Kategorie: Arbeitsgemeinschaften

  • 2. Platz im Landesfinale: großer Erfolg für unsere Basketballerinnen!

    2. Platz im Landesfinale: großer Erfolg für unsere Basketballerinnen!

    Seit Jahren schneiden Teams des RBG im Basketball-Wettbewerb von Jugend trainiert für Olympia (JtfO) äußerst gut ab – nicht zuletzt dank einer sehr erfolgreichen Jugendarbeit der Gerlinger Sportvereine. In diesem Schuljahr spielten sich schon die verschiedenen Mädchenmannschaften und die U-16-Jungs in RP- und Landesfinals.
    Die jüngeren Mädchen (Kl. 7) hatten sich ebenfalls für das Landesfinale qualfiziert, das am 07. 05. 2024 stattfand – hier der Bericht:

    Unser Basketballteam der RBG-Schule hat am 07.05 beim JTFO-Landesfinale in Steinbach einen großartigen Erfolg erzielt. Mit viel Einsatz und Teamgeist sicherten sich die jungen Sportlerinnen den 2. Platz.

    Der Tag begann früh für unsere Spielerinnen, die sich um 7:45 Uhr an der Brückentorhalle trafen. Von dort aus machte sich das Team erstmal auf den Weg zur Eröffnungsfeier in Bühl. Begleitet von einer mitreißenden Schulband, wurde das Turnier feierlich eröffnet und das Team war motiviert, Ihr Bestes zu geben.

    Anschließend ging es weiter zur Stadthalle in Steinbach, wo die Spiele stattfanden. Im ersten Spiel trafen wir auf die Geschwister-Scholl-Schule aus Tübingen. Mit einer beeindruckenden Leistung konnten wir das Spiel deutlich für sich entscheiden und gingen als Siegerinnen vom Platz.

    Nach einer Mittagspause in der Sportschule Steinbach begann die nächste Herausforderung für unser Team. Leider hatten wir bei der Spielansetzung kein Losglück und mussten die nächsten drei Spiele direkt hintereinander bestreiten. Doch wir ließen uns nicht entmutigen und zeigten großen Kampfgeist.

    Im zweiten Spiel des Tages trafen wir auf das Friedrich-Gymnasium aus Freiburg. Mit einer souveränen Leistung gelang es uns erneut, als Siegerinnen hervorzugehen.

    Das dritte Spiel stellte das Team vor eine besondere Herausforderung, denn sie trafen auf das stärkste Team des Turniers vom Theodor-Heuss-Gymnasium. Trotzdem gaben die Mädchen alles und konnten das Spiel lange Zeit ausgeglichen gestalten. Am Ende mussten wir uns jedoch geschlagen geben, zeigten aber dennoch eine beeindruckende Leistung.

    Im letzten Spiel des Turniers ging es um den begehrten 2. Platz. Alle RBG-Spielerinnen mobilisierten noch einmal alle ihre Kräfte und traten gegen das Ludwig-Marum-Gymnasium Pfinztal an. Obwohl man unserem Team die Belastung der vorherigen Spiele ansah, kämpften wir unermüdlich und konnten uns am Ende den verdienten Sieg sichern.

    Die Freude über den 2. Platz war riesig und wir wurden bei der Abschlussfeier/Siegerehrung gebührend gefeiert. Neben der Siegerehrung gab es auch eine beeindruckende Aufführung der rhythmischen Tanzgymnastik, die den gelungenen Tag abrundete.

    Das Basketballteam der RBG-Schule, bestehend aus Sofia, Selma, Nele, Marlena, Leyla, Sophia, Betül, Lara und Milla, hat mit ihrem 2. Platz beim JTFO-Landesfinale in Steinbach eine herausragende Leistung erbracht. Betreut wurde das Team von den RBG-Sportlehrern Sabrina Junge und Moritz Hüttmann.

    Herzlichen Glückwunsch!

  • FAIRkostung zur schriftlichen Abiprüfung

    FAIRkostung zur schriftlichen Abiprüfung

    Bereits zum 4. Mal organisierte und packt die Fairtrade-AG mit Unterstützung des Weltladens faire Abitüten zu den schriftlichen Prüfungen. Diese enthielten faire Snacks, einen Orangensaft und Obst, alles gesponsert und unterstützt von Handelspartnern des Weltladens, vom Weltladen selbst und Hofladen Müller sowie der Schule.
    Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und wünschen weiterhin viel Erfolg bei den Prüfungen.

