Autor: David Schaebs

  • „Es lebe l‘amitié.“

    „Es lebe l‘amitié.“

    2024 feierte Vesoul das 60-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit Gerlingen. Auch der Schüleraustausch zwischen den Städten blickt ein Jahr später auf sechs Jahrzehnte zurück. Vom 17. bis 19. März besuchten Schülerinnen und Schüler des RBG und der Realschule Gerlingen die Partnerschulen in Vesoul. Der Austausch versprach durch ein abwechslungsreiches Programm intensive interkulturelle Erfahrungen und bekräftigte die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für beide Seiten des Rheins.

    Nach der Anreise mit Abstecher zur Hochkönigsburg wurden die deutschen Gäste im Rathaus von Vesoul empfangen. Ein besonderer Moment war die Darbietung des selbstkomponierten Liedes „Es lebe l‘amitié“, das die deutsch-französische Verbundenheit unterstrich. Am zweiten Tag begleiteten die Jugendlichen ihre Gastgeber in die Schule, bevor sportliche Aktivitäten den Nachmittag prägten, bei denen ein deutsch-französischer Teamgeist bewiesen wurde. Der letzte Morgen begann mit einer Stadtrallye, gefolgt von der Gestaltung einer gemeinsamen Freske als Zeichen der Freundschaft. Zum Abschluss erklang erneut das Jubiläumslied, diesmal gemeinsam von den französischen und deutschen Schülerinnen und Schülern angestimmt.

    Gerade in politisch unsicheren Zeiten ist der Schüleraustausch von großer Bedeutung. Ein besonderer Dank gilt den Vesouler Gastgebern, die diesen besonderen Austausch ermöglicht haben. – Auf weitere 60 Jahre … Es lebe l’amitié!

  • Die Besten vom Südwesten

    Die Besten vom Südwesten

    Sportliches Highlight im März: vom 19. – 21. März findet das Landesfinale von Jugend trainiert für Olympia im Badminton in der Gerlinger Brückentorhalle statt. Schulteams aus ganz Baden-Württemberg sind angereist und kämpfen um den Sieg und den Einzug ins Bundesfinale. Schüler der Klassenstufe 10 helfen in der Organisation mit, die die Sport-Fachschaft des RBG koordiniert. Die 6. Klassen bieten Getränke und Snacks an und verdienen etwas für ihre Schullandheim dazu.

  • Farm der Tiere

    Farm der Tiere

    Führung und Theaterbesuch wurden im Rahmen einer GFS von H.T. organisiert. Hier seine Rezension:

    Am 10.03.25 hatte die Klasse 10a die Gelegenheit, das Staatstheater Stuttgart zu besuchen und eine Inszenierung von „Farm der Tiere“ zu erleben. Bevor man sich das Stück anschauen konnte, gab es am Nachmittag eine Führung rund um das Theater, auf die sich die Klasse freuen konnte. In dieser Führung wurde uns gezeigt, was alles hinter den Kulissen passiert, um ein Theaterstück ins Leben zu rufen. Von Masken und Kleidungsstücken bis zu Requisiten und Kulissen wird alles selbstständig vom Theater hergestellt. Uns wurde gezeigt, wie ein Gestell aus Holz zu einer Kulisse wird, die täuschend echt wirkte. Es wurden uns Regale voll mit Kleidung für jeden erdenklichen Anlass gezeigt, die, unserer Führerin nach, ausreichen würden, um die komplette Königsstraße zu bedecken. Die Masken und Requisiten, die wir uns anschauen durften, waren sehr weitreichend, wie falsche Schnurrbärte, Perücken und Finger (richtig gelesen, Finger!), sowie wirklichkeitsnahe Gewehre, Pistolen und Schwerter. Wir durften sogar einen falschen Dolch benutzen, der in sich einrastete, wenn man Druck gegen die Spitze ausübte. Leider durften wir die Bühne nicht betreten, da sie zu diesem Zeitpunkt von den Schauspielern benutzt wurde und wir konnten deshalb auch nicht den Kulissenmechanismus besichtigen, mit dem die Kulissen kontrolliert werden. Nach dieser aufschlussreichen Tour hatten wir eine kurze Pause, bevor die Aufführung begann.

