Autor: David Schaebs

  • „Jedes Land hat seinen Platz auf der Landkarte“

    „Jedes Land hat seinen Platz auf der Landkarte“

    Die Klassenstufe 10 und das Gemeinschaftskunde-Leistungsfach der Kursstufe 1 erlebten am Montag, 22.04., neunzig Minuten, was europäische Politik bedeutet:  Rainer Wieland, seit 1997 Mitglied des Europäischen Parlaments, war am RBG zu Gast und bot Einblicke „tief aus dem Maschinenraum“ in Brüssel und Straßburg.

    Wieland ist seit 1961 in Gerlingen verwurzelt, saß jahrelang im Gemeinderat und gestaltete darin u.a. die Partnerschaft mit dem englischen Seaham – vor allem aber ist er seit 2009 einer der EU-Parlaments-Vizepräsidenten. Und in dieser Funktion hatte ihn Gemeinschaftskundelehrerin Birgit Hecht eingeladen. Hintergrund ist die bevorstehende Europa- und Kommunalwahl am 09. Juni 2024, bei der erstmals das Wahlrecht ab 16 Jahren gilt. Viele Zehntklässler dürfen also bereits wählen. Wegen des „Abstandsgebots“, dass parteipolitische Veranstaltungen vor einer Wahl an Schulen untersagt, berichtete Wieland vor allem von dem Teil der politischen Arbeit, der in den Schlagzeilen unsichtbar ist – und hielt ein kluges Plädoyer vor den knapp 80 anwesenden Schülern, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.

    In seinem knappen Einführungsvortrag schilderte Rainer Wieland seine berufliche und politische Laufbahn. Anschließend hatten die Anwesenden 60 Minuten Zeit, Fragen zu stellen. Dabei kamen ganz unterschiedliche Aspekte zur Sprache: Was war bisher Ihr größter Erfolg in der Politik? Welche Hürden hatten Sie auf Ihrer Laufbahn zu überwinden? Wie hat sich das Parlament in den letzten Jahrzehnten verändert? Spürt man angesichts der aktuellen Kriege und Krisen Unruhe und Anspannung unter den Abgeordneten? Wieland nahm sich Zeit, die Fragen ausführlich zu beantworten, räumte mit manchen Vorurteilen auf und ließ auch grundsätzliche Überlegungen über die Bedeutung von Parteien oder die Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit in einem vielgestaltigen Europa einfließen. „Jedes Land hat seinen Platz auf der Landkarte. Und von dem Platz kann es nicht weg“, formulierte Wieland als Kern einer europäischen Perspektive auf politische Sachfragen. Er erläuterte, wie wichtig es ist, die unterschiedlichen Sichtweisen zu bedenken, die Besonderheit des anderen zu sehen, indem er die Auswirkungen für Fragen der Landwirtschaft, der Außenpolitik, der Geschichtsauffassung usw. an Beispielen skizzierte – bis hin zur der EU-Richtlinie für Sportboote. Anhand unspektakulär wirkender Themen wie der Einführung eines Unions-Patentes, der Benennung von Gebäuden und  Räumen oder des SEPA-Beschlusses wurde anschaulich, wie vielschichtig und kleinteilig politische Arbeit auf europäischer Ebene ist.
    Wichtig für die Politik seien die „Basics“, wozu Nation, Religion und das Recht zählten. Vor jedem notwendigen und wichtigen Streit über Sachfragen müssten in diesen Bereichen grundsätzliche Spielregeln akzeptiert sein, die Wieland in einfacher, für die Schüler griffiger Sprache, definierte. Demokratie bedeute, dass „nicht der Pflasterstein entscheidet“.
    Mit dem Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann: „Der Friede ist der Ernstfall, in dem man sich bewähren muss“, schloss er die Veranstaltung und bezeichnete das bequeme Sofa als heutzutage „mächtigsten Gegner“ der Politik. Sein Publikum forderte er heraus, diese Bewährungsaufgabe anzunehmen.

    Wieland zeigte sich als engagierter  und glaubwürdiger Europapolitiker – und gewann damit die konzentrierte Aufmerksamkeit der allermeisten seiner jungen Zuhörer über die vollen 90 Minuten.

