Kategorie: Allgemein

  • Bildungspartnerschaft mit Endress+Hauser Conducta

    Bildungspartnerschaft mit Endress+Hauser Conducta

    Erster Tag: Endress+Hauser Conducta zu Besuch im Robert-Bosch-Gymnasium Gerlingen

    10. Juli 2023, Montag

    Das Unternehmen Endress + Hauser Conducta stellt für nahezu alle erdenklichen Messgrößen im Bereich der Flüssigkeitsanalyse Sensoren und Messgeräte sowie Probennehmer her. Gemessen werden können zum Beispiel die Temperatur, die Durchflussmenge, der pH-Wert, die Trübung, die Dichte, die Leitfähigkeit, der Gehalt an verschiedenen Inhaltsstoffen (zum Beispiel Chlor, Sauerstoff, Ammonium-, Nitrat- und Phosphat-Ionen, u.v.m..

    Das Robert-Bosch-Gymnasium führt im aktuellen Schuljahr bereits zum achten Mal sein Bildungspartnerschaftsprojekt mit Endress + Hauser Conducta durch. Daran teilnehmen können Schüler/innen der Klassenstufe 10, die im naturwissenschaftlichen Profil das Fach NwT gewählt und sich mit analytischen Messverfahren beschäftigt haben. Von Unternehmensseite her organisierten Frau Blank und Herr Albert das Programm.

    Das Projekt besteht immer aus drei Teilen. Am ersten Tag des Projektes wird die Geschichte, die Organisationsstruktur, sowie das Produktspektrum und die Entwicklungs-, Produktions- und Verkaufsstandorte des Unternehmens vorgestellt. Außerdem erhalten die Schüler/innen Informationen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei der Conducta.

    Herr Albert, Herr Baun und Frau Blank (v.l.n.r.) führten das Projekt von Seiten des Unternehmens mit uns durch. Für das RBG betreut Anja Beuchle die Bildungspartnerschaft.

    Herr Albert, Herr Baun und Frau Blank (v.l.n.r.) führten das Projekt von Seiten des Unternehmens mit uns durch.
    Zweiter Tag: Das Robert-Bosch-Gymnasium zu Besuch in der Kläranlage Leonberg
    Messelektronik im Einsatz
    Probennehmer
    Trübungsmessung
    Die NWT-Gruppe in der Kläranlage, im Hintergrund die Faultürme

     11. Juli 2023, Dienstag

    Am Dienstagvormittag stand für die Schüler/innen die „zweite Runde“ in der Bildungspartnerschaft mit Endress+Hauser und damit der Einsatz der Mess- und Probeentnahmetechnik vor Ort bzw. in der Leonberger Kläranlage auf dem Programm. Es ist aus mehreren Gründen wichtig, dass Kläranlagen genaue Messgeräte zur Verfügung zu haben: das Wasser, das die Kläranlage verlässt, ist zum einen genauen Richtlinien unterworfen. Zum anderen ist es natürlich für den Betreiber ungemein wichtig, auf bedenkliche ankommende Verunreinigung zeitnah reagieren zu können. Darüber hinaus ist es für den Betreiber auch von Interesse, wie viel Wasser mit welchem Aufwand gereinigt werden muss, da sich daraus auch die Abrechnungskosten für die Kommunen ergeben.

    Alle Bedürfnisse können durch von Endress+Hauser entwickelten Geräte gedeckt werden. Zum einen messen Probeentnahmegeräte am Anfang, wie viel Abwasser mit welcher Belastung in die Kläranlage gelangt, andere am Ende der Kläranlage, mit welcher Qualität es diese wieder verlässt.  Außerdem werden über die einzelnen Klärstufen hinweg verteilt in regelmäßigen Abständen Probe entnommen und auf die Inhaltsstoffe, wie z. B. Nitrationen-, Ammoniumionen- und Sauerstoffgehalt und einiges mehr, untersucht.

    In Kläranlagen erfolgt die Reinigung in mehreren Stufen. Die erste Stufe bildet die mechanische Klärung. Rechen halten dabei grobes Material und Abfälle zurück. Im Sandabsatzbecken lagern sich schwere Bestandteile ab. Fette, aber auch Gemische wie Erdöl oder Benzin, die Stoffe mit einer geringeren Dichte als Wasser beinhalten, schwimmen hier an der Wasseroberfläche und können abgeschöpft werden. In einem nachgeschalteten Vorklärbecken sinken schließlich auch noch fein verteilte Schwebstoffe zu Boden und bilden den so genannten Primärschlamm.

    Bild: Gruppenbild in der Kläranlage (Faultürme im Hintergrund)

    An dieser Stelle gabelt sich der weitere Verlauf – der Primärschlamm wird zusammen mit dem anderen Klärschlamm, der anfällt in den Faulturm transportiert und mit Hilfe von Bakterien  zu Methangas umgesetzt. Das Methangas wird in zwei Blockheizkraftanlagen energetisch weiterverwendet.

    Das von allen gröberen und feineren Verunreinigungen gereinigte Abwasser gelangt im 2. Schritt in die biologische Klärung. Hier laufen Vorgänge wie bei der Selbstreinigung von Gewässern ab, nur viel schneller. Im Belüftungsbecken bauen verschiedene Bakterienstämme unter ständiger Sauerstoffzufuhr den größten Teil der im Abwasser enthaltenen Schmutzstoffe ab. Ziel ist es hier u. a. alle Stickstoffverbindungen so umzuwandeln, dass diese keine Wirkung mehr als Düngemittel besitzen

    In der dritten Stufe, der chemischen Klärung, können Schadstoffe die in den vorangegangenen Stufen nicht abgebaut werden konnten, z. T. durch Zusatz von Fällungsmitteln entfernt werden.