    Zum Inhalt des Stücks:

    Das Theaterstück „Farm der Tiere“ stammt von dem Regisseur Oliver Frljić. Es basiert auf dem gleichnamigen Roman von George Orwell (1945 veröffentlicht). Im Allgemeinen ist das Stück eine politische Allegorie in Form einer Satire auf die Russische Revolution und die Entstehung des totalitären Regimes in der Sowjetunion unter der Herrschaft Stalins.

    Auf der „Herrenfarm“ des Bauern Mr. Jones erheben sich die Tiere gegen ihre menschlichen Unterdrücker. Angeführt von den Schweinen, Napoleon und Schneeball, vertreiben sie Jones und übernehmen die Kontrolle über die Farm. Sie gründen eine neue Gesellschaft, basierend auf Gleichheit, deren Leitsatz lautet:

    „Alle Tiere sind gleich.“

    Zunächst scheint die Revolution erfolgreich: Die Tiere arbeiten für sich selbst, die Ernte ist reichlich, und es gibt klare Regeln, die das neue System stabilisieren sollen. Doch bald kommt es zu Spannungen zwischen den Anführern. Schneeball, ein kluges und idealistisches Schwein, will Fortschritt durch Technik (z. B. eine Windmühle), während Napoleon, der skrupellose Machtmensch, ihn als Rivalen sieht. Schließlich vertreibt Napoleon Schneeball gewaltsam und übernimmt die alleinige Kontrolle.

    Mit der Zeit verwandelt sich die Farm in eine brutale Diktatur. Napoleon setzt eine Geheimpolizei (die Hunde) ein, manipuliert die anderen Tiere mit Propaganda und nutzt Lügen, um seine Herrschaft zu festigen. Die ursprünglichen Regeln der Revolution werden schrittweise geändert, sodass sie nur noch der Schweineelite dienen. Der Leitspruch wird schließlich zu:

    „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher als andere.“

    Am Ende haben sich die Schweine völlig mit den Menschen verbündet, und die anderen Tiere erkennen, dass sich ihre Lage nicht verbessert, sondern sogar verschlechtert hat. Das Stück endet mit einer Rebellion der Tiere, aber diesmal gegen die Schweine, und führt zum Tod von Napoleon.

    Die Inszenierung:

    Die Schauspielerei war hervorragend, denn die Zuschauer hatten nirgends das Gefühl, dass das Stück gezwungen und mühsam gespielt wurde, und auch die komischsten und bizarrsten Szenen kamen als natürlich rüber.

    Die exzellenten Schauspieler wurden durch die Kreativität des Regisseurs unterstützt, indem er beispielsweise nur Teile der Bühne beleuchtete, um gewisse Figuren in den Vordergrund zu bringen, während andere im Hintergrund verschwanden. Es wurden Lieder eingespielt, die passend zum Thema waren und zu denen die Schauspieler entsprechend getanzt und gesungen haben. Aber auch während der anderen Szenen wurde Musik im Hintergrund gespielt, um die Stimmung zu unterstreichen oder auch um einen Kontrast zu bilden. Die Windmühle, die von den Tieren gebaut wurde, wurde metaphorisch durch die Freiheitsstatue dargestellt, die die Freiheit verbildlicht, die die Tiere aber selber nicht haben. Außerdem wurde das Schauspiel nicht nur auf die Bühne beschränkt, denn bei der Verfolgung von Schneeball durch die Hunde wurde er von der Bühne in die Zuschauerränge gejagt, wo er dann schließlich verschwand.

