Kategorie: Exkursion

  • Hinterm Haus beginnt die Steinzeit

    Hinterm Haus beginnt die Steinzeit

    Geschichte zum Ausprobieren und Anfassen: Die Klasse 6d des RBG besuchte am Freitag, 18.10., das Gerlinger Stadtmuseum. In einer Museumsrallye entdeckten die Schüler das Leben der „ersten Gerlinger“, die hier sesshaft lebten: Bauern um ca. 5500 – 5000 v. Chr., nach der neolithischen Revolution. Dabei stellten sie erstaunt fest, dass manchmal gleich hinter dem eigenen Haus jungsteinzeitliche Funde wie Siedlungsreste, Scherben oder Skelette ausgegraben wurden. Diese Funde verraten uns etwas über das Leben in der Jungsteinzeit. In einem Workshop wurden die Schüler selbst zu „Ur-Gerlingern“ und probierten steinzeitliche Produktionsmethoden aus: Lederbearbeitung mit Steinklingen, Getreidemahlen mit Mahlsteinen. Die wichtigste Erkenntnis: Der Alltag war ungeheuer mühsam und erforderte Fähigkeiten, die wir heute nicht mehr besitzen.

  • Mkids unterwegs

    Mkids unterwegs

    Die Sechstklässler-Gruppe der MKids war mit ihrer Lehrerin Marielle Cremer am Montag, 14.10., im Aktivpark Bergheide unterwegs. MKids ist ein Angebot am RBG, um mathematische Fähigkeiten zu schulen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit zu stärken.

    Das Highlight des Ausflugs war das Klettern im Tiefseilgarten, der teilweise schon ganz schön hoch war. Die Kinder sind wirklich zum Teil an ihre Grenzen gegangen bzw. haben sie mutig überwunden. Die Bildergalerie unten zeigt einige Eindrücke.

    Nach dem Klettern gab es einige Teamspiele. Die Trainer waren sehr angetan von dem Durchhaltevermögen, der langen Konzentrationsfähigkeit und der Fairness. Es wurde über keinen gelacht und viele haben sich (auch beim Klettern) gegenseitig motiviert. Mittendrin und überall dabei, die beiden Kursleiter Julie und Devlin.

  • Budapester zu Besuch in Gerlingen

    Budapester zu Besuch in Gerlingen

    Was weder der Kalte Krieg noch der Eiserne Vorhang geschafft haben, das gelang dem Hochwasser in Österreich Mitte September 2024: Erstmals seit Beginn des Austauschs im Jahr 1986 musste eine Reise einer Gerlinger Austauschgruppe nach Budapest abgebrochen werden. Auf halber Strecke „strandeten“ Schüler und Lehrer in Salzburg, weil kurzfristig alle Züge Richtung Wien für mehrere Tage ausgefallen waren. So ging es mit einem merkwürdigen Gefühl aus Enttäuschung und Akzeptanz der höheren Gewalt wieder zurück nach Gerlingen. 

    Umso größer war die Vorfreude auf den Besuch der ungarischen Gäste am RBG im Oktober. Aufgeregt wurden die Budapester am Sonntag, 06.10., am Bahnhof in Stuttgart für ihren einwöchigen Besuch begrüßt. Die relativ kleine Gruppe (insgesamt 26 Teilnehmer, auf Gerlinger Seite 10 Jungen und zwei Mädchen der Kursstufe 1) fand schnell zusammen. Das Programm in Gerlingen war so umgeplant worden, dass die Austauschtandems möglichst viel Zeit gemeinsam verbringen konnten: Es ging nach Ludwigsburg zum Schloss und in den Märchengarten, zum gemeinsamen Bowlen und natürlich nach Stuttgart; die Gäste verfolgten eine Debatte im Landtag und wurden im Gerlinger Rathaus empfangen. Höhepunkt war der gemeinsame Zweitagesausflug nach Nürnberg mit Übernachtung in der Jugendherberge in der Kaiserburg. Auch wenn sehr ungewiss ist, ob der Gegenbesuch in Budapest stattfinden kann, so war die Woche doch intensiv und konnte zumindest einen Teil des „Austauscherlebnisses“ bieten, der so wichtig ist: Das Kennenlernen eines anderen Landes und des Lebens dort, indem man eine gleichaltrige Person und ihre Familie kennenlernt im normalen Alltag mit Essen, der Schule bis hin zum Land selbst und der Sprache. Unsere Partnerschule, das altehrwürdige Josef-Eötvös-Gymnasium im Zentrum von Budapest, hat einen gut nachgefragten Deutsch-Zug, sodass die Budapester Schüler ihr Deutsch ausprobieren und verbessern möchten durch den Austausch. Für das RBG steht weniger die Sprache im Vordergrund (obwohl Englisch als „Brückensprache“ immer wieder eine Rolle spielt und angewendet wird), als vielmehr die kulturelle Begegnung.