  • Deutsche Sicherheitspolitik unter dem Eindruck der „Zeitenwenden“

    Deutsche Sicherheitspolitik unter dem Eindruck der „Zeitenwenden“

    Am 12.4.2024 bekamen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 im Rahmen des Gemeinschaftskunde-Unterrichts, Besuch von Herrn Hauptmann Jungmann, einem Jugendoffizier der Bundeswehr. Vor dem Eindruck der aktuellen Krisenereignisse der Welt, von der Ukraine über Israel bis hin zum Golf von Aden bekamen die SUS Informationen aus erster Hand, was Sicherheitspolitik heute bedeutet und vor welchen sicherheits- und verteidigungspolitischen Herausforderungen Deutschland in Europa, der NATO und der Welt steht.  Organisiert wurde die Veranstaltung von Fachlehrer Fabian Kobald.

  • Solidarität mit queeren Menschen in Ghana

    Solidarität mit queeren Menschen in Ghana

    Wo bei anderen Artikeln auf dieser Homepage normalerweise ein kleines Bild erscheint, bevor man den Artikel öffnet, ist hier einfach rot. Was hat es damit auf sich? Die rote Farbe ist das Symbol queerer Menschen in Ghana und ihrer Unterstützer und soll aufmerksam machen auf die derzeitige, sehr besorgniserregende Situation.

    Am 28. Februar hat das ghanaische Parlament ein Gesetz verabschiedet, welches vorsieht, Personen, die sich als queer identifizieren oder als queere Person entsprechend auffallen, mit einer Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren zu belegen. Aber auch Personen und Organisationen, die sich für die Rechte von queeren Personen einsetzen, drohen mit dem neuen Gesetz bis zu fünf Jahre Haft in einem ghanaischen Gefängnis. Derzeit liegt das im Parlament verabschiedete Gesetz zur Prüfung beim ghanaischen Supreme Court. Sollte dieser das Gesetz als verfassungskonform erklären, wird Präsident Akufo-Addo das in seiner jetzigen Form vorliegende Gesetz unterschreiben und es tritt mit all seinen Konsequenzen unmittelbar in Kraft. Leider erhält die gegenwärtige Entwicklung – nicht nur in Ghana – international kaum Beachtung.

    Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung möchten wir als Anti-Diskriminierungs-AG der SMV unsere Solidarität mit der ghanaischen LGBTIQ*-Community zum Ausdruck bringen und deutlich machen, dass uns die Situation der queeren Community in Ghana nicht gleichgültig ist! Wir verurteilen das Gesetzesvorhaben aufs Schärfste.

    Für die AG: N. W.

  • „Wer lange wartet, stirbt“

    „Wer lange wartet, stirbt“

    Theaterpremiere im Klassenzimmer: Der Raum 202/203 verwandelte sich am Donnerstag, 07.03.24, für die Deutschkurse der Kursstufe 1 in eine Bühne für das Theaterstück: „Wer lange wartet, stirbt“. Der Monolog der Autorin und Klimaaktivistin Karina Wasitschek (Informationen zum Stück hier), stellt die Perspektive einer politischen Aktivistin dar. Die Schülerinnen und Schüler waren in interaktiven Elementen daran beteiligt (Bilderserie rechts zum Durchklicken).

    Im anschließenden Auswertungsgespräch wurden Eindrücke des Publikums und allgemeine Fragen zur Zukunftsfähigkeit der Bildung besprochen. Der dritte Teil beinhaltete theaterpraktische Übungen.

    Eine Besonderheit war, dass das Stück als Klassenzimmerversion am RBG Premiere feierte – und das klappte bestens, wie die Rückmeldung vom Theaterhaus Stuttgart zeigt:
    „Wir möchten uns ganz herzlich bei Euch bedanken, dass dies am Robert-Bosch-Gymnasium stattfinden konnte. Bedanken möchten wir uns auch für die offene, konstruktive und immer zielorientierte Zusammenarbeit und auch und vor allem die herzliche Betreuung meiner Kolleginnen vor Ort, es war für Esrah, Raluca und Catharina fast schon ein Heimspiel, wunderbar.“

    Die Inszenierung ist Teil der Bildungspartnerschaft, die seit 2018 zwischen dem RBG und dem Theaterhaus Stuttgart besteht.