    Die Kostüme und Requisiten, die im Schauspiel benutzt wurden, waren verblüffend und beherbergten unvorhersehbare Überraschungen. Zum Beispiel wurde im Schwanz eines der Hühner ein Ei versteckt, das so groß war wie eine mittelgroße Handtasche. Ein anderes Mal wurde eine Kuh gemolken und es trat tatsächlich eine weiße Flüssigkeit aus den Eutern. Die Kostüme waren sehr realistisch und es wurden sogar Stöckelschuhe bei den Schweinen benutzt, um die Hufen zu simulieren.

    Kritik:

    Die Art und Weise, wie die Komödie eingesetzt wurde, wirkte meistens überraschend und merkwürdig. Anstelle des subtilen, natürlichen Humors des Originals setzten die Macher vermehrt auf übertriebene Gesten, skurrile Witze und absurde Situationen. Während Orwell in seinem Roman mit feiner Ironie auf die Manipulation der Tiere hinweist, wurde dies in der Inszenierung durch überzogene Grimassen und Slapstick-Einlagen ins Lächerliche gezogen. Während einige dieser Elemente durchaus unterhaltsam waren, konnten sie den ursprünglichen Charme und Witz der Vorlage leider nicht ersetzen.

    Die Intention des Autors war, die Fehler eines kommunistischen Systems zu hervorheben und diese satirisch darzustellen. Doch dies scheiterte an der Verwendung von komischen Witzen und der überbordenden Musik, die in das Theaterstück eingebaut wurde. Wenn man das Buch liest, hat man ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit, denn jedes Mal, wenn die Tiere versuchen, ihr Leben zu verbessern, verschlechtert es sich am Ende und sie werden nur noch mehr von Napoleon und den Schweinen unterdrückt. Aber im Stück fehlt dieses unterschwellige Gefühl, einer sich entfaltenden Tragödie beizuwohnen und es herrscht eine komische und von unangenehmen Witzen dominierte Komödie, die nur vage die oben genannte Stimmung erzeugt.

    Insgesamt ist diese Inszenierung der Farm der Tiere gekennzeichnet durch das brillante Talent der Schauspieler, das kreative Nutzen von Musik und Tanz und realistisch aussehenden Kostüme sowie Requisiten. So beeindruckend die künstlerische Umsetzung auch war, sie überschattete leider die eigentliche Aussage des Stücks. Ein Publikum, das diese wahre Aussage nicht von vorneherein kennt, wird es auch nach dem Stück nicht erkennen können. Am Ende bleibt ein Publikum zurück, das sich eher an skurrile Szenen erinnert als an die eigentliche Aussage.

  • Ecoverse

    Ecoverse

    Dieses Schuljahr wollen wir als Ecoverse AG der SMV die ursprüngliche Netto Null AG in die Ecoverse AG umwandeln. Die Grundstrukturen der Netto Null AG wollen wir dabei jedoch beibehalten.

    Was die Netto Null AG bisher gemacht hat:

    Bisher hat die Netto Null AG CO2  von Ausflügen kompensiert, indem über eine Tabelle Emissionstabelle Personenverkehr  ausgerechnet wird, wie viel CO2  bei einem Ausflug mit einem  bestimmten Transportmittel ausgestoßen wurde. Anschließend wird die CO2 Menge in den Atmosfair-Rechner eingetragen und die entsprechende Geldsumme an Atmosfair gespendet.

    So können wir beispielsweise die Kosten für ein Schullandheim berechnen:

    Es sind in unserem Beispiel 25 Personen mit dem Reisebus insgesamt 500 km gefahren. Um die ausgestoßenen Emissionen zu berechnen, multiplizieren wir die Personenanzahl mit der Kilometeranzahl und dem Emissionsausstoß des spezifischen Verkehrsmittels.
    25 P x 500 km x 0,03 kg/Pkm = 375 kg.