  • Klassenaktionstag zur Team-Bildung

    Klassenaktionstag zur Team-Bildung

    Die Klassen der Klassenstufe 10 wurden zu Beginn des Schuljahres neu zusammengesetzt. Um die Klassengemeinschaft zu stärken, führen die Klassen im Oktober an einem Vormittag einen erlebnispädagogischen Workshop zur Teambildung durch. Getrennt in zwei Gruppen lösen die Schüler im Waldgelände rund um den Fasanengarten Aufgaben und sammeln dabei Codes. Diese benötigt die Klasse bei der großen Gemeinschaftsaufgabe mit allen am Schluss.

    Finanziert wurden die Tage aus Mitteln des „Rückenwind“-Programms des Landes.

    Hier muss man aufeinander achtgeben: Mit verbundenen Augen soll mit einem Seil eine geometrische Figur gebildet werden.
  • Schule im Theater

    Schule im Theater

    Theater in der Schule gibt es ja ab und zu. Die Deutschkurse der Kursstufe zwei haben den Spieß nun umgedreht und Schule im Theater gemacht: Sie besuchten am Mittwoch, 02.10., eine Inszenierung des Romans „Corpus Delicti“ des Jungen Ensembles Stuttgart (JES). Den Roman hatten die Schüler im letzten Jahr im Unterricht behandelt. Spannend war die Frage, wie denn eine Umsetzung als Drama auf der Bühne aussehen würde. Zur Vorbereitung wurde unmittelbar vor der Aufführung noch mal ein Kapitel gelesen, Aspekte, die für eine Inszenierung relevant sind, herausgearbeitet und Bühnenbilder für eine mögliche szenische Umsetzung skizziert.

    Die sehr dialoglastige Inszenierung schaffte es, die mehrsträngige Romanhandlung in knapp anderthalb Stunden nachvollziehbar auf die Bühne zu bringen, Videoeinspieler besorgten Rückblenden und Ortswechsel. Trotz mancher Längen in den Dialogen waren die Gerlinger Zuschauer von der Leistung der Schauspieler beeindruckt, vor allem die Figur „Heinrich Kramer“ fanden sie sehr gut dargestellt.

    Nach einer Mittagspause gab es im gemütlichen Foyer des Theaters noch Deutschunterricht: In Kleingruppen wurde in die Dramentheorie eingeführt, Merkmale des geschlossenen und offenen Theaters erarbeitet. Darauf aufbauend wurde die Inszenierung diskutiert und anhand der Dramenkonzepte eingeordnet.

    Der Roman „Corpus Delicti“ von Juli Zeh ist für das Basisfach Deutsch Pflichtlektüre für die Abiturprüfung. Der Theaterbesuch dient also auch der Auffrischung und Vorbereitung auf das Abitur.

  • Ein Theaterausflug mit der 8b

    Am Mittwoch, 10.07.2024, besuchte die Klasse 8b das Theaterstück „Das Herz eines Boxers“ im JES (Junges Ensemble Stuttgart) in Stuttgart. Unsere Klasse las das Drama „Das Herz eines Boxers“ von Lutz Hübner ein paar Wochen vorher im Unterricht bei Frau Kimmel in Deutsch.
    Das Stück handelt von einer Freundschaft zwischen dem ehemaligen Boxer Leo, der mittlerweile im Altenheim lebt, und einem Jungen namens JoJo, welcher Sozialstunden in eben diesem Altenheim ableisten muss. Beide unterstützen sich gegenseitig bei der Bewältigung ihrer Probleme, wodurch sich eine Freundschaft entwickelt.

