Monat: Mai 2022

  • Eine Kurze Betriebsbesichtigung…

    Eine Kurze Betriebsbesichtigung…

    Die Kurz-Betriebsbesichtigung kurz erzählt:

    Im Zuge unseres NwT Projekts zum 3D Druck, bekamen wir, die NwT-Klassen der Stufe 10, am Freitag den 29.04. und 13.05. die Möglichkeit, die Firma Kurz in Gerlingen kennenzulernen. Dies ist eine Firma mit circa 50 Mitarbeitern in Gerlingen, die sich mit industriellem 3D-Druck und Modellbau beschäftigt.

    Nach einer kurzen Begrüßung bekamen wir eine Führung durch den Betrieb. Dabei lernten wir verschiedene Arten von 3D-Druckern und weiteren Fertigungsverfahren kennen. Mit Hilfe von CAD-Programmen werden einige 3D-Modelle in Büroräumen konstruiert und anschließend gedruckt. Unter anderem haben wir 3D-Drucker im Wert von über 550 000 € in Aktion beobachten können. Diese können unter anderem 16,7 Millionen Farben innerhalb von Sekunden drucken.

    Kurz darauf wurde uns der Raum für die Supportstrukturentfernung vorgestellt. Kurz gesagt ist die Supportstruktur eine Art temporäre Unterstützung für instabile Bereiche des Modells während des Druckvorgangs. Dieses muss nach dem Druck in Handarbeit entfernt werden.

    Neben 3D-Druckern, welche mit dem Material Kunststoff drucken, gab es auch Pulver-basierte 3D-Drucker, bei welchen die Strukturen in ein Pulver gedruckt werden.

    Diese verschiedenen Druckmethoden bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten. Beispielsweise lassen sich damit Prototypen für Zahnbürsten, Spielfiguren für Überraschungseier, Brillengestelle oder Bauteile in Autos drucken, aber auch Teile, die man später tatsächlich in der Industrie verbauen kann.

    Anschließend sind wir eine Ebene tiefer zur Produktionsstätte des Abdeckschaums für Elektromotoren beim Kofferraumschließmechanismus.
    Auch in der Werkstatt und in einem weiteren Raum für automatische Verpackungssysteme wurden uns spannende Einblicke gewährt und wir haben erfahren, dass das Unternehmen dank einer speziellen Technologie sogar klimaneutral produziert. Wir hatten jederzeit die Möglichkeit Fragen zu stellen und jeder hat zum Abschluss ein kleines 3D-gedrucktes Mini-Katapult bekommen.
    Insgesamt haben wir durch den Besuch des Betriebs einen interessanten Eindruck davon bekommen, wie die industrielle Anwendung von 3D-Druckern aussehen kann, mit denen wir uns im Unterricht beschäftigt haben.

    Wir, die NwT-Kurse der Klassenstufe 10 und die begleitenden Lehrerinnen, wollen uns daher kurz bei Herrn Kurz und seinen Mitarbeitenden für die spannende Exkursion bedanken.

  • Literarische Exkursion – Liebeslyrik mal anders

    Literarische Exkursion – Liebeslyrik mal anders

    In einem mehrere Wochen dauernden Projekt beschäftigten sich die die beiden Deutsch-Grundkurse der K1 von Frau Keller und Herrn Wegner mit dem Thema Liebe und Liebeslyrik. Aufgabe und Ziel der Projektphase war es, sich mit einem selbst ausgesuchten Thema bezüglich der Liebe zu beschäftigen, dieses aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und einen Vortrag mit lyrischen Texten und anderen Quellen informativ und unterhaltsam zu gestalten. In den darauffolgenden drei Doppelstunden erarbeiteten wir in kleinen Gruppen à 4-5 Personen unseren eigenen, ca. 25-minütigen Vortrag. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt: Die Themen der von uns erarbeiteten Präsentationen reichten von der Geschichte der Liebe, Selbstliebe, Ehe und Scheidung bis hin zur toxischen und zur unendlichen Liebe. Auch die Umsetzung variierte stark: So gab es Talkshows, Schauspiele, Instrumentalstücke, Karaoke, Interviews mit Experten der Biologie, Psychologie und Musik, Podcasts und vieles mehr.
    Durch die sehr unterschiedlichen, unterhaltsamen und informativen Präsentationen haben wir, einen detaillierten Einblick in das Thema Liebe und Liebeslyrik bekommen. Da für uns so ein großes, kursübergreifendes Projekt neu war,hat es vielen Spaß gemacht, dieses vorzubereiten und die Projekte der Anderen anzuschauen.