    Tragen wir nun die zu kompensierende Menge in den Atmosfair Rechner so erhalten wir den Betrag der gespendet werden muss, um die Reise zu kompensieren (in dem Fall wären es 9 Euro).

    Solarzelle auf einer Hütte (Symbolbild), Quelle: PxHere, veröffentlicht unter Lizenz CC0 Public Domain

    Wer finanziert das?

    Die Finanzierung der Kompensation übernimmt unser Schulförderverein PRO. Nur dank der großzügigen Unterstützung von PRO ist das ganze Projekt überhaupt möglich! Jedoch kosten all diese Reisen ziemlich viel, und die Finanzierung kann nicht alleine durch den Förderverein PRO erfolgen. Deswegen sind wir bei der Kompensation auch auf die freiwillige Mithilfe der Eltern angewiesen. Daher finden Sie in Zukunft auf einem der Elternbriefe für einen Klassenausflug oder in einer Mail auch Möglichkeiten, Ihren Beitrag zur Kompensation zu leisten.

    Welcher Organisation spenden wir das Geld?

    Die Organisation, für die wir uns entschieden haben, heißt Atmosfair. Sie ist eine der größten und bekanntesten Kompensationsorganisationen und schneidet bei jeglichen Tests, wie beispielsweise dem der Stiftung Warentest, immer als eine der besten, oft mit sehr guten Bewertungen ab.

     An welche Projekte geht unser Geld?

    Die Projekte, an die unser Geld gespendet wird, finden sich auf der ganzen Welt und werden von Atmosfair ausgewählt. Dabei richtet sich Atmosfair nach strengen Regeln und wird regelmäßig von unabhängigen Prüfern geprüft, z.B. darauf, ob die unterstützten Projekte tatsächlich zusätzlich sind, das heißt nur dank dem Geld aus der Kompensation funktionieren, und ob sie auch wirklich CO2 einsparen. Beispielhafte Projekte sind der Bau von Solar- oder Wasserkraftanlagen. Diese werden vor allen Dingen in Entwicklungsländern erbaut, da dort recht häufig noch sehr „schmutziger“ Strom genutzt wird und wir (durch den Bau von Wasserkraftwerken oder Windrädern etc.) durch unseren Beitrag dafür sorgen, dass in Zukunft „sauberer“ Strom genutzt wird. Dadurch kompensieren wir nicht nur, sondern sorgen auch dafür, dass in Zukunft weniger Treibhausgase ausgestoßen werden.

    Und damit das alles nicht im stillen Kämmerlein geschieht, kommunizieren wir unsere Arbeit über die Homepage oder auch über Elternbriefe an die Eltern, um das Ganze ins Bewusstsein zu rücken und für Klimaschutz zu sensibilisieren.

    Wie bekommt man mit, dass eine Reise kompensiert wurde?

    In Zukunft werdet Ihr an diesem Symbol (Logo rechts), das beispielsweise auf Elternbriefen erscheinen wird, erkennen, dass die Reise von unserer AG kompensiert wird. Außerdem werden wir euch weiterhin über kompensierte Reisen auf dem Laufenden halten.

    Ist das nicht wie ein CO2-Ablasshandel?

    In der Tat ist CO2-Kompensation ein sehr umstrittenes Thema. Es besteht die Gefahr, dass Menschen, statt CO2 zu vermeiden oder zu reduzieren, ihre ausgestoßenen Emissionen einfach kompensieren, um ein reines Gewissen zu haben. Dabei ist es doch so unglaublich wichtig im Kampf gegen den Klimawandel auf Vermeiden und Reduzieren zu setzen! Daher verfolgen wir auch als RBG und als Ecoverse AG den Grundsatz Vermeiden, Reduzieren, Kompensieren.

    Wie bereits erwähnt, wird bei den Projekten von Atmosfair nicht nur kompensiert, sondern auch für die Zukunft dafür gesorgt, dass weniger CO2 ausgestoßen wird. Außerdem wollen wir auch als Schulgemeinschaft sparen, wo gespart werden kann.