    Wir trafen uns eine Stunde vor Beginn der Vorführung im Innenhof des Theaterhauses, um vorab noch an einem Workshop teilzunehmen, der uns durch spielpraktische Elemente auf das Stück vorbereitete.
    Das Theaterstück wurde in einem kleinen Saal aufgeführt, der nur Platz für ca. 40 Zuschauer bot. Wir schauten das Stück zusammen mit einer anderen Schulklasse an.
    Die Schauspieler (Gerd Ritter und Lola Merz Robinson) verkörperten ihre Rolle überzeugend. Die Handlung wurde im Vergleich zu Lutz Hübners Textgrundlage durch das Auslassen oder Abwandeln von Details leicht verändert. So kennzeichnete sich Jojos Sprache in der Aufführung durch das Nutzen zahlreicher Jugendwörter. Ebenso wurde im Stück auf aktuelle Influencer verwiesen, welche bei Lutz Hübners Textgrundlage keine Rolle spielen.
    Insgesamt hat uns das Theaterstück sehr gut gefallen und uns zum Lachen gebracht.

    Der Theaterbesuch wurde durch mich, Nele Kienzle, im Rahmen meiner GFS im Fach Deutsch geplant.

  • Englandfahrt 2024

    Englandfahrt 2024

    Zum zweiten Mal fuhr die gesamte Stufe neun nach Brighton (Südengland) zu einer Sprachreise. Nach einer sehr britischen (= verregneten) Premiere im vergangenen Jahr hatte die Englisch-Fachschaft in diesem Jahr ein deutlich wetterfreundlicheres Zeitfenster Mitte April gewählt – siehe Bilder.

    N.L. aus der 9b berichtet: „Bei freundlichen Gastfamilien untergebracht, genossen wir vom 14.4. bis zum 18.4. gemeinsam mit den Lehrkräften Herr Bertet, Herr Mayer, Herr Weber, Frau Merkle, Frau Körner und Frau Niklaus, vier spannende Tage in der englischen Stadt Worthing. Von dort aus besichtigten wir viele Städte und Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel in London den Big Ben, den Buckingham Palace, die O2 Arena, oder das Arundel Castle mit seinen wunderschönen Blumengärten. Aber natürlich durfte auch eine Stadttour nicht fehlen. 1,5 Stunden wurden wir von einem unterhaltsamen Führer durch Brighton geführt. Dadurch lernten wir einiges über die Geschichte und Entwicklung dieser Stadt. Anschließend durften wir mit unseren Freunden gemeinsam die Stadt und den anliegenden Pier besuchen, welcher sich großer Beliebtheit erfreut. Am letzten Tag verbrachten wir einen entspannten Tag bei bestem Wetter in Worthing. Einige erkundeten die Stadt, andere genossen die Zeit am Strand.
    Zusammenfassend kann man sagen, dass die diesjährige Englandfahrt ein voller Erfolg war und den Schülerinnen und Schülern den Einblick in ein Land außerhalb der EU ermöglicht hat.“

    Schon vor einigen Jahren war der Austausch mit der Gerlinger Partnerstadt Seaham zum Erliegen gekommen, da auf englischer Seite die Anzahl der Deutschlernenden zugunsten von Spanisch und Französisch zurückgegangen war. Die Sprachreise bietet nun einen Ersatz und die Möglichkeit, für ALLE Neuntklässler, eine Woche authentische Sprach- und Sprecheindrücke in der Weltsprache Englisch zu erleben.

  • Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress+Hauser Conducta

    Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress+Hauser Conducta

    Erster Tag: Endress+Hauser Conducta zu Besuch im Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen

    Montag, 11. März 2024

    Der Gerlinger Standort des Familienunternehmens Endress + Hauser ist spezialisiert auf das Themengebiet Analysemesstechnik und stellt für nahezu alle erdenklichen Messgrößen im Bereich der Flüssigkeitsanalyse Sensoren und Messgeräte sowie Probennehmer her. Gemessen werden können zum Beispiel die Temperatur, die Durchflussmenge, der pH-Wert, die Trübung, die Dichte, die Leitfähigkeit, der Gehalt an verschiedenen Inhaltsstoffen (zum Beispiel Chlor, Sauerstoff, Ammonium-, Nitrat- und Phosphat-Ionen, u.v.m..

    Das Robert-Bosch-Gymnasium führt im aktuellen Schuljahr bereits zum neunten Mal sein Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress + Hauser Conducta durch. Daran teilnehmen können Schüler/innen der Klassenstufe 10, die im naturwissenschaftlichen Profil das Fach NwT gewählt und sich mit analytischen Messverfahren beschäftigt haben. Von Unternehmensseite her organisierten Frau Blank, Herr Albert und Herr Peter das Programm.