    Von B. K., M. L. und K. M.

  • Virtueller Austausch mit Indien

    Virtueller Austausch mit Indien

    Am Montag, den 25.04.2022 haben wir, die Klasse 10c, im Englischunterricht einen virtuellen Schüleraustausch mit der Modern School aus Sonipat, im Nordwesten Indiens gemacht. Organisiert und durchgeführt wurde dieser von Frau Hammer und Herr Dünnwald vom Goethe-Institut/Max Mueller Bhavan New Delhi.

    Zuerst gab es eine Fragerunde in der wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede feststellten. Beispielsweise nutzen wir alle gerne soziale Medien. Jedoch tragen die Schüler in Indien Schuluniformen und wir nicht. Wir konnten viele Gemeinsamkeiten und Unterschiede kennenlernen und verstanden uns alle sehr gut. Im Anschluss präsentierten wir unsere Klasse, die Schule und Gerlingen mit Powerpoint Folien. Danach stellten sich die Schüler aus Indien vor, indem sie ein Video von ihrer Schule zeigten, ein Lied für uns sangen und einen traditionellen indischen Tanz vorführten. Sie trugen wunderschöne Kleider mit Glitzer. Wir waren sehr beeindruckt! Hierauf tauschten wir uns mittels Fragen und Antworten über unser Schulleben und unsere Kulturen aus und erfuhren viel Neues.

    Trotz anfänglichen technischen Schwierigkeiten war es etwas ganz Besonderes für uns, die Schüler und die Kultur kennenlernen zu dürfen. Wir können diese Erfahrung anderen nur ans Herz legen. Uns hat der Austausch riesigen Spaß gemacht und wir hoffen auf ein zweites Treffen.

    Als Dankeschön für diese tolle Stunde hat unsere Klasse ein Päckchen mit einer Karte und Kleinigkeiten nach Sonipat gesendet.

    Text: J. J., J. B.

  • Wir sagen DANKE!!!

    Wir sagen DANKE!!!

    Scheckübergabe: Mirjam Beck, Schulleiterin der Pestalozzischule (links), Silke Scholz komm. Schulleiterin am RBG, in der Mitte Monika Neumann vom Verein Karakara.

    Dankesschreiben von Monika Neumann

    (ehem. Kunstlehrerin am RBG und Initiatorin des Projektes an unserer Schule)

    Liebe Schülerinnen und Schüler von Robert-Bosch-Gymnasium und Pestalozzischule, liebe Eltern und liebe Kolleginnen und Kollegen,

    es ist jetzt schon eine ziemliche Weile her, niemand denkt mehr an Weihnachten oder den digitalen Adventskalender 2021! Es hat leider ein bisschen gedauert, bis wir einen Termin gefunden haben, um den großen Scheck über 7854,16 Euro in Empfang nehmen zu können. So viel habt Ihr wieder alle gemeinsam, aller Coronamüdigkeit zum Trotz, für die Kinder in Niger gespendet.

    Bekanntlich unterstützt das Robert-Bosch-Gymnasium seit 2008 unser Schulprojekt KARAKARA in Niger. 2008 übernahm die Schule die Patenschaft für eine komplette Schulklasse (50 Kinder). Jahr für Jahr wurde die Klasse beim Weiterrücken durch die 6-jährige Grundschulzeit durch die Einnahmen beim traditionellen Gerlinger Adventsbasar gefördert. Nach der 6-jährigen Grundschulausbildung schließt sich in Niger nach französischem Vorbild ein 4-jähriges Collège an. 2018 schlossen die so geförderten Schüler*innen ihre Schulzeit mit dem Realschulabschluss ab. Danach wurde das Fördermodell so umgestellt, dass jedes Jahr aus dem Erlös des Adventsbasars so viele Patenkinder für ihre gesamte 10-jährige Schulzeit gefördert werden, wie es sich aus dem finanziellen Ergebnis ergibt: Lehrergehälter, Schulkleidung, Schulmahlzeiten, Lernmittel und die Gesundheitsvorsorge kosten pro Schüler 240,- € im Jahr, also 2.400, – € für die gesamte Schulzeit.
    Zum zweiten Mal konnte der gewohnte Adventsbasar in der Schule nicht stattfinden, zum zweiten Mal habt Ihr Euch wieder neue Ideen für ein Adventskalendertürchen ausgedacht und es waren wieder tolle Ideen darunter. Besonders Spaß haben mir die Türchen gemacht hinter denen sich kreative Auseinandersetzungen mit den Coronamaßnahmen befanden: Masken, Testen, Abstand halten, Verpackungen usw.