    Die Leonberger Kläranlage besitzt sogar noch eine vierte Reinigungsstufe und kann daher Verunreinigungen im Abwasser noch weiter entfernen.

    Dritter Tag: Das Robert-Bosch-Gymnasium zu Besuch bei Endress+Hauser Conducta in Gerlingen

    12. Juli 2023, Mittwoch

    Am Mittwochmorgen versammelten sich die Schüler/innen im Gebäude unserer Partnerfirma Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG in Gerlingen. Einerseits dürfen die Teilnehmer/innen schon traditionsgemäß die Produktion besichtigen, andererseits führen sie an den von Endress+Hauser Conducta gebauten Messumformern selbst Messungen in Flüssigkeiten durch. Betreut wurden die Schüler/innen im Messpraktikum von Herrn Peter und Frau Endres.

    Endress + Hauser Conducta ist wohl einer der wenigen deutschen Messtechnikhersteller, der seine Elektronikproduktion nicht ins Ausland verlagert hat. Im Gerlinger Gewerbegebiet produziert die Firma die Messwertumformer und Probeentnahmeautomaten. Die hoch automatisierte Fertigung verteilt sich auf zwei Etagen der Produktionshalle; da die elektronischen Bauteile heute immer kleiner werden, sind sie auch zunehmend empfindlich, besonders auch gegenüber elektrischen Entladungen. Die Schüler/innen mussten sich daher vor Betreten der Räume erst einmal entsprechend einkleiden: mit einem weißer Labormantel, der zum Ableiten elektrostatischer Ladungen Carbonfasern eingewebt hat und mit einem Erdungsband, das in einen Schuh eingelegt und mit der Schuhsohle verklebt wird.

    Nach der Betriebsführung und einer kurzen Pause, in der die Schüler/innen mit Getränken und  Gebäck versorgt wurden, ging es mit dem Messpraktikum weiter (Bilderserie rechts). An acht Stationen, an denen Messumformer der Serie Liquiline mit unterschiedlichen Messsonden bereitstanden, führten die Teilnehmer/innen, nach einer theoretischen Einleitung in das Messprinzip der jeweiligen Messgröße und in die Messtechnik des jeweiligen Sensors, selbst Trübungs-, Leitfähigkeits- und pH-Wert-Messungen an Flüssigkeiten durch.

    Im Anschluss an das Praktikum war die Gruppe noch zum Mittagessen in die Firmenkantine im obersten Stockwerk des modernen Firmengebäudes eingeladen. 

    Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei den Verantwortlichen von Endress und Hauser Conducta für dieses Bildungspartnerschaftsangebot, vor allem aber bei Frau Blank, Herrn Albert, Herrn Peter und Frau Endres für die – wie gewohnt – tolle und sehr interessante Umsetzung dieses Projektes.

    Führung der Gruppe durch das Unternehmen
    Messpraktikum in Laborkleidung
  • Vive l’amitié franco-allemande – Vesoul 2023

    Vive l’amitié franco-allemande – Vesoul 2023

    Zum 1. Mal nach drei Jahren Coronapause durften die 6. Klässler der Realschule und des Robert-Bosch-Gymnasiums Gerlingen endlich wieder in die Gerlinger Partnerstadt Vesoul fahren. Am sonnigen Morgen des 19. Juni ging es endlich los. Nach etwa drei Stunden Busfahrt kamen wir an der Hochkönigsburg im Elsass an. Wir durften durch die große, alte Burg schlendern und die Aussicht sowie die gefährlichen Waffen des Mittelalters bewundern.
    Nach weiteren drei Stunden waren wir endlich in Vesoul angekommen, wo unsere Austauschpartner bereits auf uns warteten. Zunächst wurden deutsch-französische Gruppen erstellt, Geschenke überreicht und dann ging es schon in die Gastfamilien, wo wir den ersten Abend verbrachten.
    Am nächsten Morgen erlebten wir verschiedene Unterrichtsformen und Schulvormittage in den vier collèges von Vesoul: Jean Macé, Marteroy, Jean Cassin und Jaques Brel. Das Mittagessen in der Mensa wird dem ein oder andere bestimmt im Gedächtnis bleiben. Nachmittags ging es zum Ludolac, einer großen Freizeitanlage mit See, in dem wir trotz der Hitze leider nicht baden durften, da er gesperrt war. In den Gruppen wurden Naturmaterialien gesammelt, um verschiedenste Kunstwerke zu erstellen. Auch den zweiten Abend verbrachten wir in den Gastfamilien, die teilweise ein weiteres Programm geplant hatten.
    Am letzten Tag regnete es leider, sodass wir uns im neu renovierten Salle Parisot getroffen haben, um zwei weitere Aufgaben gemeinsam zu lösen. Zunächst wurden aus vorgegebenen deutschen und französischen Wörtern in den Gruppen ein Gedicht oder Lied erstellt und präsentiert. Anschließend gab es eine Rallye durch Vesoul. Bei allen Aufgaben an den vergangenen drei Tagen wurden Punkte gesammelt; eine Siegerehrung am Ende durfte also nicht fehlen. Die grüne Gruppe hat gewonnen und wurde mit Süßigkeiten und einem Pokal geehrt.
    Leider war der Vormittag schnell vorüber und es war Zeit sich zu von unseren französischen Freunden zu verabschieden und uns auf den Heimweg zu machen. Im Gepäck haben wir: Erinnerungen an unsere netten und hilfsbereiten Gastfamilien, eine schöne Landschaft in und um Vesoul, eine spannende und spaßige Stadtrallye, leckeres Essen und vor allem neue, französische Freundschaften!