    Das Projekt besteht immer aus drei Teilen. Am ersten Tag des Projektes wird die Geschichte, die Organisationsstruktur, sowie das Produktspektrum und die Entwicklungs-, Produktions- und Verkaufsstandorte des Unternehmens vorgestellt. Außerdem erhalten die Schüler/innen Informationen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei der Endress und Hauer.

    Zweiter Tag: Das Robert-Bosch-Gymnasium zu Besuch bei Endress+Hauser Conducta in Gerlingen

    Mittwoch, 13. März 2024

    Am Mittwochmorgen versammelten sich die Schüler/innen im Gebäude unserer Partnerfirma Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG in Gerlingen. Einerseits durften die Teilnehmer/innen schon traditionsgemäß die Produktion besichtigen, andererseits führten sie an den von Endress+Hauser Conducta gebauten Messumformern selbst Messungen in Flüssigkeiten durch.

    Endress + Hauser Conducta ist wohl einer der wenigen deutschen Messtechnikhersteller, der seine Elektronikproduktion nicht ins Ausland verlagert hat. Im Gerlinger Gewerbegebiet produziert die Firma die Messwertumformer und Probeentnahmeautomaten. Die hoch automatisierte Fertigung verteilt sich auf zwei Etagen der Produktionshalle; da die elektronischen Bauteile heute immer kleiner werden, sind sie auch zunehmend empfindlich, besonders auch gegenüber elektrischen Entladungen. Die Schüler/innen mussten sich daher vor Betreten der Räume erst einmal entsprechend einkleiden: mit einem weißer Labormantel, der zum Ableiten elektrostatischer Ladungen Carbonfasern eingewebt hat und mit einem Erdungsband, das in einen Schuh eingelegt und mit der Schuhsohle verklebt wird.

    Nach der Betriebsführung ging es mit dem Messpraktikum weiter. Nach einer theoretischen Einleitung in das Messprinzip, führten die Teilnehmer/innen an Messumformern der Serie Liquiline pH-Wert-Messungen verschiedener Flüssigkeiten durch. Anschließend übten sich die Schüler/innen an der Erstellung von Schulungsvideos zum zuvor verwendeten Messsystem.

    Im Anschluss an das Praktikum war die Gruppe noch zum Mittagessen in die Firmenkantine im obersten Stockwerk des modernen Firmengebäudes eingeladen.

    Dritter Tag: Das Robert-Bosch-Gymnasium zu Besuch in der Kläranlage Leonberg

    Donnerstag, 14. März 2024, Donnerstag

    Am Donnerstagvormittag stand für die Schüler/innen die „letzte Runde“ in der Bildungspartnerschaft mit Endress+Hauser und damit der Einsatz der Mess- und Probeentnahmetechnik vor Ort bzw. in der Leonberger Kläranlage auf dem Programm. Es ist aus mehreren Gründen wichtig, dass Kläranlagen genaue Messgeräte zur Verfügung zu haben: das Wasser, das die Kläranlage verlässt, ist zum einen genauen Richtlinien unterworfen. Zum anderen ist es natürlich für den Betreiber sehr wichtig, auf bedenkliche ankommende Verunreinigung zeitnah reagieren zu können.

    Alle Bedürfnisse können durch von Endress+Hauser entwickelten Geräte gedeckt werden. Zum einen messen Probeentnahmegeräte am Anfang, wie viel Abwasser mit welcher Belastung in die Kläranlage gelangt, andere am Ende der Kläranlage, mit welcher Qualität es diese wieder verlässt.  Außerdem werden über die einzelnen Klärstufen hinweg verteilt in regelmäßigen Abständen Probe entnommen und auf die Inhaltsstoffe, wie z. B. Nitrationen-, Ammoniumionen- und Sauerstoffgehalt und einiges mehr, untersucht.

    Die Bilder rechts zeigen den PRobennehmer, das Messsystem und die Messelektroden im Einsatz in der Kläranlage (v.o.n.u.).

     Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei den Verantwortlichen von Endress und Hauser Conducta für dieses Bildungspartnerschaftsangebot und natürlich ganz besonders bei den Personen, die uns durch dieses tolle und sehr interessante Programm geführt haben.

