäldchen) – bei so manchem erreichte der Schrittzähler neue Rekordwerte… Mittags traf man die Austauschpartner in der Schule, aß gemeinsam und unternahm dann etwas, meist in der großen Gruppe. Ein Highlight war der Tagesausflug an den Balaton, ein weiteres sicher der gemeinsame Deutschunterricht mit Partnerinterview und dem Lernen eines ungarischen Kinderliedes.

    Die deutsche Gruppe war beeindruckt von der Schönheit der Stadt, der Herzlichkeit im Kontakt und dem meist sehr hohen Niveau der deutschen Sprachkenntnisse bei den Partnerschülern und auch in vielen Familien bei den Eltern (und beim Schuldirektor, der uns mit einer auf Deutsch gehaltenen Rede begrüßte).

    Der Gegenbesuch der Budapester findet Ende Februar statt. Dann werden natürlich auch Spätzle, Brezel und Mercedes dazugehören – aber nicht nur…

  • Spezial goes Tata – als Botschafter Gerlingens

    Spezial goes Tata – als Botschafter Gerlingens

    Die Jonglier-AG des Robert-Bosch Gymnasium Gerlingen, bekannt als Los Ballos, war im Juni mit ihrer Showgruppe Los Ballos Spezial (= „Spätzle“ 🙂 zu Gast beim Wasser-, Blumen- und Musikfestival in der ungarischen Partnerstadt Tata. Die Einladung erfolgte im Anschluss ihres Auftritts beim Bundesschwabenball am 5. April 2025 in Gerlingen, bei dem Tatas Bürgermeister Josef Michl die Gruppe mit großer Wertschätzung bedachte und zu einem Gastauftritt in seiner Stadt einlud.

    Tag 1:

    Am Mittwoch, dem 25. Juni, brachen AG-Leiterin Eva Gawol, die Jugendbegleiter Leonie Hahn, Lars Maier und Tim Kröper sowie 14 Jongleurinnen und Jongleure Richtung Ungarn auf. Nach einer über neun Stunden langen Zugreise mit unerwarteten Hindernissen traf die Gruppe schließlich wohlbehalten in Tata ein.

    Tag 2: Talentum Iskola, Ropeskipping und Proben

    Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Deutsch-Ungarischen Partnerschaft.
    Am Vormittag nahmen die Schülerinnen an einem Grafik-Workshop an der Talentum Iskola teil. Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte eine intensive Feuerprobe. Am Nachmittag trafen sich die unsere Jongleurinnen und Jongleuren mit ungarischen Ropeskippern zum gemeinsamen Training. Es wurde gesprungen, jongliert, gelacht, gestaunt und mit viel Freude voneinander gelernt. Der äußerst heiße Tag klang mit einer letzten Probe und einem entspannten Abend gemütlich aus.

    Tag 3: Natur, Kultur und Feuershow

    Am Freitag erkundete die Gruppe mit ihren ungarischen Gastgeberinnen und Gastgebern einen Walderlebnispfad. Dort konnten Wassertiere, Vögel und Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Danach bot das Fényes-Freibad willkommene Abkühlung – inklusive spontaner Akrobatikeinlage. Beim Besuch des Ungarndeutschen Museums lernten die Jugendlichen mehr über die Kulturgeschichte der deutschen Minderheit in Ungarn. Am Abend stand schließlich der erste große Auftritt bevor. Um 22:15 Uhr präsentierte Los Ballos Spezial ihre Feuershow vor zahlreichen begeisterten Festivalgästen.

    Tag 4: Festivalspaß und zweiter Auftritt

    Der Samstag begann mit einer ausgedehnten Wanderung rund um den See – inklusive einer Drachenbootfahrt, bei der Teamgeist und Koordination gefragt waren. Im Anschluss besuchten die Jugendlichen den Mühlenpark und erprobten dort den Wasserspielplatz mit großer Begeisterung. Direkt im Anschluss folgte der zweite Auftritt auf dem Festival. Trotz großer Hitze verfolgte ein zahlreich erschienenes Publikum aufmerksam und begeistert die eindrucksvolle Show. Am Nachmittag nutzte die Gruppe die Gelegenheit, das vielfältige Festivalprogramm mit seinen zahlreichen Ständen und Bühnenauftritten zu erkunden und zu genießen. Ein stimmungsvolles Feuerwerk über dem nächtlich glitzernden See setzte den krönenden Schlusspunkt dieses ereignisreichen Tages, vor einer Kulisse, die kaum schöner hätte sein können.

    Tag 5: Rückreise voller Erschwernisse

    Ein ungeplanter vierstündiger Aufenthalt in Wien, fehlende Sitzplätze und eine ausgefallene Klimaanlage im Zug konnten der guten Stimmung der Gruppe nichts anhaben. Gegen 21:40 Uhr kehrten alle erschöpft, aber zufrieden und voller Eindrücke nach Gerlingen zurück.