    Eure Fairtade-AG

  • 08. – 11. 05. – Los-Ballos-Wochenende Heiligkreuztal

    08. – 11. 05. – Los-Ballos-Wochenende Heiligkreuztal

    Von Mittwoch, 08. Mai, bis Samstag, 11. Mai 2024 wird zum 16. Mal das LOS BALLOS Wochenende stattfinden: Ein Zirkus-Wochenende, bei dem alle Jongleurinnen und Jongleure des Robert-Bosch-Gymnasiums zusammen die Zeit im Kloster Heiligkreuztal auf der Schwäbischen Alb, verbringen. Geleitet wird das Wochenende von Frau Gawol.

    Es wird durch das gemeinsame Jonglieren und gezielte Trainings und Workshops von aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Jonglier-AGs in einer offenen Atmosphäre die eigene Jongliertechnik verbessert. Zudem werden gemeinsam neue Auftritte entworfen und vorhandene perfektioniert.

    Dabei darf aber natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz kommen! Daher gibt es neben dem Jonglierprogramm auch ein großes und abwechslungsreiches Freizeitprogramm, welches von der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) gestaltet wird. Hierbei wird darauf geachtet, dass für jeden etwas dabei ist. Einen Vorgeschmackt gibt dieser Bericht vom Los-Ballos-Wochenende 2022.

  • Kammerkonzert: Musik im Atrium

    Kammerkonzert: Musik im Atrium

    Bericht und Bilder folgen

    Seit einigen Jahren hat sich neben Sommer- und Adventskonzert ein drittes musikalisches Event am RBG etabliert: Der Kammermusik-Abend. Die Musikfachschaft Johannes Schmid, Tatjana Vilz-Beck und Dirk Wegner bieten damit den jüngeren (und nicht mehr ganz so jungen) Einzelinstrumentalisten und Duos eine Plattform. Das Konzert am Donnerstag vor den Osterferien (21.03.) zeigte auch wieder die Vielzahl und Vielfalt an Talenten und Instrumenten. Das Kammerorchester unter der Leitung von Tatjana Vilz-Beck begrüßte das Publikum mit Tönen statt Worten. Violine Solo, anspruchsvolle Klavierbeiträge, Querflöte und Klavier, Oboe und Viola (jeweils von Tatjana Vilz-Bewck am Klavier begleitet); dazu spannende Kombinationen wie Trompete & Violine, klassische und E-Gitarre, Schlagzeug und Gitarre  folgten.

    Im zweiten Teil des Programms sangen Schülerinnen der Kursstufe 1 solistische Stücke, jeweils begleitet von Dirk Wegner am Klavier. Als wuchtigen Abschluss spielte die Kursstufen-Band Fast Car (Tracy Chapman) und Billy Bossa Nova (Billy Eilish).

  • Murder-Mystery nach Gartenparty-Gewalttat

    Murder-Mystery nach Gartenparty-Gewalttat

    Alle sind sie gekommen zur Gartenparty im Haus Maybachstr. 77 – sogar Hausmeister Stahlmeier, eine Art Blockwart mit goldenen Herzen. ALLE? Nein! Die zwei aus der Mädchen-WG fehlen. Hangover von der Feier letzte Nacht? Die lassen doch sonst keine Feier aus?! Kurzerhand stürmt die Hausgemeinschaft die Wohnung. Es wird dunkel. Dann zerreisst ein Schrei die Stille: zwei Leichen wurden gefunden.

    Das ist der Auftakt zum Kriminalstück „Wer wars“, das die Theater-AG des RBG mit professioneller Unterstützung vom Theaterhaus Stuttgart durch die Theaterpädagogin Catharina Zukrigl selbst verfasst und am 15. und 16. März im Atrium der Schule aufgeführt hat. Dabei wurden das Treppenhaus und die verschiedenen Ebenen des Gebäudes zum Mehrparteienhaus, in dem die Nachbarschaft sich trifft, stets begleitet vom pedantischen Stasi-Hausmeister. Ausgangspunkt ist, dass Sabrina, ein Mädchen im Teeniealter, die Sommerferien bei ihrer Tante Sabine, die eben in diesem Haus wohnt, verbringen soll. Die Tante organisiert die allseits beliebte jährliche Gartenparty, die am Abend steigen wird. Im Song „Das ist die Gartenparty“, den Hausmeister Stahlmeier und der alleinerziehende Fünffach-Papa Iwan auf die Bühne rocken, werden die Personen des Stücks vorgestellt.