  • Kammerkonzert: Musik im Atrium

    Kammerkonzert: Musik im Atrium

    Bericht und Bilder folgen

    Seit einigen Jahren hat sich neben Sommer- und Adventskonzert ein drittes musikalisches Event am RBG etabliert: Der Kammermusik-Abend. Die Musikfachschaft Johannes Schmid, Tatjana Vilz-Beck und Dirk Wegner bieten damit den jüngeren (und nicht mehr ganz so jungen) Einzelinstrumentalisten und Duos eine Plattform. Das Konzert am Donnerstag vor den Osterferien (21.03.) zeigte auch wieder die Vielzahl und Vielfalt an Talenten und Instrumenten. Das Kammerorchester unter der Leitung von Tatjana Vilz-Beck begrüßte das Publikum mit Tönen statt Worten. Violine Solo, anspruchsvolle Klavierbeiträge, Querflöte und Klavier, Oboe und Viola (jeweils von Tatjana Vilz-Bewck am Klavier begleitet); dazu spannende Kombinationen wie Trompete & Violine, klassische und E-Gitarre, Schlagzeug und Gitarre  folgten.

    Im zweiten Teil des Programms sangen Schülerinnen der Kursstufe 1 solistische Stücke, jeweils begleitet von Dirk Wegner am Klavier. Als wuchtigen Abschluss spielte die Kursstufen-Band Fast Car (Tracy Chapman) und Billy Bossa Nova (Billy Eilish).

  • Basketballer des RBG auf allen Ebenen erfolgreich

    Basketballer des RBG auf allen Ebenen erfolgreich

    Am Dienstag, dem 27. Februar 2024, fand das Landesfinale Jugend trainiert für Olympia Basketball in Tübingen statt. Nachdem sich die Mädchen aus den Klassenstufen 6-8 (WK3) bereits eine Woche zuvor erfolgreich im RP-Finale für dieses Turnier qualifiziert hatten und die Mädchen der Klassenstufen 9 und 10 (WK 2) direkt qualifiziert waren, machte sich an diesem Morgen eine bunte Truppe mit dem Bus auf nach Tübingen.

    Trotz Verletzungs- und Krankheitspech, wodurch viele Spielerinnen ausfielen, schlugen sich die beiden Teams im Wettkampf gut. Auf dem Feld war sehr viel Teamgeist und ein tolles Miteinander zu sehen. Der Ehrgeiz aller Spielerinnen war beeindruckend. Hervorzuheben sind einige jüngere Schülerinnen (Navjot, Leyla, Lara und Milla), die wegen der krankheitsbedingten Ausfälle in beiden Teams spielten und häufig ihr Trikot und das Spielfeld wechselten. Da blieb wenig Zeit zum Durchatmen. Jedoch waren auch die anderen Teams stark besetzt, sodass zunächst einige Spiele in beiden Altersklassen verloren gingen, aber an ein Aufgeben war nicht zu denken. Es wurde bis zum Letzten gekämpft und um jeden Ball gefightet, sodass schlussendlich für beide Teams ein vierter Platz heraussprang.

    Während des gesamten Turniertages herrschte eine super Stimmung. Auf den Feldern waren tolle Leistungen der Spielerinnen, aber auch jede Menge Spaß zu sehen. Zudem gab es bei vielen ein großes Wiedersehen mit den Mädchen der anderen Teams, die sich in den letzten Jahren kennengelernt hatten. Dies stärkte das Gemeinschaftsgefühl bei Jugend trainiert für Olympia noch einmal mehr.

    Wir möchten uns bei den Trainern Viktor Wilhelm, Özkan Sentürk und Stefan Rinne, die mitgefahren sind und unsere beiden Mannschaften, sowohl in der Qualifikationsrunde als auch im Landesfinale unterstützt und gecoacht haben, bedanken.