  • RBG-Mannschaft beim Glemspokal in Ditzingen

    RBG-Mannschaft beim Glemspokal in Ditzingen

    Am Freitag, den 07.07.23 fand bereits zum zweiten Mal das nachbarschaftliche Fußballturnier um den Glemspokal in Ditzingen statt. An diesem eintägigen Event traten die Gymnasien aus Gerlingen, Ditzingen, Weilimdorf und Korntal gegeneinander an, um den begehrten Pokal zu ergattern. Das RBG war, wie bereits im vergangenen Jahr, mit einer bunt gemischten Mannschaft aus den Klassenstufen 5 bis K2 vertreten, betreut von Katrin Keller und Moritz Hüttmann. Die Mannschaften lieferten sich packende und mitreißende Spiele, die sowohl die Spieler als auch die Zuschauer begeisterten.

    Das erste Spiel im Turnier bestritt das RBG direkt gegen den Gastgeber des Turniers, das Gymnasium Ditzingen. Es war ein hart umkämpftes Spiel, bei dem beide Teams alles gaben, um den Sieg davonzutragen. Trotz Torchancen auf beiden Seiten endete die Partie unentschieden mit einem torlosen Ergebnis. Sowohl die Spieler als auch die Trainer konnten mit dieser Leistung zufrieden sein und hofften auf weitere erfolgreiche Spiele im Turnierverlauf.

    Im zweiten Spiel traf unsere Mannschaft auf das Gymnasium Weilimdorf. Leider mussten wir uns in diesem Spiel mit einem Ergebnis von 3:1 geschlagen geben. Die Spieler aus Weilimdorf zeigten eine starke Leistung und nutzten ihre Torchancen effektiv aus. Obwohl unsere Mannschaft hart kämpfte und sich bemühte, das Spiel zu drehen, reichte es letztendlich nicht, um den Rückstand aufzuholen. Hier zeigte sich dann doch eine körperliche Überlegenheit der Weilimdorfer, deren Team nur aus Mittel- und Oberstufe bestand.

    Das letzte Spiel des Turniers für das RBG fand gegen das Gymnasium Korntal statt. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, bei dem beide Mannschaften hart um den Sieg kämpften. Die Spieler auf beiden Seiten zeigten vollen Einsatz und es gab zahlreiche Tormöglichkeiten. Letztendlich endete das Spiel mit einem erneuten Unentschieden, diesmal mit einem 1:1. Für uns bedeutete dies ein weiteres Unentschieden in diesem Turnier, was ein überaus respektables Ergebnis war.

    Obwohl es für unsere Mannschaft nicht für das Finale gereicht hatte, konnten wir dennoch stolz auf unsere Leistung sein. Wir haben gegen starke Gegner gekämpft und uns wacker geschlagen. Darüber hinaus konnten wir sowohl die inoffizielle Kategorie „größte Mannschaft“ des Turniers mit 35 Spielern als auch die Kategorie der Mannschaft mit der größten Altersspanne (von Klasse 5 bis K2) für uns entscheiden.

    Der Glemspokal in Ditzingen war ein gelungenes  Turnier, das nicht nur den sportlichen Ehrgeiz der teilnehmenden Schulen zeigte, sondern auch den Teamgeist und die Fairness auf dem Spielfeld. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten des Gymnasiums Ditzingen für die Organisation und den reibungslosen Ablauf des Turniers. Wir freuen uns bereits auf die nächste Ausgabe des Glemspokals und hoffen, dann wieder um den Pokal kämpfen zu können.

  • Feierliche Abizeugnisverleihung

    Feierliche Abizeugnisverleihung

    Am Freitag, 07.07.23, wurde der Abiturjahrgang 2023 in der Gerlinger Stadthalle feierlich verabschiedet. In Gegenwart von Bürgermeister Dirk Östringer, der Eltern und Familienangehörigen und des Lehrerkollegiums erhielten die 50 Abiturienten ihre Abiturzeugnisse sowie Preise für besondere Leistungen aus den Händen von Schulleiterin Silke Scholz. Mit einem herausragenden Schnitt von 2,0 sowie dreimal der „Traumnote“ 1,0 hat die Stufe insgesamt das Abitur sehr erfolgreich bestanden!
    Festlich umrahmt wurde die Veranstaltung von Musik: die K2-Orchestermitglieder unter der Leitung von Tatjans Vilz-Beck, Katharina Malé mit einem Solobeitrag am Klavier, Anika Rahn mit einem Gesangsstück – ein Zeichen für die musikalische Begabung der Stufe, die im Laufe des letzten Schuljahres auch in Eigenregie einen Konzertabend auf die Beine gestellt hatte.