    Blick in das Gelände mit dem neuen Gebäude
    Ein Herz für Karakara

    Trotzdem hoffe ich natürlich, dass uns allen eine weitere Coronawelle mit neuen Beschränkungen im Herbst erspart bleibt und wir uns mal wieder in echt und analog begegnen können, denn es gibt viel Neues zu berichten aus Niger und von der Schule in KARAKARA. Wie gerne würden wir Euch jede Menge Fotos zeigen. Man kann schon sagen, dass dieser Schulkomplex ein echtes Erfolgsmodell ist, das sich immer weiterentwickelt hat und den Schülerinnen und Schülern immer mehr Ausbildungsmöglichkeiten bieten kann.

    Mit Unterstützung des BMZ, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung konnten wir ein weiteres Gebäude erstellen mit drei Klassenzimmern und vor allem einer großen Werkhalle. Dort wird jetzt für die Schülerinnen und Schüler mit Realschulabschluss eine zweijährige Ausbildung zum Metallbauer und eine weitere zum Elektrotechniker angeboten. Die ersten Abgänger machen am Ende dieses Schuljahres schon ihren Abschluss und können dann ins Berufsleben starten. Zum Beginn des laufenden Schuljahres hat die Schule einen „Tag der offenen Tür“ veranstaltet, um diese neuen Ausbildungsmöglichkeiten in der Stadt bekannt zu machen und um auch die Handwerksbetriebe der Umgebung mit einzubinden, denn die Schüler machen nach Eurem Vorbild auch dort so etwas Ähnliches wie BOGY. 

    Tag der offenen Tür zum Schuljahresbeginn
    In der Werkhalle für Metallbau
    In ihrer Abschlussprüfung bauten die Schreiner Hocker

    Die Metallbauer haben auch schon ihren ersten Großauftrag an Land gezogen: 1000 Schulbänke hat die Stadt Zinder für die Ausstattung anderer Schulen bestellt, die ersten 100 sind schon ausgeliefert! So können die Berufsschüler sich einerseits ausbilden lassen und andererseits mit ihren neu erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen selbst ein bisschen zu ihrer eigenen Ausbildung beitragen, denn die Stadt bezahlt natürlich für die Bänke! Auch die Elektrotechniker erhalten Aufträge, sie warten Solaranlangen (auch die schuleigene), sie verlegen Kabel in neuen Gebäuden oder sie reparieren marode oder in Eigenregie zusammengebastelte Anlagen. Das gilt auch für die Auszubildenden in der Schneiderei und der Schreinerei. Das Bild zeigt zwei Schüler bei der Endprüfung, ob man sich auf ihrem Hocker auch keinen Spreißel einzieht. Bei all diesen Tätigkeiten lernen die Auszubildenden ganz praktisch, wie man ein Unternehmen führen muss, wie man die Preise gestaltet, wie man mit den Auftraggebern verhandelt, wie das mit der Buchführung geht, so dass man am Ende auch einen Gewinn erzielt.
    Wir hoffen sehr, dass wir mit dieser Ausbildung unseren Schulabgänger einen guten Start in die eigene Berufstätigkeit ermöglichen können. Das alles geht natürlich nur mit den großzügigen Spendern und Paten hier in Deutschland und einer der wichtigsten von ihnen ist die Schulgemeinschaft in Gerlingen! Wir bedanken uns deshalb im Namen die Schülerinnen und Schüler in KARAKARA sehr sehr herzlich für Eure Unterstützung! MERCI BEAUCOUP!!

    Zum Schluss kann ich Euch noch Eure beiden neuen Patenkinder vorstellen, denn die Fotos der neuen Erstklässler sind letzte Woche eingetroffen:
    CHAMAOUNOU OUSSEINI HASSAN und NAFISSA MAHAMADOU ABDOU. Chamaounou hat 11 Geschwister, seine beiden Eltern haben keine Schule besucht, sein Vater ist Kleinhändler. Nafissa hat nur 4 Geschwister, ihre Mutter hatte einen Realschulabschluss, ist aber leider schon verstorben, ihr Vater ist Analphabet und von Beruf Schreiner.
    Eure Spende ermöglicht noch zwei weitere Patenschaften für jeweils vier Jahre Realschule. Diese Bilder bekommen wir erst im Sommer, wenn die Prüfungen nach der Grundschule abgeschlossen sind und klar ist, welche Kinder auf die Realschule gehen werden. Das gleiche gilt für die beiden Patenschaften für die Pestalozzischule. Die Fotos dieser vier Kinder schicke ich Euch dann zum Anfang des nächsten Schuljahres.