    Außerdem danken wir Frau Junge und Frau Keller, die die Teilnahme organisiert und es uns somit ermöglicht haben, an einem besonderen Wettbewerb teilzunehmen.
    Letztlich geht unser Dank auch an die Mädchen aus dem Jahrgang 2011/12, die das WK3-Team vollständig gemacht haben. Viel Erfolg noch bei eurem Landesfinale im Mai!

    Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

     

    Mitgespielt haben:
    Katharina Grieb, Maleen Schulz, Julia Geiger, Emma Dreßler, Navjot Singh, Melek Gencbay, Melina Weyde, Betül Özel, Leyla Sentürk, Sophia Grieb, Nele Kienzle, Milla Rinne, Lara Geiger

    Krankheits-/Verletzungsbedingt ausgefallen sind:
    Jana Möllmann, Tabea Röse, Lena Schelling, Sara Schicchi, Sophie Mohr

    Doch nicht nur unsere Mädchen waren dieses Jahr als Repäsentanten des RBGs im Basketball unterwegs. Bereits im Dezember und Januar kämpften auch zwei Teams der Jungs um Ruhm, Ehre und den Einzug ins Landesfinale. Unsere jüngeren Spieler (Jahrgänge 2009 und jünger), die von Andreas Volle und Lukas Passon gecoacht wurden, konnten sich leider ganz knapp im RP-Finale am 23. Januar 2024 nicht gegen starke Gegner durchsetzen und schieden daher aus. Die Älteren (Jahrgänge 2007 und jünger) zeigten im Kreisfinale am 12. Dezember 2023, unter der Leitung von Adnan Djekic, ebenfalls eine gute Leistung.

    Berichte von Sara Schicchi und Katrin Keller

    Landesfinale in Action
    Landesfinale in Action
    Mädchen WK2 und 3 Landesfinale
    Jungen WK2 in Action
    Jungen WK2
    Jungen WK3
  • Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress+Hauser Conducta

    Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress+Hauser Conducta

    Erster Tag: Endress+Hauser Conducta zu Besuch im Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen

    Montag, 11. März 2024

    Der Gerlinger Standort des Familienunternehmens Endress + Hauser ist spezialisiert auf das Themengebiet Analysemesstechnik und stellt für nahezu alle erdenklichen Messgrößen im Bereich der Flüssigkeitsanalyse Sensoren und Messgeräte sowie Probennehmer her. Gemessen werden können zum Beispiel die Temperatur, die Durchflussmenge, der pH-Wert, die Trübung, die Dichte, die Leitfähigkeit, der Gehalt an verschiedenen Inhaltsstoffen (zum Beispiel Chlor, Sauerstoff, Ammonium-, Nitrat- und Phosphat-Ionen, u.v.m..

    Das Robert-Bosch-Gymnasium führt im aktuellen Schuljahr bereits zum neunten Mal sein Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress + Hauser Conducta durch. Daran teilnehmen können Schüler/innen der Klassenstufe 10, die im naturwissenschaftlichen Profil das Fach NwT gewählt und sich mit analytischen Messverfahren beschäftigt haben. Von Unternehmensseite her organisierten Frau Blank, Herr Albert und Herr Peter das Programm.

    Das Projekt besteht immer aus drei Teilen. Am ersten Tag des Projektes wird die Geschichte, die Organisationsstruktur, sowie das Produktspektrum und die Entwicklungs-, Produktions- und Verkaufsstandorte des Unternehmens vorgestellt. Außerdem erhalten die Schüler/innen Informationen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei der Endress und Hauer.

    Zweiter Tag: Das Robert-Bosch-Gymnasium zu Besuch bei Endress+Hauser Conducta in Gerlingen

    Mittwoch, 13. März 2024

    Am Mittwochmorgen versammelten sich die Schüler/innen im Gebäude unserer Partnerfirma Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG in Gerlingen. Einerseits durften die Teilnehmer/innen schon traditionsgemäß die Produktion besichtigen, andererseits führten sie an den von Endress+Hauser Conducta gebauten Messumformern selbst Messungen in Flüssigkeiten durch.