    In ihrer sehr humorvollen Rede orientierte sich Silke Scholz am Abimotto des Jahrgangs „RABIts – Die Versuchskaninchen brechen aus“ und beschrieb Schullaufbahn des Jahrgangs als Laborexperiment: Der Eintritt in die Versuchsanordnung erfolgte im Jahr 2015, in den letzten zwei Jahren wurden die Teilgruppen zusammengefasst zu einer Gesamtgruppe für das Studienergebnis. An den Probanden testeten die Laboranten experimentelle Lehrwerke und neue Versuchsbedingungen (eine Anspielung auf den Bildungsplan 2016 und die neue Kursstufe, die dieser Jahrgang erstmalig durchlaufen hat). Trotz all dieser Experimente und eines zwischenzeitlichen Virusbefalls mit anschließender Isolation konnte schließlich der Reifegrad der Probanden festgestellt werden – so die Schulleiterin – und dem Ausbruch der „Versuchskaninchen“ stehe nichts mehr Wege. Sie gratulierte zum Bestehen der Abschlussversuche. Heute Abend werde das Laborzertifikat überreicht und damit die Türen des Labors durchbrochen: „Von Versuchskaninchen seid ihr zu Meistern des eigenen Schicksals geworden“, auch wenn „die Labore nur der Anfang waren und die Testes weitergehen“, so habe doch jeder „Resilienz und Anpassungsfähigkeit bewiesen“.  „Bereichert unsere Welt“, gab die Schulleiterin als Wunsch dem Jahrgang mit auf den Weg. Der gesamten Stufe überreichte sie als Stufenmaskottchen zwei Stoff-„RABIts“.

    Besonders bedankte sie sich bei ihrem Kollegium für die geleistete Arbeit und unter großem Applaus bei den beiden Oberstufenberaterinnen Anja Beuchle und Claudia Hellriegel.

    Bürgermeister Dirk Östringer überbrachte Glückwünsche im Namen der Stadt und des Gemeinderates. Er betonte, dass sich die Abiturienten nun an einer Kreuzung befänden, da der Alltag ab jetzt nicht mehr von der Schule bestimmt werde, sondern der eigene Weg gewählt werden könne. Er forderte sie auf, sich einzumischen und die Zukunft mitzugestalten. Dem Abimotto gewann er viel Positives ab, so gehe es im Leben darum, Neues auszuprobieren, wobei manches klappe und anderes nicht.  Er wünschte dem Jahrgang, den neuen Lebensabschnitt zu genießen sowie Mut und Zuversicht.

    Die Elternbeiratsvorsitzende Martina Merchant bedankte sich bei der Stadt für die gute digitale Unterstützung während der Coronazeit sowie der Schulleitung, den Lehrkräften, besonders den Oberstufenberaterinnen Frau Beuchle und Frau Hellriegel, der Sekretärin Frau Schaible sowie dem Hausmeister Toni Luttenberger. Sie gab dem Jahrgang „gute Ratschläge der Eltern mit, denn was wären Eltern ohne solche“ und betonte ihren Stolz auf das Erreichte und das Ende eines Lebensabschnittes, der für die Kinder mit dem Gefühl „endlich frei“ verbunden ist.

    In der Stufenrede bedankten sich Sophie Merchant und Hannah Schwarz bei den verschiedenen Personen und Gruppen der Schulgemeinschaft, „ohne die im Labor nichts gelaufen wäre“ und blickten humorvoll und nachdenklich zurück auf die Entwicklung des Jahrgangs seit Klasse 5 mit dem neuen Bildungsplan, Corona, der Veränderung durch den iPad-Unterricht, dem Zusammenwachsen in der Kursstufe und prägenden Erlebnissen der Schulzeit. Auch wenn die Wege ab jetzt geographisch und thematisch auseinandergehen, so hoffen sie doch, dass sie sich immer wieder schneiden werden.

    Mit einem anschließenden Umtrunk und vielen Gelegenheiten zu guten Gesprächen endete der Abend – und ein besonders sympathischer Jahrgang verlässt das RBG-Labor…

    Bildergalerie: Die Zeugnisverleihung zum Durchklicken

  • Abistreich der RABIts

    Abistreich der RABIts

    Die letzten mündlichen Prüfungen am Mittwoch bestanden, das Abi geschafft, die Zeugnisverleihung vor der Tür (diesen Freitag in der Stadthalle) – was nur noch fehlt, ist der traditionelle Abistreich. Der stieg heute, am Donnerstag, 06.07. Zur Freude der Klassen sprengten die kostümierten Abiturienten (Abimotto: Rabits) den beginnenden Unterricht, erklärten das Lehrerzimmer zum Landschaftsschutzgebiet und den Rest der Schule zur Sperrzone, holten alle Schüler ins Atrium und veranstalten Spiele – natürlich mit den Lehrkräften… Gute Stimmung, laute Musik und eine Endlos-Polonaise durchs Schulhaus – so verabschiedete sich der Jahrgang 2023 vom RBG.

  • Doch das Messer sieht man nicht…

    Doch das Messer sieht man nicht…

    Die Theater-AG des RBG lädt zu Schnuppertagen ein: Vier Termine an zwei Tagen (30.06. / 01.07.), jeweils dreißig Plätze. Ich bin interessiert und melde mich gleich mal für den ersten Termin an: freitags, 17:30.