    Vielen Dank fürs Durchlesen und für Euer Engagement!

    Liebe Grüße

    Eure Ecoverse AG

  • Woyzeck: Theaterbesuch des Leistungsfachs Deutsch

    Woyzeck: Theaterbesuch des Leistungsfachs Deutsch

    Nur zwei Schauspieler und eine Schauspielerin spielen sechs verschiedene Figuren, zum Teil auch gleichzeitig ein und dieselbe, und das noch im fliegenden Wechsel? Was fast schon etwas absurd klingt, wurde so im Stuttgarter Wilhelma-Theater den zahlreichen Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Schulen (Georg Büchners Drama „Woyzeck“ ist schließlich Schwerpunktthema) am Freitagabend, dem 28. Februar, dargeboten. Diese ebenso kreative wie ungewöhnliche Inszenierung hat uns aber alle begeistert, auch weil die schauspielerische Leistung einfach beeindruckend war. Und was mich persönlich mindestens ebenso begeistert hat: Alle meine Schülerinnen und Schüler haben sich für diesen besonderen Abend herausgeputzt – mit Anzug oder Kleid, schicken Hosen, eleganten Schuhen und edlen Fellmützen. Was für ein Kurs! Ich danke euch für diesen tollen Abend mit euch.

    Birgit Hecht

  • Basketballerinnen holen starken Platz 2

    Basketballerinnen holen starken Platz 2

    Bei Jugend trainiert für Olympia haben die Basketballerinnen der Wettkampfklasse 3 am 19.2.25 am Regierungsbezirksfinale in Ludwigsburg teilgenommen und einen zweiten Platz erspielt. Betreut wurde die Mannschat auf schulischer Seite von Sabrina Junge. Wir gratulieren zu dem Erfolg!

  • Ergebnis Juniorwahl

    Ergebnis Juniorwahl

    Die Juniorwahl, die die Fachschaft Gemeinschaftskunde vom 17. – 19.02. 2025 am RBG für die Klassenstufen 8 bis Kursstufe 2 durchführte, simulierte die Bundestagswahl vom vergangenen Sonntag realitätsnah und stellt so einen Baustein der Demokratieerziehung dar. Das RBG-Ergebnis zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum „echten“ Wahlergebnis: Wahlsieger ist jeweils die CDU/CSU. Es nahmen nur rund 53 % der Wahlberechtigten an der Simulation teil, diese wählten wiederum – ähnlich wie die Jung- und Erstwähler im Bund – vor allem linke Parteien. Am auffälligsten ist der Unterschied im Abschneiden der AfD bzw. der Grünen und der Linken im Vergleich zum tatsächlichen Wahlergebnis.

  • Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau

    Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau

    Texte und Bilder: Sophie F., Sara S. (Kl. 9)

    Am 14. Februar 2025 machten wir, die gesamte neunte Klassenstufe, eine eindrucksvolle und emotional aufwühlende Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Wir starteten in Gerlingen um 6:30 Uhr morgens und erreichten nach etwa zweieinhalb Stunden Fahrt das Gelände in Dachau.

    Das ungemütliche Wetter und die Kälte verstärkten noch zusätzlich die bedrückende Atmosphäre dort und die Stimmung bei uns allen war sofort sehr ernst und nachdenklich. Es fiel schwer, sich vorzustellen, dass hier während des Zweiten Weltkriegs diese grausamen Taten stattgefunden hatten. Schließlich schien die Wirklichkeit weit entfernt von dem, was wir vor uns sahen. Der Besuch an diesem historischen Ort ließ uns jedoch schnell begreifen, was hier tatsächlich geschehen ist.