    CHAMAOUNOU OUSSEINI HASSAN
    NAFISSA MAHAMADOU ABDOU
    Mit herzlichen Grüßen im Namen des Vereins KARAKARA-Hilfe für Kinder in Niger e.V.
    Monika Neumann
  • Tag der Mathematik 2022

    Tag der Mathematik 2022

    Am Samstag, den 02.04.2022, sind einige Schüler*innen der beiden Mathe-LKs der K1 gemeinsam mit Frau Stark zum Tag der Mathematik an die Tübinger Universität gefahren. Nach einem sehr frühen Start am Samstagmorgen und der Zugfahrt nach Tübingen kamen wir um kurz nach 9 Uhr an der Universität an. 

    Kurz darauf ging es auch schon los. Für den Vormittag standen zuerst eine kurze Begrüßung und dann der erste Teil eines Mathe-Wettbewerbs auf dem Programm. Bei diesem wurden wir Teilnehmer in kleine Teams aufgeteilt und traten gegeneinander an. Zuletzt folgte eine Vorlesung über archimedische und platonische Körper.

    Nach dem Mittagessen erwartete uns der zweite Teil des Mathe-Wettbewerbs. Auch hier ging es, wie bereits zuvor, hauptsächlich darum, mathematische Knobelaufgaben zu lösen. Nach zwei weiteren Vorlesungen zum Thema Paradoxa der Mathematik/Mathematik im Alter erfolgte gegen 17 Uhr die Siegerehrung. Dort belegten wir als Team den 7. Platz.

    Insgesamt gab der Ausflug viele interessante und detaillierte Einblicke in das Mathematik-Studium an der Universität Tübingen.

    Vielen Dank an unsere Begleitung Frau Stark!

  • Wie plant man eine Stadt?

    Wie plant man eine Stadt?

    Wie sieht eine Stadt aus, in der Menschen gerne leben? Wie soll man Flächen in einer Stadt nutzen, sodass es nachhaltig ist? Wie kann Wohnraum bezahlbar bleiben? Wie geht man mit Autoverkehr und Mobilität allgemein um? Diese Fragen sind ganz aktuell und auch Teil des Geographie-Unterrichts der Kursstufe in der Unterrichtseinheit „nachhaltige Stadtentwicklung“. Auf Initiative der Geographielehrerin Ulrike Kemner beschäftigten sich die Geo-Basiskurse der Kursstufe 1 mit dieser Frage auch praktisch in einem Workshop, den das Stadtpalais Stuttgart anbietet.

    In dem dreistündigen Workshop „Wie plant man eine Stadt?“ ging es um die bis 2027 geplante Neubebauung des Leonhardsviertels rund um das Züblin-Parkhaus in der Stuttgarter Stadtmitte. In Kleingruppen begingen die Schüler das Areal und zeichneten in Karten die aktuelle Nutzung der Flächen ein, getrennt nach Themen wie „Verkehr“, „Gewerbe“, „Freiflächen“ usw. Anschließend traf man sich auf dem Parkhausdach, von wo aus sich ein guter Überblick über das Viertel und das angrenzende Stadtzentrum bot. Einige Ansätze zu „Urban Gardening“ waren hier zu entdecken.

    Dann ging es in den Praxisraum ins Stadtpalais: Zunächst erlebte der Kurs in einem Rollenspiel, welche Betroffenen und Akteure bei der Frage der Viertelneuplanung alles mitreden und wie unterschiedlich die Ansichten sind: von Immobilienbesitzern über Anwohnern bis hin zu den versch. Ämtern und politischen Positionen im Gemeinderat. In ein Modell des Areals der Größe 1:25.000 durften die Schüler dann in Kleingruppen als Stadtplaner tätig werden: Anhand der Bebauungsvorgaben sollten sie ihre Version der Umgestaltung der Fläche rund um das Parkhaus entwerfen, in einem Modell gestalten und anschließend begründen.

    Heraus kamen interessante Ideen und eine ganze Menge Erkenntnisse darüber, wie komplex solch eine Neuplanung ist, wenn man allen Anliegen und äußeren Anforderungen gerecht werden möchte. Viele Stichworte aus dem Unterricht wie die Herausforderung der „Gentrifizierung“ für die gewachsene Anwohnerschaft oder die Verbesserung des Stadtklimas z. B. durch Flächenbegrünung wurden anschaulich. Das Spannende ist: in fünf Jahren können die Schüler ihre Ideen mit der tatsächlichen Umsetzung vergleichen: Bis 2027 zur Internationalen Bauausstellung (IBA) in Stuttgart soll das Areal nämlich fertiggestellt sein.