    Geschickt agiert die Technik-AG mit Sound und Lichteinsatz, viele Dialoge werden bei Dunkelheit mit Spots inszeniert, die verzerrten Schattenwürfe auf die Wände im Hintergrund unterstreichen die Krimi-Atmosphäre in Orson-Welles-Manier. Manche Szenen werden durch Audioeinspielungen angereichert oder sogar ganz im Dunklen rein akustisch inszeniert, was das Geschehen umso vieldeutiger, mysteriöser und spannender macht. So wird das Publikum mit hineingenommen in den Fall: Die Polizei ermittelt, die Leichen werden obduziert. Nur die dank Hausmeister Stahlmeier nahezu perfekt überwachten Hausbewohner kommen als Täter infrage. Doch wer wars? Die Frage wird eine Crimeshow klären: Erst kommt abgedrehte Werbung, dann begrüßen Host Kai aka Kommunisten-Kai im Che-Shirt und Sabrina zwei Expertinnen sowie die Zuschauer als Studiopublikum, das nun nacheinander verschiedene Motive vorgespielt bekommt, jeweils kommentiert von den Expertinnen, bevor es per Abstimmung den wahrscheinlichen Mörder ermitteln soll:

    • War es „ein ganz besonderer Aufguss in der Sauna“?
    • Oder sind die jungen Frauen Opfer der tragischen Verwechslung durch eine Auftragskillerin, die von einer im Sorgerechtsstreit unterlegenen Mutter auf Iwan angesetzt wurde?
    • Verbergen die Mitternachtsrosen ein düsteres Geheimnis?
    • Macht die Keksdosis, die in die falschen Hände gerät, das Gift?

    Als Zuschauer staunt man nicht nur über das schauspielerische Können, lacht über pointierte Dialoge, sondern ist auch beeindruckt vom kreativen Erfindungsreichtum der jugendlichen Stückeschreiber.

    Nach den vier Szenarien zum möglichen Tathergang darf das Publikum per Farbkarte abstimmen. Die Moderatoren zählen die Stimmen aus – der Fall ist klar: es waren Tante und Nichte aus Szenario vier: ein Familienerbstreit und ein vergiftetes Geschenk, das nicht die Erbtante, sondern die beiden Mädchen traf. Die Mörderinnen werden abgeführt.

    Großer Applaus für das großartige Ensemble und die Regisseurin und Leiterin der Theater-AG, Julia Weizmann. Tolle Abendunterhaltung! Ermöglicht wird diese tolle Theaterarbeit durch das Projekt „Schule als Bühne“ mit dem Theaterhaus, mit dem das RBG seit Jahren eine Bildungspartnerschaft unterhält.

    Doch … wer war es nun tatsächlich? „Vertrauen Sie mir, nächstes Mal klappt es bestimmt….“

    Klicken Sie sie sich durchs Theaterstück „Wer wars?“ mit unserer Bildergalerie:

  • RBG für weitere 2 Jahre Fairtrade School

    RBG für weitere 2 Jahre Fairtrade School

    Im vergangenen Herbst wurde in der Fairtrade- AG der Antrag zur Rezertifizierung erfolgreich fertiggestellt und bei Faitrade Deutschland eingereicht. Umgehend erhielten wir die freudige Nachricht, dass das Robert-Bosch-Gymnasium für zwei weitere Jahre den Titel Fairtade School tragen darf. Darüber freuen wir uns sehr und wollen dies mit der ganzen Schulgemeinschaft feiern. Deshalb veranstaltet die Fairtrade- AG am 20.2. und 22.2., jeweils in der 1. Pause, einen fairen Waffelverkauf. Weitere Informationen dazu wird es in den kommenden Wochen im Schulhaus geben.

  • Ab auf die Schwäbische Alb!

    Ab auf die Schwäbische Alb!

    Von Mittwoch, 08. Mai, bis Samstag, 11. Mai 2024 wird zum 16. Mal das LOS BALLOS Wochenende im Kloster Heiligkreuztal stattfinden.  

    Was ist LOS BALLOS ?

    Ein Zirkus-Wochenende, bei dem alle Jongleurinnen und Jongleure des Robert-Bosch-Gymnasiums zusammen die Zeit im Kloster Heiligkreuztal auf der Schwäbischen Alb, verbringen.

    Hierbei wird durch das gemeinsame Jonglieren und gezielte Trainings und Workshops von aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Jonglier-AGs in einer offenen Atmosphäre die eigene Jongliertechnik verbessert. Zudem werden gemeinsam neue Auftritte entworfen und vorhandene perfektioniert.