    Ein großes Dankeschön

    Ein herzlicher Dank gilt der Stadt Gerlingen, der Bürgerstiftung sowie dem Förderverein PRO für ihre großzügige finanzielle Unterstützung – ohne sie wäre diese Reise nicht möglich gewesen!
    Ebenso bedanken wir uns bei Tatas Bürgermeister Josef Michl für die Einladung. Wir sagen danke den Schülern der Talentum Iskola: Bianka, Nelli, Niki, Anna, Csilla und Hanga, die uns vor Ort begleiteten.
    Ein besonderer Dank gilt Zsuzsanna Osgyáni von der Stadtverwaltung Tata, der Deutschlehrerin Éva Fesztóry sowie Erich Gscheidle vom LDU, deren außergewöhnliches Engagement in der Planung und Organisation dieser Reise von unschätzbarem Wert war. Mit ihrer tatkräftigen Unterstützung, ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer Herzlichkeit, haben sie maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Partnerschaftsreise für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

  • Das Basisfach Geografie auf großer Raumfahrt

    Das Basisfach Geografie auf großer Raumfahrt

    Am Mittwoch, den 25.06.2025, begab sich das Basisfach Geografie der K1 auf große Raumfahrt bzw. an den Stuttgarter Universitäts-Campus in Vaihingen. Dies war nur möglich durch die große Mühe und das Engagement von Herrn Dr. –Ing. Claudiu Mortan (Manager des Perosol Start-up Projekts, Institut für Photovoltaik, Universität Stuttgart) und seinem Team, die exklusiv für uns einen ganz besonderen Nachmittag zustande haben kommen lassen: So wurden wir zuerst interaktiv mit in den luftleeren Raum einer ins Weltall reisenden Person genommen, im Anschluss haben wir im Detail alles über das Mondbasis-Projekt erfahren und dann konnten wir in den aktuellen Prozess des Klimawandels und möglicher Gegenmaßnahmen eintauchen. Hier ist allen voran die Entwicklung perowskitbasierter Solarzellen zu nennen, die nun auch auf dem Satelliten ROMEO zur Testfahrt starten werden. Durch diese Entwicklung kann die Effizienz einer Solarztelle von 20% auf 33,2% erhöht werden, umso mehr Strom aus nachhaltigen Energiequellen zu gewinnen.

    Dies ist aber nur einer von vielen kreativen und innovativen Lösungsansätzen im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels. Und genau dieser Arbeitsbereich war ausschlaggebend für die Exkursion. Da so viele Lerninhalte im Geographieunterricht zwangsläufig wieder zum Klimawandel führen und wir in diesem Schuljahr Stunde um Stunde besprochen haben, welche Wechselwirkungen von Mensch und Klima bestehen, stellte mein Kurs Ende des letzten Jahres die Frage: „Aber was machen wir denn mit der Erkenntnis, dass eigentlich alles schlimm ist, schlimm endet und wir nichts dagegen tun können?“ (Eventuell war die Formuliereng etwas anders, ich entnehme es nun nur mehr meiner Erinnerung ;-)).

    Nach dieser Unterrichtsstunde hörte ich zufälligerweise einen Radiobeitrag auf SWR, der mich  so sehr begeisterte, da er neue – eventuell noch nicht umsetzbare oder auch eher später umsetzbare – kreative Handlungsansätze aufzeigte, dass ich nicht umhin kam, mich an die Universität Stuttgart in Vaihingen zu wenden und das große Glück hatte, dass sich Herr Mortan meiner und meinem Kurs annahm.

    Falls wir nun auch Ihr Interesse geweckt haben und Sie sich fragen, wie man mit großer Begeisterung und Faszination den negativen Auswirkungen des Klimawandel aktiv entgegen treten kann, können Sie sich ja eventuell auch ein bisschen verzaubern lassen:

    Radiobeitrag über das Mondbasis-Projekt: 

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/plaene-fuer-mond-basis-in-stuttgart-100.html (aufgerufen am 28.06.2025)

    Link zur Homepage der Universität Stuttgart über die innovative Solarzellenforschung:

    https://www.f05.uni-stuttgart.de/ei/aktuelles/Innovative-Solarzellenforschung-an-der-Universitaet-Stuttgart/ (aufgerufen am 28.06.2025)

    Herzlichen Dank an die Uni Stuttgart und an den Kurs!