    Endress + Hauser Conducta ist wohl einer der wenigen deutschen Messtechnikhersteller, der seine Elektronikproduktion nicht ins Ausland verlagert hat. Im Gerlinger Gewerbegebiet produziert die Firma die Messwertumformer und Probeentnahmeautomaten. Die hoch automatisierte Fertigung verteilt sich auf zwei Etagen der Produktionshalle; da die elektronischen Bauteile heute immer kleiner werden, sind sie auch zunehmend empfindlich, besonders auch gegenüber elektrischen Entladungen. Die Schüler/innen mussten sich daher vor Betreten der Räume erst einmal entsprechend einkleiden: mit einem weißer Labormantel, der zum Ableiten elektrostatischer Ladungen Carbonfasern eingewebt hat und mit einem Erdungsband, das in einen Schuh eingelegt und mit der Schuhsohle verklebt wird.

    Nach der Betriebsführung ging es mit dem Messpraktikum weiter. Nach einer theoretischen Einleitung in das Messprinzip, führten die Teilnehmer/innen an Messumformern der Serie Liquiline pH-Wert-Messungen verschiedener Flüssigkeiten durch. Anschließend übten sich die Schüler/innen an der Erstellung von Schulungsvideos zum zuvor verwendeten Messsystem.

    Im Anschluss an das Praktikum war die Gruppe noch zum Mittagessen in die Firmenkantine im obersten Stockwerk des modernen Firmengebäudes eingeladen.

    Dritter Tag: Das Robert-Bosch-Gymnasium zu Besuch in der Kläranlage Leonberg

    Donnerstag, 14. März 2024, Donnerstag

    Am Donnerstagvormittag stand für die Schüler/innen die „letzte Runde“ in der Bildungspartnerschaft mit Endress+Hauser und damit der Einsatz der Mess- und Probeentnahmetechnik vor Ort bzw. in der Leonberger Kläranlage auf dem Programm. Es ist aus mehreren Gründen wichtig, dass Kläranlagen genaue Messgeräte zur Verfügung zu haben: das Wasser, das die Kläranlage verlässt, ist zum einen genauen Richtlinien unterworfen. Zum anderen ist es natürlich für den Betreiber sehr wichtig, auf bedenkliche ankommende Verunreinigung zeitnah reagieren zu können.

    Alle Bedürfnisse können durch von Endress+Hauser entwickelten Geräte gedeckt werden. Zum einen messen Probeentnahmegeräte am Anfang, wie viel Abwasser mit welcher Belastung in die Kläranlage gelangt, andere am Ende der Kläranlage, mit welcher Qualität es diese wieder verlässt.  Außerdem werden über die einzelnen Klärstufen hinweg verteilt in regelmäßigen Abständen Probe entnommen und auf die Inhaltsstoffe, wie z. B. Nitrationen-, Ammoniumionen- und Sauerstoffgehalt und einiges mehr, untersucht.

    Die Bilder rechts zeigen den PRobennehmer, das Messsystem und die Messelektroden im Einsatz in der Kläranlage (v.o.n.u.).

     Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei den Verantwortlichen von Endress und Hauser Conducta für dieses Bildungspartnerschaftsangebot und natürlich ganz besonders bei den Personen, die uns durch dieses tolle und sehr interessante Programm geführt haben.

    Text und Bilder: A. Beuchle

  • Murder-Mystery nach Gartenparty-Gewalttat

    Murder-Mystery nach Gartenparty-Gewalttat

    Alle sind sie gekommen zur Gartenparty im Haus Maybachstr. 77 – sogar Hausmeister Stahlmeier, eine Art Blockwart mit goldenen Herzen. ALLE? Nein! Die zwei aus der Mädchen-WG fehlen. Hangover von der Feier letzte Nacht? Die lassen doch sonst keine Feier aus?! Kurzerhand stürmt die Hausgemeinschaft die Wohnung. Es wird dunkel. Dann zerreisst ein Schrei die Stille: zwei Leichen wurden gefunden.