    Text und Bilder: A. Beuchle

  • MKids auf der Experimenta

    MKids auf der Experimenta

    Die „MKids“ (Mathe-Kids) der Klasse sieben besuchten mit ihrer Lehrerin Frau Dr. Cremer am Freitag, 08.03.24, bei einem Ganztagesausflug die Experimenta in Heilbronn. Schwerpunkt war die spielerische Einführung ins Programmieren in einem Programmierlabor, wo die Kinder eine Leuchtschrift programmieren konnten. Dazwischen gab es auch Mittagspause mit leckerem Essen und Sonnenschein. Alle waren mit großem Eifer dabei – siehe Bilder:

    • „Der Ausflug war RICHTIG gut!“ 
    • „Besser als erwartet.“ 
    • „Cool.“

    Was ist MKids?

    Das Programm MKids wird von Dr. Marielle Cremer geleitet. Mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler können es als eine Art AG in Kl. 6 und 7 belegen.

  • Wasser, Watt und Welthandel

    Wasser, Watt und Welthandel

    Das Leistungsfach Geographie der Kursstufe 2 war mit Fachlehrer Patrick Walz fünf Tage auf Exkursion in Hamburg – hier ein Bericht der Teilnehmer:

    Voller Vorfreude ging es am Montag 05. Februar auf die diesjährige Geographieexkursion nach Hamburg. Diese stand voll im Zeichen der Vorbereitung auf das kommende Abitur im April 2024.

    Der erste Exkursionstag startete in der Hafen City mit einer Stadtführung zur nachhaltigen Stadtentwicklung Hamburgs sowie einem einführenden Vortrag zur Prozessentwicklung unterschiedlicher Klimamodelle und den daraus resultierenden globalräumlichen Auswirkungen im Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ).

    Ein weiteres Highlight erwartete uns am Mittwoch in Büsum: das Wattenmeer. Dr. Ingrid Austen, ausgewiesene UNESCO-Wattführerin leitete uns in einer ca. 1,5stündigen Wattwanderung durch die zentralen Prozesse, Entwicklungen und Charakteristika der norddeutschen Wattküste. Im Rahmen der Führung wurde uns eindrücklich vor Augen geführt, mit welcher Geschwindigkeit sich das Meer im Zuge der Gezeiten zurückzieht und welche Bedeutung das Wattenmeer als Ökosystem nicht nur für die Region einnimmt. Im Anschluss an die Führung ließen wir den Tag in einem Strandlokal inmitten der schönen Szenerie inklusive einer gemeinsamen abschließenden Diskussion über die zukünftigen Herausforderungen der Küste ausklingen.

    Am Donnerstagvormittag trafen wir Steve, einen Migrant aus Nigeria, im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg. Im gemeinsamen Gespräch erzählte uns Steve sowohl über die strukturellen Ursachen als auch über die Motive seiner Flucht. Er schilderte seine Fluchtroute sowie diverse Herausforderungen (struggles), mit denen er an unterschiedlichen Orten konfrontiert wurde, wie insbesondere in der griechischen Hauptstadt Athen. Das Gespräch noch verarbeitend und reflektierend erfolgte am Nachmittag eine Werksführung durch den Airbus-Standort Finkenwerder. Bemerkenswert und interessant war nicht nur die komplexe Wertschöpfungskette und die globale Arbeitsteilung be ider Produktion eines Airbus, sondern auch die Prototypen und Probleme, die damit verbunden sind, ein wasserstoffbetriebenes Flugzeug zu entwickeln sowie auch die topographischen Herausforderungen des Standorts an der Elbe.

    Zum Abschluss der Exkursion beschäftigten wir uns am Freitag mit dem Hamburger Hafen: zunächst gewannen wir von der Aussichtsplateau der Elbphilharmonie einen Überblick über den Hafen. Simon Strobelt, Geograph an der Universität Hamburg erklärte uns die Geschichte und Bedeutung des Hamburger Hafens für Hamburg und seine Region. Im Fokus stand dann insbesondere die Herausstellung des Zusammenhangs zwischen der historischen und gegenwärtigen Rolle des Hafens im globalen Welthandel und den daraus resultierenden global-lokalen Ungleichheiten.

    Am Nachmittag reisten wir zurück und kamen gegen 20 Uhr wieder wohlbehalten am Stuttgarter Hauptbahnhof an.