    Katharina Schulze

  • Naturwissenschaft trifft Poesie – das Theaterhaus Stuttgart lädt zum SCIENCE SLAM

    Naturwissenschaft trifft Poesie – das Theaterhaus Stuttgart lädt zum SCIENCE SLAM

    Mit der folgenden Beschreibung:

    „Unterhaltsam – anschaulich — kreativ und für alle verständlich – Lachen bis die Tränen kommen, Unverständliches endlich verstehen und verblüffendes Neuwissen mit nach Hause nehmen – all das erwartet dich bei einem Science Slam. In lockerer Umgebung überzeugen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler dich auf der großen Bühne davon, wie spannend Wissenschaft sein kann. In knackigen zehn Minuten präsentieren sie kreativ, verständlich und unterhaltsam das Neueste aus ihrer Forschung. Am Ende entscheidet das Publikum, wer den besten Vortrag geliefert hat und Scienceslam-Sieger des Abends wird.“

    lockte das Theaterhaus Stuttgart am Dienstagabend, 27.5.25, eine Gruppe SchülerInnen aus den Klassenstufen 10 und K1 ins Theaterhaus Stuttgart zum SCIENCE SLAM und versprach damit nicht zu viel. Das Publikum wurde von dem Moderator und Slammer Rainer Holl auf sehr unterhaltsame Art durch das Programm geführt und die Science Slammer des Abends boten spannende, abwechslungsreiche und beeindruckende Einblicke in die vielfältigsten Forschungsbereiche. Das war mit Sicherheit nicht unser letzter Besuch eines SCIENCE-SLAM-Events.

    Line-Up:

    Sarah Ferber (VWL): „Schnee von gestern? Der lange Arm des Kolonialismus“

    Amitabh Banerji (Chemie): „Grüner Wasserstoff statt Putins Erdgas – Wir machen Unterricht MINTeressant“

    Martin Werz (Werkstofftechnik, Festigkeitslehre): „Strukturintegrität und das Märchen vom Süßen Brei“

    Allyssa Hinkle (Ökologie): „Ecosystem Showdown: Ants and Humans in the Race to Shape Nature“

  • (Mess-)Technik erleben in Theorie, Praxis, Produktion und eigener Laborarbeit

    (Mess-)Technik erleben in Theorie, Praxis, Produktion und eigener Laborarbeit

    Erster Tag: Endress+Hauser Conducta zu Besuch im Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen
    12. Mai 2025, Montag

    Der Gerlinger Standort des Familienunternehmens Endress + Hauser ist spezialisiert auf das Themengebiet Analysemesstechnik und stellt für nahezu alle erdenklichen Messgrößen im Bereich der Flüssigkeitsanalyse Sensoren und Messgeräte sowie Probennehmer her. Gemessen werden können zum Beispiel die Temperatur, die Durchflussmenge, der pH-Wert, die Trübung, die Dichte, die Leitfähigkeit, der Gehalt an verschiedenen Inhaltsstoffen (zum Beispiel Chlor, Sauerstoff, Ammonium-, Nitrat- und Phosphat-Ionen, u.v.m..

    Das Robert-Bosch-Gymnasium führt im aktuellen Schuljahr bereits zum zehnten Mal sein Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress + Hauser Conducta durch. Daran teilnehmen können Schüler/innen der Klassenstufe 10, die im naturwissenschaftlichen Profil das Fach NwT gewählt und sich mit analytischen Messverfahren beschäftigt haben. Von Unternehmensseite her organisierten Frau Blank, Herr Albert und Herr Peter das Programm.

    Das Projekt besteht immer aus drei Teilen. Am ersten Tag des Projektes wird die Geschichte, die Organisationsstruktur, sowie das Produktspektrum und die Entwicklungs-, Produktions- und Verkaufsstandorte des Unternehmens vorgestellt. Außerdem erhalten die Schüler/innen Informationen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei  Endress+Hauser Conducta.

    Zweiter Tag: Das Robert-Bosch-Gymnasium zu Besuch in der Kläranlage Leonberg
    Probenentnahmegerät
    Messelektroden im Einsatz
    Messsystem
    13. Mai 2025, Dienstag

    Am Dienstagvormittag stand für die Schüler/innen der Einsatz der Mess- und Probeentnahmetechnik vor Ort bzw. in der Leonberger Kläranlage auf dem Programm. Es ist aus mehreren Gründen wichtig, dass Kläranlagen genaue Messgeräte zur Verfügung zu haben: das Wasser, das die Kläranlage verlässt, ist zum einen genauen Richtlinien unterworfen. Zum anderen ist es natürlich für den Betreiber sehr wichtig, auf bedenkliche ankommende Verunreinigung zeitnah reagieren zu können.