    Was mich wohl erwartet? Zu Beginn treffen wir uns im Atrium. Ich sehe mich um: Die Dekoration ist reduziert, einige Kulissenelemente kann ich erkennen. Was wird hier gespielt? Ein Mitglied der AG, Tobias R., begrüßt uns. Er wird uns als „Conferencier“ durch diesen Schnupperabend und die einzelnen Handlungsorte führen. Wir werden als neue Kurzzeit-Mitglieder für die nächsten 90 Minuten in die AG aufgenommen. Dann gehts auch schon los: Ein kurzer Kampf vor den Füßen des stehenden Publikums, eine Person bleibt verletzt zurück. Ortswechsel nach oben zur Galerie.

    Dort sind wir in der Zentrale einer Londoner „Firma“, geführt von einem knallharten Kapitalisten, der aus dem Betteln ein Geschäftsmodell gemacht (heute würde man sagen: es monetarisiert) hat und den wir „P“ nennen wollen (sehr glaubwürdig gespielt von Nele W.). P will der „Verhärtung der menschlichen Herzen“ entgegnen, indem er die „Elenden“ so ausstattet, dass sie möglichst viel Mitgefühl (und Bettelerfolg) erregen. Seine Tochter P. P. (fantastisch als etwas naives Blondchen: Marie Z.) ist allerdings über Nacht nicht nach Hause gekommen und der ehrenwerte Geschäftsmann mit Zylinder und Gehstock ahnt Schlimmes.

    Zu Recht: P.P. hat sich mit dem obersten Verbrecher Londons, wir nennen ihn MM (wunderbar durchtrieben und zugleich ironisch gespielt von Jan P. ), eingelassen. Sie feiern ausgelassen tanzend mit der zwielichtigen Bande von MM eine etwas absurde Hochzeit in einem Pferdestall, mit Pfarrerin im Talar und Bibel. Uns Praktikanten schwant schon: da stimmt was nicht.

    Tatsächlich: als der beste Freund von MM, der oberste Polizeichef „Tiger“ B (expressiv und überkandidelt: Thomas F.) vorbeischaut, wird die frisch angetraute Braut beiseite geschoben. Der unfreiwillige Schwiegervater P, der von dieser Freundschaft nichts weiß, aber in MM eine Art schmutzigen Konkurrenten im Unterwelt-Business sieht, und die Hochzeit als Farce durchschaut, plant nun die Verhaftung MMs. Seine völlig verliebte Braut warnt MM allerdings. Dieser erklärt ihr zwar, dass er alle in der Hand hat und jeden erpressen kann, taucht dann aber unter. Da er jedoch ein Mann von Prinzipien ist, erscheint er pünktlich donnerstags in seinem Stammcafé (dem Schülercafé), wo seine Truppe ihn feiert, sich über seine endlos lange Liste mit Straftaten amüsiert, während wir als Komparsen Gäste sein dürfen. Seine Ex-Geliebte J. (Elif G.) verrät ihn und die Polizei greift nach kurzer Verfolgungsjagd zu.

    Im Gefängnis prallen seine eifersüchtige Geliebte L und seine neue Frau P.P. keifend aufeinander. MM hat alle Mühe, beide abwechselnd zu besänftigen. Hier hat der Polizeichef seinen von vielen Luftsprüngen gekennzeichneten großen Auftritt: Was soll er tun? Er kann MM nicht freilassen, steht aber in seiner Hand und hat ihm Treue und Hilfe versprochen. MM löst das Dilemma, indem er einfach flieht.

    P.P. besucht ihre Rivalin L. nun zuhause (Schulbibliothek), weil sie hofft, einen Tipp zum Aufenthaltsort ihres Mannes zu erhalten. Sie erfährt zunächst Verständnis, dann kommt es aber doch zum Duell der beiden Frauen zwischen Bücherregalen um einen Mann. Nur allmählich realisiert P.P., dass MM es nicht ernst mit ihr meint.

    Es kommt, wie es kommen muss: MM wird erneut verhaftet, in einer Schattenspielszene, in der ihn seine engsten Freunde im Gefängnis besuchen, wird er sich seiner Lage bewusst. Die Szene wird zum Tribunal: in der Mitte erhöht auf einem Sessel als Anklagebank (oder Schafott?) MM, über ihm baumelt symbolträchtig die Galgenschlinge. Ankläger und Verteidiger treten auf und halten ihre Plädoyers für oder gegen seine Verurteilung zum Tod: Natürlich sind die hintergangene L., sein Erzfeind P. dafür, natürlich sind seine immer noch verliebte Frau P.P. und auch der korrupte Polizeichef B dagegen.

    Es gibt ja auch noch uns – die Schnuppergäste, und wir dürfen abstimmen: Schuldig oder nicht schuldig? Ich stimme mit der Mehrheit für schuldig und bin schon gespannt, wie die Hinrichtung wohl umgesetzt werden wird – aber nein! Ein Bote der Königin stoppt im letzten Moment die Verurteilung und begnadigt MM. P. stellt die Frage in den Raum: Ist das gerecht? Wer sind die wahrhaft Schuldigen? Die das Elend zulassen oder die darin leben? Die Bankräuber oder die Bankgründer? Was ist gerecht? Mit dieser Frage endet das Stück.

    Großer Applaus für ein großartiges Spiel: das war ein toller Einblick in das Können der Theater-AG. Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler agierten dynamisch, mutig, mit viel Bewegung und mit großer Selbstverständlichkeit ganz ohne Bühne und klarer Trennung zu einem Publikum. Es gab häufige Orts- und Positionswechsel, mal konnte man sitzen, mal stand man, häufig waren die Szenen in das Publikum hinein gespielt, wir „Schnuppermitglieder“ wurden so zum Teil des Stücks. Und es gab auch kleine Rollen für Spontane.