    Dabei darf aber natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz kommen! Daher gibt es neben dem Jonglierprogramm auch ein großes und abwechslungsreiches Freizeitprogramm, welches von der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) gestaltet wird. Hierbei wird darauf geachtet, dass für jeden etwas dabei ist. Einen Vorgeschmackt gibt dieser Bericht vom Los-Ballos-Wochenende 2022.

    Bei Fragen wendet Euch bitte an:

  • Netto-Null-AG blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

    Netto-Null-AG blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

    Das vergangene Schuljahr war ein voller Erfolg für die Netto-Null-AG, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Emissionen aller unvermeidbaren Reisen am RBG zu kompensieren (mehr Infos unter https://rbg-g.de/co2-kompensation-am-rbg/). Es war das erste Jahr nach Corona, in dem wieder alle Ausflüge, Exkursionen und Austausche wie gewohnt stattfinden konnten und damit auch das erste Jahr überhaupt „richtige Arbeit“ für unsere AG.

    Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Insgesamt 20 Reisen mit einem CO2 Ausstoß von 30.716 kg konnten wir dank der Hilfe unseres Fördervereins PRO kompensieren! Das Zertifikat unten dokumentiert unseren Einsatz.

    Wir bedanken uns bei PRO für die Unterstützung und bei den Lehrkräften für die gute Zusammenarbeit, ohne die die Kompensation längst nicht so reibungslos ablaufen könnte.

    Auch im nächsten Schuljahr setzen wir unsere Arbeit fort und halten Sie selbstverständlich darüber auf dem Laufenden.

  • Cambridge Exam: Zertifikate verliehen

    Cambridge Exam: Zertifikate verliehen

    Schulleiterin Silke Scholz (rechts im Bild) hat die Zertifikate für das Cambridge Exam an Teilnehmer aus der letztjährigen Cambridge AG verliehen. A.T., N.W., M.P. und S.R. aus der jetzigen K2 erhielten das begehrte Sprachzertifikat. Sie absolvierten dafür im Juni eine Prüfung am Anglo-German Institute in Stuttgart, sie umfasste einen mündlichen Teil und einen schriftlichen mit Aufgaben zu “Reading and Use of English”, “Listening” und “Writing”.
    Das Zertifikat ist lebenslang gültig und gilt als anerkannter Nachweis der Englischkenntnisse an vielen aus- und inländischen Hochschulen und Einrichtungen. Damit eröffnen sich den RBGlern viele Wege für ihre berufliche Zukunft nach dem Abitur. Christiana Merkle (links im Bild) leitet die AG an unserer Schule, die auf das Examen vorbereitet.

  • Doch das Messer sieht man nicht…

    Doch das Messer sieht man nicht…

    Die Theater-AG des RBG lädt zu Schnuppertagen ein: Vier Termine an zwei Tagen (30.06. / 01.07.), jeweils dreißig Plätze. Ich bin interessiert und melde mich gleich mal für den ersten Termin an: freitags, 17:30.

    Was mich wohl erwartet? Zu Beginn treffen wir uns im Atrium. Ich sehe mich um: Die Dekoration ist reduziert, einige Kulissenelemente kann ich erkennen. Was wird hier gespielt? Ein Mitglied der AG, Tobias R., begrüßt uns. Er wird uns als „Conferencier“ durch diesen Schnupperabend und die einzelnen Handlungsorte führen. Wir werden als neue Kurzzeit-Mitglieder für die nächsten 90 Minuten in die AG aufgenommen. Dann gehts auch schon los: Ein kurzer Kampf vor den Füßen des stehenden Publikums, eine Person bleibt verletzt zurück. Ortswechsel nach oben zur Galerie.

    Dort sind wir in der Zentrale einer Londoner „Firma“, geführt von einem knallharten Kapitalisten, der aus dem Betteln ein Geschäftsmodell gemacht (heute würde man sagen: es monetarisiert) hat und den wir „P“ nennen wollen (sehr glaubwürdig gespielt von Nele W.). P will der „Verhärtung der menschlichen Herzen“ entgegnen, indem er die „Elenden“ so ausstattet, dass sie möglichst viel Mitgefühl (und Bettelerfolg) erregen. Seine Tochter P. P. (fantastisch als etwas naives Blondchen: Marie Z.) ist allerdings über Nacht nicht nach Hause gekommen und der ehrenwerte Geschäftsmann mit Zylinder und Gehstock ahnt Schlimmes.