    Alle Bedürfnisse können durch von Endress+Hauser entwickelten Geräte gedeckt werden. Zum einen messen Probeentnahmegeräte am Anfang, wie viel Abwasser mit welcher Belastung in die Kläranlage gelangt, andere am Ende der Kläranlage, mit welcher Qualität es diese wieder verlässt.  Außerdem werden über die einzelnen Klärstufen hinweg verteilt in regelmäßigen Abständen Probe entnommen und auf die Inhaltsstoffe, wie z. B. Nitrationen-, Ammoniumionen- und Sauerstoffgehalt und einiges mehr, untersucht.

    Dritter Tag: Das Robert-Bosch-Gymnasium zu Besuch bei Endress+Hauser Conducta in Gerlingen
    14. Mai 2025, Mittwoch

    Am Mittwochmorgen versammelten sich die Schüler/innen im Gebäude unserer Partnerfirma Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG in Gerlingen. Einerseits durften die Teilnehmer/innen schon traditionsgemäß die Produktion besichtigen, andererseits führten sie an den von Endress+Hauser Conducta gebauten Messumformern selbst Messungen in Flüssigkeiten durch.

    Endress + Hauser Conducta ist wohl einer der wenigen deutschen Messtechnikhersteller, der seine Elektronikproduktion nicht ins Ausland verlagert hat. Im Gerlinger Gewerbegebiet produziert die Firma die Messwertumformer und Probeentnahmeautomaten. Die hoch automatisierte Fertigung verteilt sich auf zwei Etagen der Produktionshalle; da die elektronischen Bauteile heute immer kleiner werden, sind sie auch zunehmend empfindlich, besonders auch gegenüber elektrischen Entladungen. Die Schüler/innen mussten sich daher vor Betreten der Räume erst einmal entsprechend einkleiden: mit einem weißer Labormantel, der zum Ableiten elektrostatischer Ladungen Carbonfasern eingewebt hat und mit einem Erdungsband, das in einen Schuh eingelegt und mit der Schuhsohle verklebt wird.
    Nach der Betriebsführung ging es mit dem Messpraktikum weiter. Nach einer theoretischen Einleitung in das Messprinzip, führten die Teilnehmer/innen an Messumformern der Serie Liquiline pH-Wert-Messungen verschiedener Flüssigkeiten durch. Anschließend übten sich die Schüler/innen an der Erstellung von Schulungsvideos zum zuvor verwendeten Messsystem.
    Bild 3: Schülerbild im Praktikum und während der Aufnahme der Schulungsvideosvideos
    Im Anschluss an das Praktikum war die Gruppe noch zum Mittagessen in die Firmenkantine im obersten Stockwerk des modernen Firmengebäudes eingeladen.

    Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei den Verantwortlichen von Endress+Hauser Conducta für dieses Bildungspartnerschaftsangebot und natürlich ganz besonders bei den Personen, die uns durch dieses tolle und sehr interessante Programm geführt haben.
    Nette Begrüßung im Foyer am Firmensitz
    Gruppenbild
    pH-Wert-Messung
    Im Praktikum und während der Aufnahme der Schulungsvideos
  • England 2025

    England 2025

    Very British: Brighton, die Cliffs, und natürlich London – und das alles bei höchst unenglischem Wetter. Bilderbucheindrücke der Sprachfahrt nach England.

  • Vesouler Gegenbesuch in Gerlingen

    Vesouler Gegenbesuch in Gerlingen

    Im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums des Schüleraustauschs durften wir vom 9. bis 11. April 2025 die Vesouler Austauschgruppe zu einem Gegenbesuch in Gerlingen willkommen heißen.

    Die Vorfreude war groß, als die französischen Jugendlichen am Mittwoch in Gerlingen eintrafen. Im Atrium des RBG wurden sie herzlich empfangen – durch Herrn Bürgermeister Dirk Oestringer, die beiden Schulleitungen von RBG und Realschule Gerlingen sowie eine Zeitzeugin, die selbst Teil des Austauschs war. Der erste Abend klang gemütlich in den Gastfamilien aus.

    Ganz im Sinne des Mottos „Sport verbindet“ stand der Donnerstag im Zeichen der Bewegung: Nach dem regulären Unterricht in der ersten und zweiten Stunde nahmen die deutschen und französischen Jugendlichen an einem Sportturnier teil, bei dem vor allem Teamgeist im Vordergrund stand. Ein weiteres Highlight war der gemeinsame Besuch der Wilhelma in Stuttgart.

    „Quelle vue magnifique !“: Am Freitag, dem letzten Tag des Besuchs, genossen die Schülerinnen und Schüler den herrlichen Ausblick vom Schloss Solitude, bevor sie zur Gerlinger Feuerwehr wanderten. Damit fand der Jubiläumsaustausch einen Abschluss: Was im Rathaus in Vesoul begonnen hatte, endete in der Feuerwache von Gerlingen.

    Merci à Vesoul – et à l’année prochaine !(09.04.2025 – 11.04.2025)