    Ich bin beeindruckt, wie kreativ, lustig und temporeich die Theater-AG um Leiterin Julia Weizmann ein sehr bekanntes Theaterstück adaptiert, inszeniert und gespielt hat. Ein Schnupperabend, der sich auf jeden Fall gelohnt hat!

  • Was ist denn hier los?!

    Was ist denn hier los?!

    In den letzten Wochen war viel los am RBG:

    Die 6. Klassen erleben diese Woche ihre Schullandheime. Mit dem Klassenlehrerteam ging es zu ganz unterschiedlichen Zielen von Erlebnispädagogik in der Natur bis zum Bergwandern im Kleinwalsertal. Eines haben alle gemeinsam: Die Klassengemeinschaft zu stärken durch Freude am Zusammensein, gemeinsame Erlebnisse und neue Erfahrungen und Freundschaften weit weg vom Klassenzimmer.

    Am Mittwoch, 24.05., unternahm die Klassenstufe 9 im Rahmen des Geschichtsunterrichts mit ihren Fachlehrern eine Exkursion ins KZ Dachau und erlebte einen eindrücklichen Tag mit Vortrag und Geländeführung.

    In den Tagen vor Himmelfahrt waren über 70 Schülerinnen und Schüler auf Musikfreizeit in Rot an der Rot. Die Ergebnisse wird man beim Sommerkonzert sehen und vor allem hören können.

    Schon traditionell (seit 2007) über Himmelfahrt findet das Los-Ballos-Wochenende der Jongliergruppen gemeinsam mit der KSJ auf der Burg Rothenfels am Main statt. Geleitet wurde es von Eva Gawol und Eberhard Kleinmann. Konzentriertes Proben, Feilen an einer neuen Choreographie, tolle Gemeinschaft auch mit ehemaligen Mitgliedern, Auftritte vor Burggästen und am Sonntag bei der Rückkehr vor den Eltern im Atrium des RBG – die fünf Tage waren randvoll und wieder ein intensives und unvergessliches Erlebnis.

    Dann wären da noch Klassenausflüge auf die Alb (Klasse 5), diverse Lerngänge, beispielsweise zum Bauernhof, ins Theater; ein Erste-Hilfe-Lehrgang für Lehrkräfte, ein faires Schulfrühstück im Atrium usw. usf.

    Ach ja, und das Abitur (die Zweitkorrekturen sind gerade abgeschlossen, nun laufen die Drittkorrekturen) gibt es ja auch noch, ebenso wie die übliche Klassenarbeitshochphase vor Pfingsten.

    So freuen sich alle nun erstmal auf verdiente Ferien, bevor es auf die Zieletappe zum Schuljahresende geht.

  • Vive Paris! Vive la France!! Vive l’amitié franco-allemande !!!

    Vive Paris! Vive la France!! Vive l’amitié franco-allemande !!!

    Paris-Austausch 2023

    Die Letzten, die in den Genuss eines Paris-Austausches gekommen sind, stecken gerade im Abitur. Und somit kann man wohl zu Recht sagen: endlich! Endlich einmal wieder Paris!

    Nachdem 21 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a-d im März ihre Austauschpartner des Collège Alphonse Daudet in Gerlingen empfangen konnten, waren sie nun selbst an der Reihe mit ihren Französischlehrern Andreas Berger und Sandra Werner  eine Woche lang Paris zu entdecken.

    Eine Woche um Neues zu sehen, zu hören und zu riechen; eine Woche um die Sprachkenntnisse zu testen, eine Woche um Spaß zu haben und um zu lernen, ohne es zu merken.

    Klassische Sehenswürdigkeiten wie „Notre Dame“, Sacre Coeur“, „Centre Pompidou“ oder „Arc de Triomphe“ standen ebenso auf dem Programm wie eher nicht so Bekanntes („Château de Vincennes“, Blumenmarkt).

    Zum Glück waren wir nicht durch Streiks eingeschränkt und so konnten wir unsere Erlebnisse alle zu Fuß, auf den „Vedettes de Paris“ (Seineschifffahrt), oder mit der Métro bewältigen.

    Was wird in Erinnerung bleiben? Sind es die Stadtralleys um Montmartre oder auf den Champs Élysées? Die Piques-Niques im Jardin des Tuilleries oder im Square du Vert Galant? Der Unterricht oder die Kantine im Collège Alphonse Daudet? Ist es die Abschlussparty oder das Leben in den Gastfamilien? Alésia? – Alésia. (insider)

    Vielleicht sind es die tausende von Selfis, die mit Freude auf Paris zurück blicken lassen, vieleicht die täglichen Tagebuchaufzeichnungen oder aber auch die Erinnerungen die einem ganz persönlich im Gedächtnis bleiben werden (frei nach Antoine de Saint-Exupéry: Nicht mit Bildern sondern mit dem Herzen erinnern wir uns an diese Stadt.)

    Möge diese Reise das Interesse an Paris weiterhin gefördert haben und möge es im kommenden Schuljahr wieder einen Paris-Austausch geben.

    Vive Paris! Vive la France!! Vive l’amitié franco-allemande !!!