    Zu Recht: P.P. hat sich mit dem obersten Verbrecher Londons, wir nennen ihn MM (wunderbar durchtrieben und zugleich ironisch gespielt von Jan P. ), eingelassen. Sie feiern ausgelassen tanzend mit der zwielichtigen Bande von MM eine etwas absurde Hochzeit in einem Pferdestall, mit Pfarrerin im Talar und Bibel. Uns Praktikanten schwant schon: da stimmt was nicht.

    Tatsächlich: als der beste Freund von MM, der oberste Polizeichef „Tiger“ B (expressiv und überkandidelt: Thomas F.) vorbeischaut, wird die frisch angetraute Braut beiseite geschoben. Der unfreiwillige Schwiegervater P, der von dieser Freundschaft nichts weiß, aber in MM eine Art schmutzigen Konkurrenten im Unterwelt-Business sieht, und die Hochzeit als Farce durchschaut, plant nun die Verhaftung MMs. Seine völlig verliebte Braut warnt MM allerdings. Dieser erklärt ihr zwar, dass er alle in der Hand hat und jeden erpressen kann, taucht dann aber unter. Da er jedoch ein Mann von Prinzipien ist, erscheint er pünktlich donnerstags in seinem Stammcafé (dem Schülercafé), wo seine Truppe ihn feiert, sich über seine endlos lange Liste mit Straftaten amüsiert, während wir als Komparsen Gäste sein dürfen. Seine Ex-Geliebte J. (Elif G.) verrät ihn und die Polizei greift nach kurzer Verfolgungsjagd zu.

    Im Gefängnis prallen seine eifersüchtige Geliebte L und seine neue Frau P.P. keifend aufeinander. MM hat alle Mühe, beide abwechselnd zu besänftigen. Hier hat der Polizeichef seinen von vielen Luftsprüngen gekennzeichneten großen Auftritt: Was soll er tun? Er kann MM nicht freilassen, steht aber in seiner Hand und hat ihm Treue und Hilfe versprochen. MM löst das Dilemma, indem er einfach flieht.

    P.P. besucht ihre Rivalin L. nun zuhause (Schulbibliothek), weil sie hofft, einen Tipp zum Aufenthaltsort ihres Mannes zu erhalten. Sie erfährt zunächst Verständnis, dann kommt es aber doch zum Duell der beiden Frauen zwischen Bücherregalen um einen Mann. Nur allmählich realisiert P.P., dass MM es nicht ernst mit ihr meint.

    Es kommt, wie es kommen muss: MM wird erneut verhaftet, in einer Schattenspielszene, in der ihn seine engsten Freunde im Gefängnis besuchen, wird er sich seiner Lage bewusst. Die Szene wird zum Tribunal: in der Mitte erhöht auf einem Sessel als Anklagebank (oder Schafott?) MM, über ihm baumelt symbolträchtig die Galgenschlinge. Ankläger und Verteidiger treten auf und halten ihre Plädoyers für oder gegen seine Verurteilung zum Tod: Natürlich sind die hintergangene L., sein Erzfeind P. dafür, natürlich sind seine immer noch verliebte Frau P.P. und auch der korrupte Polizeichef B dagegen.

    Es gibt ja auch noch uns – die Schnuppergäste, und wir dürfen abstimmen: Schuldig oder nicht schuldig? Ich stimme mit der Mehrheit für schuldig und bin schon gespannt, wie die Hinrichtung wohl umgesetzt werden wird – aber nein! Ein Bote der Königin stoppt im letzten Moment die Verurteilung und begnadigt MM. P. stellt die Frage in den Raum: Ist das gerecht? Wer sind die wahrhaft Schuldigen? Die das Elend zulassen oder die darin leben? Die Bankräuber oder die Bankgründer? Was ist gerecht? Mit dieser Frage endet das Stück.

    Großer Applaus für ein großartiges Spiel: das war ein toller Einblick in das Können der Theater-AG. Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler agierten dynamisch, mutig, mit viel Bewegung und mit großer Selbstverständlichkeit ganz ohne Bühne und klarer Trennung zu einem Publikum. Es gab häufige Orts- und Positionswechsel, mal konnte man sitzen, mal stand man, häufig waren die Szenen in das Publikum hinein gespielt, wir „Schnuppermitglieder“ wurden so zum Teil des Stücks. Und es gab auch kleine Rollen für Spontane.

    Ich bin beeindruckt, wie kreativ, lustig und temporeich die Theater-AG um Leiterin Julia Weizmann ein sehr bekanntes Theaterstück adaptiert, inszeniert und gespielt hat. Ein Schnupperabend, der sich auf jeden Fall gelohnt hat!