    Wir wurden klassenweise aufgeteilt und je ein erfahrener Guide nahm jede der drei Gruppen den Vormittag über mit auf eine geführte Tour. Zunächst gingen wir in einen Seminarraum, in dem wir uns mit den geschichtlichen Ereignissen und mit Bildern aus der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigten. Der Guide erzählte uns die Geschichte des Konzentrationslagers und dabei wurde bereits deutlich, wie brutal und unmenschlich das Lagerleben war.   

    Anschließend führte uns der Guide über das Gelände und zeigte uns verschiedene bedeutende Orte. Besonders eindrucksvoll waren die Erklärungen zu den verschiedenen Gebäuden und Bereichen wie die Unterkunftsbaracken. Die einzelnen Geschichten, die uns dazu erzählt wurden, waren erschreckend. Es war schwer zu fassen, welche Grausamkeiten dort tagtäglich stattfanden.

    Ebenfalls sehr eindrücklich war der Besuch im Krematorium. Allein der Anblick dieser Räume und der Gedanke an diese unmenschlichen Taten hinterließ bei uns allen einen bleibenden Eindruck.

    Nach der Führung hatten wir noch Zeit, das Museum in dem Gebäude selbst zu erkunden. Auf diese Weise konnten wir uns noch intensiver mit bestimmten Themen auseinandersetzen und ausgestellte Überreste betrachten. Es war beeindruckend, die historischen Objekte zu sehen und mehr über das Schicksal einzelner Häftlinge zu erfahren.

    Zum Abschluss des Besuchs sahen wir einen kurzen Film in einem Kino, der uns die Geschichte des Konzentrationslagers und die historischen Ereignisse noch einmal näherbrachte. Der Film verstärkte nochmals die Eindrücke des Tages und verdeutlichte die erschütternde Realität jener Zeit.

    Nachdem wir schließlich das Gelände verlassen hatten, stiegen wir wieder in den Bus und erreichten Gerlingen um 18:30 Uhr. Der Tag hat uns viele intensive Eindrücke und Gedanken verschafft, die uns noch lange beschäftigt haben. Der Besuch der Gedenkstätte Dachau hat uns also nicht nur historisches Wissen vermittelt, sondern uns auch emotional mitgenommen und vor Augen geführt, wie wichtig es ist, sich an solche Orte zu erinnern, um die Opfer des Nationalsozialismus zu ehren und die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

    Im ersten Halbjahr der Klasse 9 behandelt der Geschichtsunterricht den Nationalsozialismus. Die Gedenkstättenfahrt dient der Veranschaulichung und Ergänzung des Unterrichts.

    Das Konzentrationslager (KZ) Dachau vor den Toren der Metropole München wurde als eines der ersten bereits im März 1933 auf dem Gelände einer ehemaligen Pulverfabrik errichtet. Es diente zunächst der Inhaftierung politischer Gegner der NSDAP. Nachdem Hitler seine Diktatur errichtet hatte, wurde das KZ Dachau als einziges der frühen KZs nicht aufgelöst, sondern von der SS weiterbetrieben. Insgesant wurden von 1933 bis 1945 zehntausende Juden und Häftlinge aus den von der Wehrmacht eroberten Ländern Europas inhaftiert, litten in dem Arbeitslager und seinen Außenstellen. 41.500 starben infolge der unmenschlichen Haftbedingungen oder durch Massenhinrichtungen.

    https://www.kz-gedenkstaette-dachau.de/historischer-ort/kz-dachau-1933-1945/

    Annäherung an die KZ-Geschichte: Historische Fotografien
    Die Verbrennungsöfen in Dachau
    Gedenkstein für die Opfer
  • Gerlinger Rocknight – So wars

    Gerlinger Rocknight – So wars

    Draußen wars eisig, drinnen heizten die RBG-Bands ein: Gut 100 Zuhörer – Mitschüler, Eltern, Lehrer – waren zur „Gerlinger Rocknacht am RBG“ gekommen und hörten der K2-Band „Stranger Songs“ zu, die gekonnt Hard-Rock-Klassiker von Cream bis Metallica interpretierte, moderiert von den Frontmännern Alex (E-Gitarre) und Jan (E-Bass).