  • Von Fusionsreaktoren über Supercomputer bis zur Weltraumerforschung

    Von Fusionsreaktoren über Supercomputer bis zur Weltraumerforschung

    Nach der langen Corona-Phase war es endlich wieder soweit – die NwT-Schüler/innen der Klassenstufe 10  waren vom 2.5. – 4.5.23 wieder auf wissenschaftlicher Erkundungstour. Bereits zum achten Mal brachen am Dienstagmorgen 37 Schüler/innen zur so genannten „NwT-Erkundungsfahrt“ auf und besuchten unterschiedliche Forschungseinrichtungen in München.  
    An der NWT-Erkundungsfahrt teilnehmen können Schüler/innen der Jahrgangsstufe 10, die sich in der 8. Klasse für das Profilkernfach NwT (Naturwissenschaft und Technik) entschieden haben. Diese Schüler/innen haben sich demnach in den letzten 3 Jahren schon mit den vielfältigsten naturwissenschaftlichen und technischen Problemen auseinandergesetzt und dabei viele Erkenntnisse gewonnen und Fertigkeiten erlangt; bspw. beim Programmieren von Microcontrollern, beim technischen Zeichnen und bei der Verwendung von 3-Druckern, bei der Durchführung von Analyse- und Produktionsverfahren,  beim Bau von Kränen, bei der Auswertung von Messergebnissen u.v.m. Organisiert und begleitet wurde die Fahrt von den NwT-Lehrerinnen Anja Beuchle, Sabrina Junge und Elena Maier.

    Parabelrutschen im Atrium des Institutsgebäude für Mathematik und Informatik der Technischen Universität München (Mittagspause)

    Erstes Ziel der Fahrt war das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP). Hier wird seit den 60er-Jahren an der Kernfusion geforscht. Dabei möchten die Physiker das “Feuer der Sonne” auf die Erde holen: in einer Brennkammer, in der die Fusions-Brennstoffe Tritium und Deuterium bei 100 Millionen Grad Kelvin durch entsprechend geformte Magnetfelder eingeschlossen sind, sollen diese zu Helium verschmelzen (fusionieren) und dabei erhebliche Mengen an Energie freisetzen und so die Energieproblematik umweltschonend lösen. Die Gerlinger Besucher/innen erhielten zunächst einen sehr spannenden Vortrag über die Grundlagen der Kernfusion und deren mögliche technische Realisierung in Form eines Kernfusionskraftwerkes. Da an unserem Besuchstag grade am dort aufgebauten Großexperiment ASDEX upgrade nicht experimentell gearbeitet wurde, konnten wir im Anschluss die Experimentierhalle selbst besichtigen. Wenn die Anlage in Betrieb ist (jährlich werden etwa 1000 Experimente durchgeführt), kann die Experimentierhalle wegen der dort auftretenden Strahlung nicht betreten werden.

    ASDEX upgrade (Experimentieranlage zur Kernfusion)

    Am 2. Tag besichtigte die Gruppe zunächst das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (LRZ) und dessen Supercomputer. Da die Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen immer komplexer wird, Problemstellungen und Lösungsansätze zunächst oft simuliert werden müssen und dabei riesige Datenmengen anfallen, die ausgewertet werden müssen, hat das das Hochleistungsrechnen in den vergangenen Jahren u.a. in der Wissenschaft an großer Bedeutung gewonnen. Diese extrem anspruchsvollen, umfangreiche und komplexe Rechenanwendungen, die auch ein Vielfaches an Speicherkapazität erfordern, können von „normalen“ Computern nicht mehr durchgeführt werden. Auch hier konnte die Gruppe nach einem sehr interessanten Vortrag über die Verwendung und Einsatzmöglichkeiten eines Supercomputers, diesen auf einem Rundgang live besichtigen.

    LRZ Gruppenbild

    Am Nachmittag konnten sich die SchülerInnen in Kleingruppen selbständig und je nach persönlichen Vorlieben und Interessen im Deutsches Museum zu unterschiedlichen Themen informieren.

    Letzter Programmpunkt am 3. Tag war die Besichtigung der ESO (european southern observatory), der europäischen Südsternwarte. Die ESO ist ein europäisches Forschungsinstitut, das Teleskope in Chile betreibt. Mithilfe dieser Teleskope wurden schon viele spektakuläre Entdeckungen gemacht. Bspw. wurden Beweise für die Existenz eines schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstraße gefunden und es konnte gezeigt werden, dass die Expansionsgeschwindigkeit des Universums zunimmt. Die sehr informative Führung wurde mit einer Planetariumsvorführung abgerundet. Jede/r kann sich übrigens bei der ESO mit interessanten Forschungsideen für eine Teleskopnutzung in Chile bewerben – vielleicht wolltet ihr ja schon immer einmal in die Sterne schauen und eine weltbewegende Idee überprüfen 😊.

    ESO

    Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei allen Personen, die uns diese spannenden Einblicke durch tolle Führungen und sehr interessante Vorträge ermöglicht haben und natürlich bei PRO für die großzügige Unterstützung dieser Fahrt, bedanken.