    Das ist der Auftakt zum Kriminalstück „Wer wars“, das die Theater-AG des RBG mit professioneller Unterstützung vom Theaterhaus Stuttgart durch die Theaterpädagogin Catharina Zukrigl selbst verfasst und am 15. und 16. März im Atrium der Schule aufgeführt hat. Dabei wurden das Treppenhaus und die verschiedenen Ebenen des Gebäudes zum Mehrparteienhaus, in dem die Nachbarschaft sich trifft, stets begleitet vom pedantischen Stasi-Hausmeister. Ausgangspunkt ist, dass Sabrina, ein Mädchen im Teeniealter, die Sommerferien bei ihrer Tante Sabine, die eben in diesem Haus wohnt, verbringen soll. Die Tante organisiert die allseits beliebte jährliche Gartenparty, die am Abend steigen wird. Im Song „Das ist die Gartenparty“, den Hausmeister Stahlmeier und der alleinerziehende Fünffach-Papa Iwan auf die Bühne rocken, werden die Personen des Stücks vorgestellt.

    Geschickt agiert die Technik-AG mit Sound und Lichteinsatz, viele Dialoge werden bei Dunkelheit mit Spots inszeniert, die verzerrten Schattenwürfe auf die Wände im Hintergrund unterstreichen die Krimi-Atmosphäre in Orson-Welles-Manier. Manche Szenen werden durch Audioeinspielungen angereichert oder sogar ganz im Dunklen rein akustisch inszeniert, was das Geschehen umso vieldeutiger, mysteriöser und spannender macht. So wird das Publikum mit hineingenommen in den Fall: Die Polizei ermittelt, die Leichen werden obduziert. Nur die dank Hausmeister Stahlmeier nahezu perfekt überwachten Hausbewohner kommen als Täter infrage. Doch wer wars? Die Frage wird eine Crimeshow klären: Erst kommt abgedrehte Werbung, dann begrüßen Host Kai aka Kommunisten-Kai im Che-Shirt und Sabrina zwei Expertinnen sowie die Zuschauer als Studiopublikum, das nun nacheinander verschiedene Motive vorgespielt bekommt, jeweils kommentiert von den Expertinnen, bevor es per Abstimmung den wahrscheinlichen Mörder ermitteln soll:

    • War es „ein ganz besonderer Aufguss in der Sauna“?
    • Oder sind die jungen Frauen Opfer der tragischen Verwechslung durch eine Auftragskillerin, die von einer im Sorgerechtsstreit unterlegenen Mutter auf Iwan angesetzt wurde?
    • Verbergen die Mitternachtsrosen ein düsteres Geheimnis?
    • Macht die Keksdosis, die in die falschen Hände gerät, das Gift?

    Als Zuschauer staunt man nicht nur über das schauspielerische Können, lacht über pointierte Dialoge, sondern ist auch beeindruckt vom kreativen Erfindungsreichtum der jugendlichen Stückeschreiber.

    Nach den vier Szenarien zum möglichen Tathergang darf das Publikum per Farbkarte abstimmen. Die Moderatoren zählen die Stimmen aus – der Fall ist klar: es waren Tante und Nichte aus Szenario vier: ein Familienerbstreit und ein vergiftetes Geschenk, das nicht die Erbtante, sondern die beiden Mädchen traf. Die Mörderinnen werden abgeführt.

    Großer Applaus für das großartige Ensemble und die Regisseurin und Leiterin der Theater-AG, Julia Weizmann. Tolle Abendunterhaltung! Ermöglicht wird diese tolle Theaterarbeit durch das Projekt „Schule als Bühne“ mit dem Theaterhaus, mit dem das RBG seit Jahren eine Bildungspartnerschaft unterhält.