    Die „Swingsters“ rund um RBG-Tastenlegende Linus D. (K1) setzten einen entspannten Kontrast mit ihrem Jazz- und Swingstücken der 1920er und 30er Jahre.

    Als dritter Act performten die „Kids of Inferno“. Die spannende Combo aus Sechstklässlern und Abiturienten brachte mit dem Cranberries-Hit „Zombi“ und anderen gut gespielten Songs das Publikum auf Betriebstemperatur, um nach dem Konzert zu aktueller Clubmusik zu tanzen.

    Besondere Credits gehen an Dirk Wegner, den „Macher“ hinter dem Band-Konzert, der selbst als Pianist auftrat. Die Event-Technik-AG sorgte für den nötigen krachigen Sound und tauchte mit ihre Spots das Atrium in die passende Club-Atmosphäre. Die Stimmung eingefangen hat Moritz Hüttmann mit seinen Bildern – klicken Sie sich durch das Konzert in der Bildergalerie!

  • Blick hinter die Kulissen – Ein Theaterbesuch voller spannender Einblicke

    Blick hinter die Kulissen – Ein Theaterbesuch voller spannender Einblicke

    STUTTGART – Am Mittwoch, den 22. Januar 2025, besuchte die Klasse 9b das Alte Schauspielhaus in Stuttgart. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in Bereiche des Theaters, die dem Publikum normalerweise verborgen bleiben. Von der Maske bis zur Requisite bot der Ausflug einen umfassenden Blick hinter die Kulissen.

    Unsere Führung begann mit einem Rundgang durch die wichtigsten Abteilungen des Theaters. Ein Highlight war der Stopp in der Maske. Dort erklärte uns eine Mitarbeiterin, wie Schauspieler für ihre Rollen geschminkt und frisiert werden. Besonders beeindruckend war die Herstellung einer Perücke, die viel Geduld und Können erfordert. Jedes Haar wird einzeln eingearbeitet, damit die Perücke möglichst natürlich aussieht und perfekt zur Figur passt.

    Ein weiteres Highlight war der Besuch in der Requisite. Dort entdeckten wir unzählige interessante Gegenstände: Gläser, alte Radios, Laptops und sogar künstliches Essen, das regelmäßig in Aufführungen verwendet wird. Viele dieser Requisiten stammen noch aus früheren Stücken und werden immer wieder eingesetzt.

    Auf der Bühne konnten wir miterleben, wie gerade die Kulisse der aktuellen Inszenierung abgebaut wurde, um Platz für die nächste Szene zu schaffen. Dabei wurde schnell klar, wie viel Arbeit und Präzision dahintersteckt. Die Sicherheit spielt eine zentrale Rolle: Vor allem der Brandschutz und die genaue Platzierung aller Bühnenelemente sind entscheidend, damit alles reibungslos abläuft.

    In der Garderobe der Schauspieler konnten wir uns gut vorstellen, wie hektisch es kurz vor einer Aufführung zugeht. Zwischen den Szenen haben die Schauspieler jedoch manchmal auch längere Pausen. Dafür steht ihnen ein kleines Bett zur Verfügung, auf dem sie sich ausruhen können, um während der Proben fit zu bleiben.

    Insgesamt war der Ausflug ins Alte Schauspielhaus für die Klasse 9b eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Wir gewannen viele Einblicke in den Alltag der Menschen, die vor und hinter der Bühne arbeiten, und wie viel Vorbereitung und Planung in jeder Aufführung steckt. Nach diesen Eindrücken freuen wir uns schon darauf, das Theater auch einmal als Zuschauer zu besuchen.

    Der Ausflug wurde im Rahmen einer GFS von Timo Graf organisiert.