  • Alle Neuner in England

    Alle Neuner in England

    Nach langer Vorfreude fand vergangene Woche die Englandfahrt der 9. Klassenstufe statt. Am Sonntag ging es, nach langem Ausschlafen *hust*, um 4Uhr morgens los. Bereits nach 10h Busfahrt bemerkte man bei allen die Auswirkungen einer so langen Reise, viel Karaoke und eine generell aufgedrehte Stimmung. Nach einer 16 stündigen Fahrt, durch Deutschland, Luxemburg, Belgien, Frankreich und schließlich durch den Eurotunnel nach England, kamen wir in Worthing (bei Brighton) an. Die Spannung wuchs in Erwartung auf das erste Kennenlernen mit den Gastfamilien. Vom klassischen “Nice to meet you!“ bis hin zum “Hey, no worries, I‘m not a murderer,“ war alles dabei, bis auf wenige Ausnahmen waren die Familien jedoch sehr offen, hilfsbereit und freundlich.

    Am nächsten Morgen ging es mit einer Erkundungstour in Worthing los. Dort konnten wir, nach einem gemeinsamen Besuch des Piers, selbstständig durch die Straßen und Läden ziehen. Dann fuhren wir nach Brighton, eine bekannte Stadt an der Küste Englands und erfuhren durch eine Führung noch mehr über ihre Historie. Die Tour meisterten wir trotz strömendem Regen, Kälte und eisigem Wind (typisch englisches Wetter, mit dem wir auch in den nächsten Tagen noch konfrontiert werden sollten) und sahen den Brighton Palace Pier, den abgebrannten West Pier und liefen durch die brühmten Gassen “The Lanes“, zum Churchill Square (einem Einkaufszentrum) bis unsere Führung am Royal Pavilion ein Ende fand.

    Tag 2 begann mit der Busfahrt nach London, die wir mit bspw. Uno spielen verbrachten. Wir parkten bei der beeindruckenden O2-Arena und fuhren mit der Tube in die Innenstadt. Als wir aus der Undergroundstation kamen, hatten wir direkt den perfekten Blick über die Themse auf das London Eye und nach einem Blick über die Schulter auch auf Big Ben. Es war ein einzigartiger Moment!

    An der Downing Street machten wir Fotos von diversen Leuten, die wichtig aussahen es aber wahrscheinlich nicht waren, da die Security Leute diese nach dem Tor direkt wieder verließen. Wir machten Bilder mit einem Reiter vor dem Horse Guards Building und liefen durch den St. Jame’s Park zum Buckingham Palace. Dort trafen wir direkt eine andere deutsche Klasse, allerdings aus Schleswig-Holstein. Da der Union-Jack über dem Palast wehte, haben wir, zumindest im übertragenen Sinne, zusammen mit King Charles lll die Tea-Time verbracht. In Gruppen besuchten wir anschließend Chinatown oder das Luxus-Kaufhaus “Harrods“. Nach Freizeit am Oxford Circus wurden wir Teil des abendlichen Londoner Tube-Wahnsinns. Zerquetscht und geschafft, aber glücklich, kamen wir wieder am Bus an.

    Tag 3 verbrachten wir in der historischen Hafenstadt Portsmouth. Nach einem idyllischen Strandbesuch bei bestem Wetter *hust hust* besichtigten wir das Portsmouth Museum and Art Gallery und nach exzessivem Outlet-Shopping sahen wir die Stadt aus der Vogelperspektive. Der Spinnaker Tower ermöglichte den Blick auf die Stadt aus über 100 Metern Höhe. Dort entstanden lustige Bilder, auch mit den Lehrern.

    In unseren letzten Tag starteten wir mit Aufbruchsstimmung, da wir uns bereits morgens von unseren Gastfamilien versabschieden mussten. Den Tag in London genossen wir nochmals in vollen Zügen. Wir liefen durch den Fußtunnel unter der Themse und fuhren mit der DLR zum Jubilee Park, wo wir eine sehr moderne Seite Londons kennenlernten. Mit einem Boot fuhren wir unter der Towerbridge hindurch zum Tower of London. Glücklicherweise wurde niemand von den Bobbys verhaftet und wir liefen über die Towerbridge zur Tube, mit der wir nochmals zum Oxford Circus gelangten. Hier stand heute Souvenir-Shopping ganz oben auf dem Plan. Abends machten wir uns auf den Weg zur Themse und sahen auf dem Weg dorthin London mit all seinen Lichtern und Architektur, New York Vibes inklusive.

    Schließlich, nach aufregenden letzten Tagen, fand unsere Reise ihren Abschluss mit einer nächtlichen Bootsfahrt, die Themse hinunter bis zur O2-Arena. Wir sahen die Sehenswürdigkeiten nochmals beleuchtet und verließen unter ein paar Tränen, gerührt von der Schönheit und den vielen Eindrücken, England.

    Geschafft kamen wir alle, um viele Erfahrungen und Erinnerungen reicher, heil und mehr oder weniger gesund zu Hause an.

    Die Zeit ging viel zu schnell vorbei und wir möchten uns von ganzem Herzen bei allen bedanken, die uns diese Reise ermöglicht haben, besonders bei Karen (unserer Family-Organizerin vor Ort) und den Lehrern, die uns begleitet haben: Fr. Loch, Fr. Niklaus, Fr. Kemmner, Fr. Merkle, Hr. Weber und Hr. Bertet.

    A. O. und E. S. für die 9. Stufe

    Die Gruppe vor der Londoner Skyline
    Worthing: Zielort der Englandfahrt
    Am Strand bei englischem Wetter
    Brighton Pier
    Die Themse mit London Eye
    Tea Time mit Charles III.?
    Spinnaker Tower in Portsmouth
    Tower Bridge
    O2-Arena in London