    Doch … wer war es nun tatsächlich? „Vertrauen Sie mir, nächstes Mal klappt es bestimmt….“

    Klicken Sie sie sich durchs Theaterstück „Wer wars?“ mit unserer Bildergalerie:

  • MKids auf der Experimenta

    MKids auf der Experimenta

    Die „MKids“ (Mathe-Kids) der Klasse sieben besuchten mit ihrer Lehrerin Frau Dr. Cremer am Freitag, 08.03.24, bei einem Ganztagesausflug die Experimenta in Heilbronn. Schwerpunkt war die spielerische Einführung ins Programmieren in einem Programmierlabor, wo die Kinder eine Leuchtschrift programmieren konnten. Dazwischen gab es auch Mittagspause mit leckerem Essen und Sonnenschein. Alle waren mit großem Eifer dabei – siehe Bilder:

    • „Der Ausflug war RICHTIG gut!“ 
    • „Besser als erwartet.“ 
    • „Cool.“

    Was ist MKids?

    Das Programm MKids wird von Dr. Marielle Cremer geleitet. Mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler können es als eine Art AG in Kl. 6 und 7 belegen.

  • Wasser, Watt und Welthandel

    Wasser, Watt und Welthandel

    Das Leistungsfach Geographie der Kursstufe 2 war mit Fachlehrer Patrick Walz fünf Tage auf Exkursion in Hamburg – hier ein Bericht der Teilnehmer:

    Voller Vorfreude ging es am Montag 05. Februar auf die diesjährige Geographieexkursion nach Hamburg. Diese stand voll im Zeichen der Vorbereitung auf das kommende Abitur im April 2024.

    Der erste Exkursionstag startete in der Hafen City mit einer Stadtführung zur nachhaltigen Stadtentwicklung Hamburgs sowie einem einführenden Vortrag zur Prozessentwicklung unterschiedlicher Klimamodelle und den daraus resultierenden globalräumlichen Auswirkungen im Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ).

    Ein weiteres Highlight erwartete uns am Mittwoch in Büsum: das Wattenmeer. Dr. Ingrid Austen, ausgewiesene UNESCO-Wattführerin leitete uns in einer ca. 1,5stündigen Wattwanderung durch die zentralen Prozesse, Entwicklungen und Charakteristika der norddeutschen Wattküste. Im Rahmen der Führung wurde uns eindrücklich vor Augen geführt, mit welcher Geschwindigkeit sich das Meer im Zuge der Gezeiten zurückzieht und welche Bedeutung das Wattenmeer als Ökosystem nicht nur für die Region einnimmt. Im Anschluss an die Führung ließen wir den Tag in einem Strandlokal inmitten der schönen Szenerie inklusive einer gemeinsamen abschließenden Diskussion über die zukünftigen Herausforderungen der Küste ausklingen.

    Am Donnerstagvormittag trafen wir Steve, einen Migrant aus Nigeria, im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg. Im gemeinsamen Gespräch erzählte uns Steve sowohl über die strukturellen Ursachen als auch über die Motive seiner Flucht. Er schilderte seine Fluchtroute sowie diverse Herausforderungen (struggles), mit denen er an unterschiedlichen Orten konfrontiert wurde, wie insbesondere in der griechischen Hauptstadt Athen. Das Gespräch noch verarbeitend und reflektierend erfolgte am Nachmittag eine Werksführung durch den Airbus-Standort Finkenwerder. Bemerkenswert und interessant war nicht nur die komplexe Wertschöpfungskette und die globale Arbeitsteilung be ider Produktion eines Airbus, sondern auch die Prototypen und Probleme, die damit verbunden sind, ein wasserstoffbetriebenes Flugzeug zu entwickeln sowie auch die topographischen Herausforderungen des Standorts an der Elbe.

    Zum Abschluss der Exkursion beschäftigten wir uns am Freitag mit dem Hamburger Hafen: zunächst gewannen wir von der Aussichtsplateau der Elbphilharmonie einen Überblick über den Hafen. Simon Strobelt, Geograph an der Universität Hamburg erklärte uns die Geschichte und Bedeutung des Hamburger Hafens für Hamburg und seine Region. Im Fokus stand dann insbesondere die Herausstellung des Zusammenhangs zwischen der historischen und gegenwärtigen Rolle des Hafens im globalen Welthandel und den daraus resultierenden global-lokalen Ungleichheiten.

    Am Nachmittag reisten wir zurück und kamen gegen 20 Uhr wieder wohlbehalten am Stuttgarter Hauptbahnhof an.